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Diedrich Diederichsen: Bohemian Rhapsody

 
       
   
  • Kurzbiographie:

    • 1957 in Hamburg geboren
    • Mitherausgeber der Zeitschrift "Spex"
 
       
     
       
   

Diedrich Diederichsen in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2000): Individualistenpack!
    Sexualneid, Männerfantasien und viel Misogynie treiben die Berlinale voran,
    in: TAZ Berlin v. 15.02.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2000): Vierzig verweht.
    Wie jung sind Merz, Merkel, Wulff?,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 16.03.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2000): Die License zur Nullposition,
    in:
    TAZ v. 07.08.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2000): Du darfst auch Dünkel zu mir sagen.
    Über die kuschelweichen Standortfaktoren der neuen alten Hauptstadt Berlin,
    in: Theater Heute, Jahrbuch 2000
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2000): Die Leude woll'n, daß was passiert.
    Wege aus der Ironiefalle: Für eine Wiedergeburt des Politischen aus dem Ungeist der Freizeitkultur,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.10.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2000): Kritik? Konsequenzen!
    Lange waren Linke und Hipster nicht mehr so weit voneinander entfernt wie heute. Während die Gründung von Unternehmen mit Glamour aufgelanden wird, bezieht die bürgerliche Presse antikapitalistische Positionen,
    in: Jungle World Nr.50 v. 06.12.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Luhmann mit langem U.
    Besser als die rollende Möllewelle sind die empirischen 68er, die noch wissen, dass Politik mit Inhalten zu tun hat, allemal: die elastischen Netze der Systemtheorie halten sie cool,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.01.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Der Reisebürosonderzug.
    Teil 6 der Serie "Das war die BRD",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 25.01.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Die Gegengegenkultur.
    68 war Revolte, 77 war Punk - warum nur 68 zum Mythos wurde,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.02.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Die Stunde der reinen Erfindung.
    Wie Michael Jackson sich in seinen Rollenspielen verliert - und dabei den Pop verrät,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.09.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Das WTC hat es gegeben.
    Der 11. September war das überfällige Ende der seit zwei Jahrzehnten kursierenden Überzeugung, dass "die Medien" eine einzige andere und geschlossene Welt wären. Mit dem beliebten Baudrillardismus müsste man jetzt endlich aufhören können,
    in: TAZ v. 06.10.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Die Rückkehr der Nostalgiemaschine.
    In der Fashionwelt finden sich zahlreiche Zitate aus New Romantics, einer Jugendbewegung der achtziger Jahre. Doch Inhalte spielten damals keine Rolle. Das ist heute wieder so
    in: Die ZEIT Nr.44 v. 25.10.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2001): Adornos Taschentuch.
    Möglichkeiten und Strategien des Nonkonformismus,
    in: Jungle World Nr.52/01 v. 19.12.
    • Kommentar:
      Was Theodor W. ADORNO, "Ally Mc Beal" und "Seinfeld" miteinander zu tun haben, das erzählt der Pop-Theoretiker DIEDERICHSEN in seinem modernen Weihnachtsmärchen mit Überlänge...
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2002): Mein Diskurs ist besser als deiner.
    Denn sie wissen, dass sie DAS nicht leben wollen: Repräsentationskritik regiert auf dem Theater des René Pollesch. In seinen Stücken schaut sich immer wieder eine Bande von minoritären Peers gegenseitig beim begrifflichen Sichdurchschlagen zu,
    in: TAZ v. 06.03.
  • DIEDERICHSEN, Diedrich (2002): Ein Alien für alle.
    Nach zwanzig Jahren kommt Steven Spielbergs "E.T." wieder ins Kino. Der nette Außerirdische hat die amerikanische Kulturpsychologie geprägt und wirkt bis in heutige Zuwanderungsdebatten fort,
    in:
    Die ZEIT Nr.14 v. 27.03.
    • Kommentar:
      Der Poptheoretiker DIEDERICHSEN hat ein Herz für den außerirdischen Sozialarbeiter E.T. und die vaterlose Kleinfamilie:
            
      "Konkret wird E.T. nur in einem Punkt: nämlich bei der Bestimmung der näheren Umstände seines Willkommenseins. Er ist nicht einfach auf diesem Planeten willkommen: Im Gegenteil, Militärs und andere Autoritäten wollen ihm ja an den langen, dünnen Kragen. Nein, willkommen ist er in der Familie, in der vaterlosen Kleinfamilie. Hier fehlt einer, der der überforderten Mutter zur Hand geht, vor allem bei der emotionalen Betreuung ihrer Brut. So wie die Deutschen Inder brauchen, weil sie sich mit abstrakten Computern nicht auskennen, brauchten die Amerikaner damals ganz bestimmte Aliens, Emo-Spezialisten, die die konkreten Defizite der All-American-Kleinfamilie kompensieren würden.
      Diese Defizite sind nicht irgendwelche, sondern historisch konkrete. Drew Barrymore, später soziopathisches Drogenopfer und noch später wieder Superstar, spricht es mit der beschädigten Niedlichkeit des jüngsten Opfers aus: Unser Papa ist in Mexiko. Der Ort, in den sich Joe flüchtet mit einer Gun in seiner Hand, in dem Beatniks seit den Fünfzigern und Gangster seit dem 19. Jahrhundert vor den USA in ihre zweifelhafte Selbstverwirklichung abhauen. 20 Jahre vor
      Houellebecq, der dafür die 68er-Frauen verantwortlich machen wird, sind es bei Spielberg noch die Männer, die aus egoistischen Gründen unverantwortlich Löcher in das emotionale Netz reißen - und für die jetzt Facharbeiter aus den Tiefen des Weltraums einspringen müssen.
            
      Das Buch zum Thema Flucht der Männer aus der Verantwortung hat Barbara EHRENREICH 1983 geschrieben: "The Hearts of Men. American Dreams and the Flight from Commitment" (deutsch: "Die Herzen der Männer. Auf der Suche nach einer neuen Rolle", Rowohlt 1984)
  • Neu:
    DIEDERICHSEN, Diedrich (2002): Ohne Fallhöhe.
    Vernutzt sind nicht die Gegenstände, sondern das Prinzip: Subkulturen zwischen Ästhetik und Politik,
    in: Frankfurter Rundschau v. 27.04.
    • Kommentar:
      Am 15. April meldete die TAZ, dass DIEDERICHSEN in den Fachbeirat der Bundeskulturstiftung berufen worden ist.
           
      Im FR-Essay behandelt der Pop-Papst nun, welchen Stellenwert er den einzelnen popkulturellen Szenen einräumen möchte. Dazu erklärt er zuerst einmal die Debatte um die Popkultur für beendet:
      "
      Das Wort 'Spaßgesellschaft' und letztes Jahr dessen vermeintliches Ende entlasteten den Pop-Begriff. Dann sackte das Thema in sich zusammen: Seine Unterdebatten wie Pop-Literatur, Pop-Theater, Pop-Art ächzten noch einmal unter dem Stapel von Zeitungsausschnitten, dann gaben sie den Plastiklöffel ab."
           
      Danach tut er jedoch alles, um die Popkultur-Debatte neu zu entfachen, indem er seine Position in der angeblich beendeten Debatte vorstellt. Es soll fortan nicht mehr um den Gegensatz von Hoch- und Massenkultur gehen, sondern um die pluralen "Elitenkulturen" innerhalb der Massenkultur, die er als "Nichthochundauchnichtmassenkulturell" bezeichnet!
           
      DIEDERICHSEN formuliert dies im elaborierten Code der Verfechter einer "neuen Hochkultur", an die sich sein Vortrag wohl in erster Linie richten soll. Aus der Perspektive einer Bundeskulturstiftung macht der Text Sinn.
           
      Es geht um die Anschlussfähigkeit der - in Form von Gemeinden organisierten - Popkultur an eine zentralistische Pop-Politik, die DIEDERICHSEN in der gegenwärtigen Organisationsform der abgeschotteten Szenen nicht als gegeben sieht, denn diese "neuen nichtelitären Eliten der Subkulturen" gebärden sich wie die alten Eliten, nur dass sich ihr Einfluss nicht über die gesamte Massenkultur erstreckt, sondern auf massenkulturelle Teilkulturen beschränkt bleibt.
           
      Der englische Soziologe Nicolas ROSE hat die Problemstellung von DIEDERICHSEN als "Regieren durch Community" beschrieben. Nur ging es ihm nicht um Pop-Politik, sondern um Sozialpolitik. Aber vielleicht ist Pop-Politik nur eine neue Form der Sozialpolitik...
 
       
   

Diedrich Diederichsen im WWW

 
     
       
   

Diedrich Diederichsen im Gespräch

 
   
  • AMEND, Christoph & Stephan LEBERT (1999): Diedrich Diederichsen, Pop-Theoretiker.
    Warum ist Berlins Mitte wie Las Vegas, Diedrich Diederichsen?
    in: Tagesspiegel v. 18.03.
 
       
   

Diedrich Diederichsen in der Debatte

 
     
       
   

Der lange Weg nach Mitte. Der Sound und die Stadt (1999)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
  • Rezensionen:

    • LÜTZOW, Gunnar (1999): Die Differenzmaschine.
      Nur für Insider: "Langer Weg nach Mitte" von Diedrich Diederichsen,
      in: Berliner Morgenpost v. 30.04.
    • GROSS, Thomas (1999): Rückzug des Papstes aus Memphis.
      Geschlagen zieht die Gegenkultur nach Hause, meint Poptheoretiker Diedrich Diederichsen. Sein jüngstes Buch ist ein Abgesang auf Popmusik als gesellschaftsverändernde Kraft. Im neuen Berlin soll alles zu Ende gegangen sein,
      in: Tages-Anzeiger v. 31.05.
    • HEIDKAMP, Konrad (1999): Vom Sound der Guerilla.
      Diedrich Diederichsen zum Ende der Gegenkultur,
      in: Die ZEIT Nr.38 v. 16.09.
    • SCHÜTZ, Erhard (1999): Meine Mitte, deine Mitte...
      Die verbotene Stadt. Über die Schwierigkeiten, die wahre Wirklichkeit Berlins zu erklären,
      in: Freitag Nr.40 v. 01.10.
    • JASCHKE, Bruno (1999): Hinter uns die Unendlichkeit.
      Diedrich Diederichsen räsoniert über Pop und Stadt,
      in: Wiener Zeitung v. 15.10.
    • BARBER-KERSOVAN, Alenka (2000): Diedrich Diederichsen: Der lange Weg nach Mitte. Der Sound und die Stadt,
      in:
      music-journal.com v. 20.01.
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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© 2000-2002
Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 19. Dezember 2000
Stand: 08. Juli 2002
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