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Hermann Hesse: Der Steppenwolf

 
       
     
       
     
       
   

Beiträge zu Hermann Hesse

 
   
  • BITTERLI, Urs (2000): Die Verweigerung der Moderne.
    Rückzugsphänomene bei Jacob Burckhardt und Hermann Hesse,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 18.11.
  • SCHICKLING, Ulla (2002): Der Dichter als Käthe-Kruse-Puppe.
    Bei den Hippies war Hermann Hesse Kult. Weltweit gilt er als meistgelesener deutschsprachiger Autor des 20. Jahrhunderts. Für fünf baden-württembergische Orte Grund genug, seinen125. Geburtstag zu feiern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.01.
  • BRÜGGEMANN, Axel (2002): Der erste deutsche Popliterat.
    Von wegen Pubertäts-Dichter und Esoteriker. Hermann Hesse ist Deutschlands erfolgreichster Export-Autor und wird zum anstehenden 125. Geburtstag neu entdeckt,
    in: Welt am Sonntag v. 17.03.
  • KUHN, Heribert (2002): Gleich um den Revolver gebeten.
    Am 2. Juli vor 125 Jahren kam Hermann Hesse zur Welt - ein Schultrauma prägte sein Leben und Schreiben
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.06.
  • KRAUSE, Tilman (2002): Die helle und die dunkle Welt.
    Eine Reise zu Hermann Hesse nach Schwaben und in die Schweiz aus Anlass seines 125. Geburtstags,
    in: Welt v. 29.06.
  • VELMEKE, Anke (2002): Geh deinen eigenen Weg.
    Hermann Hesse bleibt ein Lehrer fürs Leben,
    in: Welt v. 29.06.
  • WEIDERMANN, Volker & Anne ZIELKE (2002): Der Waldverherrlicher.
    Christian Kracht und Eckhart Nickel: Muß man Hesse lieben?
    in: Frankfurter Allgemein Sonntagszeitung v. 30.06.
  • Neu:
    ROTH, Jürgen (2002): Die Milch lau und fad wie das Leben.
    Schwer, sich Hesses ambossartigen Metaphernkonstruktionen zu entziehen, besonders im deutschen Blätterwald,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.07.
    • Kommentar:
      ROTH ist beleidigtl! Als einziges grosses deutsches Blatt hat der STERN den Roman von Jonathan FRANZEN "Die Korrekturen" verrissen. Aus diesem Grund wütet ROTH gegen Hermann HESSE, dem der STERN eine 5teilige Serie widmet.
             
      Dabei haben FRANZEN und HESSE einige wichtige inhaltliche Berührungspunkte: beide sind Verächter urbaner Lebensstile und Konsumkritiker, d.h. sie kritisieren jeweils die Spassgesellschaft ihrer Zeit.
 
       
   

HESSE-ABC (2002)
(von Gunnar Decker)
Leipzig: Reclam

 
   
 
 

Klappentext

"Leben und Werk Hermann Hesses (1877-1962), des wohl meistgelesenen und –übersetzten deutschsprachigen Autors der literarischen Moderne, ist bis heute Gegenstand mannigfaltiger Deutungen. Die einen sehen in ihm den Begründer einer neuen romantischen Bewegung, den Wegbereiter der antibürgerlichen Revolten des späten 20. Jahrhunderts; anderen galt er als »Innerlichkeitsromancier«, wie es Gottfried Benn einmal formulierte. Das Hesse-ABC zeichnet die Symbiose von Leben und Werk anhand einer Reihe von alphabetischen Stichworten nach. Der feuilletonistische Stil der Beiträge macht es zu einem kurzweiligen Nachschlagewerk und Lesebuch für all jene, die mehr über den Autor, seine Motive und Positionen erfahren wollen, und die es mit dem Credo des Dichters halten: »Ausgedrückte Gedanken sind immer tot! Lassen wir sie leben!« " Pu

 
 
       
   

Demian. (1919)
Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend
Berlin: Fischer
(1974 als
Suhrkamp Taschenbuch erschienen)

 
   
 
 

Zitat zur wilhelminischen Spassgesellschaft

"Sie fühlen alle, daß ihre Lebensgesetze nicht mehr stimmen, daß sie nach alten Tafeln leben, weder ihre Religionen noch ihre Sittlichkeit, nichts von allem ist dem angemessen, was wir brauchen. Hundert und mehr Jahre lang hat Europa bloß noch studiert und Fabriken gebaut! Sie wissen (...) nicht, wie man zu Gott betet, sie wissen nicht einmal, wie man eine Stunde lang vergnügt sein kann. Sieh dir einmal so eine Studentenkneipe an! Oder gar einen Vergnügungsort, wo die reichen Leute hinkommen! Hoffnungslos! - Lieber Sinclair, aus alledem kann nichts Heiteres kommen. Diese Menschen, die sich so ängstlich zusammentun, sind voll von Angst und voll von Bosheit, keiner traut dem andern. Sie hängen an Idealen, die keine mehr sind, und steinigen jeden, der ein neues aufstellt. Ich spüre, daß es Auseinandersetzungen gibt. Sie werden kommen, glaube mir, sie werden bald kommen! (...) Diese Welt, wie sie jetzt ist, will sterben, sie will zugrunde gehen, und sie wird es."
(aus: Hermann Hesse "Demian", 1974)" Pu

 
 
       
     
     
       
   

Der Steppenwolf (1927)
Berlin: Fischer
(1974 als
Suhrkamp Taschenbuch erschienen)

 
   
 
 

Klappentext zur Taschenbuchausgabe "Der Steppenwolf"

"Der erstmals 1927 erschienene Roman Der Steppenwolf ist dasjenige Buch Hermann Hesses, das die internationale Renaissance seines Autors ausgelöst hat. Schon 1927 schrieb Kurt Pinthus:»Ich lese den Steppenwolf, dies unbarmherzigste und seelenzerwühlendste aller Bekenntnisbücher, düsterer und wilder als Rousseaus Confessions, die grausamste Geburtstagsfeier, die je ein Dichter selbst zelebrierte...Ein echt deutsches Buch, großartig und tiefsinnig, seelenkundig und aufrichtig; analytischer Entwicklungsroman mit romantischer Technik, romantischen Wirrnissen wie die meisten großen deutschen Romane und wie die meisten Bücher Hermann Hesses.«
»Wäre bei uns nicht jede Generation ein Partikularstaat..., so würde dieses Buch Hermann Hesses vom Steppenwolf den gebührenden allgemeinen Eindruck machen. So aber fällt den Zwanzigjährigen erst einmal ein, daß Hesse fünfzig Jahre alt wird, und den Älteren: daß er lieber nochmals »Schön ist die Jugend« schreiben sollte, statt einen neuen wilden Anfang zu machen; Bürger werden verächtlich feststellen, daß einer, der im Kriege nicht zum Patrioten geschaffen war, sich jetzt mit Recht zum Wolf degradiere; und die Gegenpartei fragt wohl, warum er sich statt dessen nicht einfach Proletarier nenne. Es handelt sich um einen Anarchisten, der voll rasender Wut auf dieses falsch dastehende Dasein Warenhäuser und Kathedralen zerschlagen und der bürgerlichen Weltordnung das Gesicht ins Genick drehen möchte. Es handelt sich um einen Revolutionär des Ichs...Der Steppenwolf ist eine Dichtung des gegenbürgerlichen Mutes.«
Alfred Wolfenstein
»Harry Haller ist in das kulturlose und unmenschliche Inferno unserer prunkenden und lärmenden Gegenwart vorgedrungen und steht mit seinem Begriff vom Menschenwert...einsam außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Seine Sehnsucht kennt eine unerreichbare Wirklichkeit: seine Verzweifelung treibt ihn zuweilen in die erreichbare andere zurück. Lust und Enttäuschung ihres Daseins führen in seinem Herzen und Hirn einen Kampf, an dem die Zivilisation Eruopas mit ihrem ganzen Bestande und Befunden teilnimmt. Hesse moralisierte nicht, sondern er räumte auf, nicht bei Nachbarn und Feinden, sondern bei sich selbst - und eben dadurch in der Nachbarschaft und Fremde.«
Oskar Loerke

Pressestimmen zu "Der Steppenwolf"

"Aus der deutschen Sache, die den Deutschen heute gar nicht mehr so nahe liegt, ist neuerdings eine amerikanische Mode geworden:
(...) Eine Beatband nannte sich nach Hesses Roman »Steppenwolf« und drang mit dem Song »Born to be wild« bereits auf den dritten Platz der Hit-Liste vor (...).
In Deutschland hatte die Beliebtheit des Spätromantikers um 1957 seinen Höhepunkt erreicht."
(aus: Spiegel Nr.40/1968)

"Harry Haller, der Steppenwolf, entziffert im magischen Theater Aufforderungen, die, seltsam vorweggenommen, den Wortspielen und Graffiti an heutigen Hauswänden gleichen: »Genußreicher Selbstmord - Du lachst dich kaputt«. Harry sehnt sich, die Zeit zu verlassen und einzugehen in die ihm gemäßere Wirklichkeit seiner Seele, die Welt ohne Zeit. Da klingt Sehnsucht nach Einsamkeit mit, Sehnsucht nach beschaulichem Leben, was dort besonders gedeiht, wo die Tendenz der Gegenwart als schlechthin lebensfeindlich empfunden wird und das Subjekt seinen Platz in ihr nicht finden kann, auch nicht einnehmen will."
(Leona Siebenschön in Psychlogie Heute Nr.8/1982)

 
 
 
       
   
  • Das Buch in der Debatte:

  • SPIEGEL (1968): Wonnen für Hippies,
    in:
    Spiegel Nr.40
  • SIEBENSCHÖN, Leona (1982): Bock auf Hesse,
    in:
    Psychologie Heute Nr.8, August
  • BUCH, Hans Christoph (2001): Wie der Steppenwolf in Seoul seine Heimat fand.
    Wunder der Globalisierung: Die wahre Fangemeinde lebt in Asien. Ein Koreaner baut dem Dichter das größte Museum,
    in: Tagesspiegel v. 17.03.
 
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 05. März 2001
Update: 05. Juli 2002
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