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| Der Strand von Porthgwarra
ist nur 1 Kilometer von hier entfernt, aber das Bild
dürfte das gleiche sein. Ich wage mich anschließend bis
zu den Knien ins Wasser, das ich mit der Zeit gar nicht
mehr so kalt empfinde - es kommt mir eher angenehm kühl
vor. Ich verweile dennoch nicht lange, habe ich mir doch
eine Küstenwanderung zum Larmona Valley - 6 Meilen
entfernt - vorgenommen. Gegen Mittag befinde ich mich mitten in der Wildnis der cornischen Küste, an die mich der "North Coast Path" geführt hat. Zeitweise hätte ich ein Buschmesser gebrauchen können. Unter mir liegt eine kleine Bucht. Das Meer brandet an die Felsen. Das Wasser ist herrlich dunkelblau und die weißen Schaumkronen bilden einen schönen Kontrast dazu. Auf den letzten Kilometern sind mir nur zwei Leute entgegengekommen. Die Heide blüht violett, rosafarben, gelb oder weiß. Kein Geräusch deutet auf Zivilisation hin. Nur das Meer rauscht und der Wind weht. Danach geht es drei Stunden lang auf und ab, durch Wald, Heide und über Klippen. Als ich heute morgen aufbrach, schien die Sonne und ich habe deswegen mein Ölzeug in der Jugendherberge gelassen. Seit meiner Pause an der Bucht sind Regenwolken aufgezogen und seit einigen Minuten nieselt es. Die Suche nach dem Wishing Well in Lamorna gebe ich bald auf, weil ich den Bus nicht verpassen will. Ich trinke lieber einen heißen Tee, der hier noch urtümlich serviert wird: eine Kanne für die ziehenden Teeblätter, eine Kanne Wasser und eine Kanne Milch. Erschöpft und durchnässt wie ich bin, geniesse ich diese Tea-Time wie andere ein saftiges Steak. Auf der Rückfahrt lasse ich den Nieselregen hinter mir. |
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| "Nachmittags
in Penzance ging er meist in den Morrab Gardens
spazieren, dem Park seines ersten Abends, und später, am
frühen Abend, auf der Promenade. In den Straßen um
Morrab Gardens gab es einige Katzen, die ihn bald
wiedererkannten und um seine Beine strichen. Katzen kamen
aus allen Winkeln, hinter Hecken und halboffenen Türen
hervor, lagen in den Fenstern oder schliefen vor den
Häusern in der Sonne. aus: Jochen Schimmang "Das Ende der Berührbarkeit", S.107 |
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| In Penzance scheint
bereits wieder die Sonne und ich streife durch die engen
und verwinkelten Gassen um die "Victoria
Place". Mir fallen zum ersten Mal die vielen Katzen
auf, die sich hier herumtreiben. Ich setze mich auf eine Parkbank in Morrab Gardens und schaue den Hummeln zu, die von Blüte zu Blüte fliegen und mich in Ruhe lassen. Penzance wird mir abseits des Touristenrummels immer sympathischer. Das WATERSIDE MEADERY öffnet um 19 Uhr und ich bin bereits kurz vorher da. Trotzdem muß ich zum ersten Mal vor einem Restaurant Schlange stehen. Ich bestelle als Vorspeise geräucherte Makrele und Hähnchen mit Pommes als Hauptgericht. Dazu probiere ich einen Honigwein. Die Makrele ist ein Leckerbissen und das Hähnchen ist herrlich knusprig. Ich habe mich bereits auf ein Essen ohne Besteck eingestellt, aber dann bekomme ich wenigstens ein Messer für die Makrele. Von den altertümlichen Gewändern ist dagegen nichts zu sehen, aber die Beleuchtung ist wirklich schummrig. Der "Mead wine" paßt nicht so recht, was zu erwarten war, aber ich wollte ihn einfach probieren. Die Portionen sind reichlich und der Preis niedrig, kein Wunder also, daß die Leute immer noch Schlange stehen als ich das Restaurant verlasse und nebenan im Free House noch ein Bier trinke. Von meinem Platz aus habe ich einen schönen Blick auf den Hafen von Penzance. Morgen will ich weiterreisen. Mit Gepäck soll es von Land's End nach St. Just gehen. Zurück in der Jugendherberge will ich mir gleich den Ausweis zurückgeben lassen, weil ich frühmorgens los möchte. Um ein Duty komme ich jedoch nicht herum, der Frühstückstisch muß gerade gedeckt werden. |
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| © 2000-2002 Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de | Erstellt: 04. Juni 2000 Update: 29. Januar 2002 |
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