[ Literaten der 68er-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Peter Glotz: Kulturkämpfe im digitalen Kapitalismus

 
       
     
       
     
       
   

Peter Glotz in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • GLOTZ, Peter (1999): Kritik der Entschleunigung,
    in:
    Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Themenschwerpunkt: Speed, H.7, Juli, S.621-628
  • GLOTZ, Peter (1999): Digitaler Kapitalismus,
    in:
    Spiegel Nr.39 v. 27.09.
  • GLOTZ, Peter (2000): Non-Profit-Organisationen in der beschleunigten Gesellschaft,
    Vortrag auf dem 7. Deutschen Fundraising-Kongress in Leipzig am 07.04.
  • GLOTZ, Peter (2000): Die Ikonen der New Economy,
    in:
    Woche Nr.31 v. 28.07.
  • GLOTZ, Peter (2000): Zwischen Kulturkritik und Technikwahn.
    Gedanken über das Leben mit den neuen Medien und Europas Rolle im digitalen Kapitalismus,
    in: Die ZEIT Nr.47 v. 16.11.
  • GLOTZ, Peter (2000): Die Konsensverweigerer oder das dritte Drittel,
    in:
    Vorgänge, Heft 4, S.56-66
  • GLOTZ, Peter (2001): Pflasterstrandurlaub.
    Eine Verteidigung der Mainstream-Biographie,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 30.01.
  • GLOTZ, Peter (2001): Arbeit in der digitalen Ökonomie.
    Der Kulturkampf zwischen Beschleunigern und Entschleunigern,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.01.
  • GLOTZ, Peter (2001): Neues bewegen.
    Gewerkschaften im Digitalen Kapitalismus,
    in: Transparent, April, S.24-28
 
       
   

Peter Glotz im Gespräch

 
   
  • JUBIN, Marie (2000): Es entsteht eine neue Welt - doch wie sieht die Zukunft aus?,
    in:
    Basler Zeitung v. 04.04.
  • NEF, Robert (2000): Am Übergang von der Raum- zur Zeitkultur?,
    in:
    Schweizer Monatshefte, Dossier: Jenseits der Warteschlangen - Zeitbewirtschaftung durch Internet, Heft 5, Mai
  • Neu:
    LEEB, Rolf (2001): "Vollbeschäftigung wirds nie mehr geben".
    in:
    Neue Luzerner Zeitung v. 09.10.
    • Inhalt:
      Interview mit Peter GLOTZ über die beschleunigte Gesellschaft. "Was wir einüben müssen, ist eine Toleranz der unterschiedlichen Lebensstile und eine Kommunikation zwischen den beiden Gruppierungen", fordert GLOTZ zur Vermeidung von Kulturkämpfen in der Zwei-Drittel-Gesellschaft des Digitalen Kapitalismus.
 
       
   

Von Analog nach Digital.
Unsere Gesellschaft auf dem Weg zur digitalen Kultur (2001)
Stuttgart/Wien: Huber

 
   
  • Rezensionen:

    • VISMANN, Cornelia (2001): Großer Steuermann.
      Peter Glotz gleitet so glatt von Analog nach Digital,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 27.07.
 
       
   

Die beschleunigte Gesellschaft.
Kulturkämpfe im digitalen Kapitalismus (1999)
München: Kindler

 
   
 
 

Pressenstimmen zu "Die beschleunigte Gesellschaft"

"Reich an Hoffnung auf die technologische, aber arm an Fantasie für die soziale Revolution."
(Warnfried Dettling in der ZEIT v. 04.11.1999)

"Was ist, wenn das dritte Drittel nicht ausgegrenzt, sondern nur noch nicht eingebunden ist?"
(Jürgen Rüttgers im Tagesspiegel v. 08.11.1999)

"Die Idee der guten Gesellschaft erscheint wieder, nachdem Glotz sie bereits als rührende Donquichotterie verabschiedet und alle Lebensreformer als Weicheier denunziert hat. Und doch wird man nicht so recht froh drüber. Denn wie erscheint sie? Nicht mehr aus der Tradition: der eigenen Partei, der immer noch lebendigen Idee der Gerechtigkeit. Nur noch die Angst vor fundamentalistischen Revolten der zu würdelos Alimentierten könnte den Mehrheitsblock dazu bringen, Geld oder gar Arbeitsplätze zu teilen."
(Mathias Greffrath in der TAZ v. 15.04.2000)

 
 
 
       
     
   
  • Die beschleunigte Gesellschaft in der Debatte:

    • GAULAND, Alexander (1999): Für einen entschleunigten Fortschritt,
      in:
      Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Themenschwerpunkt: Speed, H.7, Juli, S.628-632
    • STRASSER, Johano (1999): Maschinenzeit - Lebenszeit,
      in:
      Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Themenschwerpunkt: Speed, H.7, Juli, S.632-637
    • GAULAND, Alexander (1999): Metternich hätte nicht kälter verdammen können.
      Replik auf Peter Glotz' Entschleunigungskritik,
      in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, H.9, September, S.834-836
    • HIRN, Wolfgang (2000): Turbo Kapitalismus.
      Schneller, kürzer, besser?,
      in: Manager Magazin, Juni
    • MIKFELD, Benjamin (2001): Wer folgt auf Willy Brandts Enkel?
      Langsam vollzieht sich in der deutschen Sozialdemokratie der Generationenumbruch. Gedanken zur Zukunft einer politischen Partei,
      in: Frankfurter Rundschau v. 08.01.
    • GREFFRATH, Mathias (2001): Und wo bleibt die Gerechtigkeit?
      Über soziale Sicherheit, gesellschaftliche Ungleichheit und die Zukunft der sozialdemokratischen Grundwerte
      in: Frankfurter Rundschau v. 03.03.
    • PAOLI, Guillaume (2001): Wappnet euch mit Gleichmut.
      Zur Verteidigung der Faulheit: Ein Strategiepapier aus dem Umkreis der "Glücklichen Arbeitslosen",
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.04.
    • SCHINDHELM, Michael (2001): Der Terror der Zeit.
      Warum die Nostalgie um sich greift - in Ost wie West,
      in: Die ZEIT Nr.45 v. 31.10.
      • Kommentar:
        Michael SCHINDHELM sieht nicht in der New Economy, sondern in Ostdeutschland die Speerspitze der "Beschleunigten Gesellschaft". Er hat u.a. bei Jeremy RIFKIN nachgelesen, was die negativen Folgen der Beschleunigung sind, d.h. SCHINDHELM sucht seine neue Heimat bei den Entschleunigern.
              
        "Jede zeitsparende Erfindung hat die Arbeitsbelastungen erhöht. So haben Bauersfrauen in den zwanziger Jahren ohne Elektrizität weniger Zeit auf Hausarbeiten verwendet als die Hausfrauen in den Vororten unserer Städte, die mit ganzen Maschinenparks ausgerüstet sind."
              
        So hört sich eine nostalgisch verklärte Technikkritik an!
              
        SCHINDHELM übernimmt hier eine Technikkritik, die ursprünglich aus dem feministischen Kontext stammt. Es ging dabei um die Frage, ob die Technisierung die Emanzipation gefördert hat. Die These war, dass der Zeitgewinn durch die Technisierung der Haushalte kompensiert worden ist. Dazu gehören z.B. gestiegene Reinlichkeitsstandards.
              
        Das Problem bei dieser romantischen Technikkritik ist, dass hier ein ganzer Problemkomplex einfach auf einen einzigen Sachverhalt verkürzt wird. Es wird erstens unterstellt, dass eine Bauersfrau und eine Mittelschichtfrau in den 20er Jahren gleich viel Zeit auf ihren Haushalt verwenden konnte und zweitens, dass sich der Zeitaufwand beider gleichermassen erhöht hat.
              
        Zum anderen wird ignoriert, dass sich die Art der Hausarbeitstätigkeiten geändert hat. SCHINDHELM unterstellt, dass Hausarbeit identisch ist mit maschinengestützter Arbeit. Dies übersieht jedoch, dass die "Hausarbeit" auch "personenbezogene Dienstleistungsarbeit" ist.
              
        Hätte die Technisierung der Hausarbeit keinen Zeitgewinn gebracht, dann gäbe es heutzutage sicher weitaus weniger Einpersonenhaushalte. Entweder weil es zu teuer wäre, die Dienstleistungen einzukaufen oder weil mehr Zeit auf den Haushalt verwendet werden müsste. Die Technsierung der Haushalte gehört zu einer wesentlichen Voraussetzung für das massenhafte Alleinwohnen. Dies mag man beklagen, aber mit dem "Terror der Zeit" hat das überhaupt nichts zu tun.
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2000-2002
Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 30. August 2000
Update: 10. Juli 2002
Counter Zugriffe seit
dem 04.Juni 2000