2. Tag

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Am Morgen frühstücke ich in der Jugendherberge. Ich habe die Nacht fast ganz durchgeschlafen und sitze jetzt mit zwei deutschen Frauen am Tisch. Sie kennen den Herbergsalltag bereits und klären mich über die englische Sitte des "Duty" auf, die ich später selbst kennenlernen sollte.
      Das Frühstück bestand aus "Ham und eggs", einer halben, gekochten Tomate, Toastbrot, Butter, Jam, Orange Juice und Kaffee, der dieses Wort nicht verdient.
      Nach dem Frühstück gehe ich zur Rezeption, um für weitere zwei Tage zu reservieren. Bevor ich jedoch dazu komme, werde ich zum Stubenreinigen eingeteilt. Das war noch die angenehmste Tätigkeit. Andere waren zum Geschirrspülen und zum Abtrocknen abkommandiert. Im Vergleich zu den südlichen Ländern sind englische Herbergen teuer und dann noch Mithilfe im Haushalt!
      Für die nächsten beiden Tage habe ich dann kein Frühstück mehr bestellt, um dem Duty aus dem Weg gehen zu können.

Die Umgebung von Penzance: St. Michael's Mount - Marazion

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Vor mir liegen 12 km Fußweg bis Marazion. Sobald Penzance hinter mir liegt, kann ich immer am Strand entlang laufen. Es ist ein schöner Sandstrand und dementsprechend wird er von vielen Menschen bevölkert. Die Sonne scheint, aber eine frische Brise sorgt dafür, daß die Wanderung nicht zur Strapaze wird.
      Um einen Priel zu überqueren, muß ich Schuhe und Strümpfe ausziehen und durch das kniehohe Wasser waten. Die Füße werden beim Laufen im Sand schnell wieder trocken.
      Mein neuer Polfilter sorgt auch zur Mittagszeit für satte Farben, während für das bloße Auge im grellen Licht die Farben blaß erscheinen. Der Blick durchs Objektiv läßt die Welt für mich bunter werden.
      Als ich den Michel's Mount fast erreicht habe, verschwindet die Sonne hinter den Wolken. Den Gipfel des Berges erspare ich mir, weil ich sonst für das "Castle", das ich gar nicht besuchen möchte, Eintritt bezahlen müßte. Ich begnüge mich mit dem Ausblick von den Kaimauern des Hafens dieser "Insel" und schreibe Briefe nach Deutschland.
      Später laufe ich weiter nach Mazarion. Um den Marktplatz herum befinden sich nur teure Kneipen und Restaurants, die mich nicht zum Bleiben animieren.
      Am Ende der Tour ist mein Farbfilm voller Bilder.
      In der Jugendherberge komme ich mit einer Holländerin ins Gespräch, die mit ihrem Freund unterwegs ist. Sie erzählt mir, daß Mousehole schön sei und ich erfahre, daß es einen Küstenpfad rund um Cornwall gibt. Damit liegt das Programm für den nächsten Tag bereits fest.

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© 2000-2002
Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt:
04. Juni 2000
Update:
29. Januar 2002
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