"Ich war sofort fasziniert,
weniger von dem Film (obwohl ich ein bißchen
diese Art London gesehen zu haben glaube vor
drei Jahren), sondern von dem Gesicht von
David Hemmings. Es hat mich fasziniert, weil
es selbst dauernd Faszination ausdrückt,
weil Hemmings immer tiefer hineintreibt in
Vorstellungen von Realität, die nicht
zutreffen und doch wieder was Wahres haben,
weil er alles nur durch die Kamera sieht und
in der Faszination eines imaginären Mordes.
Die Schlußszene ist nur konsequent. Ein
bißchen habe ich das Gefühl, daß ich auch
so lebe im Augenblick, ständig fasziniert
und sehr intensiv und mit ziemlich unklaren
Vorstellungen darüber, wohin das geht."
(aus: Jochen Schimmang
"Der schöne Vogel Phönix", 1979,
S.63f.)
Pressestimmen zu "Blow
up"
"Die
60er Jahre, Swinging London, ein ganzes
Zeitalter zum Mikrokosmos zusammengeschnürt,
vielleicht größter Ideenumschlagplatz aller
Zeiten, die, kaum entworfen, schon wieder
verpufft waren."
(Marli Feldvoss in der
Berliner Zeitung v. 21.06.2000)
"Analyse
des Verhältnisses von Realität und ihrer
Abbildung (...). Ob Doku-Fotos oder
Modekatalog, dem Blick auf die Realität der
Armut und dem auf die Künstlichkeit des
posierenden Körpers wohnt kein
entscheidender Unterschied inne"
(Tim Gallwitz in der TAZ v.
03.08.2000)