Pressestimmen zu "Die
Klavierspielerin"
"Haneke
(...) will (...) beweisen, dass die Kälte
nicht mit dem repressiven Bürgertum
untergegangen ist, sondern sich im
postmodernen Subjekt fortsetzt, in den
aufgeklärten Verhältnissen und kulturell
aufgeschlossenen Milieus"
(Thomas Assheuer in der Zeit
vom 11.10.2001)
Pressestimmen zur
Hauptperson Erika Kohut
"Im
Nachwort zur Neuauflage ihres Romans »Die
Klavierspielerin« schreibt Elfriede Jelinek
über ihre Heldin: »Ausreden fürs ungelebte
Leben gibt es nicht.« Menschen, die nicht
leben könnten, schreibt sie, würden »vom
Leben wieder ausgespuckt«, oder sie
schmeißen sich gleich selbst weg, sind »Abfälle«.
Und: »Wenn man nicht lebt, kommt man ins
Gefängnis, das man dann zur Strafe auch noch
selber sein muss.«"
(Jan Schulz-Ojala im
Tagesspiegel vom 11.10.2001)
"Erika
Kohut, Ende Dreißig, Pianistin, Professorin
am Konservatorium. Streng, beherrscht und
niemals allein. Denn überall lauert die
Mutter, jener zähe Raubvogel. Und sie hält
ihr Junges fest im Griff, bläut ihm
Disziplin ein, Leistung Selbstverzicht und
jenen Selbsthass, der auch in ihrer
gemeinsamen Wohnung nistet."
(Cristina Moles Kaupp im
Spiegel Online vom 11.10.2001)
Pressestimmen zur
Hauptperson Walter Klemmer
"Klemmer
ist Repräsent der Gegenwart und als Kind der
Freiheit ein Gegentyp zum alten
Establishment. Doch auch (...) Klemmer, der
so hingebungsvoll Klavier spielt, ist ein
autoritärer Charakter, der sich einfügt in
den Kreislauf von Entsagung und Gewalt, eine
tote Seele, die wie Erika ein obszönes
Bedürfnis hat nach Herrschaft und
Unterwerfung. Auch er ist eine kalte Person
und seine Coolness eine Maske, in der die
alten Verhältnisse wiederkehren."
(Thomas Assheuer in der Zeit
vom 11.10.2001)