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News vom Oktober 2016

 
 
     
 
   

Zitate des Monats:

"Kinder bekommen die Leute immer" - ein Bonmot, das Konrad Adenauer zugeschrieben wird, eine Erfindung der neoliberalen Propagandamaschine?  

"Meines Wissens gibt es bislang keinen Beleg für den immer wieder von Wissenschaftlern wie Politikern Adenauer in den Mund gelegten Ausspruch. So konnte auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages keine Quellenangabe finden. Vielmehr ging er davon aus, dass die Aussage gar nicht von Adenauer stamme, ihm aber zugeschrieben werde, so die schriftliche Mitteilungen darüber an Gregor Amann, MdB"
(Winfried Schmähl "»Bismarcks Rentenversicherung« und der dadurch mitausgelöste Geburtenrückgang in Deutschland - kritische Prüfung hierzu vorgelegter Begründungen" in: Deutsche Rentenversicherung, Heft 2, 2016, Fn S.75)

Konrad Adenauer im Herbst 1953: Das deutsche Volk überaltert, weil die Geburtenzahl abnimmt

"Die wachsende Überalterung des deutschen Volkes steigt andauernd, die Verluste der beiden Kriege sind nur einer der Gründe dieser erschreckenden Erscheinung. Heute stehen 67 % der Bevölkerung im produktiven Alter, 9 % zählen zu den Alten, 24 % stehen im jugendlichen Alter und sind noch nicht arbeitsfähig. Diese Zusammensetzung der Bevölkerung ändert sich stets zuungunsten des Prozentsatzes der im produktiven Alter Stehenden, weil die Langlebigkeit wächst und die Geburtenzahl abnimmt."
(Konrad Adenauer in seiner Regierungserklärung vom 20.10.1953)

 
       
       
   

HAGELÜKEN, Alexander  (2016): Reiche und andere.
Samstagsessay: Ungleiche Verhältnisse lassen sich nicht einfach dadurch beseitigen, dass der Staat Geld umverteilt. Er muss auch dafür sorgen, dass die Benachteiligten faire Chancen bekommen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 01.10.

Alexander HAGELÜKE erzählt uns die üblichen neoliberalen Bildungsmärchen. Längst ist Bildung kein Garant für Aufstieg, denn durch die Bildungsexpansion hat sich die Selektion vom Bildungssystem in die Berufswelt verschoben. Elitenforscher wie Michael HARTMANN sehen deshalb in der sozialen Herkunft die größte Hürde bei der Chancengleichheit in der Arbeitswelt und nicht im Bildungssystem. Dort suchen Personalchefs bevorzugt Ihresgleichen aus.

"Mittel- und Geringverdiener werden in Deutschland über Gebühr belastet. Weil ab dem ersten Euro voll Sozialabgaben abgehen, bleibt der stark gewachsenen Zahl der Niedriglöhner zu wenig übrig. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent greift schon bei Mittelschichtlern zu, die knapp 5.000 Euro verdienen und damit weniger als das Doppelte des Durchschnitts",

erklärt uns HAGELÜKE. In Ungleichheitsstudien wird jedoch nicht von Durchschnitt, sondern vom Medianeinkommen gesprochen. Außerdem ist es merkwürdig, dass in der SZ zwar bei der Debatte um die Altersarmut darauf insistiert wird, dass das Haushaltseinkommen entscheidend ist, während uns HAGELÜKE hier den alleinstehenden Single präsentiert, weil dies verschleiert, dass die Akademikerschicht - und darum geht es bei dieser Einkommensklasse - meist verheiratet ist und Familie hat - also überproportional von Freibeträgen profitiert, die HAGELÜKE verschweigt. Außerdem tut er so als ob Vermögende und Akademiker mit hohen Einkommen zwei verschiedene Sachen wären, tatsächlich profitiert die Akademikerschicht von der niedrigen Abgeltungssteuer genauso wie der Reiche.

Fazit: Es ist Verdummung, wenn HAGELÜKE Geringverdiener und akademische Mittelverdiener in einem Atemzug zu den Opfern der Steuer- und Sozialabgabenpolitik stilisiert. Jene, die kein Vermögen aufbauen können, sind die wahren Verlierer der heutigen Politik - die obere Mittelschicht jedoch versucht sich zum Opfer stilisieren, obwohl sie sich als Verbündete der Oberschicht gegen die Interessen des Rests der Gesellschaft wendet. Sie obere Mittelschicht profitiert dabei von der Existenz einer "gefühlten" Mittelschicht, zu der sich auch jene zählen, die gar nicht gemeint sind, wenn es um Steuerleichterungen geht.

Wer wie HAGELÜKEN einerseits die Belastungen der Mittelverdiener reduzieren will und andererseits Vermögende stärker belasten will, der will uns weismachen, dass das zwei verschiedene Personen wären, obwohl es in Wahrheit ein und dieselbe Person ist. Wir haben es hier mit Spiegelfechtereien zu tun.

Die Streichung des Ehegattensplittings fordert HAGELÜKEN natürlich auch, aber er verrät uns nicht, wer davon wirklich profitieren würde.

"Das wäre keine Umverteilung im alten Stil. Es wäre keine pauschale Erhöhung von Sozialleistungen, die abhängig machen, wenn sie von der Aufnahme einer Arbeit abhalten",

erklärt uns HAGELÜKEN. Ist das vielleicht ein Plädoyer für die Rente mit 90? Mit mehr Netto-für-Brutto ködert uns HAGELÜKEN. Gerne, aber dann sollten die Arbeitgeber dafür zum Ausgleich höhere Sozialabgaben tragen.  

 
       
   

MAYR, Markus  (2016): Es lebe das Land.
Niedrige Mieten, keine Staus und Natur vor der Tür: Immer mehr Menschen kehren den Metropolen den Rücken. Marktredwitz in der Oberpfalz hat nach schweren Jahren so den Umschwung geschafft,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 01.10.

 
       
   

ERNST, Heiko (2016): Das stille Ich.
Müssen wir uns abstrampeln, ständig für uns selbst trommeln, um Erfolg zu haben, respektiert und beachtet zu werden? Ganz und gar nicht, wie neue Erkenntnisse der Psychologie zeigen. Es gibt gute Argumente für ein "leiseres" Auftreten,
in:
Psychologie Heute, Oktober

ERNST, Heiko (2016): Das stille Ich: Ein Ergebnis von Reife?
Je älter wir werden, desto besser können wir auf ein aufgeblähtes Ego verzichten. Zu diesem Schluss kam die amerikanische Psychologin Jane Loevinger in ihrer neunstufigen Theorie der Ich-Entwicklung,
in:
Psychologie Heute, Oktober

 
       
   

REHAHN-SOMMER, Sabine (2016): Das ungeborene Kind.
In der 12. Schwangerschaftswoche verliert eine Frau ihr Kind. Seitdem quält sie sich mit Schuldgefühlen. Hat das Ungeborene gespürt, dass es nicht wirklich erwünscht war?
in:
Psychologie Heute, Oktober

 
       
   

EISENRING, Yvonne (2016): Gib alles für die Liebe!
Wir investieren in die Karriere und optimieren uns selbst. Aber er etwas für die Liebe aufgibt, wird belächelt: als altmodisch und weltfremd. Solange wir so denken, werden wir ihn nie erleben, den Rausch, den Megaflash. Hier erzählen echte Romantiker, warum sie sich für das große Gefühl entschieden haben,
in: Neon, Oktober

 
       
   

NEON (2016): Ehrliche Kontaktanzeigen,
in: Neon,
Oktober

 
       
   

WSI-Schwerpunkt: Krisenerfahrung Hartz IV. Lebenssituation in Grundsicherungsbezug

LIETZMANN, Torsten (2016): Langzeitleistungsbezug und Langzeitarbeitslosigkeit: Definitionen, Quanitäten, Strukturen.
Trotz des anhaltenden Beschäftigungswachstums in Deutschland ist der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit in den letzten Jahren ins Stocken geraten. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stagniert seit 2010 bei etwas mehr als einer Million. Auch die Zahl der Empfänger von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende verhaart mit über vier Millionen erwerbsfähigen Beziehern auf einem hohen Niveau. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsicherungsempfänger hinsichtlich ihrer Bezugsdauer und Arbeitsmarktbeteiligung wie auch ihrer soziodemografischen Zusammensetzung soll die Grundlage für ein besseres Verständnis der heterogenen Lebenssituationen der Leistungsempfänger schaffen und die Erkenntnisse auf Basis der offiziellen Statistik erweitern,
in: WSI-Mitteilungen, Heft 5

 
       
 

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Stand: 01. Oktober 2016