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Michael Rutschky: Chronist des Alltags

 
       
     
       
     
       
   

Michael Rutschky in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • RUTSCHKY, Michael (1993): Schizophrenie im Edelrestaurant.
    Über das Ende der Postmoderne,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 09.01.
  • RUTSCHKY, Michael (1993): Chronos frißt seine Kinder oder: Der Lack ist ab.
    Nachdenken über das Älterwerden der Ewigjungen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.12.
  • RUTSCHKY, Michael (1994): Belästigung durch Bilder.
    Ein Fingerzeig zur Neuen Prüderie,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 01.01.
  • RUTSCHKY, Michael (1995): Wahrscheinlich liest wieder kein Schwein.
    Autorenproletariat. Über den Leserbriefschreiber, einen unterschätzten destruktiven Charakter,
    in: TAZ v. 17.06.
  • RUTSCHKY, Michael (1997): Werde, der du bist.
    Vom Bildungsroman zur therapeutischen Gesellschaft,
    in: Merkur Nr.3, März
  • RUTSCHKY, Michael (2000): Die jungen Ernstler.
    Ironie ist out - verkünden lauthals deutsche Popliteraten und amerikanische Publizisten. Ist da was dran? Ironisieren wir uns etwa zu Tode? Brauchen wir vielleicht eine "neue Verbindlichkeit"?
    in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt Nr.10 v. 10.03.
  • RUTSCHKY, Michael (2000): Von der Illegitimität einer Form.
    Stets in größten Schwierigkeiten: der Essayist,
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.04.
  • RUTSCHKY, Michael (2000): Die Verlierer.
    Eine Umfrage unter Freunden,
    in: Merkur Nr.5, Mai
  • RUTSCHKY, Michael (2000): Quasseln und Lakonik.
    Man ignoriere bitte die Unterscheidung von Wissenschaft und Literatur, von Fiktion und Dokument: Alexander Kluges expandierendes Erzähluniversum,
    in: TAZ v. 16.12.
  • RUTSCHKY, Michael (2000): Die Rettung der Britney S.
    Was hat Rembrandt mit einer Popsängerin zu tun? Nicht die Wertschätzung der besseren Kreise. Sie verachten die Spaßgesellschaft, wie sie die einfachen Stände schätzen. Eine Kritik anlässlich der Silvesterparties,
    in: TAZ v. 30.12.
  • RUTSCHKY, Michael (2001): Bücher ohne Familiennamen.
    Über Literatur außerhalb von Genres,
    in: Merkur Nr.2, Februar
    • Inhalt:
      RUTSCHKY widmet sich Büchern, die sich keiner Gattung zuordnen lassen, die "zwischen Kunstwerk und Dokument unentschlossen bleiben" und die "gegenwärtig die fruchtbarsten" sind. Am Beispiel von KRACAUERs "Die Angestellten", Ernst JÜNGER, Walter BENJAMIN und Walter KEMPOWSKI geht RUTSCHKY dem "Problem der monologischen Rechthaberei" nach. Als besonderen Problemfall sieht er Botho Strauß, der seit 1981 regelmässig Prosabücher veröffentlicht, "in denen sich ein hoher Anteil des Dokumentarischen (...) mit erheblichen Anteilen Rechthaberei unglücklich mischt".
  • RUTSCHKY, Michael (2001): Eine Wahrheit über die Siebzigerjahre.
    Die Rede ist von einem bundesdeutschen Jahrzehnt, dessen linke Opposition sich auf eine Politik des Körpers verlegte, damit scheiterte - und zum Mythos wurde. Bei vielen Kämpfern hat diese Zeit Narben hinterlassen, die gelegentlich sehr schmerzen. Wie gerade während der letzten Wochen, als unser Außenminister sich öffentlich für seine politischen Initiationen rechtfertigen musste. Eine Rückschau auf eine Zeit des brachialen und bedingungslosen Erfahrungshungers,
    in: TAZ v. 03.02.
  • RUTSCHKY, Michael (2001): Die Königin und die Meinungsfreude.
    Wir brauchen die Prominenz. Denn wer über sie redet, muss gar keine Ahnung haben,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.05.
  • Neu:
    RUTSCHKY, Michael (2001): Fassungslose Traurigkeit.
    Bewusstseinsstoff für soziale Aufsteiger: Vor 50 Jahren erschien Adornos "Minima Moralia",
    in: Welt v. 17.11.
 
       
   

Michael Rutschky im Gespräch

 
     
       
   

Lebensromane - Zehn Kapitel über das Phantasieren (1998)
Göttingen: Steidl

 
     
   
  • Berichte von Lesungen:

    • SPINNLER, Rolf (2000): Ein Grenzgänger,
      in:
      Stuttgarter Zeitung v. 08.07.
 
       
   

Reise durch das Ungeschick (1990)
Zürich: Haffmans

 
   
  • Rezensionen:

    • fehlen noch
 
       
   

Zur Ethnographie des Inlands (1984)
Frankfurt: Suhrkamp

 
   
  • Rezensionen:

    • NUTT, Harry (1985): Den Mythos auf frischer Tat ertappt,
      in:
      Psychologie Heute Nr.2, Februar
 
       
   

Erfahrungshunger (1980)
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
 
 

Klappentext zu "Erfahrungshunger"

"Kaum schon Geschichte, sind die siebziger Jahre doch ein Jahrzehnt, das sich als eines der unruhigen Suche vieler Menschen in unserer Republik begreifen läßt.
      
Die in den sechziger Jahren von einer Studentenbewegung gemachten Erfahrungen mit Gesellschaftstheorie und -kritik, die zugleich politisch verbindliches Handeln freisetzen sollten, mündeten in zwei getrennte Bewältigungsversuche, der Wirklichkeit in unserer Republik einen Sinn abzugewinnen: In den Versuch durch 'neue Innerlichkeit', die 'Innenwelt' des Individuums von der 'Außenwelt' abzugrenzen und in den Versuch einer politischen Radikalisierung, den Terrorismus.
      
Michael Rutschky macht mit seinem Buch 'Erfahrungshunger' auch den Versuch einer Selbstfindung. Er selbst, 1943 geboren, erlebte die 'bleierne Zeit', die Depression durch wachsenden Wohlstand und die Unfähigkeit der älteren Generation zu trauern. Galten nach 45 für die junge Generation überkommene Zielsetzungen und Lebensmodelle nicht mehr, so waren die sechziger und die siebziger Jahre doch nicht von der Suche nach Sinn, sondern in erster Linie von einer solchen nach Erfahrung geprägt. Auf dieser These basiert 'Erfahrungshunger'. Auch hinter dem Versuch politischer Identitätsfindung steht letztlich nicht die Einlösung eines wie auch immer zu formulierenden Sinnanspruches, sondern die Leidenschaft, Wirklichkeit als Stoffülle, als Material von Erfahrung, durch Ekstasen der Wahrnehmung sui generis wieder begreifbar zu machen. Rutschky formuliert in seinem Buch die Geschichten bekannter und unbekannter Altersgenossen. Im Erzählen dieser Geschichten versucht er den Kern von Erfahrung bloßzulegen: 'Schrecken' und 'Schmerz' als elementare Erfahrungswerte einer beileibe nicht nur politischen Radikalisierung und die Wiederentdeckung der Subjektivität als 'Innenwelt'. Die individuellen Beispiele, an denen Rutschky seine Thesen entwickelt, machen das Buch zu einem Stück Alltagsgeschichte der Bundesrepublik."

Pressestimmen zu "Erfahrungshunger"

"Das wichtigste Buch über die Zeit nach 1968 war Michael Rutschkys 'Erfahrungshunger - Ein Essay über die siebziger Jahre' (1980). Alle heutigen Versuche müssen sich an Rutschkys Erzähllust und analytischer Schärfe messen lassen."
(Gregor Dotzinger im Tagesspiegel v. 24.02.2000)

 
 
 
       
     
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 16. Dezember 2000
Update: 09. Juli 2002
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