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Klappentext
zu "Generation Ally"
"Warum
es heute so kompliziert ist, eine
Frau zu sein.
Sie sind erfolgreich im Job, kennen
sich aus in Sachen Karriere,
Lifestyle und Sex. Und Ally McBeal,
die neurotische Anwältin aus der
gleichnamigen Kult-Fernsehserie, ist
ihre Heldin. Denn sie trifft genau
das Lebensgefühl der Frauen um die
30.
Die Generation Ally weiß vor
allem, was sie nicht will: weder
Karrieremonster sein, noch eine
Backpflaumenexistenz, und schon gar
kein Boxenluder. Sie will raus aus
der Entweder-Oder-Falle, sich nicht
entscheiden müssen zwischen Kind und
Karriere, Kopf und Körper, und
wartet deshalb in vielen Fragen erst
einmal ab - manchmal zu lange.
Doch wie kann sie aussehen, die
souveräne, unangestrengte
Weiblichkeit? Katja Kullmann zeigt,
warum die Rollenbilder in unserer
Gesellschaft an ihre Grenzen stoßen
- und wie eine ganze Frauengeneration
ein neues Selbstverständnis
entwickelt.
Was Generation Golf für die
Männer war, ist Generation Ally
für die Frauen, die in den
Achtzigern großwurden."
Pressestimmen
"Kullmann (...) hat
eine Art
Hardcore-»Brigitte«-Dossier
geschrieben, in einem sehr soliden,
niemals gesucht witzigen und darum
absolut unterhaltsamen
Magazinjournalismus-Tonfall, bei dem
auch Mann gerne dran bleibt: Eine
Generationsbeschau auf 217 Seiten,
ohne Bilder und
»Focus«-Infokästchen - aber voller
Selbstzweifel."
(Frederik Hanssen im
Tagesspiegel vom 12.02.2002)
"Für mich, die ich
ja eher der »Generation
Lindenstraße« angehöre, ist es
hoch interessant: Da kommt doch das
Wort »Helferinnensyndrom« beim
Thema Geschlechterverhältnis
tatsächlich nie vor. Wow! "
(Almut Klotz in der
TAZ vom 14.02.2002)
"Endlich der Illies
für Mädchen, nur mit Schlumpfine
statt des Playmobil-Männchens."
(Susanne Gaschke in
der ZEIT vom 14.03.2002)
"Die Unterzeile
»Warum es heute so kompliziert ist,
eine Frau zu sein« trifft den
Zeitgeist und macht das Buch zu einem
Renner für all jene, die in properen
Reihenhaussiedlungen aufgewachsen
sind und die unfrisierte
Latzhosenfraktion à la
Startbahn-West schon als historisch
ansehen."
(Martina Dreisbach
in der Frankfurter Neue Presse vom
15.03.2002)
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Rezensionen:
- OEHMIGEN,
Karin (2002): Alles Ally oder was?
Sie können alles,
dürfen alles und wollen alles. Genau das
macht es den Frauen der Generation Ally
so schwer,
in:
SonntagsZeitung
v. 03.02.
- KOERNER,
Swantje-Britt (2002): Die unglücklichen
Frauen der "Generation Ally"
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung Online v.
04.02.
- HANSSEN,
Frederik (2002): Was bin ich?
Katja Kullmann
analysiert die "Generation
Ally",
in:
Tagesspiegel v.
12.02.
- KLOTZ,
Almut (2002): Immer wieder wir.
Von
der Unmöglichkeit, eine coole
Karrierefrau zu sein, ohne schnell alt
auszusehen: Katja Kullmann las bei
Kiepert aus ihrer "Generation
Ally",
in: TAZ
Berlin v. 14.02.
- BARTHELEMY,
Andrea (2002): Kühn, klug, cool und
kreuzunglücklich.
«Generation Ally»
hat Katja Kullmann weibliche «Thirty
Somethings» genannt, die zwischen 1965
und 1975 geboren sind,
in: Der Landbote
v. 25.02.
- GASCHKE,
Susanne (2002): Sterbenslangweilig.
Frauen um die
35,
in: Die
ZEIT Nr.12 v.
14.03.
- Kommentar:
Susanne
GASCHKE
spricht gerne im WIR-Modus,
deshalb ist sie gekränkt, wenn
andere ebenfalls im WIR-Modus
schreiben. Ausnahme: sie tun es
aus der Perspektive
der "Generation Berlin",
aber diesen Gefallen tut Katja
KULLMANN mit "Generation
Ally" der ZEIT-Rezensentin
nicht, weswegen der Verriss kaum
jemand erstaunen wird.
- DREISBACH,
Martina (2002): Die Frauenversteherin,
in: Frankfurter Neue
Presse v. 15.03.
- LORENTZ,
Frank (2002): So schwierig ist es, Frau
zu sein.
Und
daher hat die Kölnerin Katja Kullmann
das Buch "Generation Ally"
geschrieben. Aber gibt es die deshalb
wirklich?
in: Welt
am Sonntag v.
17.03.
- TOEPFER,
Nina (2002): Das Herz ist ein leerer
Basar.
Die "Generation
Ally" und ihre exzentrischen
Erzählungen,
in: Neue
Zürcher Zeitung am Sonntag
v. 17.03.
- KEGEL, Sandra
(2002): Drei Sekunden Sympathie.
Katja Kullmann
leidet wie Ally McBeal,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 19.03.
- GASCHKE,
Susanne (2002): Generation Schlumpfine.
Endlich der
Illies für Mädchen: In ihrem Buch
Generation Ally will Katja Kullmann
erklären, "warum es heute so
kompliziert ist, eine Frau zu sein"
- und schreibt doch wieder nur über
Esprit-Sweatshirts und Caipirinhas. Soll
das wirklich alles sein?,
in: Berliner
Republik Heft 2
- Kommentar:
Was ist der
Unterschied zwischen KULLMANN und
GASCHKE? Es gibt keinen
wirklichen, denn beide haben
primär ihre spezielle
Neue-Mitte-Karriere im Auge!
Der Unterschied zwischen beiden
ist jener zwischen zwei
unterschiedlichen Programmatiken
oder jener zwischen der
Parteiaktivistin und der
Wählerin der Neuen Mitte - also
die beiden Seiten der Medaille
Neue Mitte. Was im ZEIT-Artikel
nur unterschwellig zum Zuge kam,
das wird im Parteiblatt
offensichtlich:
"Irgendwo im Buch bezeichnet
Katja Kullmann ihre politische
Einstellung als
'sozialdemokratisch', aber das
muss sozialdemokratisch im Sinne
irgend einer extraterrestrischen
Neuen Mitte bedeuten."
Deutlich wird auch, dass KULLMANN
und GASCHKE zwar beide den
WIR-Modus bevorzugen, aber
GASCHKE sich in der
Generationenfrage anders
positioniert:
"Was sagt uns das alles,
abgesehen von der Tatsache, dass
die Autorin sich offenkundig für
eine interessante Persönlichkeit
hält? Vor allem doch, dass diese
Generation, unsere Generation,
muss ich wohl sagen, bisher
wirklich keine sonderlich
spannende Geschichte hat. Man
könnte dafür einfach dankbar
sein; man kann das bedauern. Man
kann Schuldige anprangern, wie
ich persönlich es gerne tue: die
Achtundsechziger, die meiner
Meinung nach erst die gesamten in
dieser Gesellschaft vorhandenen
Ressourcen an Jugendlichkeit
verschlungen haben und jetzt die
Erwachsenenwelt besetzt halten,
während die Unter-40-Jährigen
auf Dauer in die Vorschule
verbannt bleiben sollen (man kann
das anders sehen). Was man aber
eigentlich nicht kann, ist, ein
weiteres Buch über die
Banalitäten dieses friedlichen
Aufwachsens zu schreiben, 217
Seiten über Caipirinhas, Soaps,
Fit-for-Fun, H&M-Klamotten
und 501-Jeans."
Was hinter der
politkarrierefördernden
Pseudo-Opfer-Attitüde von
GASCHKE steckt, das ist das
traditionelle Reife-Konzept:
"Nein, ohne einen richtigen
Erwachsenen-Habitus wird es wohl
nicht gehen und offenbar
hängt der (...) an der Frage, ob
jemand Kinder hat". Und
damit sind wir endlich beim
Feindbild Single:
"Eine wahre
Kulturpessimistin fragt sich doch
nicht, ob ein Kind ihr die Figur
oder die Karriere ruiniert,
sondern eher, ob es von egomanen
Singles aus der Generation Ally
totgeschlagen würde, wenn es im
Treppenhaus weinte."
Wie löst sich der Widerspruch?
GASCHKE schreibt ihren
KULLMANN-Veriss im
ESPRIT-Sweatshirt bei einem
Caipirinha...
- Neu:
OESTREICH,
Heide (2002): Achtung, Frau am Steuer!
Mit
ihrem Buch "Generation Ally"
wurde Katja Kullmann bislang lediglich
als Trittbrettfahrerin kritisiert. Dabei
überbrückt ihr Bestseller erfolgreich
die Kluft zwischen den Frauengenerationen
in: TAZ
v. 03.06.
- Kommentar:
OESTREICH
rechnet mit Susanne
GASCHKE
(ZEIT vom 14.03.2002) und der Generation
Berlin
ab, indem sie KULLMANNs
Bestseller verteidigt:
"Seine
Position sowohl im
Generationendiskurs als auch im
feministischen Diskurs könnte
sogar markant sein, würde es in
diesen Gefilden nicht als
tendenziell 'seichter Bestseller'
gelabelt und entsprechend
ignoriert."
OESTREICH
geht sogar noch weiter:
"Das
Buch füllt das kommunikative
Loch, das zwischen Alice
Schwarzer
und Verona Feldbusch klafft - auf
eine Weise, die in der
nichtfeministischen
Öffentlichkeit angekommen ist.
Aus der heilen Welt der
Frauenzeitschriften guckt ein
unglückliches Gesicht. Es zu
zeigen ist heute ein geradezu
politischer Akt."
Der
Glücksanspruch des neoliberalen
Ich-Feminismus, der von KULLMANN
aus der Innenansicht beschrieben
wird, gerät mit der Kinderfrage
an seine Grenzen:
"Wo
die gesellschaftlichen Wellen der
alten Frauenbewegung sie nicht
mehr tragen, versagt diese
Gruppe. 'Dann mache ich es doch
lieber selber', seufzt Kullmann
über den liegen gebliebenen
Haushalt - genau wie ihre
siebtelemanzipierte Mutter, die
ihre Selbstverwirklichung in den
Volkshochschulkurs verlagert hat.
Die Karriere reicht genau bis zum
biologischen Scheitelpunkt, an
dem sich die Kinderfrage stellt.
Entscheidet man sich für Kinder,
ist sie mit relativ hoher
Wahrscheinlichkeit beendet. Und
plötzlich sieht das
Rollenangebot gar nicht mehr so
attraktiv aus: Luder mit
Geschäftssinn, Karrierefrau ohne
Familie oder Mama mit
Halbtagsjob."
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