| |
|
[ Musik-Index ] [ Suche ] [ News ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Blumfeld
im WWW
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Jochen
Distelmeyer im Gespräch
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
"So
wird also Blumfeld doch allein
bleiben, er hat nicht etwa die
Gelüste einer alten Jungfer, die
irgendein untergeordnetes lebendiges
Wesen in ihrer Nähe haben will, das
sie beschützen darf, mit dem sie
zärtlich sein kann, welches sie
immerfort bedienen will, so daß ihr
also zu diesem Zweck eine Katze, ein
Kanarienvogel oder selbst Goldfische
genügen. Und kann es das nicht sein,
so ist sie sogar mit Blumen vor dem
Fenster zufrieden. Blumfeld dagegen
will nur einen Begleiter haben, ein
Tier, um das er sich nicht viel
kümmern muß, dem ein gelegentlicher
Fußtritt nicht schadet, das im
Notfall auch auf der Gasse
übernachten kann, das aber, wenn es
Blumfeld danach verlangt, gleich mit
Bellen, Springen, Händelecken zur
Verfügung steht. Etwas derartiges
will Blumfeld, da er es aber, wie er
einsieht, ohne allzugroße Nachteile
nicht haben kann, so verzichtet er
darauf, kommt aber seiner
gründlichen Natur entsprechend von
Zeit zu Zeit, zum Beispiel an diesem
Abend, wieder auf die gleichen
Gedanken zurück."
(aus: Franz Kafka
"Blumfeld, ein älterer
Junggeselle", 1915)
|
Pressestimmen zu Jochen
Distelmeyer
"Ein Frank Sinatra aus
Bielefeld, asketisch, erzprotestantisch,
brüchig. Sein Pop ist harte Arbeit. Aber
Freude ist der Lohn der Angst."
(Elke Buhr in der
Frankfurter Rundschau v. 22.05.2001)
Pressestimmen zu
"Testament der Angst"
"Testament der
Angst gehört in eine Reihe mit
Frédéric Beigbeders gerade auf Deutsch
erschienem Neununddreissigneunzig,
einem als Roman getarten
Antiwerbewelt-Pamphlet, in dem der
Houellebecq-Freund sein Angestelltenleben
denunziert (gleich im zweiten Satz das
Bekenntnis "ICH HABE ANGST"),
Filmen wie Rosetta, die
plötzlich wieder die Zurichtung des
Einzelnen wieder zum Thema machen, Naomi
Kleins No Logo!"
(Thomas Gross in der
ZEIT v. 17.05.2001)
"Pragmatiker,
Skeptiker, Privatisten, Indie-Typen,
Mikropolitiker, Medientheoretiker,
Ironiker, Derrida-Fanatiker, Zitat-Rocker
und noch eine Reihe weitere Zeitgenossen
werden Distelmeyers Shift von der dichten
Beschreibung zur auskotzenden Behauptung
nicht vorbehaltlos mitgehen wollen"
(Aram Lintzel in der
Jungle World Nr.22 v. 23.05.2001)
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Porträt:
- BARTELS,
Gerrit (2001): Angst macht Beine.
Einer für uns,
einer für alle: Der Dichter, Prediger
und Popsänger Jochen Distelmeyer und
seine Band Blumfeld haben mit dem Album
"Testament der Angst" ihren
Nachlass zu Lebzeiten veröffentlicht,
in: TAZ
v. 18.05.
|
|
| |
|
CD-Kritiken:
- WELLERSHOFF,
Marianne (2001): Wolken über dem Bunker.
Mit
politischen deutschen Texten ist die
Hamburger Band Blumfeld erfolgreich
geworden. Nun legen sie ihr neues Album
vor,
in: Spiegel
Nr.20 v. 14.05.
- GROSS, Thomas
(2001): Maxima Moralia.
Balladen aus dem
beschädigten Leben: Die Band Blumfeld
sucht nach alten, neuen Wahrheiten,
in: Die
ZEIT Nr.21 v.
17.05.
- KÜCHEMANN,
Fridtjof (2001): Blumfeld - Gefühle, die
man glaubt,
in: FAZ.Net
v. 21.05.
- BUHR, Elke
(2001): Anders als glücklich.
Die Poplinke setzt
ihre Gruppentherapie fort: Blumfelds
"Testament der Angst",
in: Frankfurter
Rundschau v. 22.05.
- LINTZEL,
Aram (2001): Das schwere Nein.
Auf
"Testament der Angst"
beschließen Blumfeld das Ende der
Distinktionsexzesse und die glamouröse
Rückkehr der Fundamentalkritik im
Popsong,
in: Jungle
World Nr.22 v.
23.05.
- ROSE, Pinky
(2001): Der summende Trauzeuge.
"Blumfeld":
Drei Minuten Musik, drei Seiten Fußnote,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.05.
- PILZ,
Michael (2001): Die Sonne scheint dem
Einzelnen,
in:
Welt
v. 25.05.
- MEUELER,
Christof (2001): Es geht um alles.
In der
Blumfeld-Partei: Auf "Testament der
Angst" wird Solidarität verzweifelt
gesucht,
in: Junge
Welt v. 26.05.
- RÜTZEL, Anja
(2001): Immer wieder: Liebeslieder.
Blumfelds neues
Erfolgsalbum "Testament der
Angst" verwirrt die Fans,
in: Stuttgarter
Nachrichten v.
08.06.
- BALZER,
Jens (2001): Konkurs einer Pose.
Auf
Blumfelds neuem Album "Testament der
Angst" herrscht der
existenzialistische Konsens,
in: Berliner
Zeitung v. 09.06.
|
|
| |
|
Konzert-Vorschauen
und Kritiken:
- SCHRÖDER,
Christian (2001): Der Wille zum Witzeln.
Feeling
ist wichtig: Der schroffe Wohlfühl-Pop
der Hamburger kommt in Berlin an,
in:
Tagesspiegel v.
11.05.
- KÄMMERLINGS,
Richard (2001): Die Geister des Feedback.
Tiefstsinn in
Höchstform: Die Band
"Blumfeld" stellt live ihr
neues Album vor,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 14.05.
- RAAB, Klaus
(2001): Es könnte viel bedeuten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 14.05.
- DANICKE,
Sandra (2001): Wir und ihr.
Politisch und
sexuell andersdenkend: Blumfeld im
Mousonturm,
in: Frankfurter
Rundschau v. 31.10.
- HABERL,
Tobias (2001): Schwäche beichten.
Blumfeld
im Columbia Fritz,
in: Welt
v. 02.11.
|
|
| |
|
Blumfeld
in der Debatte:
- KARNIK,
Olaf (2001): Positionen und Posen.
Der re-politisierte
deutsche Pop - und seine Nöte,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
12.10.
- Neu:
HOLERT,
Tom (2001): Angst essen Seele auf.
Nie war sie so
wertvoll wie nach dem 11. September:
Angst ist die Schlüsseltechnologie der
Kontrollgesellschaft
in: Jungle World
Nr.45 v. 31.10.
- Inhalt:
HOLERT
betrachtet Angst als
"Machttechnologie des
Kapitalismus". In seiner
Sozialgeschichte der Angst nimmt
HOLERT auch Bezug auf den
Zusammenhang zwischen
Angststeuerung und Lebensform:
"In
den fünfziger Jahren wurde sie
nicht nur von oben verordnet,
sondern machte zugleich von unten
als »(German) Angst«, als
»malaise« oder als »Ekel« im
internationalen Beatnik- und
Existenzialismus-Underground
Furore. Sie popularisierte nicht
nur die festungsähnlich
formierte Kleinfamilie, sondern
auch Subjektpositionen wie jene
von Binx, des an einer gottlosen
Welt erkrankten Protagonisten aus
Walker Percys Roman »The
Moviegoer«."
Diese
Angststeuerung der Menschen, die
an der "Materialität des
Körpers und seiner Praktiken
selbst" ansetzt, trifft auf
doppelt überforderte,
individualisierte Menschen
"durch seine psychische
Befreiung bei gleichzeitigen
sozialen Ansprüchen an
Souveränität und grenzenloser
Persönlichkeitsentfaltung. Und
vor dieser doppelten
Überforderung erscheint auch
jenes »Testament der Angst« so
plausibel, das uns Blumfeld in
diesem Jahr hinterlassen
haben", meint HOLERT.
Nicht
die Angststeuerung an sich
erscheint ihm problematisch,
sondern die neoliberale Aufgabe
des öffentlichen Raumes, die er
rückgängig machen möchte
(siehe hierzu auch Martin
WENTZ in der FR v. 29.10.2001).
|
|
| |
|
weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de |
Erstellt:
21. Mai 2001
Update: 09. Juli 2002 |
|
Zugriffe
seit
dem 04.Juni 2000 |
|
|