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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   
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News 1-10/2017
News 2000-2016

 
 
   
Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 01. - 09. April 2018: [01.04.] [03.04.] [04.04.] [05.04.] [06.04.] [07.04.] [09.04.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts ist durch die Bevölkerungsentwicklung längst überholt

"Die von der Behörde (Anm.: gemeint ist das Statistische Bundesamt) als realistisch kommunizierten Szenarien entpuppen sich (...) zunehmend als fraglich. Denn selbst die optimistische Annahme, dass die Geburtenrate bis 2028 auf 1,6 Kinder je Frau steigen könnte, wurde nun schon 2016 erreicht (1,59 Kinder). Und der Wanderungssaldo übertrifft sowieso alle Erwartungen. (...).
(Die) Bundesrepublik (ist) derzeit auf einem Pfad unterwegs, der eher dazu führen würde, dass die Bevölkerung bis 2060 von 82,5 auf etwa 78 Millionen Bürger schrumpft und nicht etwa auf nur 67 Millionen. Dieser vergleichsweise geringe Rückgang wäre wirtschaftlich und sozialpolitisch locker zu verkraften."
"
(Daniel Baumann "Ungeplante Kinder", Frankfurter Rundschau v. 29.03.2018)

 
       
       
   

09.04.2018

 
       
   

DESTATIS (2018): Die Mehrheit der Kinder wächst mit Geschwistern auf,
in:
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts v. 09.04.

"Im Jahr 2016 lebten 81 % der zehnjährigen Kinder in Deutschland mit Geschwistern zusammen in einem Haushalt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Tages der Geschwister am 10. April 2018 mitteilt, wächst damit ein Großteil der Kinder mit mindestens einer Schwester oder einem Bruder auf.
In einem Vergleich gegenüber 2006 blieb der Wert nahezu unverändert. Vor zehn Jahren lebten 82 % der zehnjährigen Kinder mit Geschwistern zusammen.
Unterschiede zeigen sind hingegen zwischen Ost- und Westdeutschland. Während 2016 im Osten nur 75 % der zehnjährigen Kinder mit Bruder oder Schwester zusammenlebten, betrug der Anteil der Kinder dieses Alters mit Geschwistern im Westen 82 %.
Unterschiede gibt es auch zwischen großen und kleinen Gemeinden. Während in kleinen Gemeinden bis 5 000 Einwohner 83 % der zehnjährigen Kinder mit Geschwistern lebten, lag dieser Wert in Gemeinden ab 500 000 Einwohnern bei 78 %", meldet das Statistische Bundesamt.

 
       
   

KÖRBER, Marianne (2018): Singles haben es besonders schwer.
In Deutschlands Großstädten fehlen vor allem günstige Apartments,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.04.

Marianne KÖRBER berichtet über die Studie Wie viele und welche Wohnungen fehlen in deutschen Großstädten? von Andrej HOLM u.a., die gestern von der Hans Böckler-Stiftung als Pressemitteilung lanciert wurde.

Während seit den 1980er Jahren der Single-Begriff mit einkommensstarken Yuppies gleichgesetzt wurde, wird er seit Mitte der Nuller Jahre in zunehmendem Maße mit Geringverdienern in Verbindung gebracht. Insbesondere seit der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 gilt dies auch für den Wohnungsmarkt. Singles wird durch diesen medialen Imagewandel  eine veränderte Rolle in der Wohnungsdebatte zugeschrieben. Während sie bis vor kurzem hauptsächlich als Schuldige an der Wohnungsnot angeprangert wurden, geraten sie nun immer mehr selber in die Opferrolle. Eine solche Rolle hatten sie bereits bis Anfang der 1970er Jahre inne, als der Begriff Single noch nicht gebräuchlich war und die Wohnsituation von Alleinlebenden noch unter dem Begriff Alleinstehende debattiert wurde. Erst als die Immobilienbranche Single-Apartments als renditeträchtige Wohnimmobilien entdeckte, änderte sich die Sicht auf die "Single"-Haushalte. Mit dem Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung geraten nun aber auch Rentner als "Singles" ins Visier von Politik und Medien, wobei es hier in erster Linie um Witwen bzw. Witwer geht.

 
       
   

SEIBT, Gustav (2018): Die Rache als Lebensinhalt.
Nathalie Quintanes Suada gegen die französischen Mittelschichten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.04.

Großbürger Gustav SEIBT nutzt die Rezension des Buchs Wohin mit den Mittelklassen von Nathalie QUINTANE zur eigenen Abrechnung mit dem Kleinbürgertum. Gewährsmann ist der Münchner Großbürger HM Enzensberger. Selbstgefällige Distinktion, d.h. das Treten nach Unten, gehört beim Fußvolk unserer Machteliten aus der oberen Mittelschicht heutzutage zum guten Ton!

 
       
   

JÖRICKE, Frank (2018): Glückliche Egomanen.
Die Babyboomer haben alles erreicht - genau das macht sie unerträglich,
in: Neues Deutschland v. 09.04.

Frank JÖRICKE, 1967 in Westdeutschland geborener Werbetexter, jammert über seine Generationsgenossen: die wohlstandsverwöhnten Babyboomer der Jahrgänge 1955 bis 1969 (eine sehr weite Definition!), wobei er nicht zwischen ostdeutschen und westdeutschen Babyboomern unterscheidet.

Wie die Neoliberalen, die die Armut in Deutschland nicht relativ, sondern nur absolut gelten lassen wollen, misst JÖRICKE die Babyboomer an den Kriegsgenerationen:

"Anders als ihre Eltern und Großeltern haben sie Krieg, Hunger und Not nie am eigenen Leib erfahren. Ihn fehlt das Vorstellungsvermögen, dass es mitten in Deutschland Menschen gibt, an denen der Wohlstandszug vorbeigerauscht ist. Da die Babyboomer immer Gewinner waren, kommen Verlierer in ihrem Weltbild nicht vor."

Im Grunde richtet sich die Kritik gegen die urbanen Kosmopoliten als Generationeneinheit der Babyboomer, zu denen sich JÖRICKE selber natürlich nicht zählt, denn sonst müsste er sich ja selber beschimpfen:

"Selbst wenn sie in Berlin leben, ist ihnen New York näher als Neukölln. (...). Die weltbereisten Babyboomer wissen mehr über das Problemland Haiti (Karibik) als über den Problemstadtteil Hasenbergl (München)."

Kritiker wie JÖRICKE kann man zur Generationeneinheit der kommunitaristischen Babyboomer zählen.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Arabischen Liga

HERMANN, Rainer (2018): Die Zeitbombe tickt.
Die Gegenwart: Die Bevölkerung der arabischen Welt wächst so schnell wie sonst fast nirgends. Der Aufbau neuer staatlicher Ordnungen und die Entwicklung der Wirtschaft halten mit der demographischen Entwicklung nicht Schritt. Zudem droht eine ökologische Katastrophe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.04.

Rainer HERMANN ("Arabisches Beben") befasst sich mit der Bevölkerungsentwicklung in den 22 Staaten der Arabischen Liga:

"1950 haben in den 22 Staaten der Arabischen Liga erst 72,9 Millionen Menschen gelebt. In hundert Jahren bis 2050 wächst die Bevölkerung (..) um das Neunfache. (...). Allein ein Viertel davon geht auf das Wachstum der Bevölkerung Ägyptens zurück.
Kairo, die Hauptstadt Ägyptens, zählte im Jahr 1900 gerade 600.000 Einwohner (...,) 2017 knapp 20 Millionen. (...).
In fünf Ländern werden im Jahr 2050, so die Prognose der Vereinten Nationen, zwei Drittel der arabischen Welt leben (...): Ägypten (...), der Irak (...), Sudan (...) und der Jemen".

Der Begriff "youth bulge" dient in solchen Szenarien dazu, um das Baby boomer-Problem mit der männlichen Jugend zu beschreiben. Im Grunde war die 68er-Revolte in den westlichen Industrieländern das Vorbild dessen, was mit dem youth bulge-Begriff im Demographie-Diskurs beschrieben wird, wobei das Dystopische und Apokalyptische besonders herausgestrichen wird.

Fazit: Im Demografie-Diskurs lauert an allen Ende die Apokalypse: Ob Überbevölkerung oder Geburtenrückgang. Dystopie statt Utopie, Niedergang statt Chance.   

 
       
   

07.04.2018

 
       
   

HERMANN, Jonas (2018): Kindersegen in Deutschland.
Die Geburtenzahl liegt wieder so hoch wie Ende der neunziger Jahre - dafür sind vor allem Einwanderer verantwortlich,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.04.

Vorgestern wurde für die Schweiz ein Geburtenrückgang für das Jahr 2017 gemeldet. In Deutschland dagegen wurden gerade die Zahlen für 2016 gemeldet, über die Jonas HERMANN berichtet. Natürlich spielt die Rahmengeschichte im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, um einen Widerspruch zwischen Anschauung und statistischer Realität konstruieren zu können.

"Ohne die Massenmigration gäbe es keinen Babyboom in Deutschland",

behauptet HERMANN, was jedoch falsch ist, denn selbst "Bio-Deutsche" bekommen mehr Kinder in Deutschland als vor 10 Jahren. HERMANN will mit Irrtümern aufräumen, produziert dabei jedoch selber andere Irrtümer!

 
       
   

VOLLMUTH, Hannes (2018): Meine Heimat.
Der deutschen Provinz laufen seit Jahren die Leute davon. Nach Südbrandenburg aber sind inzwischen so viele Menschen zurückgekehrt, dass schon der Ministerpräsident vorbeigeschaut hat. Was ist los?
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.04.

 
       
   

KURBJUWEIT, Dirk (2018): "Der Mensch soll".
Ideologie: Vor hundert Jahren erschien Oswald Spenglers Monumentalwerk "Der Ungergang des Abendlandes". Streckenweise wirkt es überraschend aktuell,
in: Spiegel Nr.15 v. 07.04.

Der linksliberale Dirk KURBJUWEIT, der als Erfinder des Begriffs Wutbürger gilt, huldigt dem nationalkonservativen Vordenker Oswald SPENGLER, indem er dessen Werk so neu interpretiert, dass es an die Neue Mitte anschlussfähig wird. Die Linksliberalen sind derzeit kräftig dabei sich selber überflüssig zu machen und dem Nationalkonservatismus in Deutschland den Boden zu bereiten.

"Spengler hatte vorhergesagt, dass auf die Demokratie der Cäsarismus folge, die autoritäre Herrschaft eines Einzelnen. Dieses Prinzip ist tatsächlich weltweit auf dem Vormarsch. (...). Selbst beim Demokraten Emmanuel Macron finden sich Elemente davon."

SPENGLER hat sicherlich nicht vorhergesehen, dass der Neoliberalismus mit seinem technokratischen Politikverständnis die postdemokratische Phase in den westlichen Demokratien eingeleitet hat. Cäsaren wären lediglich die Erben dessen, was der Neoliberalismus als Totengräber der westlichen Demokratie längst in die Wege geleitet hat! Die Vorstufe der Cäsaren in den liberaldemokratischen Ländern wären dann die Technokraten

"Noch aktueller wirkt Spengler, wenn man Großstädter und Bauer durch Elite und Volk ersetzt."

Richtiger wäre es jedoch die Großstädter mit urbanen Kosmopoliten und die Bauern mit Kommunitaristen jenseits der Ballungsgebiete zu ersetzen. Die Elite wäre eher mit der Rolle des Adels zu vergleichen. Das Volk interessiert in diesem Konflikt der beiden Gegenspieler überhaupt nicht, sondern ist lediglich Manövriermasse im Machtspiel von kosmopolitischen und kommunitaristischen Eliten.

Dass in den Medien Fakten die entscheidende Rolle spielen, versucht KURBJUWEIT gar nicht erst zu behaupten, wenn er schreibt:

"Die Presse »verbreitet nicht, sondern sie erzeugt die freie Meinung«. Auch das ist nicht in jedem Fall falsch."

Aber natürlich stilisiert er Journalisten, gemeint sind wohl die Qualitätsmedien (insbesondere des Spiegel!), zu "Wahrheitssuchern", während es den Rechtspopulisten nicht um Wahrheit, sondern um die Verleugnung von Wahrheit geht.

In der verwissenschaftlichen Welt ersetzt jedoch längst das Kausalitätsprinzip das Wahrheitsprinzip. Dumm nur, dass Kausalitäten in den meisten Untersuchungen gar nicht belegt werden können, sondern Korrelationen nur als Kausalitäten interpretiert werden. Wahrheitssucher und Wahrheit sind Begriffe, die man heutzutage angesichts der grassierenden Ungewissheit nicht in den Mund nehmen sollte. 

 
       
   

AMANN, Melanie (2018): Ohne Zweifel.
Karrieren: Alexander Gauland war ein klassischer Bürger, weltoffen und staatstragend. Heute erklärt er die Kanzlerin zur "Diktatorin" und warnt vor dem "Bevölkerungsaustausch". Wie konnte es dazu kommen?
in: Spiegel Nr.15 v. 07.04.

Den Wandel von Alexander GAULAND datiert Melanie AMANN zwischen 1993 und 2013. Die Allianz mit den Rechtsextremen in der AfD führt AMANN auf die Unzuverlässlichkeit der anderen möglichen Partnern von GAULAND, d.h. der Neoliberalen (Bernd LUCKE) und der Nationalkonservativen (Frauke PETRY), zurück. Ihr Resümee:

"er lässt Rechte und Spinner in der AfD gewähren, dafür kann er in Ruhe Partei- und Fraktionschef sein. (...).
Niemand diszipliniert die AfD-Abgeordneten. (...).
Gauland lässt die Verrohung geschehen, schon aus Kapazitätsgründen. Verantwortlich fühlt er sich wohl nur für sich selbst."

 
       
   

06.04.2018

 
       
   

KROHN, Philipp (2018): ARD und ZDF fehlt angeblich Geld für Pensionen.
Bericht über ein Milliardenloch. Kritiker halten das Versorgungsniveau zu hoch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.04.

 
       
   

KROHN, Philipp (2018): Experimente mit Alexa und der Riester-Zulage.
Veränderte Kundenansprüche treiben Versicherer in die Digitalisierung. Die Allianz Leben hat in ein Trainingscenter investiert und nähert sich dort dem Kunden von morgen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.04.

 
       
   

ZASLAWSKI, Valerie (2018): Der Faktenlieferant steht unter Druck.
Im Zeitalter von Fake-News betont das Bundesamt für Statistik die Wichtigkeit von öffentlichen Daten,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 06.04.

Valerie ZASLAWSKI beschreibt wie Statistik idealerweise funktioniert. Wie in Deutschland ist die Statistik ein Amt des Innenministeriums:

"das grösste Amt des Innendepartements mit rund 800 Angestellten und einem Budget von jährlich 170 Millionen Franken".

Die Statistik werde im Auftrag des Parlaments produziert.

"Während das BfS (...) eine reine Diskussionsbasis anhand deskriptiver Daten liefert, übernehmen die normative Interpretation andere",

behauptet ZASLAWSKI. Dies ist natürlich Unsinn. Bevölkerungsvorausberechnungen z.B. bestehen aus Annahmen und damit nicht aus reinen deskriptiven Daten. Auch in Pressemeldungen der Statistischen Ämter werden neben deskriptiven Daten auch normative Interpretationen mitgeliefert.

ZASLAWSKIs Artikel wendet sich in erster Linie gegen die Schweizer Volkspartei (SVP), deren Sichtweisen der NZZ ein Dorn im Auge ist. In Deutschland geht es analog um die AfD.

Das Schweizer Bundesamt für Statistik möchte nun die sozialen Medien kontrollieren und entsprechend "erklärend" ("Klarstellungen") eingreifen.

Schon die Forderung, dass "Informationen (...) zeitlich und räumlich vergleichbar sein" müssen, wird nirgends geleistet, sondern ist reine Illusion. Tatsächlich werden ständig Erhebungsmethoden und Begrifflichkeiten verändert, wodurch Vergleichbarkeit verhindert wird. Dies geschieht in der Regel in voller Absicht.

Fazit: Die Realität der Statistikproduktion hat mit der idealen Darstellung von ZASLAWSKI nur wenig gemein.  

FORSTER, Christof (2018): Heikler Kampf gegen Fake-News.
Kommentar: Offensive des Bundesamts für Statistik,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 06.04.

Christof FORSTER kritisiert die Ausweitung der Aufgaben mit falschen Argumenten. Warum sollen eigentlich nur die sozialen Medien kontrolliert werden, obwohl tagtäglich in den so genannten Qualitätsmedien Falschinterpretationen oder gar Falschmeldungen gedruckt werden? Die Statistiker wären nicht einmal in der Lage alle Fehler in den Printmedien aufzudecken, geschweige denn in den sozialen Medien.

 
       
   

WENIG; Mirko (2018): Rente - Frauen zahlen im Schnitt 27,6 Jahre in Rentenkasse ein.
Deutschland-Rente im Bundesrat (I),
in: versicherungsbote.de v. 06.04.

Mirko WENIG berichtet über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zur Entwicklung der Altersrenten in Deutschland.

 
       
   

BAZZAZI, Pascal (2018): Hessen will’s weiter wissen.
Deutschland-Rente im Bundesrat (I),
in: lbav.de v. 06.04.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

BFS (2018): Starker Rückgang des Bevölkerungswachstums im Jahr 2017.
Bevölkerungsentwicklung 2017: Provisorische Ergebnisse,
in: Pressemitteilung des Bundesamts für Statistik v. 06.04.

Gemäß den vorläufigen Zahlen (Rubrik "Geburten und Todesfälle") gab es in der Schweiz 84.959 Lebendgeburten im Jahr 2017 (Vorjahr: 87.883). Die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) fiel auf 1,48 Kinder pro Frau (Vorjahr: 1,55)

 
       
   

05.04.2018

 
       
   

NORDALM, Jens (2018): Das Unbehagen an der Soziologie.
Warum es ein Fehler ist, das Individuum zu übersehen, wenn es um die politische Stimmung im Land geht,
in: Die ZEIT Nr.15 v. 05.04.

Der Historiker Jens NORDALM, ein Protagonist der Debatte um die Rückkehr der neuen Bürgerlichkeit Mitte der Nuller Jahre und Anhänger des Bierdeckel-Professors aus Heidelberg, kritisiert die Stellungnahmen der Soziologen Stephan LESSENICH ("Der Klassenkampf der Mitte") und Andreas RECKWITZ ("Das Band zerreißt") zu den politischen Einstellungen von Milieus und Schichten. Er möchte stattdessen den konservativen Gemeinwohlbegriff als Leitformel der öffentlichen Debatte rehabilitieren. Welchen Nutzen dies haben sollte, das wird jedoch aus dem Artikel nicht deutlich.

 
       
   

GOTTL, Rebekka (2018): Heiraten kann keine Sünde sein.
Standesamt: Binationale Paare stehen häufig unter dem Verdacht, Scheinehen einzugehen,
in: Freitag Nr.14 v. 05.04.

 
       
   

BUSELMEIER, Michael (2018): Geh' aus mein Herz.
Abschied: Vierzig Jahre lang betrieb Michael Buselmeier die SR-"Zeitschriftenlese". Hier sagt er Lebewohl,
in: Freitag Nr.14 v. 05.04.

 
       
   

Nina Verheyen - Die Erfindung der Leistung

ULLRICH, Wolfgang (2018): Die unverzichtbare Illusion der Tüchtigen.
"Leistung" ist keine objektive Größe, sondern ein Phantom, das unterschiedlichen Interessen dient. Die Historikerin Nina Verheyen erkundet den Wandel einer Idee, die unser Ich und das Zusammenleben prägt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.04.

 
       
   

ROSSBACH, Henrike (2018): "Paragraf gehört abgeschafft".
Grüne kritisieren, dass ältere Arbeitslose aus der Statistik fallen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.04.

 
       
   

SIEDENBIEDEL, Christian (2018): Viele Ältere bleiben in den großen Wohnungen.
Ein Internetportal vergleicht anhand von Versicherungsdaten, wie sich die Wohnfläche mit dem Lebensalter ändert,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.04.

Christian SIEDENBIEDEL nutzt fragwürdige Daten, um noch einmal an eine Debatte vor 3 Jahren zu erinnern, denn (alleinstehende) Rentner leben nach Meinung diverser Interessengruppen in zu großen Wohnungen, die sie nicht räumen, weil sie entweder günstig sind oder emotional aufgeladen ("hängen an ihrer Wohnung").

 
       
   

KROHN, Philipp (2018): Welcher Altersvorsorge gehört die Zukunft?
Anleihen sind in der Zinsfalle, Aktien haussieren seit langem. Das verändert auch die Vorsorgelandschaft. Start-ups melden sich. Etablierte reagieren,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.04.

Anlässlich der Debatte um kostengünstige Alternativen bei der privaten Altersvorsorge stellt Philipp KROHN die Argumente von Rogler MINDERHOUT, Gründer von Mypension, und Claudia ANDERS vom Lebensversicherer R + V gegenüber. Ersterer setzt auf ETF-Fonds, letztere auf die Vorteile des Kollektivsparens.

"Für beide Produktgruppen lassen sich Szenarien entwerfen, die sie günstiger oder ungünstiger aussehen lassen",

heißt es salomonisch bei KROHN, denn die Nuller Jahre und die Finanzkrise haben gezeigt, dass vollmundige Versprechungen sich schnell als Rohrkrepierer erweisen können.

 
       
   

SIEMONS, Mark (2018): Das Steakhaus als Erlebnispark.
Die deutschen Innenstädte drohen zu veröden. Können gastronomische Ersatzangebote sie retten? Überlegungen über die Zukunft der Zentren am Beispiel von Celle,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.04.

Mark SIEMONS wendet sich gegen das Modell innerstädtische Fußgängerzone, in dem die Filialisten bekannter Marken dominieren. Während die Interessenvertreter des Handels und der Immobilienwirtschaft das Konzept nur modifizieren wollen, z.B. durch die "Gastronomisierung", die Moralisierung des Konsums ("Heimat shoppen"), Lockerung des Denkmalschutzes im Sinne der Gewerbetreibenden oder die weitere Eventisierung durch verkaufsoffene Sonntage, sieht SIEMONS in der Rettung des Modells innerstädtischer Fußgängerzone keinen Sinn:

"Das kommerzielle Kalkül geht nicht mehr auf, das seit den siebziger Jahren zur Einrichtung von mehr als vierhundert deutschen Fußgängerzonen voller Ladenketten führte, als Reaktion und zugleich nach dem Vorbild von Einkaufszentren an der Peripherie. (...). Von der Altstadt werden nur einige formale dekorative Elemente benutzt, nicht aber die Funktionen, die sie außer dem Markt ursprünglich hatte wie Wohnen, Arbeiten, Spielen."

Die Frage wie Konflikte zwischen Tourismus und Einheimischen verhindert werden sollen, stellt sich SIEMONS nicht. Städtereisen sind ein boomendes Segment in Deutschland, aber können sie die Verödung der Fußgängerzonen aufhalten oder beschleunigen sie eher den Niedergang?   

 
       
   

LEBER, Sebastian (2018): Essen ist fertig.
Der Chef einer Tafel rief um Hilfe. Zu viele Ausländer, zu wenig Anstand! Und als plötzlich alle ins Ruhrgebiet schauten, wusste SPD-Mann Karlheinz Endruschat längst: Hier wurden Probleme zu lange ignoriert,
in: Tagesspiegel v. 05.04.

 
       
   

REEH, Martin (2018): "Die linke Schwäche ist nicht zu Ende".
Andreas Nölke hat in seinem Buch "Linkspopulär" so etwas wie das Programm für Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung beschrieben: weniger Migration, mehr EU-Skepsis,
in: TAZ v. 05.04.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

HEHLI, Simon (2018): Ausländer können die Lücke nicht füllen.
Wegen der verminderten Zuwanderung fehlen Fachkräfte im Pflegebereich, Heime und Spitäler geraten in die Bredouille,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 05.04.

"Kritisch ist die Situation bei den diplomierten Pflegefachpersonen. Sie erlangen einen Abschluss auf Tertiärstufe, also an einer höheren Fachschule oder an einer Fachhochschule. (...).
In der Schweiz gibt es derzeit rund 90.000 Pflegende auf dieser Tertiärstufe, zwei Drittel sind in Spitälern beschäftigt, der Rest in Heimen und bei Spitex. Weil die Babyboomer in den nächsten Jahren Heime und Spitäler stark beanspruchen werden, braucht es laut Schätzung des Bundes bis zum Jahr 2030 etwa 120.000 Pflegefachleute. Das ist ein Plus von 32 Prozent. Um diesen Bedarf zu decken, müssten jährlich gegen 6.000 Pflegefachleute neu ausgebildet werden - doch es sind derzeit nicht einmal 3.000", klagt Simon HEHLI.

 
       
   

Das Single-Dasein in Schweden

WILKE, Felicitas (2018): Der Staat als Fondsmanager.
Was ein Vorsorgemodell wie in Schweden bedeuten würde,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.04.

 
       
   

Das Single-Dasein in Indien

HOCK, Martin (2018): Fonds sehen durch Indiens Bevölkerungswachstum Chancen.
Reformen haben Grundlagen für ein Erwachen gelegt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.04.

 
       
   

04.04.2018

 
       
   

THELEN, Peter (2018): Der Kampf um die knappen Pflegekräfte.
Konkurrenz im Altenheim: Leiharbeitsfirmen erobern den Markt, weil sie das Fachpersonal mit höheren Löhnen locken,
in: Handelsblatt v. 04.04.

 
       
   

HERZ, Carsten (2018): "Die Kunden sind verunsichert".
Walter Botermann und Christoph Bohn: Der noch amtierende Vorstandschef des Versicherungskonzerns Alte Leipziger-Hallesche und sein Nachfolger sprechen im Interview über den Trend zum Verkauf alter Lebensversicherungsbestände, die Digitalisierung der Branche und den eigenen Führungswechsel,
in: Handelsblatt v. 04.04.

 
       
   

KROHN, Philipp (2018): C&A-Pensionen aus neuer Hand.
Frankfurter Leben erwirbt die Prudentia Pensionskasse,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.04.

 
       
   

DECKERS, Daniel (2018): Masse durch Klasse.
In Hamburg will sich die katholische Kirche von Schulen trennen. Ganz anders im Bistum Osnabrück - dort setzt man auf Bildung, um nicht noch mehr Gläubige zu verlieren,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.04.

 
       
   

MORGENSTERN, Tom (2018): Zuschlag für kommunale Haushalte.
Brandenburg: Dank Mehreinnahmen erhalten die Städte und Gemeinden 105 Millionen Euro mehr vom Land,
in: Neues Deutschland v. 04.04.

Tom MORGENSTERN berichtet über das Brandenburger Finanzausgleichsgesetz und die damit verbundenen Schlüsselzuweisungen an die 417 Städte und Gemeinden sowie die 14 Landkreise und 4 kreisfreien Städte.

 
       
   

LEUBECHER, Marcel (2018): "Wanderungsverlust von Deutschen ist kein Grund zur Sorge".
Laut Statistik hat sich 2016 die Zahl der abgewanderten Deutschen verdoppelt. Migrationsforscher Erlinghagen sieht das als Phänomen der Erfassung,
in: Welt v. 04.04.

Marcel ERLINGHAGEN erklärt im Interview die Umstellung der Migrationserhebung. Bislang wurden Abwanderungen erst bei Anmeldung einer neuen Adresse im Ausland gezählt. Nun wird eine Abwanderung bereits dann gezählt, wenn nach er Abmeldung keine Anmeldung erfolgt ist. Diese Umstellung führte zu einer Verdopplung der Abwanderung Deutscher, wobei - wie üblich - bei solchen Umstellungen beim Zählverfahren Zeitvergleiche letztlich unmöglich werden. Solche Brüche erfordern deshalb immer Interpretationsleistungen, die in diesem Fall ERLINGHAGEN formuliert. 

 
       
   

Das Single-Dasein in Bulgarien

STOCKER, Frank (2018): Neue Bürger gesucht.
Bulgariens Einwohnerzahl sinkt rasant. Nun will Sofia Menschen aus anderen Ländern ansiedeln,
in: Welt v. 04.04.

"Seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft hat Bulgarien über ein Viertel seiner Bevölkerung verloren, von knapp neun Millionen sank die Einwohnerzahl auf knapp über sieben Millionen. Die UN prognostiziert, dass die Zahl bis 2050 sogar auf 5,2 Millionen sinkt - schneller und stärker als in jedem anderen Land der Welt.
Das liegt einerseits an einer sehr niedrigen Geburtenrate, viel mehr jedoch an einem regelrechten Exodus",

berichtet Frank STOCKER. Die Politik setzt auf eine Trendwende, indem Auslandsbulgaren aus Mazedonien, Moldawien oder der Ukraine zur Rückkehr bewegt werden.

Für STOCKER handelt es sich bei den Auswanderern um Wirtschaftsflüchtlinge. Gut ausgebildete Menschen gelten dem Brain Drain-Verdikt als besonders mobil, weshalb es heißt:

"Rund 260.000 Bulgaren lebten 2016 allein in Deutschland, und entgegen manchem Vorurteil sind die meisten davon gut ausgebildet."

Das Vorurteil dagegen, das ebenfalls gerne in der selben Zeitung vertreten wird, kann man mit den Schlagwörtern "Einwanderung in die Sozialsysteme" oder "Armutseinwanderung" umschreiben.

STOCKER befürchtet nun, dass die Auslandsbulgaren nach ihrer Rückkehr ungehindert als EU-Bürger nach Deutschland weiterwandern könnten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass gestern Daniel ECKERT in der Welt die mangelnde Umzugbereitschaft von Europäern, insbesondere der Italiener, geißelte.

Aus den EU-Daten lässt sich erkennen, dass es auch mit der Umzugsbereitschaft Hochqualifizierter nicht weit her ist. Sie verlassen zwar bereitwilliger als Niedrigqualifizierte das Land. Aber zu suggerieren, dass Hochqualifizierte quasi ohne zu zögern dorthin wandern, wo sie die höchsten Einkommen erzielen können, das ist ein Märchen!     

 
       
   

03.04.2018

 
       
   

ANGER, Heike (2018): Eine Frau aus der Wirklichkeit.
Bundesfamilienministerin: Sie dürfte die spannendste Personalie im neuen Kabinett sein. Doch was will die Ex-Kommunalpolitikerin Franziska Giffey?
in: Handelsblatt v. 03.04.

 
       
   

STEFFEN, Johannes (2018): Rentenanpassung 2018.
Lohn- und Beschäftigungsplus lassen Renten um gut drei Prozent steigen,
in:
sozialpolitik-portal.de v. 03.04.

 
       
   

SCHNELL, Christian & Carsten HERZ (2018): Radikalkur auf Italienisch.
Generali Deutschland hat sich einen grundlegenden Umbau verordnet. Doch dass der zweitgrößte Privatversicherer im Land den Verkauf von vier Millionen Lebens-Policen erwägt, stößt auf Widerstand - selbst im eigenen Haus,
in: Handelsblatt v. 03.04.

Der Widerstand gegen den Verkauf von Lebensversicherungspolicen ist SCHNELL & HERZ lediglich ein paar belanglose Sätze wert, denn sie gegen davon aus, dass der Deutschland-Chef seine Vorhaben gegen den Widerstand durchziehen wird.

HERZ, Carsten (2018): "Wir sind strikt gegen eine Veräußerung".
Ulrich Effenberg & Daniel Schmidt: Die Betriebsräte der Generali Deutschland wollen den Bestand an Lebensversicherungspolicen im eigenen Haus behalten,
in: Handelsblatt v. 03.04.

 
       
   

NEIßE, Wilfried (2018): Rente schützt vor Arbeit nicht.
Lebenserwartung steigt auch in Brandenburg weiter an - und mit ihr die Altersarmut,
in: Neues Deutschland v. 03.04.

 
       
   

REY, Manfred (2018): Anzahl der Ärzte auf Rekordstand.
Es gibt wieder mehr Mediziner in Brandenburg. Jeder siebte von ihnen kommt aus dem Ausland,
in: Neues Deutschland v. 03.04.

 
       
   

ROSSMANN, Robert (2018): 89 Jahre jünger.
Generationswechsel im Bundesrat: Binnen neun Monaten kamen in sieben Ländern neue Regierungschefs ins Amt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.04.

 
       
   

EXNER, Ulrich (2018): Der zweifelhafte Nutzen der Zuzugssperren.
Städte mit "negativer Wohnsitzauflage" für Flüchtlinge haben noch immer gravierende Probleme,
in:
Welt v. 03.04.

 
       
   

GASSMANN, Michael (2018): Geheimnis erfolgreicher Kommunen.
Während etwa Darmstädter mit 15.000 Euro Schulden pro Kopf zur Welt kommen, haben Gemeinden wie das ostwestfälische Verl sogar Überschüsse,
in:
Welt v. 03.04.

Michael GASSMANN stilisiert die nordrhein-westfälische Kleinstadt Verl mit ihren 25.000 Einwohnern zum Vorbild in Sachen Verschuldung.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

ECKERT, Daniel (2018): Europas Jugend bleibt zu Hause.
Ein Drittel der jungen Menschen ist arbeitslos, aber ein Ortswechsel kommt für die meisten nicht infrage,
in:
Welt v. 03.04.

Daniel ECKERT berichtet anlässlich der EUROSTAT-Pressemeldung Die Hälfte der arbeitslosen jungen Menschen in der EU ist bereit, für einen Arbeitsplatz umzuziehen vom 27.März, dass es der Jugend in Italien an Umzugsbereitschaft mangelt.

Garniert wird der Artikel mit zwei Grafiken: zum einen die Arbeitslosenquote von unter 25-Jährigen. Zum anderen eine Grafik mit der Überschrift Nur wenig Umzugsbereitschaft, bei der die Altersgruppe fehlt, denn diese ist nicht identisch mit jener der Arbeitslosenquote, bei der zudem das Erscheinungsdatum fehlt.

"Die Jugendarbeitslosigkeit in Italien betrug zuletzt 31,5 Prozent. Knapp ein Drittel der unter 25-Jährigen verfügt also über kein eigenes Arbeitseinkommen",

behauptet Daniel ECKERT. Die Daten stimmen mit der EUROSTAT-Pressemitteilung Januar 2018: Arbeitslosenquote im Euroraum bei 8,6% vom 1. März überein. Dort heißt es im Gegensatz zu ECKERT:

"Die Jugendarbeitslosenquote drückt die Zahl der arbeitslosen 15-24-Jährigen als Anteil der Erwerbspersonen der gleichen Altersklasse aus. Folglich zeigt die Jugendarbeitslosenquote nicht den Prozentsatz der arbeitslosen Personen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15-24 Jahren."

ECKERT tut also genau das, was die Jugendarbeitslosenquote gerade nicht aussagt, nämlich die Zahlen als Anteil an der gleichaltrigen Bevölkerung fehlzuinterpretieren. 

 
       
   

01.04.2018

 
       
   

WEBER, STEINHAUS, Fiona (2018): Willst du ein Kind mit mir?
Drum herumreden bringt nichts: Die Frage nach dem Kinderwunsch hat entscheidenden Einfluss darauf, ob und was für eine Zukunft man als Paar hat - egal wie man sie beantwortet. Und was tun, wenn der Kinderwunsch zwar drängt, aber der passende Partner fehlt? Dann öffnet sich womöglich der Horizont - für ganz andere Formen der Familie,
in:
Neon, April

ANONYMA (2018): Urmel aus dem Eis.
Eigentlich wollte unsere Autorin ihre Eizellen nur einfrieren lassen, um Ruhe in ihr Leben zu bringen. Doch dann verändern die neuen Optionen ihren Blick auf Liebe und Familie komplett. Eine Geschichte über biologische Uhren, schwule Väter und das Wiederfinden der Leichtigkeit,
in:
Neon, April

 
       
   

WEBER, STEINHAUS, Fiona (2018): Die Kiezministerin.
Die neue Familienministerin Franziska Giffey hat keinerlei bundespolitische Erfahrung, dafür einen Vorteil: Sie kennt Fluch und Segen einer multikulturellen Gesellschaft,
in:
Cicero, April

 
       
   

GUNTENHÖNER, Lena (2018): Politik im Widerspruch.
Seit sechs Monaten sitzt Joana Cotar für die AfD im Bundestag. Sie hält stolze Reden, feiert die provokanten Auftritte der neuen Fraktion und windet sich ob der Richtungskämpfe der Partei,
in:
Cicero, April

 
       
   

MARGUIER, Alexander (2018): Alles ausser Rechts und Links.
Er könnte bald die Riege der jungen CDU-Ministerpräsidenten erweitern: In Thüringen streb Mike Mohring an die Macht und steht für den Generationenwechsel in seiner Partei,
in:
Cicero, April

 
       
   

MARON, Monika (2018): Eigentlich war da Hoffnung.
Der Suhrkamp-Verlag distanziert sich öffentlich von der "Haltung" seines Autors Uwe Tellkampf. Die Schriftstellerin ist entsetzt,
in:
Cicero, April

 
       
   

MANOW, Philip (2018): "Dann wählen wir uns ein anderes Volk...".
Populisten vs. Elite, Elite vs. Populisten,
in:
Merkur Nr.827, April

Philip MANOW wendet sich gegen einen formalen Populismusbegriff wie er z.B. von Jan-Werner MÜLLER ins Spiel gebracht wurde. Für MANOW gibt es dagegen inhaltliche Unterschiede zwischen Links- und Rechtspopulismus und deren Verbreitung in verschiedenen Ländern.

"Ein allein auf die Schärfe der Abgrenzungsrhetorik abstellender Populismusbegriff wird (...) parteiisch, weil er implizit mit dem Status quo verbunden ist. Er wird Teil der Elitenselbstvergwisserung oder muss dann zumindest so verstanden werden: Die Kritik an uns ist populistisch - und daher illegitim",

meint MANOW. Hinsichtlich der Wählerschaft der AfD geht er davon aus, dass es sich nicht um die Verlierer von gestern, sondern von morgen handelt. Aus diesem Grund sind Argumente, die auf die vergangene bzw. derzeitige materielle Lage der Wählerschaft verweisen, um Verteilungsfragen abzuwehren, unplausibel. MANOW betont, dass in der Debatte die geografischen Unterschiede beim Erfolg der Rechtspopulisten zu wenig berücksichtigt werden. Dies betrifft insbesondere jene Erklärungsansätze, die einen populistischen Kulturkampf ausmachen:

"Die kulturelle Erklärungsvariante hätte zumindest die Schwierigkeiten zu erklären, warum ein die ganze Gesellschaft erfassender Wertewandel eine regional so unterschiedliche Gegenbewegung provozieren sollte - und die Linkspopulisten von Syriza, Podemos und La France insoumise gehen ja auch nicht gegen die Ehe für alle, sondern gegen den Euro auf die Straße.".   

 
       
   

LANGENBERG, Britta (2018): Prinzip Hoffnung.
Berlin will mehr Arbeitnehmern zu einer Betriebsrente verhelfen. Die Reform gilt seit Jahresanfang, doch die geplanten neuen Angebote gibt es noch nicht. Die Anbieter fürchten das Verlustrisiko. Einige Vorteile gelten aber schon,
in:
Capital, April

Britta LANGENBERG berichtet über die Gefahren des Sozialpartnermodells für die Tarifparteien, die dazu führen, dass es dauern wird bis diese neue Form der betrieblichen Altersvorsorge in die Gänge kommt:

"Vor 2019 oder 2020 rechnet derzeit niemand mit konkreten Angeboten für Kunden".

Die Tarifparteien könnten einen Imageschaden erleiden, wenn das Garantieverbot zu Rentenkürzungen führt. LANGENBERG führt hier das Beispiel England an:

"Die Angst vor sinkenden Renten sitzt tief - auch anderswo. So streikten in England vor Kurzem ehrwürdige Hochschulprofessoren und -dozenten, weil ihre Rentenbeiträge nach den Plänen der Arbeitgeberverbände künftig an der Börse gehandelt werden sollten. Das war selbst aktienaffinen Briten zu viel."

Zudem ist keineswegs sicher, dass bei dem Modell die Vorteile und nicht die Nachteile überwiegen, denn schließlich werden dadurch zukünftig Verhandlungen über Lohnerhöhungen belastet.

LANGENBERG sieht jedoch in der betrieblichen Altersvorsorge einen Wachstumsmarkt für die Riester-Rente.

 
       
   

Das Single-Dasein in den USA

ZÖTTL, Ines (2018): Hier boomt Amerika.
Die USA erleben eine der längsten Wachstumsphasen ihrer Geschicht3e. Obwohl manche schon vor Überhitzung warnen, will Donald Trump den Aufschwung noch befeuern. Im Präriestädtchen Mount Pleasant können sie ein Lied davon singen,
in:
Capital, April

 
       
 

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Zu den News vom 23. - 31. März 2018
 

       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
       
 
   

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Bernds@single-dasein.de Stand: 23. Mai 2018