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Die Serie
in der Debatte:
- Deutschsprachiger
Raum:
- GÖTTING,
Markus (2000): Sie behandeln die
Männer als pure Sex-Objekte.
In «Sex
and the City» geben vier
koitus-versessene Single-Frauen
der amerikanischen TV-Gemeinde
den Tarif durch
in: SonntagsZeitung
v. 19.11
- KNECHT,
Doris (2001): Wir sind alle
Pioniere.
Eine
Frau will und soll heutzutage
alles sein: stark, sexy,
selbstbestimmt. Das ist spannend,
aber anstrengend, mit oder ohne
Mann: Wo ist der Katalog mit den
Lebensmustern, nach denen man
sich richten kann?
in:
Das Magazin.
Beilage des Tages-Anzeiger
v. 18.08.
- Inhalt:
Eine
Hymne auf "Sex and
the City" und eine Kritik
am Bridget-Jones-Film.
KNECHT geht zur
Begründung zurück ins
Jahr 1973 zu Erica Jong
("Furcht vorm
Fliegen"), die nach
KNECHT das Konzept der
Schlampe in die Literatur
eingeführt hat und
landet beim Disput
von Alice SCHWARZER und
Verona FELDBUSCH.
KNECHT stellt die Frage,
wie es einer Frau
gelingen kann, "ein
paar Anteile ernsthaften
Schwarzerismus und ein
paar Anteile fröhliches
Feldbuschoid in der
individuellen
Persönlichkeit
unterzubringen und sich
mit einer Prise der
sexuellen Anarchie von
Erica Jong, einer Portion
der lustvollen
Körperlichkeit von Madonna,
einer Dosis der
sicherheitsorientierten
Heilsidee von Bridget
Jones und unter Verzicht
auf die gruselige
Realität von «Sexy
Sommer» zu einem
alltagstauglichen Modell
moderner Weiblichkeit zu
formen? Wie und woraus
bastelt man sich eine
robuste, moderne
weibliche Psyche? Wo ist
der Katalog, aus dem man
sich ein modernes
Lebensmuster aussuchen
kann?" Nach Meinung
von KNECHT liefert die
"brauchbarsten und
explizitesten Antworten
auf diese Fragen (...)
momentan die
amerikanische TV-Serie
«Sex and the
City»"
- JOOP,
Jette (2001): Ledig, weiblich,
neurotisch.
Nach
Ally McBeal kämpfen jetzt im
Kinofilm "Bridget
Jones" und in der TV-Serie
"Sex and the City"
einsame Frauen mit dem
Single-Dasein
in: Welt
am Sonntag
v. 19.08.
- Kommentar:
JOOP
klärt über das
amerikanische
Dating-System auf und
klatscht ein wenig über
BUSHNELL. Den Erfolg der
Fernsehserien über
einsame Karrierefrauen
erklärt JOOP
folgendermassen:
"Dass dieses urbane
Balzverhalten nun in der
Serie 'Sex and the City',
aber auch bei 'Ally
McBeal'
oder in dem gerade
anlaufenden Kinostreifen
'Bridget Jones' so
erfolgreich thematisiert
wird, hat meiner Meinung
nach einen einfachen
Grund: Die Verzweiflung
der Singles hat ein noch
nie da gewesenes Niveau
erreicht."
Für JOOP repäsentiert
Manhattan die
Großstadtwelt
schlechthin, weswegen sie
der Serie 'Sex and the
City' auch in Deutschland
Erfolg voraussagt:
"Denn auch hier gibt
es diese Generation, der
man versprochen hat, dass
sie alles gleichzeitig
haben kann: Einen tollen
Job, ein tolles
Liebesleben, Kinder,
Luxus, Reisen ... Diese
Menschen sind
kontinuierlich frustiert,
weil ihre Ansprüche an
eine Partnerschaft
völlig unrealistisch
sind."
Eine
andere Erklärung hat
dagegen Markus GÖTTING
(SonntagsZeitung v.
19.01.2000):
"die Serie (lindert)
die Seelenqualen von
Millionen Singles, die in
New York leben. Wenn auch
nicht im gleichen
sozialen Milieu. Selbst
die genervte Hausfrau aus
New Jersey wird einen
erleichterten Seufzer von
sich geben, weil sie
merkt, dass ihr Leben mit
dem kaugummiverklebten
Minivan und den
quengelnden Kindern
manchmal etwas langweilig
ist - aber immerhin nicht
so frustrierend wie das
der Modemädels Carrie
& Co." Die Serie
hat demnach auch eine
paar- bzw.
familienstabilisierende
Funktion...
- NEUDECKER, Sigrid
(2001): Schaut! Uns! An!
Die
US-Erfolgsserie "Sex and the
City" wird von September an
auch bei uns Frauen unterhalten
und Männern vieles erklären,
was sie bei Frauen noch nie
verstanden haben,
in: Die ZEIT Nr.36 v. 30.08.
- Inhalt:
Sex
and the City
"fußt
auf der progressiven
Annahme, dass Frauen, die
ihren Geschlechtstrieb
eigeninitiativ ausleben
dürfen, nicht gleich
'sexhungrig' sind. Und
dass sie auch ohne
Partnerschaft mit einem
Mann eine gewisse
Existenzberechtigung
haben - ohne als
'beziehungsgestört'
gelten zu müssen",
schreibt NEUDECKER
begeistert.
"Rosamundepilchereske
Blumenwiesen" werden
zwar nicht geboten,
dafür jedoch "ein Ally
McBeal
für
Erwachsene". Nach
Meinung der Autorin ein
Aufklärungsfilm für
Männer.
- HARTMANN,
Elke (2001): Immer nur das Eine.
Eine
erfolgreiche US-Serie soll jetzt
auch hierzulande unbemannte
Frauen in den Dreißigern
trösten,
in: Focus
Nr.36 v. 03.09.
- SCHIEßl,
Michaela (2001): Der Club der
bösen Mädchen.
In
den USA ist die Comedy-Serie
"Sex and the city"
Kult, demnächst können auch
deutsche Frauen die
Beziehungsabenteuer der vier
libidinösen New Yorkerinnen
verfolgen.
in: Spiegel Nr.36
v. 03.09.
- Inhalt:
"Das
Geheimnis des großen
Erfolgs liegt zum einen
in der gelungenen
Mischung aus Horror und
Humor, Spaß und
Schrecken, Leid und
Leidenschaft. Zum anderen
in der exquisiten
Besetzung und
Rollenverteilung - mit
einer der vier Frauen
will sich jede
Zuschauerin
identifizieren",
schreibt SCHIEßL über
die US-amerikanische
Pay-TV-Serie, die dort
seit 1998 mit Erfolg
läuft und ab 18.
September auf Pro Sieben
zu sehen ist.
Die Vorlage stammt von Candace
BUSHNELL
und ihrer gleichnamige
Kolumne im New Yorker
Observer.
- STURM,
Susanne (2001): Blow Job!
Ob zotig wie
"Sex and the City" oder
frustig wie "Ally
McBeal": Vor allem die
Qualität der Synchronisation
entscheidet bei uns über den
Erfolg von US-Sitcoms,
in: TV
Spielfilm
Nr.19, 8.-21.09.
- Inhalt:
STURM
befasst sich mit dem
Problem der
Synchronisation von
Single-Serien. Der
Misserfolg von
"Seinfeld" und
"Friends" in
Deutschland wird der
schlechten
Synchronisation
zugeschrieben, der Erfolg
von "Ally
McBeal"
dagegen der gelungenen
Übersetzung.
- KÜRTHY,
Ildiko von (2001): Jagd auf
Männchen in Manhattan.
Ahhhmm...
ohmmm... so reden Frauen über
gute Liebhaber. In "Sex and
the City" ziehen jetzt vier
Freundinnen über schlechte her -
und siehe da, der Fernsehabend
hat einen neuen Höhepunkt,
in: Stern
Nr.38 v. 13.09.
- KEGEL,
Sandra (2001): Die Frau von
dreißig Jahren.
Ally McBeal,
der Sex und die Stadt:
Mutmaßungen über eine neue
Condition féminine, die die
Frauenfrage nicht obsolet macht,
aber anders stellt,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 15.09.
- Inhalt:
Ein
umfangreicher Essay über
die dreißigjährige
ledige Frau in den
Medien.
KEGEL
kann "Sex and the
City" nichts
abgewinnen. Sie sehnt
sich nach AUSTENs
"Emma" zurück,
die sie als Vorgängerin
von Frauenfiguren wie Bridget
Jones
und Ally
McBeal
sieht.
KEGEL sieht zwischen
diesen Frauen nur einen
einzigen Unterschied:
Emma ist zehn Jahre
jünger. Der Grund:
"Die Fragen, die
heute eine
Dreißigjährige
beschäftigen, stellten
sich vor zwei
Jahrhunderten einfach
früher."
- REMMLER,
Alexander (2001): Nur die Liebe
zählt?
Glücklose
Singles sind ein Quotenrenner -
auch in der neuen Kultserie
"Sex and the City",
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der
Berliner Morgenpost
v. 16.09
- HOPP,
Helge (2001): Spontanes
Knutschen.
Vier
Frauen und ihre Probleme mit den
Männern: US-Erfolgsserie
"Sex and the City" auf
Pro Sieben,
in: Berliner
Zeitung v.
18.09.
- KELLER,
Harald (2001): Carrie und ihre
Freundinnen.
Auf spitzen
Absätzen aufrecht durch New
York: Sarah Jessica Parker ub der
Großstadtsatiere "Sex and
the City",
in: Frankfurter
Rundschau
v. 18.09.
- WITTSTOCK,
Uwe (2001): Ein Mann, eine Frau,
keine Bettgenossen, ledig,
hetero.
Das
Neueste von der
Geschlechterfront: Die TV-Serie
"Sex and the City"
spielt in Manhattan und feiert
das Leben der Singles,
in: Welt
v. 18.09.
- Kommentar:
WITTSTOCK
konfrontiert anlässlich
des Serienstarts das
"Auslaufmodell
Mann" mit dem
"Jahrhundert der
Frau":
"Was
immer Frauen tun oder
sagen, es gibt ein
positives Image dafür.
Wenn ein Mann Karriere
macht, hält man ihn für
einen Macho; verzichtet
er auf Karriere, um sich
der Familie zu widmen,
belächelt man ihn als
Schwächling; hat er
beides, Karriere und
Familie, bewundern alle
seine Frau, weil die ihm
selbstlos den Rücken
frei hält. Die Frauen
üben inzwischen die
totale Deutungshoheit
über alle sozialen
Images aus."
- WYDRA,
Thilo (2001): Weiblich, ledig, zu
allem entschlossen.
"Sex
and the City", die US-Serie
um vier New Yorker Karrierefrauen
auf Männerjagd, läuft in
Deutschland an,
in: Tagesspiegel
v. 18.09.
- ZYKLA,
Jenni (2001): Sex in
Stöckelschuhen.
Spaßig,
spießig und Feminismus light:
Mit einer neuen Frauen-Sitcom
will Pro 7 "Ally
McBeal" Paroli bieten
("Sex and the city"),
in: TAZ
v. 18.09.
- FUCHS,
Oliver (2001): Die zerbombte
Skyline unserer Träume.
Songverbote,
Plakatwende und sadness in the
city - Der Anschlag traf nicht
nur New York sondern die gesamte
Popkultur ins Herz,
in: Süddeutsche
Zeitung v.
20.09.
- Inhalt:
FUCHS
möchte das Leben der
Menschen im WTC
rekonstruieren:"Jetzt,
da man immer mehr Details
über den Tod im
flammenden Inferno
erfährt, wäre es in der
Tat interessant, zu
erfahren, wie die
Menschen, die jeden Tag
ins World Trade Center
zur Arbeit gingen, gelebt
haben." Er greift
dazu auf das
Yuppie-Klischee aus der
Serie "Sex and the
City" zurück, die
dienstags zum ersten Mal
ausgestrahlt worden ist:
"In der
amerikanischen Sitcom
geht es um das amüsant-
turbulente Liebesleben
von Investment-Brokern,
Models und Kreativchefs
in Manhattan. Aufregend
ist aber weniger die
Frage, ob aus dem
jeweiligen One-
Night-Stand nun doch noch
eine Beziehung wird,
aufregend ist vor allem
der urbane Chick der
Protagonisten, ihr
unbedingter Wille zum
Stil. Jetzt, da Manhattan
ein Katastrophengebiet
ist, wirkt die Sitcom
eher wie die makabre
Vorstudie zu einem
Horrorfilm."
Für
FUCHS ist das World Trade
Center "nicht nur
ein Finanz- und
Wirtschaftszentrum (...),
sondern auch eine Ikone
westlichen Lifestyles,
ein Glamour-Symbol
(....). Nach Los Angeles
ist New York das
wichtigste Zentrum der
Popkultur, ein
Fluchtpunkt all der
Sehnsüchte, die von der
Popkultur permanent
produziert werden."
- WITZIGMANN,
Max (2001): Killerquoten -
Quotenkiller: Sex and The City,
in:
Welt v.
23.09.
- HEDIGER,
Serge (2001): Einfach nur Sex.
Männer
wollen es. Frauen erst recht. Die
witzige und erfolgreiche
Comedy-Serie "Sex and the
City" räumt mit Vorurteilen
auf,
in: Facts
Nr.42 v. 18.10.
- Inhalt:
HEDIGER
berichtet über den
Erfolg der US-Serie
"Sex and the
City" (SatC) in der
Deutschen Schweiz.
Dort
kann die Serie auf Pro
Sieben empfangen werden.
In der Westschweiz läuft
SatC bereits seit 1999.
Die
Medienwissenschaftlerin
Ursula GANZ-BLÄTTLER
sieht SatC im Kontext
einer "Welle der
nicht mehr ganz jungen
Frauen mit erfülltem
Berufsleben (...), die
ihr Privatleben
thematisieren." Sie
hofft darauf, dass dies
zu "einer Vielfalt
von
Protagonistinnen"
führt, denn bisher
wurden Frauen entweder
als Sekretärin, Opfer
oder Femme fatale
dargestellt.
- HOFFMANN,
Christine (2001): Unbemannte
Rivalinnen.
Die
US-Kult-Comedy "Sex and the
City" macht "Ally
McBeal" Konkurrenz,
in: Berliner
Morgenpost
v. 23.10.
- TOMORROW
(2001): Kult: "Sex and the
City"-Sites.
Die besten
und bösesten Links für Singles:
Alles über die Erfolgsserie
"SatC" im Web - zum
Mitreden und Chatten,
in: Tomorrow
Nr. 24/25 v. 08.11.
- DECKERT,
Marc (2001): Okay, extrem okay.
Bücher,
Filme und die Werbung
beschäftigen sich mit den
30-Jährigen. Die stellen fest:
Wir wollen so bleiben, wie wir
sind,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.11.
- Inhalt:
DECKERT,
ein Angehöriger der Generation
Golf,
ist die
"Thirtysomething-Kultur"
in den Medien leid.
Von "Bridget
Jones"
über "Mondscheintarif"
bis zu "Sex and the
City" entsprechen
die 30-Jährigen dem
"Du-Darfst-Margarine-Werbung"-Klischee.
Ihre Protagonistinnen
haben alle moderne Berufe
und sind finanziell
abgesichert.
Auf diesen
Grundvoraussetzungen
basiert die "neue
Kultur der
Selbstvergewisserung",
die Florian
ILLIES
mit seinem neuen Bestseller
"Anleitung zum
Unschuldigsein"
auf den Punkt gebracht
hat. Das ernüchternde
Fazit von DECKERT:
"die Komödien
unserer Generation lösen
die Krisen eines
Lebensalters, von denen
sie angeblich handeln,
überhaupt erst aus: Wenn
so das Dasein als
Erwachsener ist, dann
wären wir nämlich
lieber wieder
jugendlich."
- HACK,
Günter (2001): Das alte
Rein-Raus-Spiel, meine lieben
Droogies!
Günter Hack
guckt Ally McBeal, Sex and the
City und die Tagesthemen,
in: Telepolis
v. 24.11.
- Kommentar:
HACK
begutachtet die
Frauenserien aus einer
Männerperspektive, in
der Sex als Droge
erscheint. Spätestens
seit Roxy Musics
"Love is a
drug" von 1975 ein
Gemeinplatz...
- HENTSCHEL,
Stefanie (2001): Frauen allein zu
Haus.
Keinen
Mann fürs Leben, aber jede Menge
Sex: Großstadt-Singles sind die
neuen Lieblinge der Popkultur.
Wieso eigentlich?
in: Brigitte
Nr.25 v. 28.11.
- Kommentar:
HENTSCHEL
kann zwischen Bridget
Jones,
Ally
McBeal,
Cora Hübsch ("Mondscheintarif")
und Carrie Bradshaw
("Sex and the
City") keinen
Unterschied sehen,
sondern nur eine
Gemeinsamkeit:
"Sie
haben Männer. Nicht den
einen, den sie unbedingt
wollen, den zum
Kinderkriegen und
Über-den-Feiertag-Wegfahren.
Aber jede Menge
andere". HENTSCHEL
wundert sich über den
Rückfall ins
Single-Dasein, nachdem
vor kurzem erst
Heiratsfilme
"in" gewesen
sind und fragt sich,
deshalb warum diese
Single-Serien so
erfolgreich sind.
Ihre
Analyse beginnt sie mit
dem Satz:
"Denkbar wäre
natürlich, dass die 13,8
Millionen Singles in
Deutschland, oder
zumindest deren weibliche
Hälfte, in den Büchern,
Serien und Filmen Trost
und Bestätigung
finden."
Es
ist immer noch nicht bis
zu HENTSCHEL
durchgedrungen, dass
Menschen, die einen
Einpersonenhaushalt
führen, nicht identisch
sind mit Partnerlosen
im mittleren Lebensalter!
Weibliche Partnerlose
zwischen 30 und 40 Jahren
sind eine Minderheit .
Die meisten Frauen, die
einen Einpersonenhaushalt
führen, sind ältere
Witwen und im mittleren
Lebensalter dominieren
die Männer. Der Umstand,
dass Berichterstatter in
den Medien
überproportional zu
dieser Minderheit
gehören, verleiht dieser
zwar eine überdeutliche
Stimme, nichtsdestotrotz
sind diese Medien-Yuppies
zahlenmässig irrelevant!
Von
daher ist HENTSCHELs
zweite These auch ohne
Umweg über den
"Mythos Single"
glaubwürdiger:
"Wahrscheinlicher
ist, dass gerade
Nicht-Singles diese
Erzeugnisse
brauchen."
Single-Serien dienen also
der
Identitätsstabilisierung
von unzufriedenen
Paarfrauen und Müttern:
"Wäre
Single bleiben nicht auch
ganz dufte gewesen? Aber
dann lesen sie, wie
Bridget Jones ihr
Gewichts-Tagebuch führt,
und freuen sich, dass sie
(...) jemanden haben, der
sie nicht gleich wegen
der kleinen Speckrolle
unterm Bauchnabel
verlassen wird. Und dann
ist alles gut, und alle
sind glücklich."
Aber
vielleicht liegt
HENTSCHEL doch nicht ganz
so richtig, wenn sie
keinen Unterschied
zwischen den genannten
Serien macht. Im
Gegensatz zu Bridget
Jones, Ally McBeal oder
Cora Frost hat "Sex
and the City" mehr
zu bieten als pure
Identitätsstabilisierung
für Paarfrauen und
Mütter...
- SCHIPP,
Anke (2001): Fernsehen macht
schön.
Die Serie
"Sex and the City"
liefert ihren Zuschauern ein
komplettes Lifestyle-Paket,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung
v.02.12.
- Kommentar:
Während
Stefanie
HENTSCHEL
die Serie in der neuesten
BRIGITTE als
Identitätsstabilisator
für unzufriedene
Paarfrauen und Mütter
einstuft, widmet sich
SCHIPP der Serie
"Sex and the
City" als Serie, die
neue Modetrends setzt.
Gleichzeitig warnt SCHIPP
die deutschen Zuschauer
davor, mit der auf PRO7
gezeigten Mode eine hippe
New Yorker Bar
aufzusuchen, denn diese
ist "von der
vorletzten Saison".
- STREERUWITZ,
Marlene (2001): Frauen stolpern,
Männer schauen.
Wenn das
Warten aufgebraucht ist: Zum
Briefwechsel von Marieluise
Fleißer,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 04.12.
- Inhalt:
STREERUWITZ
beschreibt den Trailer
von "Sex and the
City":
"Die
Lesehilfe (...) steht in
der Tradition der
amerikanischen
Fernsehserie für die
Frau von 26 bis 38 (...).
Sie bleiben immer daddy's
little girl, das immer
noch und immer wieder und
nach noch so vielen
Studienabschlüssen und
Erfolg im Beruf peinliche
Sachen macht. Sie bleibt
immer ein bißchen
peinlich."
- ELFENBEIN,
Stefan (2001): Wenn die Wimpern
klimpern.
Eine
Bustour in New York führt
"Sex and the City"-Fans
an die Original-Schauplätze der
Serie,
in:
Berliner Zeitung v. 18.12.
- ALANYALI,
Iris (2001): Wie wär's mit dir,
mir und deiner Freundin?
Zum Ende der
ersten Staffel: Warum "Sex
and the city" besser ist als
andere Comedy-Serien und
erfolgreicher,
in: Welt v.
18.12.
- KAHLWEIT,
Cathrin (2001): Wo ist Mr. Big?
Die
amerikanische Erfolgsserie
"Sex and the City"
findet auch in Deutschland
weibliche Fans, die dreckig über
Männer reden,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 18.12.
- Inhalt:
ALANYALI
("»Sex and the
City« ist das
postfeministische
»Frühstück bei
Tiffany«") ist mit
der Quote der ersten
Staffel zufrieden ist:
"Die
absolute Freiheit bei
gleichzeitiger Sehnsucht
nach fester Bindung macht
auch den Erfolg der
SaC-Frauen aus - wer
Single ist, sieht viel
mehr fern. Bis zu drei
Millionen schalteten
wöchentlich die zwei
Folgen auf Pro 7
ein."
Für
KAHLWEIT (»Sex and the
City« "spart das
Durchblättern von
Cosmopolitain, Brigitte
und Vogue") ist
dagegen die Quote im
Vergleich mit den USA
unbefriedigend: "In
den USA ist sie neben Ally
McBeal
nach wie vor der absolute
Renner bei
Party-Gesprächen. In
Deutschland steigt die
Quote nur langsam an;
zuletzt lag sie bei 15
Prozent."
KAHLWEIT
sucht deshalb zum einen
nach kulturellen
Unterschieden und zum
anderen nach
innerdeutschen Ursachen,
die dies erklären.
Sie hat eine nicht
repräsentative Umfrage
im privaten Umfeld
gestartet, um dem
typischen SatC-Fan auf
die Spur zu kommen. Ihr
Ergebnis sind 4
Fangruppen:
"junge
Mädchen, die gern
zuschauen, wie erfahrene
Frauen es machen.
Männer, die auf schnelle
Dialoge und schöne Beine
stehen. Frauen jenseits
der 30, die den Mann
fürs Leben gefunden
haben und mit einer
gewissen Abgeklärtheit
daran erinnert werden
wollen, wie es einst war.
Und Frauen um die 30, die
das Wort Torschlusspanik
für eine Erfindung von
Gynäkologen und
Hochzeitsausstattern
halten, die auf
Afterworkpartys tanzen,
Sonntage im Fitness-Club
verbringen und gern auch
mal einen Abend vor der
Glotze verbringen."
- Englischsprachiger
Raum:
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