| Gegen 17 Uhr komme ich an der Jugendherberge in Penzance an. Vor dem Eingang warten bereits zwei Mädchen auf Einlass. |
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Bild:Jugendherberge in Penzance |
| Sabine, eine unnahbare Schönheit aus München, und Kerstine, die aufgeschlossene Französin aus der Normandie sind bereits zusammen in Schottland gewesen, aber dort hat es ihnen zu viel geregnet und deshalb sind sie jetzt auf der Durchreise nach St. Malo. Die Münchnerin hat die Führungsrolle inne und achtet eifersüchtig darauf, daß Kerstine anderen nicht mehr Aufmerksamkeit zuwendet als ihr, weshalb unser Gespräch ein vorzeitiges Ende nimmt. Kurze Zeit später öffnet die Herberge. |
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| " Die
Promenade hatte nichts Mondänes, nichts von einem
Seebad; es schienen ihm fast nur Einheimische zu sein,
die diesen Gang frühabends am ruhigen Meer als einen
selbsverständlichen Teil ihres Tages ansahen; junge
Mütter, Ehepaare, Verkäuferinnen, ältere Männer.
Neben der Promenade verlief die Ausfallstraße nach
Westen; auf der anderen Straßenseite lag eine Reihe
alter, vielleicht einst prachtvoller Hotels, die ihm
jetzt schon ein wenig abgenutzt aussahen." aus: Jochen Schimmang "Das Ende der Berührbarkeit", S.108 |
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| Nach Anmeldung und Bezug
meines Bettes, erkunde ich die Stadt. Zum Abendessen probiere ich Fish & Chips, was wirklich nur etwas für hartgesottene Engländer ist. Auf der Strandpromenade sind viele Leute unterwegs. Vor wenigen Minuten ist eine Art Karnevalszug vorbeigekommen. Neben jedem Wagen sammelte eine Person mit einer Spendenbüchse. Ich vermisse jedoch die Pubs oder Straßencafés an der Promenade, dafür hat man von hier aus einen schönen Blick auf die Bucht von Penzance mit dem St. Michael's Mount in der Ferne. Von weitem könnte man ihn mit dem Mont St. Michel in der Bretagne verwechseln. Ich werde die Bucht morgen erkunden. |
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| "So,
wie er es sich von den Einheimischen vorstellte, wurde
ihm der Gang auf der Promenade zur festen Gewohnheit, die
ihn ruhig für den Abend machte; anschließend ging er
essen, wobei seine Trinkgelder großzügig ausfielen,
weil er ohnehin kein Geld mehr hatte; danach ins pub, wo
er bis zur Schließungszeit in einer Ecke saß, sich ab
und zu neues Bier holte und die anderen Gäste ansah,
ohne etwas über sie zu erfahren. So wie er selber, gaben
sie beim Trinken nichts preis von ihrer Geschichte." aus: Jochen Schimmang "Das Ende der Berührbarkeit", S.108 |
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| Die Chapelstreet ist die
belebteste Straße von Penzance. Es ist das
Touristenmekka. Am Haus mit der ägyptischen Fassade
kommt man nicht vorbei, ohne sich erst einmal zu wundern,
weil man so etwas hier nicht vermutet. Die Restaurants und Pubs sind überfüllt und gefallen mir nicht besonders. Im Inn am Ende der Straße trinke ich ein Lager, aber es schmeckt mir nicht. Ich bin zudem müde von der Anreise und gehe deshalb früh zurück. |
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| © 2000-2002 Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de | Erstellt: 04. Juni 2000 Update: 29. Januar 2002 |
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