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Das Tagebuch
in Forschung, Literatur und
Medien
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Das
Tagebuch in der Ratgeber-Literatur und in den
Medien
- KAISER,
Robert Blair (1981): Buchführung des
Seelenlebens.
Tagebuch-Schreiben
kann mehr sein als nur das chronologische
Aufzeichnen von Alltags-Ereignissen. Ira
Progoff, Psychologe und Begründer einer
neuen Therapieform in den USA, sieht in
dem "intensiven Tagebuch" einen
Weg, dem eigenen Lebensplan auf die Spur
zu kommen. Dieser Plan - so meint er -
sei jedem vorgegeben. Man muß ihn nur
entdecken,
in: Psychologie
Heute, September
- KOCH-KLENSKE,
Eva (1984): "Wer schreibt, ist noch
lange nicht bei sich".
Schreiben als Therapieersatz,
in: Psychologie
Heute, Februar
- Das
Tagebuch einer Fernliebe, S.121-126
in: FREYMEYER &
OTZELBERGER (2000): In der Ferne so nah.
Lust und Last der Wochenendbeziehungen
- SCHNEIDER,
Manfred (2000): Historietten statt
Historie.
Bildung, private
Archive, Telekommunikation und Glück:
Einige Überlegungen über die Zukunft
der Erinnerung,
in: Frankfurter
Rundschau v. 30.12.
- DÖRING,
Nicola (2001): Öffentliches Geheimnis.
Online-Tagebücher
- ein paradoxer Trend im Internet,
in:
c't Nr.2 v. 15.01.
- Kommentar:
Die
Psychologin DÖRING hat einen
lesenswerten Beitrag über das
Phänomen
"Online-Tagebuch"
geschrieben.
Im
Gegensatz zu weitverbreiteten
kulturpessimistischen Klagen
über den Untergang des
Abendlands angesichts neuer
Medien, versucht DÖRING
herauszuarbeiten, warum
Online-Tagebücher eine
konsequente Weiterentwicklung
traditioneller Tagebücher sind
und welche Unterschiede zwischen
beiden Textsorten bestehen.
DÖRING
stellt nicht die beliebte
Abwehrformel
"Narzissmus" in den
Mittelpunkt ihrer Überlegungen,
sondern das "Bedürfnis nach
realistischer
Selbsteinschätzung".
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Das
Tagebuch in der Literatur
- STRAUß, Botho
(1977): Die Widmung, Hanser: München
- RUTSCHKY,
Michael (1980): Erfahrungshunger. Ein
Essay über die siebziger Jahre,
Kiepenheuer & Witsch: Köln
- Die
sogenannte "Neue
Innerlichkeit" der 70er
Jahre hat zur massenhaften
Verbreitung des autobiografischen
Schreibens geführt. RUTSCHKY
geht auf den Zusammenhang
zwischen Leben und Schreiben ein.
- GENAZINO,
Wilhelm (1996): Das Licht brennt ein Loch
in den Tag, Berlin: Rowohlt
- GENAZINOs
Roman handelt von der Angst, das
Gedächtnis zu verlieren. Ist es
möglich seine Erinnerungen auf
Freunde zu verteilen, die einem
das Gedächtnis ersetzen? Eine
Variante des Tagebuchmotivs und
eine Auseinandersetzung mit dem
Erinnern an sich.
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Das
Tagebuch in der Forschung
- FUCHS, Werner
(1984): Biographische Forschung. Eine
Einführung in Praxis und Methoden,
Opladen: Westdeutscher Verlag
- Tagebuchschreiben
kann als eine Form der
biographischen Kommunikation
aufgefasst werden. FUCHS geht auf
die historischen
Entwicklungslinien ein und stellt
einen Zusammenhang zwischen
Individualisierung und
Biographisierung, d.h. der
Zunahme biographischer
Erzählungen her.
- SEIFFGE-KRENKE
(1985): Die Funktion des Tagebuchs bei
der Bewältigung alterstypischer Probleme
in der Adoleszenz, in: R. Oerter (Hg.)
Lebensbewältigung im Jugendalter
- HAHN,
Alois/LEITNER, Hartman/WILLEMS, Herbert
(1986): Bekenntnisformen und
Identitätsentwicklung, Fernuniversität
Hagen
- eine
historische Betrachtung von
Formen des Selbstbekenntnisses.
Es wird u.a. auf die Beichte und
die Psychoanalyse als Formen
eingegangen.
- FUCHS, Werner
(1988): Tagebücher und Selbstzeugnisse,
der Jugendforschung eigentümliche
Datenformen und Auswertungswege,
in: Qualitative Jugendforschung,
Kurseinheit 2, Fernuniversität Hagen
- Das
Tagebuch wird hier als genuines
Ausdrucksmittel des Jugendalters
beschrieben. Diese Ansicht muss
heute in Frage gestellt werden,
denn mit der Ausbreitung des
Alleinlebens, gewinnt das
Tagebuch auch für Erwachsene
eine zentrale Bedeutung.
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©
2000-2001
Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de |
Erstellt
am: 10. Januar 2001
Update: 24. Januar 2001 |
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Zugriffe
seit
dem 03.Juni 2000 |
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