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Katja Kullmann: Wir, die Generation Ally!

 
       
     
       
   
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    Katja Kullmann im Gespräch

     
       
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    Katja Kullmann in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • KULLMANN, Katja (2002): Generation Ally.
      Selbstbewusste Frauen um die 30 sind die Zielgruppe der US-Serie "Ally McBeal". Die Heldin ist erfolgreich im Job, doch glücklos in der Liebe. Mit den Wimpern klimpern, die Lippen schürzen - so soll der Mann fürs Leben her,
      in: Financial Times Deutschland v. 18.01.
     
           
       

    Generation Ally (2002)
    Frankfurt: Eichborn

     
       
     
     

    Klappentext zu "Generation Ally"

    "Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein.
    Sie sind erfolgreich im Job, kennen sich aus in Sachen Karriere, Lifestyle und Sex. Und Ally McBeal, die neurotische Anwältin aus der gleichnamigen Kult-Fernsehserie, ist ihre Heldin. Denn sie trifft genau das Lebensgefühl der Frauen um die 30.
    Die Generation Ally weiß vor allem, was sie nicht will: weder Karrieremonster sein, noch eine Backpflaumenexistenz, und schon gar kein Boxenluder. Sie will raus aus der Entweder-Oder-Falle, sich nicht entscheiden müssen zwischen Kind und Karriere, Kopf und Körper, und wartet deshalb in vielen Fragen erst einmal ab - manchmal zu lange.
    Doch wie kann sie aussehen, die souveräne, unangestrengte Weiblichkeit? Katja Kullmann zeigt, warum die Rollenbilder in unserer Gesellschaft an ihre Grenzen stoßen - und wie eine ganze Frauengeneration ein neues Selbstverständnis entwickelt.
    Was Generation Golf für die Männer war, ist Generation Ally für die Frauen, die in den Achtzigern großwurden
    ."

    Pressestimmen

    "Kullmann (...) hat eine Art Hardcore-»Brigitte«-Dossier geschrieben, in einem sehr soliden, niemals gesucht witzigen und darum absolut unterhaltsamen Magazinjournalismus-Tonfall, bei dem auch Mann gerne dran bleibt: Eine Generationsbeschau auf 217 Seiten, ohne Bilder und »Focus«-Infokästchen - aber voller Selbstzweifel."
    (Frederik Hanssen im Tagesspiegel vom 12.02.2002)

    "Für mich, die ich ja eher der »Generation Lindenstraße« angehöre, ist es hoch interessant: Da kommt doch das Wort »Helferinnensyndrom« beim Thema Geschlechterverhältnis tatsächlich nie vor. Wow! "
    (Almut Klotz in der TAZ vom 14.02.2002)

    "Endlich der Illies für Mädchen, nur mit Schlumpfine statt des Playmobil-Männchens."
    (Susanne Gaschke in der ZEIT vom 14.03.2002)

    "Die Unterzeile »Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein« trifft den Zeitgeist und macht das Buch zu einem Renner für all jene, die in properen Reihenhaussiedlungen aufgewachsen sind und die unfrisierte Latzhosenfraktion à la Startbahn-West schon als historisch ansehen."
    (Martina Dreisbach in der Frankfurter Neue Presse vom 15.03.2002)

     
     
     
           
       
    • Rezensionen:

    • OEHMIGEN, Karin (2002): Alles Ally oder was?
      Sie können alles, dürfen alles und wollen alles. Genau das macht es den Frauen der Generation Ally so schwer,
      in: SonntagsZeitung v. 03.02.
    • KOERNER, Swantje-Britt (2002): Die unglücklichen Frauen der "Generation Ally"
      in:
      Frankfurter Allgemeine Zeitung Online v. 04.02.
    • HANSSEN, Frederik (2002): Was bin ich?
      Katja Kullmann analysiert die "Generation Ally",
      in: Tagesspiegel v. 12.02.
    • KLOTZ, Almut (2002): Immer wieder wir.
      Von der Unmöglichkeit, eine coole Karrierefrau zu sein, ohne schnell alt auszusehen: Katja Kullmann las bei Kiepert aus ihrer "Generation Ally",
      in: TAZ Berlin v. 14.02.
    • BARTHELEMY, Andrea (2002): Kühn, klug, cool und kreuzunglücklich.
      «Generation Ally» hat Katja Kullmann weibliche «Thirty Somethings» genannt, die zwischen 1965 und 1975 geboren sind,
      in:
      Der Landbote v. 25.02.
    • GASCHKE, Susanne (2002): Sterbenslangweilig.
      Frauen um die 35,
      in: Die ZEIT Nr.12 v. 14.03.
      • Kommentar:
        Susanne GASCHKE spricht gerne im WIR-Modus, deshalb ist sie gekränkt, wenn andere ebenfalls im WIR-Modus schreiben. Ausnahme: sie tun es aus der Perspektive der "Generation Berlin", aber diesen Gefallen tut Katja KULLMANN mit "Generation Ally" der ZEIT-Rezensentin nicht, weswegen der Verriss kaum jemand erstaunen wird.
    • DREISBACH, Martina (2002): Die Frauenversteherin,
      in:
      Frankfurter Neue Presse v. 15.03.
    • LORENTZ, Frank (2002): So schwierig ist es, Frau zu sein.
      Und daher hat die Kölnerin Katja Kullmann das Buch "Generation Ally" geschrieben. Aber gibt es die deshalb wirklich?
      in: Welt am Sonntag v. 17.03.
    • TOEPFER, Nina (2002): Das Herz ist ein leerer Basar.
      Die "Generation Ally" und ihre exzentrischen Erzählungen,
      in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 17.03.
    • KEGEL, Sandra (2002): Drei Sekunden Sympathie.
      Katja Kullmann leidet wie Ally McBeal,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.03.
    • GASCHKE, Susanne (2002): Generation Schlumpfine.
      Endlich der Illies für Mädchen: In ihrem Buch Generation Ally will Katja Kullmann erklären, "warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein" - und schreibt doch wieder nur über Esprit-Sweatshirts und Caipirinhas. Soll das wirklich alles sein?,
      in: Berliner Republik Heft 2
      • Kommentar:
        Was ist der Unterschied zwischen KULLMANN und GASCHKE? Es gibt keinen wirklichen, denn beide haben primär ihre spezielle Neue-Mitte-Karriere im Auge!
               Der Unterschied zwischen beiden ist jener zwischen zwei unterschiedlichen Programmatiken oder jener zwischen der Parteiaktivistin und der Wählerin der Neuen Mitte - also die beiden Seiten der Medaille Neue Mitte. Was im ZEIT-Artikel nur unterschwellig zum Zuge kam, das wird im Parteiblatt offensichtlich:
              
        "Irgendwo im Buch bezeichnet Katja Kullmann ihre politische Einstellung als 'sozialdemokratisch', aber das muss sozialdemokratisch im Sinne irgend einer extraterrestrischen Neuen Mitte bedeuten."
               Deutlich wird auch, dass KULLMANN und GASCHKE zwar beide den WIR-Modus bevorzugen, aber GASCHKE sich in der Generationenfrage anders positioniert:
              
        "Was sagt uns das alles, abgesehen von der Tatsache, dass die Autorin sich offenkundig für eine interessante Persönlichkeit hält? Vor allem doch, dass diese Generation, unsere Generation, muss ich wohl sagen, bisher wirklich keine sonderlich spannende Geschichte hat. Man könnte dafür einfach dankbar sein; man kann das bedauern. Man kann Schuldige anprangern, wie ich persönlich es gerne tue: die Achtundsechziger, die meiner Meinung nach erst die gesamten in dieser Gesellschaft vorhandenen Ressourcen an Jugendlichkeit verschlungen haben und jetzt die Erwachsenenwelt besetzt halten, während die Unter-40-Jährigen auf Dauer in die Vorschule verbannt bleiben sollen (man kann das anders sehen). Was man aber eigentlich nicht kann, ist, ein weiteres Buch über die Banalitäten dieses friedlichen Aufwachsens zu schreiben, 217 Seiten über Caipirinhas, Soaps, Fit-for-Fun, H&M-Klamotten und 501-Jeans."
               Was hinter der politkarrierefördernden Pseudo-Opfer-Attitüde von GASCHKE steckt, das ist das traditionelle Reife-Konzept:
        "Nein, ohne einen richtigen Erwachsenen-Habitus wird es wohl nicht gehen – und offenbar hängt der (...) an der Frage, ob jemand Kinder hat". Und damit sind wir endlich beim Feindbild Single:

               "Eine wahre Kulturpessimistin fragt sich doch nicht, ob ein Kind ihr die Figur oder die Karriere ruiniert, sondern eher, ob es von egomanen Singles aus der Generation Ally totgeschlagen würde, wenn es im Treppenhaus weinte."
               Wie löst sich der Widerspruch? GASCHKE schreibt ihren KULLMANN-Veriss im ESPRIT-Sweatshirt bei einem Caipirinha...
    • Neu:
      OESTREICH, Heide (2002): Achtung, Frau am Steuer!
      Mit ihrem Buch "Generation Ally" wurde Katja Kullmann bislang lediglich als Trittbrettfahrerin kritisiert. Dabei überbrückt ihr Bestseller erfolgreich die Kluft zwischen den Frauengenerationen
      in: TAZ v. 03.06.
      • Kommentar:
        OESTREICH rechnet mit Susanne GASCHKE (ZEIT vom 14.03.2002) und der Generation Berlin ab, indem sie KULLMANNs Bestseller verteidigt:
             
        "Seine Position sowohl im Generationendiskurs als auch im feministischen Diskurs könnte sogar markant sein, würde es in diesen Gefilden nicht als tendenziell 'seichter Bestseller' gelabelt und entsprechend ignoriert."
             
        OESTREICH geht sogar noch weiter:
             
        "Das Buch füllt das kommunikative Loch, das zwischen Alice Schwarzer und Verona Feldbusch klafft - auf eine Weise, die in der nichtfeministischen Öffentlichkeit angekommen ist. Aus der heilen Welt der Frauenzeitschriften guckt ein unglückliches Gesicht. Es zu zeigen ist heute ein geradezu politischer Akt."
             
        Der Glücksanspruch des neoliberalen Ich-Feminismus, der von KULLMANN aus der Innenansicht beschrieben wird, gerät mit der Kinderfrage an seine Grenzen:
             
        "Wo die gesellschaftlichen Wellen der alten Frauenbewegung sie nicht mehr tragen, versagt diese Gruppe. 'Dann mache ich es doch lieber selber', seufzt Kullmann über den liegen gebliebenen Haushalt - genau wie ihre siebtelemanzipierte Mutter, die ihre Selbstverwirklichung in den Volkshochschulkurs verlagert hat. Die Karriere reicht genau bis zum biologischen Scheitelpunkt, an dem sich die Kinderfrage stellt. Entscheidet man sich für Kinder, ist sie mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit beendet. Und plötzlich sieht das Rollenangebot gar nicht mehr so attraktiv aus: Luder mit Geschäftssinn, Karrierefrau ohne Familie oder Mama mit Halbtagsjob."
     
       
    • Die Generation Ally in der Debatte:

    • BENDA, Andrea (2002): Rechthaberische Frauen.
      Ally McBeal macht Schule: Deutsche Produktionen zeigen, wie schön und schwierig das Leben vor Gericht ist,
      in: Welt am Sonntag v. 03.02.
      • Kommentar:
        Das deutsche Fernsehen hat die kaufkräftige Zielgruppe "Generation Golf" entdeckt. Das Interesse gilt jetzt speziell dem weiblichen Part: der "Generation Ally". Wie BENDA den AllyMcBealismus sieht:
              
        "Ally McBeal (betrat) den fiktionalen Gerichtssaal und seitdem wissen wir es besser. Die neurotische Anwältin mit den Schmoll-Lippen und dem Rehblick vollführte das Kunststück, kurze Röcke tragen zu können, ohne ihren Intellekt gleich mit zu mindern. Fortan war klar: Jura ist sexy. Gleichzeitig verriet Ally alle Ideale der Frauenbewegung, indem sie vorführte, dass auch die toughe Karriere-Singlefrau noch den viktorianischen Drang nach Romantik und der einzig wahren Liebe in sich verspürt. Das Dilemma der modernen Frau: Karriere ja, Familie auch, und dabei noch so gut wie möglich aussehen."
              
        "Edel und Starck" sowie "Alicia" sollen das deutsche "Generation Golf"-Publikum nach Ally Mc Beal-Art befriedigen.
     
       

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    Bernd Kittlaus
    Bernds@single-dasein.de Erstellt: 03. Februar 2002
    Update: 09. Juli 2002
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