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Christian Kracht: Urlaub vom Alltag im Faserland

 
       
     
       
     
       
   

Christian Kracht im WWW

 
     
       
   

Christian Kracht im Gespräch

 
     
       
   

1979 (2001)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
 
 

Klappentext zu "1979"

"Teheran 1979: Die Stadt liegt in einem schwer durchschaubaren Taumel, es ist der Vorabend der islamischen Revolution – des Aufstandes der Anhänger Ajatollah Khomeinis gegen den Schah und sein westliches Regime. Der Erzähler, ein junger deutscher Innenarchitekt, und sein hoch gebildeter, zynischer, gesundheitlich zerstörter Freund Christopher reisen zu der Musik von Devo und Blondie durch den Iran bis nach Teheran. Panzer stehen an den Straßenkreuzungen, doch die beiden Protagonisten sehen dies nicht. Sie unterhalten sich lieber über Herrensandalen und Bezüge von Sofakissen. Und deshalb kommen beide in die Hölle. In seinem neuen Roman »1979« inszeniert der Autor in staubtrockenem Ton eine postmoderne Groteske, die seltsam verstörende Bilder hinterlässt. Vor allem aber ist es ein großartiges Stück deutschsprachiger Literatur, dessen Klang völlig eigenständig ist, bisher ungehört. In einer extrem disziplinierten, betörenden Sprache saugt Christian Kracht den Leser in eine Geschichte über das Ende der Zivilisation hinein. Es gibt kein Entkommen."

Pressestimmen zu "1979"

"Das Jüngste Gericht für einen siechen Pop-Lifestyle, der in Form von phsyischer und psychischer Auslöschung seine Bestrafung ersehnt. Ein angstlüsternes Begehren nach einem anderen »Ende der Geschichte«. Pop wird Politik"
(Peter Kessen in Literatur Konkret 2001)

"höchst ungemütliche Buch, das, wenn überhaupt, nur eine einzige Botschaft hat: »Wir müssen alle ein Opfer bringen, damit Heilung kommt.«
»1979« ist ein Roman über die Dekadenz - die Dekadenz westlichen Konsums und östlicher Heilslehren, die Dekadenz der Lager und die Dekadenz der Drogenpartys, »und plötzlich, auf einmal, sah ich auch mich in meiner ganzen widerlichen Erbärmlichkeit«"

(Elke Heidenreich im Spiegel Nr.41 v. 08.10.2001)

"Krachts neuer, sein zweiter Roman heißt und spielt »1979«; er setzt dem Jahr ein Denkmal, in dem Ayatollah Khomeini das prowestliche Regime des Schahs von Persien stürzte und den fundamentalistischen Religionsstaat begründete, also das Gegenmodell zur Warenwelt, aus der Christian Kracht bislang sein literarisches Material bezog."
(Harald Jähner in der Berliner Zeitung v. 09.10.2001)

"Was dem radikalen Islamisten als letztes Instrument zur Errichtung eines idealen Gottesstaates erscheint, könnte dem zynischen Ästhetizisten als Mittel zur Negation der bestehenden Verhältnisse willkommen sein. Niemand sollte glauben, daß die Terrortaten radikaler Fundamentalisten nur in der islamischen Welt zu faszinieren vermöchten. Aus der kleinen Lust am Untergang spricht eine große Sehnsucht nach dem Purgatorium. Warum das so ist, erzählt dieses Buch."
(Hubert Spiegel in der FAZ v. 09.10.2001)

"Das liest sich wie ein ganz subtiler Splatterroman, wie die totale Schwindsucht, wie ein lauter Schrei nach Autorität und wie ein stiller nach Liebe."
(Gerrit Bartels in der TAZ v. 10.10.2001)

"1979(...) stellt die Gegenzeit zu zwei anderen historischen Daten dar: 1968 und 1989. 1968 setzte sich ein antibourgeoises Hippietum durch, 1989 siegte der kapitalistische Westen über den autoritären Kommunismus. 1979 bezeichnet dagegen den bisher folgenreichsten Rückschlag gegen das vermeintlich unaufhaltsame westliche Gesellschaftsmodell: In diesem Jahr begann mit dem Sturz des Schah-Regimes in Teheran die islamistische Revolution der muslimischen Welt."
(Gustav Seibt in der SZ v. 12.10.2001)

"1979 entspricht einem auf alt getrimmten Bildband, in dem heutige Pop-Fotografen das Prinzip der Benetton-Anzeigen mit Retro-Collagen durchsetzen; wo Style zwar Fokus, aber nicht mehr Fetisch ist und am liebsten zur Brechung von unerträglicher Realität eingesetzt wird "
(Holger in't Veld in der TAZ Hamburg v. 16.10.2001)

"Nicht mehr da sein, und nicht länger der sein zu müssen, der man ist - von diesem Verlangen fantasiert Christian Krachts erstaunlicher, unerschrockener und in seiner irritierenden Stringenz finster-faszinierender Roman. "
(Peter Henning in der Weltwoche v. 18.10.2001)

"»1979«“ ist kein Buch über den Islamismus, vielmehr geht es um die Frage, ob ein konsequenter Ästhet in einer brutalen Welt bestehen kann"
(Jobst-Ulrich Brand im Focus v. 22.10.2001)

"Statt einen zeithistorischen Roman hat er eine hyperrealistische Fabel geschrieben, halb Reisebericht, halb Bildungsroman, eine unter snobistischen Vorzeichen absolvierte Morgenlandfahrt. Hermann Hesse lässt grüssen. "
(Wolfgang Lange in der NZZ v. 23.10.2001)

"Der vollkommen leere Protagonist bildet eine perfekte Leinwand. Die Distanz schafft einen Raum, die kalte Düsternis der Erzählung füllt diesen mit der notwendigen Nacht. In unseren Projektionsräumen stapeln sich die Filmrollen. Ein schönes Buch."
(Ludger Blanke in der Jungle World v. 24.10.2001)

Pressestimmen zum namenlosen Protagonisten in "1979"

"Sie haben keine Moral, keine Skrupel, aber Stil (...). Sie sind sich selber leid, sie sind das System leid, das sie möglich gemacht hat. Sie sehnen sich nach dem Aufgehen in einer Gemeinschaft. Und weil sie noch nicht so weit, noch nicht so organisiert oder zu feige sind, selbst den Aufstand gegen das ausgehöhlte westliche Wertesystem anzuzetteln, deren Hülle in extremo sie selbst sind, beklatschen sie mehr oder weniger klammheimlich fremde Kulturen, wenn die sich zu revolutionärem Systemsturz gegen die »Dekadenz« aufschwingen. Und dann gehen sie hin und bringen sich selbst zum Erlöschen. Sie sehen aus wie der »Held« in Christian Krachts Roman »1979«."
(Elmar Krekeler in der Welt v. 06.10.2001)

"Gerade weil dem Erzähler jede politische Reflexion fremd ist, er niemals wertet, nie sich auflehnt und wie Hans im Glück in jedem Abstieg noch eine Chance erkennt, ist das Buch von großer Wucht."
(Harald Jähner in der Berliner Zeitung v. 09.10.2001)

"Lässt sich die ästhetische Haltung zur Welt durch (...) Schrecken brechen, oder bezeichnet sie einen allerletzten, wenn auch trostlosen Rückzugspunkt, eine pièce de resistance der inneren Freiheit? Im (...) Roman siegt, unter verschärften Spielbedingungen, der Einzelne mit seinem Schönheitssinn. Dies gelingt durch den Verzicht auf Individualität, durch Reinigung vom eigenen Willen, durch Unterwerfung. Der Sieg ist von einer Niederlage nicht zu unterscheiden."
(Gustav Seibt in der SZ v. 12.10.2001)

"Wie in Trance und durch den undurchsichtigen Schicksalslenker namens Mavrocordato getrieben, macht er sich auf (...), um endlich, in der gewaltsam erfahrenen Entindividualisierung, so etwas wie Heimat zu empfinden."
(Peter Henning in der Weltwoche v. 18.10.2001)

"Der Ich-Erzähler ist eine »Eintragung ins Nichts«, wie es in einem Lied der Hamburger Band Blumfeld heißt. "
(Claudia Cosmo im DeutschlandRadio v. 13.11.2001)

Pressestimmen zu Christian Kracht

"Vielleicht sollte man (...) ein Interviewverbot für Intellektuelle oder solche, die immer dafür gehalten werden, in die Verfassung aufnehmen (Ausnahmen müsste ein Bundesgesetz regeln)."
(Elmar Krekeler in der Welt v. 06.10.2001)

"Wenn Kracht sich (...) ernst gemeinten Fragen (...) nicht mit diesem von vielen als schwer erträglich empfundenen Unernst entziehen würde, könnte er vielleicht ein paar Tausend Bücher mehr verkaufen, aber auch in jede Talkshow geladen und von allen befragt werden: Herr Kracht, Ihr Buch spielt in Teheran, Sie wohnen in Asien, Sie kennen sich aus: Erzählen Sie doch mal! Was wollen die Mullahs? Was können wir tun? Ist der Westen wirklich so dekadent usw.
Kracht würde als Weisheitsfigur herumgereicht werden wie Grass und Walser oder Botho Strauß oder er würde zum Peter Scholl-Latour der Popliteraten werden. Wer will das aber? Kracht wehrt sich nicht nur in Interviews gegen »das Blei, das (ihm) in die handgenähten Schuhe gepackt wird« (SZ). Auch sein literarischer Stil tut das."
(Ludger Blanke in der Jungle World v. 24.10.2001)

 
 
 
       
   
  • Rezensionen:

    • FREULER, Regula (2001): Weltenbummler sind die wahren Imperialisten.
      Christian Kracht rechnet in "1979" mit der Hippiegeneration ab,
      in: Sonntagszeitung v. 30.09.
    • KREKELER, Elmar (2001): Kampf der Kulturlosen.
      Das Buch zur Zeit: In Christian Krachts neuem Roman "1979" wird ein Hedonist von sich selbst erlöst,
      in: Welt v. 06.10.
    • CORINO, Karl (2001): Abspecken im Gelben Gulag.
      Zeitreise mit Pop-Literat Christian Kracht in den Iran der islamischen Revolution,
      in: Welt am Sonntag v. 07.10.
    • HEIDENREICH, Elke (2001): Nichts wird je wieder gut.
      Christian Kracht erzählt in seinem verstörendem Roman "1979" vom Elend der Dekadenz und dem Zwang zum Opfer in einer brutalen, unverständlichen Welt,
      in: Spiegel Nr.41 v. 08.10.
    • JÄHNER, Harald (2001): Dandys Straflager.
      Christian Kracht unterzieht sich der islamischen Revolution. Die Popliteratur konvertiert zu Askese und Terror,
      in: Berliner Zeitung v. 09.10.
    • SPIEGEL, Hubert (2001): Wir sehen uns mit Augen, die nicht die unseren sind.
      Der Blick auf die Oberfläche reicht nicht mehr aus: Aus Christian Krachts Roman "1979" spricht der Selbsthaß als Lebensgefühl des Westens,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.10.
    • AMEND, Christoph (2001): Symphonie des Untergangs.
      Der Popliterat bereist das Jahr 1979,
      in: Tagesspiegel v. 10.10.
    • BARTELS, Gerrit (2001): Wenn Verzweiflung am allergrößten ist.
      Ernste Geschichten am Angang des neuen Jahrtausends: Die ganz schön kaputte Welt von Christian Kracht, Rebecca Casati und Joachim Bessing,
      in: TAZ v. 10.10.
    • BUHR, Elke (2001): Durch nichts erregt werden.
      Christian Krachts neuer Roman "1979" schickt einen dummen Dandy durch die Hölle,
      in: Frankfurter Rundschau v. 10.10.
    • HOYER, Lutz (2001): Läuterung der Spaßfraktion.
      Junge Literatur: Berluti-Schuhe sind im Iran nicht geländetauglich: Krachts neuer Roman "1979",
      in: Berliner Morgenpost v. 11.10.
    • ALTENBURG, Matthias (2001): Pipi-Mädchen-Prosa.
      Matthias Altenburg über Pop-Literaten, die im Fahrwasser von Christian Kracht literarischen Schiffbruch erleiden,
      in: Die Woche Nr.42 v. 12.10.
      • Inhalt:
        Matthias ALTENBURG, ein Literat der Single-Generation, lobt "1979", weil es eine Ahnung davon vermittelt, "dass es ein Leben, wenn auch kein leichtes, jenseits der Simulation gibt". Rebecca CASATIs "Hey, Hey, Hey" findet dagegen keine Gnade und Joachim BESSINGs "Wir-Maschine" wertet er als "Pipimädchenprosa" ab, nur das letzte Kapitel ist nach seinem Geschmack. Ansonsten plädiert ALTENBURG für eine "fünfjährige Debütanten-Pause" als Qualitätssteigerungsmassnahme.
        • Kommentar:
          Matthias ALTENBURG könnte man Wilhelm GENAZINO entgegenhalten. Auf die Frage, ob es zu viele Schriftsteller gäbe, antwortet er:
                
          "Im Gegenteil. Es sollte noch mehr geben. Irgendwann kann dann vielleicht jeder Leser den ihm gemäßen Autor finden, fast bis hin zur hundertprozentigen Identität. Das wäre ein Zeichen von hoher Kultur!"
    • BRINKMANN, Martin (2001): Die Party ist aus.
      Ein Schnösell fährt zur Hölle,
      in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 12.10.
    • SEIBT, Gustav (2001): Dunkel ist die Speise des Aristokraten.
      Das Jahr "1979" und der Zerfall der schönen Schuhe: Christian Kracht ist ein ästhetischer Fundamentalist,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.10.
    • KLOTZEK, Timm (2001): Ess-Stäbchen, die sich in den Kopf bohren.
      Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: "1979" - der neue Roman von Christian Kracht,
      in: Jetzt Nr.42. Beilage zur Süddeutschen Zeitung v. 15.10.
    • HENNING, Peter (2001): Kippfiguren.
      Verstörendes Protokoll aus der Dandy-Hölle: Aus Christian Krachts apokalpytischem Roman "1979" spricht die kalte Lust am Untergang,
      in:
      Weltwoche Nr.42 v. 18.10.
    • BRAND, Jobst-Ulrich (2001): Dandys Inferno.
      Requiem für die Gute-Laune-Literatur: Christian Kracht schickt seinen Helden auf Höllenfahrt,
      in: Focus Nr.43 v. 22.10.
    • LANGE, Wolfgang (2001): Snob auf Morgenlandfahrt.
      Christian Krachts hyperrealistischer Roman "1979",
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.10.
    • BLANKE, Ludger (2001): Herzlose Finsternis.
      Christian Kracht ist nicht der Peter Scholl-Latour des Pop,
      in: Jungle World Nr.44 v. 24.10.
    • MÄRZ, Ursula (2001): Christian Kracht: 1979,
      in:
      Die ZEIT Nr.44 v. 25.10.
      • Inhalt:
        Wider den tierischen Ernst: "Christian Kracht (...) steht, wiewohl mit einem ganz anderen literarischen Profil als Houellebecq ausgestattet, vor dem gleichen strategischen Problem wie dieser. Wie einen geschmacklich grenzüberschreitenden Roman verfassen, dessen Provokation nicht schon gedacht und deshalb Opfer der Affirmation ist?" schreibt MÄRZ in Fortführung ihrer Argumentation in der FR v. 13.10.2001
    • HENNING, Peter (2001): Die Show ist vorbei.
      Aus Christian Krachts apokalyptischem Roman "1979" spricht die kalte Lust am Untergang,
      in: Financial Times Deutschland v. 26.10.
    • FUCHS, Oliver (2001): Dokument der Leere,
      Christian Krachts neuer Reiseroman "1979",
      in: Rolling Stone Nr.11, November
    • RÜDENAUER, Uli (2001): Ist doch schön, Gefangener zu sein.
      Gepflegte Endzeitstimmung auf den Höhen Tibets: Popliterat Christian Kracht begreift Entbehrung als ästhetisches Lebensmodell
      in: Saarbrücker Zeitung v. 06.11.
    • LEIPPRAND, Eva (2001): Ein guter Gefangener.
      Christian Kracht schreibt einen ziemlich paradoxen Roman,
      in: Literaturkritik.de Nr.11, November
    • LÖTSCHER, Christine (2001): Ende der Spassgesellschaft, Ende der Literatur?
      Ein Buch verkündet den Untergang der Zivilisation. Sein Autor, der 1966 geborene Schweizer Christian Kracht, wird als seismografisches Genie gefeiert. Das gibt zu denken,
      in: Tages-Anzeiger v. 07.11.
    • COSMO, Claudia (2001): Christian Kracht: 1979,
      in: Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v. 13.11.
    • BÜRGER, Jan (2001): Lager light.
      Wie ein Popautor einen Schnösel in die Hölle schickt und dabei groß wirkt,
      in: Literaturen, Nr.12, Dezember
    • AREND, Ingo (2001): Der Gesang des Pennälers.
      Madenbrei für alle. Christian Krachts umstrittener Roman "1979" ist ein Spiel mit dem Feuer,
      in: Freitag Nr.50 v. 07.12.
 
   
  • Berichte zu Lesungen:

    • BÄCKER, Marcus (2001): Mit gutem Schuhwerk.
      Christian Kracht und Rebecca Casati - und ihre sehr unterschiedliche Kunst,
      in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 15.10.
      • Inhalt:
        KRACHT simulierte im Kölner Stadtgarten "mit gnadenloser Konsequenz eine Lesung und brachte es tatsächlich fertig, auf diese Weise den gesamten letzten Teil seines Buches abzuwickeln (...). Ja, so sind sie, die Pop-Stars: verflucht eigenwillig und ganz schön cool," schreibt BÄCKER
    • IN'T VELD, Volker (2001): In Stylegewittern.
      So genannte Pop-Literatur in den Zeiten des Krieges: Christian Kracht und Rebecca Casati lesen heute im Mojo Club,
      in: TAZ Hamburg v. 16.10.
    • SCHRÖDER, Christoph (2001): Guck mal, wer da lacht.
      Zwei aus der Pop-Ecke: Christian Kracht stellt seinen zweiten, Rebecca Casati ihren ersten Roman in der Batschkapp vor
      in: Frankfurter Rundschau v. 16.10.
      • Inhalt:
        "Casati hat das Publikum gestreichelt. Dann kam Kracht und packte den Dampfhammer aus. Gut so", meint SCHRÖDER.
    • MEYER-ARLT, Ronald (2001): Dandys Höllenfahrt,
      in:
      Hannoversche Allgemeine Zeitung v. 19.10.
 
   
  • Das Buch in der Debatte:

    • SEIDL, Claudius (2001): Als der Regen kam.
      Der Anschlag hat auch das Reich der Fiktion verwüstet,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.09.
    • KESSEN, Peter (2001): Christian Kracht,
      in:
      Literatur Konkret 2001
    • MANATI, Bernhard (2001): Das Ende der Popliteratur?,
      in:
      MAX Nr.21 v. 04.10.
    • HAGE, Volker (2001): Vorbeben der Angst.
      Wie reagieren die Schriftssteller auf die Terrorangriffe in den USA? Was folgt aus der veränderten Weltlage für die Literatur? Schluss mit Pop-Tralala, ernster Ton, elementare Themen - überraschend haben etliche der Romane deutscher Sprache, die jetzt erscheinen, das längst beherzigt,
      in: Spiegel Nr.41 v. 08.10.
    • STEINFELD, Thomas (2001): Schatten.
      Die Frankfurter Buchmesse und der Krieg,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 10.10.
      • Inhalt:
        Der Pop-Theoretiker Thomas STEINFELD sieht die Literatur im Rampenlicht, in der ein "Vorgefühl des Ernstfalls zu spüren ist. Zwischen sie drängeln sich ebensoviele, die sich nun von außen ein wenig tragisches Gewicht ausleihen möchten. Manch einer wandert in der Phantasie in die Zonen der Angst und des Schreckens, um sich die handgenähten Sohlen mit Blei beschweren zu lassen. Hier gilt es zu unterscheiden, und auch das wird Aufgabe der Messe und ihrer Besucher sein."
    • MÄRZ, Ursula (2001): Beipackzettel zur Weltlage.
      Glücklich verabschiedet, kehrt er plötzlich wieder: Der Nutzen der Literatur soll sich in deren Aktualität erweisen
      in: Frankfurter Rundschau v. 13.10.
      • Inhalt:
        Ursula MÄRZ kritisiert, dass Literatur nur noch wahrgenommen wird, wenn sich aus ihnen etwas zum Thema "Islam, westliche Zivilisation, Kulturkampf, Krieg, Amerika, Hochhäuser, Terrorismus, Sprengstoff- bzw. Selbstmordattentat, Flug- bzw. Katastrophenangst, Weltuntergangsmentalität" zitieren lässt:
               "Die indiskutable Grässlichkeit namens Nutzen der Literatur findet Bücher wichtig, in denen kopf- und sprachlose Grünschnäbel nach Teheran reisen und dort die Hölle auf Erde erleben. Nur zur Erinnerung: Über den Abstieg in die Hölle hat ein gewisser Dante vor geraumer Zeit ein recht ordentliches Buch geschrieben."
    • SACK, Adriano (2001): Kampf um die Deutungshoheit.
      Die Kritiker haben den Begriff Popliteratur geboren und zur Waffe gegen junge Autoren gemacht. Der Verleger Helge Malchow wirbt für mehr Toleranz
      in: Welt am Sonntag v. 14.10.
    • KNIPPHALS, Dirk (2001): Unser kleiner Literaturbetrieb.
      Wenn die Leichtigkeit des Seins vorbei ist, darf der Selbsthass des Westens mächtig en vogue werden - über die diesjährige Frankfurter Buchmesse,
      in:
      TAZ v. 15.10.
      • Inhalt:
        KNIPPHALS beklagt wie Ursula MÄRZ (FR v. 13.10.) die Versuche "unseren kleinen Literaturbetrieb mit dem großen Weltgeschehen zu verknüpfen - was Christian Krachts Roman '1979', als Ausdruck des Ernsts der Lage gelesen, im Wahrnehmungsranking nach oben spülte und manch anderes Buch dafür abfallen ließ: Romane wie Uwe Timms Alt-68er-Geschichte 'Rot' oder Bodo Kirchhoffs 'Parlando' wären unter anderen Umständen sicherlich noch stärker beachtet worden."
    • STERN ONLINE (2001): Kracht beerdigt die Popliteratur,
      in: Stern Online
    • BERGER, Jürgen (2001): "Mich macht die Politik wütend".
      Er ist der gefragteste Theaterautor der Saison: Der Schriftsteller Albert Ostermaier über Intellektuelle in Zeiten des Krieges, die neue Sehnsucht nach Haltung und die veränderte Rolle des Theaters,
      in: Die Woche Nr.45 v. 02.11.
      • Inhalt:
        OSTERMAIER sieht in KRACHTs Roman "1979" "eine radikale Sehnsucht nach einer neuen Klarheit. Die Zeit des Zynismus ist vorbei." Die Spaßgesellschaft wird nach seiner Ansicht von einem Politisierungsschub in der Literatur abgelöst. Die Bedeutung Amerikas besteht für OSTERMAIER darin, dass Amerika "eine mythologische Grundierung geschaffen hat. Was früher die Antike und der klassische Bildungskanon waren, wurde von Popmythen und Filmbildern abgelöst."
    • BOETTIGER, Helmut (2001): Mickey Mouse und Madensuppe,
      in: Tagesspiegel v. 17.11.
    • FREUND, Wieland (2001): Zurück in die Wirklichkeit.
      Ein Schriftsteller und ein Lektor diskutieren über die neue deutsche Literatur,
      in: Welt v. 24.11.
      • Inhalt:
        Diskussion mit Thomas HETTCHE und Martin HIELSCHER über das Ende der Popliteratur:
               "Hielscher: (...) Ein Buch wie "1979" von Christian Kracht bedeutet die Beerdigung der Popliteratur durch den besten Popliteraten. Und darin kommt auf eine unheimliche Art und Weise ein Alter vom Berge vor, gewissermaßen das Urbild für Bin Laden. "1979" macht drastisch deutlich, dass die Welt, in der wir jetzt im Moment leben, so nicht Bestand haben kann. Und wenn ich etwas aus den Ereignissen um den 11. September entnehme, dann das.
        Hettche: Ich halte Kracht für einen interessanten Autor, aber "1979" ist kein wichtiges Buch. In der Weise, in der dieser Roman die Auflösung, von der Martin Hielscher spricht, geradezu ersehnt, dekuvriert er sich als Jugendbuch. Es zeigt sehr europäisch verschlüsselt die jugendliche Angstfantasie davor, was geschehen könnte, wenn die Eltern nach der Party zu früh nach Hause kommen."
 
   
  • Sonstiges:

    • KÄMPCHEN, Martin (2001): Billiger machen sie es nicht.
      Pilgerreise in Zeiten des Krieges: Eine Reise durch Nepal zum Kailasch, dem heiligen Berg Tibets,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.11.
    • NICKEL, Eckhart (2001): Zweite Haut am Fuß.
      Berluti-Schuhe,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.11.
      • Inhalt:
        NICKEL berichtet über den Kult um den Berluti-Schuh.
    • STEPHAN, Carmen (2001): Was bleibt: Salem,
      in:
      Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
      • Inhalt:
        STEPHAN schreibt über die angesehenen Schlosskinder von Salem: "Golo Mann, Königin Sofia von Spanien, Hildegard Hamm-Brücher, ja sogar Christian Kracht. Das sind die Absolventen, mit denen man sich in Salem gern schmückt. Dagegen gehören die Absolventen Arianne SOMMER und Isabell KESSLER (noch) nicht dazu. Als "Schloß Luderstein" könnte es jedoch zukunftsweisend sein, meint die Autorin.
 
       
   

Der gelbe Bleistift (2000)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
     
       
   

Mesopotamia (HG)(1999)
Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt

 
     
       
   

Faserland (1995)
Köln: Kiepenheuer & Witsch
(als Taschenbuch bei
Goldmann, 1997 erschienen)

 
   
 
 

Klappentext

"Einmal durch die Republik, von Nord nach Süd: in Christian Krachts Debütroman Faserland berichtet der namenlose Ich-Erzähler von SPD-Trotteln und Nazi-Schweinen, von Partys und aus Bars, von Himmelfahrtsnasen der Mädchen und vom Kotzen mit Stil, von der Schönheit der Leere und vom plötzlichen Wunder des Rauchringemachens. Alles ist dem Erzähler klar, und gleichzeitig entgleitet ihm alles. Der Verfall ist ausweglos, Erlösung findet der Erzähler nur durch seinen komisch-melancholischen Plauderton.
Christian Kracht schreibt mit Detailwut, in seinem Haß liegen Humor und Schwermut. Das ist außerordentliche Unterhaltung. In seinem scheinbar leichten Erzählton, der in Wirklichkeit sehr kunstvoll gebaut ist, mit einer schnoddrigen Trauer und mit einem manchmal geradezu slapstickhaften Blick auf die deutsche Provinzialität schreibt Christian Kracht den Roman einer Jugend, die sich ohne die klassischen Auswege der Rebellion oder der Anpassung dennoch nicht arrangieren will."

 
 
 
       
     
     
       
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 10.August 2000
Update: 01. Juli 2002
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