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Claus
Leggewie: Dem Trend hinterher
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Kurzbiographie:
- 1950 geboren
- 1995 Sachbuch
"die 89er"
- 2002 Sachbuch
"Die Globalisierung und ihre
Gegner"
- Studium der
Politikwissenschaft und
Sozialwissenschaften
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Claus
Leggewie in seiner eigenen Schreibe
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- LEGGEWIE, Claus
(2000): Bruch mit dem Staat der Eltern.
Die Bonner Republik findet
mit der Spendenaffäre nachträglich ein
unrühmliches Ende. Anlass, der weidlich
zerredeten "Berliner Republik" eine
neue Chance einzuräumen,
in: TAZ
v. 28.01
- Neu:
LEGGEWIE,
Claus (2000): Generation Berlin? Oder:
Zeitgenossen von 1989, in: CZADA,
Roland & Hellmut WOLLMANN (HG.) Von der
Bonner zur Berliner Republik. 10 Jahre Deutsche
Einheit, Sonderheft 19 der Zeitschrift Leviathan,
Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S.349-362
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Claus
Leggewie im Gespräch
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Klappentext
"Wer sind sie, die
13- bis 30jährigen, die Generation
der 89er, Kinder des Mauerfalls,
Erben der alten Bundesrepublik und
der untergegangenen DDR, die jungen
Bürger der vereinigten Republik und
Zeitgenossen der Einen Welt? Wie
leben, denken, fühlen sie in diesen
ereignisreichen Zeiten nach dem Ende
der Ost-West-Konfrontation, inmitten
gefährdeter Umwelt und sinkenden
Wohlstands, als Mitglieder einer
multikulturell gewandelten
Gesellschaft, die Datenautobahn der
weltweiten Vernetzung im Blick?
Ist das nun eine verratene,
verunsicherte, verführte, verlassene
oder völlig coole und
desillusionierte Generation? Claus
Leggewie, ein profilierter Beobachter
der gegenwärtigen Lage, liefert in
seinem pointiert geschriebenen
Porträt der Generation X
Diskussionsstoff zum alten und immer
wieder neuen Thema
Generationenkonflikt. Leggewie setzt
auf die »Jugend von heute«, die er
keineswegs für
genußsüchtig-unpolitisch hält. Er
bezieht die 89er auf andere wichtige
»Generationsgestalten« der
jüngsten deutschen Vergangenheit,
vor allem die »skeptische«
Generation der Flakhelfer und die
68er, und stellt kritische Fragen
nach deren Verantwortlichkeiten für
die Zukunft der Nachgeborenen.
In exemplarischen Portraits fängt
der Autor die Stimmungen unter den
89ern ein: vom politisch engagierten
Schüler über den Skindhead bis zur
jungen Erbin und dem erfolgreichen
Öko-Unternehmer geben sie Auskunft
über ihre Erfahrungen und
Erwartungen. Diese plastischen
»Schlaglichter« aus der Welt der
neuen Generation verbindet der Autor
stets mit grundsätzlichen
Überlegungen zu Fragen der Ethik,
des politischen Engagements, der
Verantwortung der Elterngeneration,
der demokratischen Zukunft unseres
Landes. Denn eins steht fest: Diese
Generation wird in zehn Jahren das
politische Klima in Deutschland
bestimmen."
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Das Buch in der Debatte
"Der
damalige Zeitredakteur Ulrich Greiner prägte
1994 einen (...) Begriff, welcher der Jugend
seither anhaftet: die 89er. In seiner Antwort
auf Botho Strauß' »Anschwellenden
Bocksgesang« rechnete der 68er so nebenher
mit der Wendegeneration ab, die bei der
Öffnung der Blöcke gerade volljährig wurde
und im selben Jahr die erste Love Parade
inszenierte.
»Was haben die Neunundachtziger? Heraus
damit, laßt sehn!«: Auf diese Anmache
reagierte, wie immer blitzschnell, der
Trendscout unter den Pädagogen, Claus
Leggewie. In seinem Buch »Die 89er. Porträt
einer Generation« mogelte er vielen klugen
Beobachtungen auch manchen Erlösungsglauben
unter. Mit den 89ern sah er das Ende der
politikverdrossenen Zeit nahen - und wartet
darauf bis heute.
Zu dumm, daß ausgerechnet der ultrarechte
Roland Bubik, Redakteur der "Jungen
Freiheit", auf den Zug aufsprang, um ihm
eine ganz eigene Richtung zu geben: »Wir
89er. Was wir sind und was wir wollen.
Manifestation einer Generation, mit der man
in Zukunft zu rechnen haben wird« - eine
Sammlung kurzatmiger, bestenfalls
neokonservativer Bekenntnisse, die
keineswegs, wie beabsichtigt, den
»linksliberalen Konsens« dieser
Gesellschaft störten. Schlagworten wie
Generation X und 89er konnte die Jugend sich
zunächst kaum entziehen. Doch längst hat
sich gezeigt, daß die Jugend mit diesen
Begriffen und Bildern kaum zu fassen ist.
Denn in ihnen spiegeln sich eher ihre
Erfinder als jene, die sie beschreiben."
(Angelika Ohland im
Sonntagsblatt vom 28.02.1997)
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Rezensionen:
- NUTT, Harry
(1995): Das Buch zum Streit,
in: TAZ
v. 28.04.
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Die 89er
in der Debatte:
- MISIK, Robert
(1994): Der letzte Versuch,
in: Die ZEIT
v. 25.11.
- BUSCHE,
Jürgen (1995): Von einem Traum blieb
Papier,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 28.01.
- GREFFRATH,
Matthias (1995): Warten auf die 99er,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 04.02.
- GÜRTLER,
Detlef (1995): Die neue Generation,
in: Wochenpost
v. 19.10.
- FRÖHLICH,
Anke (1996): EXTRA: Die 89er,
Acht 89er stellen
sich vor,
in: Wochenpost
v. 18.01.
- MICHEL, Karl
Markus & Tilman SPENGLER (HG)(1995):
Der Generationenbruch, Kursbuch 121,
September, Rowohlt: Berlin
- OHLAND,
Angelika (1997): Ein Leben auf der
Flucht.
in:
Das Sonntagsblatt
Nr.9 v. 28.02.
- KRALINSKI,
Thomas (2000): Junge Pioniere.
Den jungen
Ostdeutschen gehört die Zukunft,
in: Die
ZEIT Nr.41 v.
05.10.
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de |
Erstellt:
21. November 2000
Stand: 08. Juli 2002 |
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Zugriffe
seit
dem 04.Juni 2000 |
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