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- Yettie
(Abkürzung für
"Young, entrepreneurial, tech-based,
twentysomething")
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- Über
die angemessene Übersetzung des Begriffs
ins Deutsche sind sich die
Feuilleton-Schreiber noch nicht ganz
einig. MARTI nennt sie "junge
Internet-Unternehmer" (1), MEISTER
zählt auch die Medienunternehmer hinzu (2). SCHMID
spricht von "jungen, unternehmerisch
und technisch orientierten (...)
Internet-Eliten (3).
Der Begriff
wurde erstmals in der März-Ausgabe des
amerikanischen TALK MAGAZINE - einem
Lifestyle-Magazin - verwendet, um die
unterschiedlichen Lebensstile
der Berufstätigen im Bereich der
"New Economy" zu beschreiben.
Nach PETER YORK ist "Yettie"
die Abkürzung für "young,
entrepreneurial, tech-based,
twentysomething" (4). Gemeint
ist also die Generation der
Modernisierungsgewinner.
Die
"Ikonen der New Economy" (5) lassen sich
nach TALK in drei Gruppen untergliedern:
die "Nerds",
die "neo-Yuppies"
und die "mouse-jockeys".
1)
"Nerds" sind Computer-Freaks
bzw. Hacker, die in Start-Ups zu
Millionären werden können.
2) Die "neo-Yuppies" sind Yuppies
(siehe dort), die ihr
Geld im E-Commerce oder in Start-Ups
investieren.
3) Die "Mouse-jockeys" sind
Web-Designer, Web-Autoren und sonstige
Neue Medienarbeiter.
Diesen drei
Gruppen werden jeweils spezifische
Lebensstile zugeordnet. Der Grundgedanke
solcher Lifestyle-Typologien
besteht darin, dass sich die Bevölkerung
an den New-Economy-Vorbildern orientiert
und die Life-Style-Produkte erwirbt.
Im
Mittelpunkt der deutschen Rezeption steht
nicht der Marketing-Aspekt
dieser trendigen
Zielgruppen-Definitionen, sondern das
Arbeitsethos und die Lebensform des
"flexiblen Menschen". Yetties
werden als bindungslos,
partnerlos und kinderlos
beschrieben. Sie sind also Singles. Damit
wird unterstellt, dass die Trennlinie
zwischen Modernisierungsgewinnern und
-verlierern entlang der Lebensstile von
Singles und Familien verläuft.
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- Literatur:
(5) GLOTZ, Peter
(2000): Die Ikonen der New Economy, in: Die
Woche Nr.31 v. 28.07.
(1) MARTI,
Michael (2000): Die Droge Arbeit.
Internet-Branche, Börsenfieber und
Multimedia-Welt formen einen
ultraflexiblen Menschentyp. Er schuftet
Tag und Nacht, denkt vor allem ans Geld
und sonst nur an sich. In den USA haben
die jungen Aufsteiger bereits einen
Namen: Der Yuppie-Nachfolger heißt
"Yettie", in: SPIEGEL Nr.25
v. 19.06
(2)
MEISTER, Martina (2000):
Schöner schuften. Sie fühlen sich nur
auf der Arbeit ganz zu Hause: die
"Yetties". Für die neuen
Workaholics gibt es Anerkennung allein im
Job - Beziehungen sind eine Frage des
Zeit-Managements, in: Frankfurter
Rundschau v. 29.07.
(3) SCHMID,
Antje (2000): Der neue Mensch in der
IT-Branche, Deutsche Presse v. 22.08.
(4)
YORK, Peter (2000): The
Yuppie is dead - long live the Yettie,
in: Independent v. 21.03.
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