12. Tag

Bath - römische Vergangenheit und Klassizismus

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Römisches Bad in Bath Am nächsten Morgen besichtige ich das große Römerbad mit seinem grünlich schimmernden Wasser.
      Zahlreiche Touristengruppen drängeln sich mit mir durch die angeschlossenen Museumsräume, aber das dargebotene Puzzle der Fragmente aus der Römerzeit will sich in meinem Kopf nicht zu einem lebendigen Bild der damaligen Zeit zusammensetzen. Vielleicht wäre das anders, wenn ich statt Französisch Latein als zweite Fremdsprache gewählt hätte.
      Im Reiseführer lese ich, daß die meisten Gebäude in Bath aus der georgianischen Zeit stammen.
Auch die Römerskulpturen, die auf dem Steingeländer stehen und das Römerbad umsäumen, stammen aus dem 18. Jahrhundert als man Bad und Trinkhalle zu rekonstruieren begann. Die umliegenden Säle sind prunkvoll eingerichtet und im Restaurant kann man der klassischen Livemusik zuhören.
      War das Stadtbild von Exeter von roten Backsteingebäuden geprägt, so haben die Gebäuden hier einen dunkelgelben Farbton, wie die Abtei nebenan, die das Bad überragt.
      Die Touristen sind hauptsächlich Italiener. Ob sich in ihren Köpfen das dargebotene Puzzle zu einem Bild der glorreichen römischen Vergangheit zusammensetzt?
      Nachmittags besichtige ich das monumentale Halbrund des Royal Cresent, das man sich eher in einer Metropole vorstellen kann. Hier wirkt es überdimensioniert.
      Die Regenwolken haben sich verzogen und die Sonne läßt Bath freundlicher erscheinen. Im THE CARPENTER & THE WALRUS esse ich einen Hamburger. Danach setze ich mich am Queen Square auf eine Parkbank. Neben mir ragt ein Obelisk in die Höhe.
      Am Abend wirkt diese Stadt wesentlich gemütlicher, obwohl mich der Verkehrslärm immer noch stört. Auf dem Heimweg komme ich am Stauwehr und der alten Pultney Bridge über den River Avon vorbei. Hier nutzen Jugendlich die vorhandene Strömung zum Kajak fahren aus.
      Ich vermisse das Meer, das mich immer wieder von neuem fasziniert. Die Steinwüste von Bath kann mich trotz Römervergangenheit nicht faszinieren.
      In London heißt es morgen Abschied nehmen von England.

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© 2000-2002
Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt:
04. Juni 2000
Update:
29. Januar 2002
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dem 04.Juni.2000