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Mela Hartwig: Das Bürofräulein Anfang der 30er Jahre

 
       
     
       
     
       
   

Bin ich ein überflüssiger Mensch (2001)
(Graz: Droschl)

 
   
 
 

Klappentext

"Mela Hartwig ist eine der großen Unbekannten, deren Karriere durch den Nationalsozialismus zerstört wurde.
Wie in ihren früheren Werken stellt sie in ihrem zweiten Roman wieder eine Frau in den Mittelpunkt, die mit sich uneins ist, eine »Neurotikerin«, die mit jedem Schritt an die ihr auferlegten Begrenzungen stößt: eine unscheinbare und sehr entbehrliche Sekretärin ohne besondere Fähigkeiten, die eines Tages einer erotischen Obsession verfällt. Ein im Gestus des schonungslosen Geständnisses formulierter Roman einer unerhörten Selbsterniedrigung, präzise in der messerscharf geschilderten sozialen Situation der frühen 30er Jahre lokalisiert, und in einer Sprache, die den expressionistischen Gestus der früheren Texte zugunsten eines dokumentarisch-nüchternen Stils aufgegeben hat."

Stimmen zu "Bin ich ein überflüssiger Mensch?"

"Das eigentliche Skandalon des Buches ist eben gerade, dass es 65 Jahre vor Michel Houellebecqs Ausweitung der Kampfzone (und 40 Jahre vor 1968, wenn man so will) das Glücksversprechen des sexuellen Körpers eskamotiert"
(Gerald Fiebig in satt.org 09/2001)

"Im Begriff des Fräuleins mischen sich die Tag- und Nachtseiten der Krisenjahre zwischen den Weltkriegen: die hektische Atmosphäre eines sich amerikanisierenden Büroalltags mit klappernden Schreibmaschinen und ständig klingelnden Telefonen, mit Chefs, die ihre Fräuleins zum Schnelldiktat dirigieren; andererseits klingen die Koketterien eines leichtfüssigen, ein bisschen schamlosen und ein wenig verklemmten Vergnügungslebens in den Cafés und Tanzbars der swingenden Twenties an. Dort sind die weiblichen Angestellten mit unsicherer beruflicher Position dann Freiwild für hochstaplerische Gigolos oder sich ein Herz nehmende blasse Buchhalter. "
(Bernhard Fetz in der NZZ vom 29.11.2001)

Pressestimmen zur Protagonistin

"Luise Schmidt, Ich-Erzählerin in Mela Hartwigs Romanmanuskript von 1931, ist ein perfektes Durchschnittsexemplar: Büroarbeit, Bühnensehnsucht und unglückliche Liebschaften sind die drei Säulen ihrer Existenz"
(Jutta Person in Literaturkritik.de Nr.11/2001)

 
 
 
       
   
  • Rezensionen:

    • FIEBIG, Gerald (2001): Tristesse banale,
      in: satt.org, September
    • PERSON, Jutta (2001): Am Nullpunkt der Registratur.
      Mela Hartwigs Roman "Bin ich ein überflüssiger Mensch?" erscheint mit siebzig Jahren Verspätung,
      in:
      Literaturkritik.de, Nr.11, November
    • FETZ, Bernhard (2001): Die Sehnsucht der eigenen Wärme,
      in:
      Neue Zürcher Zeitung v. 29.11.
    • Neu:
      HILLGRUBER, Katrin (2002): Der Furor der Aloisia Schmidt.
      Endlich wiederentdeckt: Mela Hartwigs Roman aus dem Jahr 1931 "Bin ich ein überflüssiger Mensch?",
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 16.05.
 
   
  • Das Buch in der Debatte:

    • fehlt noch
 
       
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 30. August 2001
Stand: 29. Mai 2002
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dem 04.Juni 2000