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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 01. - 04. April 2009

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Singlefrau, Mitte 30: Lebenslust statt Partnerfrust

"Sie wusste nur, dass sie zum ersten Mal in ihrem erwachsenen Leben Lust hatte, sich treiben zu lassen, statt sich auf die Suche nach der nächsten Langzeitbeziehung zu machen. Auch, wenn sie damit Gefahr lief, in die Kategorie der  »Verzweifelten« zu fallen, die ihr Freund Daniel für Frauen ausgerufen hatte, die sich mit Mitte dreißig immer noch in die Schlange vor dem Berghain stellen. »Nach nichts als Nähe« suchten diese Frauen, behauptete Daniel (...). Warum sollte man sich bewusst um Dinge bringen, die man mochte? Weil andere Leute im selben Alter jetzt Kinder bekamen und man dazwischen nicht auffallen wollte? Und warum sollte betrunkene Haltlosigkeit nur Männern Spaß machen, während man als Frau besser zu Hause blieb, um den Makel der Bedürftigkeit zu vermeiden?"
(Lorraine Haist in: Jörn Morisse & Stefan Rehberger (Hg.) "Saturday Night" 2009, S.65f.)

 
 
 
Ab sofort finden Sie auf der Website www.single-luege.de einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.

Den aktuellen Rückblick April 2009 finden Sie hier.  

 
 
   
  • MÜLLER, Wolfgang (2009): No future, now!
    Was das CBGB in New York war, ist das SO 36 in Berlin - und zwar immer noch. Das ehemalige Kino mutierte 1978 zu einem Veranstaltungsort. Die überaus lebendige Legende feiert heute Abend ihren 30. oder vielmehr 31. Geburtstag. Ein Ständchen,
    in: TAZ v. 04.04.
 
     
     
   
  • BERTH, Felix (2009): Das verschwundene Fräulein.
    Mit den Familien ändern sich die Begriffe: ein sprachhistorisches Lexikon über Eltern, Kinder und ihre Beziehungen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.04.
    • Anmerkungen:
      Das Glossar von BERTH liest sich wie zusammengegoogelt.

                    Zum Begriff "Single (USA)" wird der Klappentext von "Sex and the Single-Girl" zitiert. Deutsch klingt das viel weniger sexy: "Sex und ledige Mädchen".  Der Begriff "alte Jungfer" verschwindet. Mehr über den Begriffswandel und seine gesellschaftlichen Hintergründe findet man hier.
                   Zum Single (BRD) wird ein FAZ-Leitartikel von Johannes Groß zitiert. Der Anlaß: die erste große Single-Studie im Auftrag des Spiegel wird verschwiegen.
                   "Bis in die neunziger Jahre werden Singles verdächtigt, egoistisch und beziehungsunfähig zu sein".
                   Das soll inzwischen verschwunden sein? Danach wird der Single-Begriff von BERTH entkernt, denn anders lässt sich Folgendes nicht erklären:
                   "statt der Singles stehen eher die Kinderlosen unter kritischer Beobachtung".
                   Das macht es sich entschieden zu einfach. In der politischen Debatte wurden bislang Kinderlose mit Singles im Sinne von Einpersonenhaushalten gleich gesetzt. Die Ursache lag im fehlenden Willen von Politik, Medien und Wissenschaft sich des Themas differenzierter anzunehmen. Erst nachdem die Rentendebatte zu Ende war und Kinderlose zu einem höheren Beitrag verdonnert wurden, setzten  die ersten differenzierteren wissenschaftlichen Untersuchungen ein (mehr dazu hier und hier).
  • FAHRENHOLZ, Peter (2009): Von der Spießerhölle zur Patchwork-Familie.
    Der Kampf um die Gleichberechtigung der Frau und die mühevolle gesellschatliche Modernisierung Deutschlands,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.04.
 
     
   
  • Der Mann in der Krise?

    • WINKLER, Willi (2009): Was vom Manne übrigblieb.
      Der moderne Kerl ist stets gebrochen und in Gefahr, zum Lächerling zu werden. Wie konnte das passieren? Eine (natürlich wehleidige) Heldendämmerung,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 04.04.
      • Anmerkungen:
        Nach diesem Artikel weiß man, warum die Männer der 78er-Generation niemals Vorbilder für die nachwachsende Generation werden können. Angeblich gibt es ja keine Helden mehr, und wenn, dann sind es keine Männer, meint Willi WINKLER.

                     Generationsgenosse Norbert BOLZ nannte sein Buch "Die Helden der Familie" (2006) und meinte damit nur sich selbst und Gleichgesinnte, alle anderen sind dagegen Weicheier. Der Philosoph Dieter THOMÄ - auch er ein Generationsgenosse - nennt sein Väter-Buch "Eine moderne Heldengeschichte" (2009). So viel Heldenbücher dieser Generation, das deutet allemal auf eine Krise hin. WINKLER liegt mit seiner Jammerarie also voll im Trend seiner Generationsgenossen.
                     "Ich hatte einmal das rare Glück, mit Männern allein im Wald das Mannsein zu erleben. Das begab sich weit weg im Westen der USA, wo der Pazifik für eine tiefgrüne Flora sorgt".
                     So kitschig klingt Mannsein bei WINKLER. Bedauerlicherweise können sich Männer nicht mehr in Schlachten tummeln. Stattdessen verständnisvolle Pädagogen. So ziemlich das Übelste was einem Junge  widerfahren kann.
                     Da steigt die Sehnsucht bei WINKLER nach einem katholischen Romantiker wie EICHENDORF. Und die Jugend von heute ist sowieso nicht mehr zu retten, denn die treffen sich lieber auf LAN-Partys, statt
        "nach dem großbrüstigen Mädchen in der Nachbarklasse (...)(zu) lechzen".

                     Schließlich ist der Mann mehr als einfach strukturiert:
                     "Das, was sie können, sich wehren, um sich schlagen, erobern, vor allem aber sich (und damit die Art) fortzupflanzen, das ist doch immer weniger gefragt. In jeder Hochzivilisation sinkt die Geburtenrate, wozu braucht es also das aufwendige Anbahnungs- und Zeugungsgeschäft?"
                     Fragt man sich also nur noch: Wo war Willi WINKLER als ihn die nachwachsende Generation gebraucht hätte? Offenbar war er da gerade als Waldmensch unterwegs...
 
     
   
  • WIRZ, Claudia (2009): Morgens um acht werden Babys gemacht.
    Die Fortpflanzungsmedizin - kein einfacher Weg zum Wunschkind,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.04.
 
   
  • VIRAGH, Christina (2009): Bildansichten.
    Da links neben dem Serviettenbehälter - Edward Hopper: "Nighthawks",
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.04.
    • Inhalt:
      VIRAGH will in dem bekannten Bild von HOPPER nicht die Großstadteinsamkeit erkennen, die ihm nachgesagt wird.
 
     
     
     
     
     
     
     
     
   
  • JUNG, Jochen (2009): Jimmy fällt tot um.
    Benjamin Leberts Roman "Flug der Pelikane",
    in: Die ZEIT Nr.15 v. 02.04.
 
   
Weltwoche-Titelgeschichte: Was Frauen sexuell erregt.
Sie sind anspruchsvoller, flexibler und komplizierter als Männer
  • SCHLAG, Beatrice (2009): Landkarte der Lust.
    Jahrzehntelang ging die Forschung davon aus, dass die Erregung bei den Frauen gleich funktioniert wie bei den Männern: ziemlich simpel. Jetzt finden Sexualwissenschaftlerinnen heraus: Dem ist nicht so. Frauen sind, auch was ihre Lust betrifft, flexibler als Männer,
    in: Weltwoche Nr.14 v. 02.04.
 
   
Falter-Titelgeschichte: Klischee adé!
Wiens
neues Image als Touristenstadt
 
   
  • MÜNSTER, Thomas (2009): Weniger Geld für die Ex-Frau.
    Scheidung. Die Unterhaltsreform von 2008 beschert vielen geschiedenen Frauen massive Nachteile. Ihre Ex-Männer wittern jetzt Morgenluft. Zudem läuft die Schonfrist ab, die viele Familienrichter "Altfällen" zugebilligt haben, deren Scheidungsurteil oder Unterhaltsvertrag bereits Jahre zurückliegt,
    in: Capital, April
 
   
Familiendynamik-Thema:
Das Baby in der Familie
  • LÜTKEHAUS, Ludger (2009): Von der schweren Geburt der Geburtsphilosophie,
    in: Familiendynamik, Heft 2
  • FUNCKE, Dorett (2009): Komplizierte Verhältnisse: Künstliche Befruchtung bei gleichgeschlechtlichen Paaren.
    Einblicke in eine neue Lebensform,
    in: Familiendynamik, Heft 2
 
   
NEON-Titelgeschichte:
Passen wir zusammen?
Warum Liebe so wenig mit Zufall zu tun hat - und wie man merkt, ob eine Beziehung hält
  • SCHRENK, Jakob (2009): Das neue Kastensystem.
    Die Liebe ist nicht blind. Schon gar nicht gegenüber Gehaltzetteln und Abschlusszeugnissen. Unseren Partner suchen wir fast immer in derselben Schicht. Warum ist das so? Und schaden wir uns mit kühlem Herzen selbst?
    in: Neon, April
  • KÖVER, Chris (2009): Im Namen des Vaters.
    Unsere Homogenitätsansprüche an den Partner nehmen absurde Ausmaße an. Glaubt der ungarische Psychologe Tamas Bereczkei und stellt eine erschreckende These auf,
    in: Neon, April
  • DILLIG, Annabel (2009): Wahrscheinlich unwahrscheinlich.
    Wer versucht, eine U-Bahn-Begegnung wiederzufinden, sucht sein Glück im Unbekannten: Über New Yorker Suchzettel und die Online-Plattform der Berliner Verkehrsbetriebe,
    in: Neon, April
 
   
  • EUL, Alexandra  (2009): "Chemie ist mein Leben!"
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in: Neon, April
 
   
  • SCHÄFER, Ulrike (2009): Die schweigende Mehrheit.
    Abtreibung ist straffrei in Deutschland, aber immer noch ein gesellschaftliches Tabu. Das Schweigen geht auf Kosten der Frauen: Sie sind mit ihrer Entscheidung oft völlig allein,
    in: Neon, April
  • STEPHAN, Carmen (2009): Abtreibung per Internet.
    Die niederländische Vereinigung "Women on Web" beliefert verzweifelte Schwangere in der ganzen Welt mit Abtreibungspillen,
    in: Neon, April
 
   
  • KOCH, Christoph (2009): Wir Zappelkinder.
    Medikamente wie Ritalin sind für Studenten und Kreative zur Leistungsdroge geworden: Mit ihnen lässt sich länger arbeiten - und danach besser feiern. Experten fordern Antidopingkontrollen an Universitäten,
    in: Neon, April
  • KOCH, Christoph (2009): "Ein wahres Wundermittel".
    Die Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig ("Zentrale Intelligenz Agentur") ist eine passionierte Ritalin-Konsumentin,
    in: Neon, April
 
   
  • KUNZ, Gabriele (2009): Die Verlobung ist wieder "in".
    Das Liebesleben jüngerer Menschen ist nicht so wechselvoll, wie vielfach angenommen,
    in: Psychologie heute, April
 
   
  • REINHARDT, Susie (2009): Instabile Männlichkeit.
    Der Status "Mann" muss verdient werden und wird von Männern und Frauen als ein Zustand eingeschätzt, der schnell abhandenkommen kann,
    in: Psychologie heute, April
 
   
de:bug-Titelgeschichte: Pop am Nullpunkt.
Diskurs hat ausgekotzt
  • GOETZ, Rainald/GURK, Christoph/WALTER, René/DJ Tanith (2009): Aus die Maus im Popdiskurs?
    Roundtable,
    in: de:bug,
    Nr.131, April
  • BUNZ, Mercedes (2009): Erhörte Gebete:  Kapitalismus, Popkultur, Internet.
    Das Internet hat den Kapitalismus verändert und dafür die Popkultur beklaut. Deren Versprechen sind mit dem Arbeitsplatz Computer wahr geworden. Ist die Popkultur jetzt arbeitslos?
    in: de:bug,
    Nr.131, April
 
   
  • HÜTTMANN, Oliver (2009): Der Punk der Provinz.
    Am 23. April läuft die Verfilmung von Rocko Schamonis Jugenderinnerung Dorfpunks in deutschen Kinos an,
    in:
    Rolling Stone, April
 
   
DUMMY-Thema:
Berlin
  • FISCHER, Marc (2009): Warte nur.
    In der Schlange vor dem Berghain, dem angesagtesten Klub der Welt,
    in: Dummy,
    Frühjahr
  • ZWIRNER, Heiko (2009): Ohne Herrschaft! Ohne Staat!
    Bei Rot über die Ampel, mit dem Fahrrad, gegen den Verkehr, illegale Clubs gründen, paffen trotz Rauchverbots - oder gerade wegen. Hier macht jeder, was er will. Ein Lob der Berliner Anarchie,
    in: Dummy,
    Frühjahr
  • MARTENSTEIN, Harald (2009): Nichts da.
    Muss man einen großen Geländewagen haben? Eine kleine Wohnung für viel Geld? Arbeit statt Sex? Wohl eher nicht. Ein Lob der Armut,
    in: Dummy,
    Frühjahr
  • STOLL, Sebastian (2009): Das gute alte Rein-Raus-Spiel.
    Verzeihung, wo geht's hier nach Kreuzkölln? Seit der Wende sind zwei Millionen Menschen nach Berlin gekommen und zwei Millionen weggezogen. Fragt sich nur, wo die alle herkommen. Und wo um Gottes Willen sie hingegangen sind,
    in: Dummy,
    Frühjahr
 
   

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Zu den News vom 19. - 31. März 2009

 
 
   
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