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Singles in Japan:

Literatur und gesellschaftlicher Wandel

 
       
   

Verzeichnis der Literaten

 
     
       
   

Japanische Singles und gesellschaftlicher Wandel in den Medien:

 
   
  • KUNZ, André & Artur K. VOGEL (1997): "Alles weichgekocht, für Zähne alter Leute".
    Ryu Murakami, der bekannte japanische Schriftsteller und Filmemacher, über japanische Traditionen und den Wandel der Werte,
    in: Tages-Anzeiger v. 05.04.
  • ITOI, Kay (2000): Woman Warriors.
    For Japan's flexible women, these are the best times. Why? The new economy,
    in: Newsweek v. 03.04.
  • Thema "Japan lebt" - Einblick in die aktuelle Literatur und Filmkunst Japans,
    in:
    Titel
  • MIYAMOTO, Michiko (2000): The Changing Human Beings and Society: Gender, Generation and Family, Rede auf einem Symposium,
    in:
    http://criepi.denken.or.jp/PR/Event/trilemma/en/s2000/s2000_p37-38.html
  • MIYAMOTO, Michiko (2000): Ban-kon, Hikon Sedai no Chokumen suro mono: Parasite Single no Airo,
    in:
    Kiko Kakei Keizai Kenkyu, Nr.47, Sommer, S.28-35
  • NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (2000): Neue Wege für die japanischen Frauen.
    Sozialer Wandel in einer konservativen Gesellschaft,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 14.09.
  • HATANO, Yoshio (2001):Views from Japan.
    A Guide to Commentary in Monthly Magazins,
    in: Foreign Press Center, Japan, Vol 6, No3, März
    • Kommentar:
      HATANO fasst einen Artikel von Michiko MIYAMOTO zusammen, in dem die verlängerte Jugendphase der Japaner beklagt wird. Das Erwachsensein wird hier ganz traditionell durch den Familienstand "verheiratet" definiert.
  • JARDINE, Anja (2001): Emanzen auf Japanisch.
    Bisher galt Japan nicht gerade als großes Land der Gleichberechtigung, jetzt wird eine Frau Außenministerin. Im Land der Geishas brechen die Frauen mit Traditionen, laufen herum wie Moderebellen und kämpfen sich nach oben,
    in: Spiegel Nr.19 v. 07.05.
    • Textauszug:
      "Fast die Hälfte der Japanerinnen im Alter zwischen 25 bis 29 ist heute unverheiratet. Lauter "übrig gebliebene Weihnachtskuchen". Während die Mütter dieser Frauen spätestens mit 20 ihre ersten Heiratsinterviews zu absolvieren hatten, denken die Töchter gar nicht daran zu heiraten. Und wenn, dann muss der Ehemann nicht unter demselben Dach wohnen. Den jungen Männern soll es recht sein. Auch sie wohnen lieber bei Muttern als mit ihren Partnerinnen. So führen diese "parasitären Singles", wie sie genannt werden, Pendler-Ehen, und die Emanzipation der Frau geht mit einer gewissen Geschlechtertrennung einher."
      • Kommentar:
        Interessant daran ist, dass Nesthocker im Japan-Bericht als Singles bezeichnet werden. Bei uns haben Nesthocker ein positives Image. Erst im Einpersonenhaushalt werden aus sozialen Nesthockern asoziale Singles. Familie ist bei uns eine Frage der Haushaltszusammensetzung und nicht des Generationenzusammenhalts. Bei uns existiert immer noch der Mythos vom "Pillenknick". Japan zeigt aber, dass der Zusammenhang zwischen Geburtenrückgang und Antibaby-Pille keineswegs so zwingend ist, wie er immer wieder dargestellt wird.
  • BUTTINGER (2001): Parasiten-Singles
    in:
    Oberösterreichische Zeitung v. 01.08.
    • Inhalt:
      Ein Kommtar u.a. zu den japanischen Singles. Nesthocker im Konsumrausch werden von dem japanischen Soziologen Asahiro YAMADA als "parasitäre Singles" bezeichnet.
  • SCHMITT, Uwe (2001): Japans Frauen kratzen am Stolz der Männer.
    Auch wenn die Mehrheit in den alten Grenzen der häuslichen Welt lebt, machen viele Elitefrauen ihren männlichen Artgenossen Beine,
    in: Welt v. 11.08.
    • Inhalt:
      SCHMITT beschreibt die "Generation von Müttern, die in den sechziger Jahren geboren wurde und vielleicht als erste erlebte, dass sie in der Schule ähnlich gefördert wurde wie die Jungen (...). Nach dem Ende des Studiums aber stießen die jungen Japanerinnen in den ersten Bewerbungsgesprächen auf eine Wand der Ablehnung. Arbeit konnten sie wohl haben - mindestens bis zum Wirtschaftseinbruch Anfang der neunziger Jahre -, aber keine Illusionen mehr über die Grenzen ihres beruflichen Aufstiegs. Dienen sollten sie, duften und erblühen als 'Blumen des Büros'. Sie sollten sich nicht prüde anstellen, wenn ihrem Chef einmal die Hand ausrutschte, und endlich einen netten Kollegen erhören und in die Ehe verschwinden, bevor sie welkten.
            
      Mit jedem Berufsjahr wuchs der Druck. Wohlmeinende Vorgesetzte und besorgte Eltern taten sich zusammen: Allein stehende Frauen, sagten sie, seien verdammt zur Abhängigkeit einer Mätresse oder zur Bitterkeit der Jungfer. Irgendwann gaben sie den Widerstand auf und heirateten. Und sie lebten mit der Ironie, dass sie in die Lebenshaltung ihrer Mütter zurücksanken, während diese, aller Sorge um die Kinder ledig, mit Mitte vierzig ihre erste Freiheit entdeckten. In Sprachkursen und Bildungsreisen, auf Tennisplätzen und Bürgerinitiativen, in Ausstellungen, Konzerten und Teezeremonien begann in den achtziger Jahren die Kraft einer Klientel mit Zeit, Bildung, Geduld und Geld zu wirken, die als "Obasan-Power" sprichwörtlich wurde. Was dieselben Frauen nicht etwa davon abhielt, ihre Töchter und Schwiegertöchter zur endgültigen Erfüllung ihrer Weiblichkeit in der Mutterschaft zu drängen."
  • AFP (2001): Erster Konversations-Roboter für einsame Singles in Japan,
    in: Kieler Nachrichten v. 13.10.
    • Inhalt:
      Bericht über den Spielzeug-Roboter "Memoni". Der anvisierte japanische Kundenkreis sind "alleinstehende, einsame Büroangestellte und junge Frauen, Eltern, deren Kinder aus dem Haus sind, oder alte Ehepaare, die ihrem Partner nichts mehr zu sagen haben."
  • SCHWARZACHER, Lukas (2001): Ein digitales Lächeln gegen die Einsamkeit.
    Der Roboter als Lebensgefährte hat in Japan Konunktur.
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.10.
    • Kommentar:
      "Tamagotchi ist total veraltet, hier kommt die erste Variante des Ersatzmenschen," kündigt SCHWARZACHER den japanischen Spielzeugroboter "Memoni" an.
  • PEN (2001): Mehr Rentner als Kinder in Japan
    in:
    Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.11.
  • SCHEPP, Matthias (2001): "Sie hat sich für das Land geopfert".
    Endlich! Ein Baby für Japans Thronfolgerpaar - und ein Lichtblick für die weltgewandte Prinzessin Masako, die sich seit acht Jahren den strengen Regeln des Kaiserhofes unterordnet,
    in: Stern Nr.49 v. 29.11.
    • Kommentar:
      So stellen sich Monarchisten die Disziplinierung der Karrierefrau vor...
  • NEIDHART, Cristoph (2001): Das Märchen vom Kaiserhaus.
    In Japans Geschichte spiegeln sich die Wunschvorstellungen des Westens. Angebliche Traditionen versperren der Gesellschaft den Weg zur Modernisierung,
    in:
    Die Weltwoche Nr.49 v. 07.12.
    • Inhalt:
      NEIDHART bezweifelt die Lieblingsthesen der Monarchisten
  • US (2001): Herr und Frau Suzuki verlieren die Reiselust.
    Ängste und Wirtschaftskrise bremsen Japaner,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.12.
    • Kommentar:
      "Zu den Hauptkontingenten des japanischen Auslandtourismus gehören jüngere Singles, die, da sie häufig bei den Eltern wohnen, über ein gut dotiertes Budget für private Vergnügen verfügen, sowie ältere, häufig pensionierte Ehepaare, die, nachdem sie jahrzehntelang hart gearbeitet haben, nun die Welt erfahren wollen", heisst es in diesem Bericht.
            
      Singles, die bei den Eltern wohnen, heissen in Deutschland "Nesthocker" und fallen nicht unter die Rubrik "Singles", sondern unter die Familie.
            
      Die amtliche Sozialstaatsoptik verhindert einen unverzerrten Blick auf dieses Phänomen. Jene Gruppe, die das "Hotel Mama" gerne in Anspruch nimmt, weil sie dann das Geld für ein teures Single-Apartement spart, ohne sich gleichzeitig im Familienverband sozial engagieren zu müssen, erscheint per se als sozial, während jene Menschen, die sich zwar sozial engagieren, aber einen Einpersonenhaushalt aus unterschiedlichsten Gründen führen, per se als unsozial erscheinen.
 
   
 
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt am: 13. Januar 2002 Counter Zugriffe seit
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