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Martin
Walser im Gespräch
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- BRAND, J.-U. (2001):
Mit Menschenfänger-Instinkt.
15 Jahre lang dauerten die
Vorarbeiten für Martin Walsers neuen Roman - den
Liebes-Lebenslauf einer Düsseldorfer
Anwaltsgattin,
in: Focus
Nr.28 v. 09.07.
- KREKELER,
Elmar & Uwe WITTSTOCK (2001): Martin Walser
über Glück, Kitsch und seinen neuen Roman,
in:
Welt v.
14.07.
- SCHMIDT,
Felix (2001): "Ich fluche nicht, ich werfe
weg".
Wie
schreibt man einen Roman? Morgens kraulen im See,
kein Alkohol, mittags mit dem Hund raus. Am Ende
hofft Martin Walser auf 100.000 verkaufte Bücher
- sonst zahlt er drauf,
in: Tagesspiegel
v. 19.07.
- GROß, Thomas (2001):
Die Welt ist weder gut noch böse.
Martin Walser über den 11.
September, die Kapitulation der Politik und das
Unglücksglück in seinem neuen Roman,
in: Rheinischer
Merkur Nr.43 v. 26.10.
- Interviewauszug:
"Es
gibt Menschen, die sehen mit dem 11.
September das Ende der Spaßgesellschaft
gekommen, eine Rehabilitierung des
Ernstes, ein Wiedererstarken des
Politischen...
Spaß
oder Ernst, das sind so wenig strikte
Gegensätze wie Gut und Böse. Ich hatte
übrigens nie das Gefühl, in einer
Spaßgesellschaft zu leben. Wenn die
Menschen etwas mit ihrer Freizeit
anzufangen wissen, ist das doch positiv.
Das macht aber doch keine ganze
Gesellschaft und schon gar kein Zeitalter
aus. Ich halte solche Etikettierungen
nicht für angemessen."
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Klappentext
"Ein Buch
über die Liebe, also ist die Heldin
und sie ist wirklich eine
Heldin eine Frau, also spielt
das Buch in Düsseldorf, und das
große Geschäft ist so wichtig wie
die große Liebe: die gibt allerdings
den Ausschlag in diesem ebenso
ergreifenden wie schockierenden
Liebes-Roman. Susi Gern liebt,
heiratet und merkt: sie will ihren
Mann entweder ganz oder gar nicht. Da
der für ganz nicht geeignet ist,
hört sie auf, seine Frau zu sein.
Aber zur Trennung reicht die
Ernüchterung nicht aus. Es beginnt
die Suche nach einem, den sie ganz
haben kann."
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Pressestimmen zu
"Der Lebenslauf der Liebe"
"Und mag in diesem Buch
auch mitunter von schicken Computern,
topaktuellen Börsenspekulationen und der
Rheinbrücke in Düsseldorf-Oberkassel die
Rede sein - in Wahrheit spielt 'Der
Lebenslauf der Liebe' im tiefsten
Gelsenkirchener Barock.
Im Muff der fünfziger Jahre, in der Enge
einer kleinen Mietwohnung nämlich nahm nicht
nur die Ehe zwischen Susi Gern und ihrem
Anwaltsgatten Edmund ihren Anfang, dort
wurzelt die ganze Sehnsuchts- und
Neurosenwelt dieses Buchs"
(Wolfgang Höbel im Spiegel
Nr.29 v. 16.07.2001)
"Am ehesten gerecht wird
man Susi und damit Walsers Roman, wenn man
ihn als Gegenentwurf zu Fontanes »Effi
Briest« liest und damit als aktuelles
Standardwerk über Liebe in der Ehe
beziehungsweise über Liebe und Ehe nach der
Ehe"
(Klaus Siblewski in der TAZ
v. 20.07.2001)
"Porträt einer von bösen,
alten Kindern beherrschten Welt, die sich die
Umkehr und des kategorischen Imperativs zum
Prinzip gemacht haben: »Alles ist möglich,
aber nichts hinter dem Rücken des anderen,«
lautet der Ehevertrag"
(Thomas Steinfeld in der SZ
v. 20.07.2001)
"Walser führt noch einmal
in die Zeit ganz kurz vor dem allgemeinen
Werteverfall, in der noch nicht der
gemeinsame Besuch in Swinger-Clubs auf der
Tagesordnung stand, an der die Generation der
Vierzigjährigen von Michel Houellebecq bis
Ulrich Woelk heute so leidet."
(Ingo Arend im Freitag v.
27.07.2001)
"Ist «Der Lebenslauf der
Liebe» womöglich ein verkappter Pop-Roman?
In der Tat trägt die grellbunte Inszenierung
des deutschen Alltagslebens schrille
Schockfarben; sollte man diesen Roman
kolorieren, fielen einem vermutlich als
Erstes die Farbtöne Pink (die Farbe von
Susis Traumporsche) und Orange ein.
Rabenschwarz aber ist der Humor, mit dem
Martin Walser den Lebenslauf der Liebe dem
Alter zutreibt"
(Andrea Köhler in der NZZ
v. 04.08.2001)
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Rezensionen:
- HÖBEL,
Wolfgang (2001): Schnucke im Luxuspelz.
In seinem neuen Roman
"Der Lebenslauf der Liebe"
schildert Martin Walser das Schicksal
einer Düsseldorfer Millionärsgattin -
und entführt seine Leser in eine
schrille Horrorwelt,
in: Spiegel
Nr.29 v. 16.07.
- SCHNEIDER,
Rolf (2001): Susi und ihr Maghrebinier.
Am
Bodensee kennt er sich besser aus: Martin
Walser erzählt in seinem neuen Roman
«Der Lebenslauf der Liebe» von einem
Spekulanten am Niederrhein,
in: Berliner
Morgenpost v.
18.07.
- GREINER,
Ulrich (2001): Martin Walsers Achterbahn.
Weshalb "Der
Lebenslauf der Liebe" ein schwacher
Roman mit einer starken Hauptfigur ist,
in: Die
ZEIT Nr. 30 v.
19.07.
- LÜDKE, Martin
(2001): Die Frau weint. Der Mann
schläft.
Der Schriftsteller
als Leidensgenosse: In Martin Walsers
neuem Roman "Der Lebenslauf der
Liebe" geht es um das
außerordentliche Unglücksglück einer
ungewöhnlichen Düsseldorfer Dame,
in: Frankfurter
Rundschau v. 19.07.
- SCHÜTT,
Julian (2001): Kultur und Medien.
Traumgattin für den
untreuen Ehemann. Keine Angst, Martin
Walser betreibt keine Familienpolitik in
seinem neuen Roman «Der Lebenslauf der
Liebe». Dafür ist die Familie, die er
beschreibt, zu schrecklich nett
in: Weltwoche
Nr. 29 v. 19.07.
- SIBLEWSKI,
Klaus (2001): Seitensprünge und andere
Kleinigkeiten.
Letzte
Ausfahrt Düsseldorf: In dem Roman
"Der Lebenslauf der Liebe"
erzählt Martin Walser von
maßgeschneiderten Sakkos und nicht ganz
so gut sitzenden Gefühlen. Eine
verzweifelt-komische Phänomenologie der
Liebe, in der die Aufsteigerschicht vor
dem emotionalen Offenbarungseid steht,
in: TAZ
v. 20.07.
- STEINERT,
Hajo (2001): Martin Walser: Der
Lebenslauf der Liebe,
in: Büchermarkt.
Sendung des DeutschlandRadio
v. 20.07.
- STEINFELD,
Thomas (2001): Alles Susi.
"Der Lebenslauf der
Liebe": Martin Walser besteigt die
Zugspitze des Mittelmaßes,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 20.07.
- Infos
zu:
Thomas
Steinfeld - Pop für die
Normalfamilie der Neuen Mitte
- AREND,
Ingo (2001): Von der Entleerung der
bürgerlichen Seele,
in: Tages-Anzeiger
v. 21.08.
- BÖTTIGER,
Helmut (2001): Der Sprachausstatter wird
monströs.
Martin
Walser hat eine große Sehnsucht. Bisher
genügten ihm Kleinbürger dafür. Jetzt
nicht mehr,
in: Tagesspiegel
v. 21.07.
- KRAUSE,
Tilman (2001): Susi hat's immer gern
gemacht.
Mit seinem neuen Roman
"Der Lebenslauf der Liebe"
zeigt sich Martin Walser endlich wieder
in der alten Hochform
in:
Welt v.
21.07.
- SCHELLER, Wolf
(2001): Erzählseelen-Massage.
Martin Walsers neuer
Roman "Der Lebenslauf der
Liebe",
in: Saarbrücker
Zeitung v. 21.07.
- TOEPFER,
Nina (2001): Die Heldin übermannt den
Autor.
Martin
Walsers neuer Roman «Der Lebenslauf der
Liebe» ist eine meisterliche Zumutung,
in: SonntagsZeitung
v. 22.07.
- AREND,
Ingo (2001): Entleerung der bürgerlichen
Seele
Sturzbach
des Glücks. Martin
Walsers neuer Roman "Der Lebenslauf
der Liebe",
in: Freitag
Nr.31 v. 27.07.
- Infos
zu:
Michel
Houellebecq - Literat der
Single-Generation
- SCHRÖDER,
Lothar (2001): Das
"Unglücksglück".
Martin Walsers neuer
Roman,
in: FAZ.Net
v. 23.07.
- FLORIAN,
Christiane (2001): Süchtig nach Susis
Seifenoper.
Der
Autor der deutschen Angestelltenkultur
hat einen neuen dicken Roman vorgelegt:
In Düsseldorf geht es um viel Geld und
Liebe. Und prompt beginnt der Streit der
Kritiker. Ist das nun der Gipfel
sprachlicher Meisterschaft oder ein
peinlicher Ausrutscher in die
Trivialität?,
in: Rheinischer
Merkur Nr.30 v.
27.07.
- KÖHLER,
Andrea (2001): Die Heldin der
Ausführlichkeit.
Martin Walsers Roman
aus der Mitte der Republik,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
04.08.
- MÜLLER,
Burkhard (2001): Die reine Liebe zur
Figur.
Martin Walser erhebt
sich in seinem neuen Roman zu alten
Höhen,
in: Berliner
Zeitung v. 04.08.
- MOHR,
Peter (2001): Aufstieg und Fall.
Martin
Walsers Roman "Der Lebenslauf der
Liebe",
in: Literaturkritik
Nr.8, August
- LÖFFLER,
Sigrid (2001): Es gibt kein Glück ohne
Unglück.
Wie Martin Walser
eine Ehehölle vorschiebt, um dahinter
das Nächstliegende zu verbergen,
in: Literaturen
Nr.9, September
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Sonstiges:
- Neu:
STOCK,
Ulrich (2002): Ich war Walsers Susi.
Aufgeschreckt vom
"Tod eines Kritikers" verlässt
eine Romanfigur ihren Text und findet
eigene Worte,
in: Die
ZEIT Nr.25 v.
13.06.
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de |
Erstellt:
20. Juli 2001
Update: 09. Juli 2002 |
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Zugriffe
seit
dem 04.Juni 2000 |
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