Pressestimmen zu
"Was tun, wenn's brennt"
"temporeiche,
witzig-sentimentale Milieustudie über sechs
Mittdreißiger, die noch einmal spüren
wollen, wie das ist, der Held seines eigenen
Lebens zu sein."
(Karl-Heinz Schäfer im
Rheinischen Merkur vom 25.01.2002)
"In
wehmütig-gewitztem Tonfall konfrontiert
dieser Ensemblefilm (...) mit dem Verlust von
Träumen und der wahren Bedeutung von
Freundschaft."
(Harald Pauli im Focus vom
28.01.2002)
"Verrät
man seine Ideale, wenn man die linksautonome
Laufbahn beizeiten verlässt, um eher
bürgerliche Ziele anzusteuern; oder verrät
man sich an seine Ideale, wenn man sich gegen
diese Ziele (...) wegen irgendwelcher
Prinzipien verwahrt? Handelt es sich bei der
Autonomenfrage mithin um ein politisches
Phänomen oder vielmehr um eine
Ausdrucksweise, die mehr im jugendkulturellen
Bereich angesiedelt ist, also gewissermaßen
um eine Mode?
Handelt es sich also bei Tim und Hotte (...)
um hartgesottene Polit-Aktivisten oder zwei
unmoderne liebenswerte Trottel, die irgendwie
selbst dafür verantwortlich sind, dass es
ihnen ständig auf den Kopf tropft?
Wahrscheinlich beides. Und wahrscheinlich
liegt darin der besondere Charme dieser
kleinen Komödie, dass sie die Grenzen nicht
zwischen Gut, Böse, Richtig und Falsch
zieht, sondern zwischen denen, die es
geschafft haben, und denen, die (...)
irgendwann aus der Zeit gefallen sind."
(Harald Peters in der Jungle
World vom 30.01.2002)
"Verdammt
lang her, dieses 1987, in dem die sechs
Filmhelden den Sprengsatz in der Villa in
Grunewald deponiert haben. Und so eben noch
historisch korrekt: 1987 war das Jahr der
ersten 1. Mai-Randale, ein letzter
anarchischer Ausbruch, bevor die Revolte zum
verspießerten Randale-Ritual wurde. Sicher,
die Besetzerbewegung war eine Sache der
frühen Achtziger, weshalb deren Helden heute
eher in den Vierzigern sind als in den
Dreißigern wie im Film. Macht nichts. Die
Geschichte gehört, wenn sie denn Geschichte
geworden ist, nicht mehr denen, die sie
veranstaltet haben. Und erst recht nicht ein
Film."
(Jan Schulz-Ojala im
Tagesspiegel vom 30.01.2002)
"Dass
der Film mit seiner politischen Thematik
wirbt, macht ihn zur Mogelpackung. Sein
wirklicher Gegenstand ist die Gruppendynamik
einer ehemaligen Freundesclique, die nach 13
Jahren mit ihrem früheren Selbst
konfrontiert ist, mit verlorenen Idealen und
dem Glanz und Jammer ihres neuen Lebens im
Establishment. Der Häuserkampf, die
Besetzer-Szene dient dafür als
dramaturgischer Aufhänger und optisch
attraktives Lokalkolorit."
(Simone Mahrenholz im
Tagesspiegel vom 30.01.2002)
"Mag
in der Tragödie das unerbittliche Gesetz der
Götter walten, in der Komödie regiert seit
ihrer Erfindung der holde Schwachsinn (...).
Deshalb sind Fragen des Realismus in diesem
Genre traditionell nebensächlich. Solche
Präliminarien muss anerkennen, wer Spaß
(...) haben will. Denn der Film leistet sich
eine Reihe haarsträubender
Unwahrscheinlichkeiten, man könnte ständig
mit dem rostigen Beckmesserchen an seiner
Oberfläche kratzen."
(Matthias Heine in der Welt
vom 31.01.2002)
"In
der Annäherung, der Aussöhnung zwischen den
Lebensläufen, könnte sich die eigentliche
Geschichte abspielen (...). Schnitzler
könnte erzählen davon, wie sie alle sich
nicht einfach verändert haben, sondern sich
eines Tages verabschiedet haben von der
Politik, nur noch ihr eigenes Leben leben
wollen. Schnitzler erzählt nicht davon, wie
aus der Null-Bock-Generation die
Spaßgeneration wurde. Seine Figuren finden
wieder zueinander, aber nicht zu sich
selbst."
(Susan Vahabzadeh in der
Süddeutschen Zeitung vom 31.01.2002)
"Zu
Pop gehört (...) die muntere
Geschichtsklitterung."
(Andreas Vahr in der TAZ vom
31.01.2002)