| |
|
[
News-Hauptseite
]
[ Homepage ]
|
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom
01. - 07. August 2012
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zitat
des Monats:
Urbane Lebensstile sind für
die Wohnungs- und Wohnstandortwahl (z. B. Wohnen im Loft in
einem Szeneviertel) weniger entscheidend als das Einkommen
und die Lebensform
"In
der Lebensstilforschung und verschiedenen Disziplinen der
Raumforschung wird die These vertreten, dass Lebensstile
relevant für Entscheidungen in unterschiedlichen
Verhaltensbereichen, insbesondere aber im Feld der Auswahl von
Wohnungen und Wohnstandorten sind. Die empirische Befundlage zu
dieser Behauptung ist allerdings ausgesprochen uneinheitlich. Um
die Bedingungen für die Relevanz von lebensstilbasierten
Präferenzen für die Wohnungs- und Wohnstandortwahl zu
präzisieren, knüpft dieser Aufsatz an ein einfaches
entscheidungstheoretisches Modell an, das sowohl in der
Stadtsoziologie wie auch in der Lebensstilforschung Verwendung
gefunden hat. Darauf aufbauend wird eine empirische Studie auf
der Basis einer Quartiersbefragung in Leipzig präsentiert, die
den Einfluss von Lebensstilen auf die Wohnungs- und
Wohnstandortwahl unter Bedingungen und in einem Kontext prüft,
die eine besonders große Relevanz von Lebensstilen erwarten
lassen. Insgesamt zeigen aber die Ergebnisse, dass
lebensstilbasierte Präferenzen selbst unter diesen Bedingungen
nur eine beschränkte Erklärungskraft aufweisen, während die
Ressourcenausstattung von Personen und ihre Lebensform für
Wohnentscheidungen von deutlicher größerer Relevanz sind."
(aus:
Jörg Rössel & Michael Hoelscher
"Lebensstile
und Wohnstandortwahl" in:
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 2, 2012, S.303) |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
PABST,
Josephine (2012): Was taugt eigentlich Online-Dating?
Internet-Singlebörsen versprechen die ganz große Liebe auf einen
Klick. Doch so einfach und günstig ist das virtuelle Flirten nicht,
in: Welt kompakt v. 07.08.
"Der Online-Dating-Markt
boomt: Zwischen 2003 und 2010 hat sich der Umsatz von
virtuellen Partnerbörsen und Kontaktanzeigen verachtfacht.
Zuletzt lag er bei 188,9 Millionen Euro, wie aus einer Studie
des Web-Portals Singlebörsen-Vergleich.de hervorgeht. Demnach
haben sich 40 Prozent aller Singles schon einmal online nach
einem Partner umgesehen. Monatlich aktiv sind rund sieben
Millionen, weitere drei Millionen Deutsche suchen
ausschließlich nach Sexkontakten",
schreibt PABST unkritisch,
ohne diese Zahlen zu hinterfragen.
Zumindest in dieser
Hinsicht ist der ZEIT-Artikel von Ursula MÄRZ
vorsichtiger. Der Online-Dating-Markt ist hart umkämpft,
wie z.B. die
FAZ im Februar berichtete, und auch
das
Matching-Verfahren ist unlängst in die Kritik gekommen.
|
|
|
| |
|
Sibylle Berg - Vielen Dank für das Leben
MORITZ,
Rainer (2012): Von allen angepöbelt.
Wo sich Autoren anschicken, das Elend dieser Welt zu entlarven,
benutzen sie seit jeher gern den Kunstgriff, es aus der Perspektive
eines "tumben Toren", einer naiven, moralisch meist integeren
Hauptfigur zu zeigen. Sibylle Berg schafft auf diese Weise in ihrem
siebten, bislang umfangreichsten Roman mit ihrem Protagonisten Toto
eine der ungewöhnlichsten und berührendsten Gestalten der
Gegenwartsliteratur,
in: DeutschlandRadio v. 07.08.
|
|
| |
|
WELDING, Malte (2012): Wie in Einzelhaft.
Ein Essay über die wachsende Einsamkeit in unserer Welt und die
Frage, warum viele ihr nicht entkommen,
in: Badische Zeitung v. 06.08.
|
|
| |
|
DETTERER,
Gabriele (2012): Häuser für Singles.
Mehr Ästhetik und Komfort: Für unverheiratete Berufstätige brachten
erst die Ledigenheime der klassischen Moderne eine Verbesserung der
Wohnsituation. Im Rückblick erweist sich diese Wohnform als
Zwischenschritt auf dem Weg zum Single-Apartment der Gegenwart,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 06.08.
|
Gabriele DETTERER spannt
den Bogen von der Wohnsituation der Singles in den 1920er
Jahre zur heutigen Situation, in der die Verwirklichung von
Wohnwünschen der Alleinlebenden auf einen angespannten
Wohnungsmarkt trifft:
"Eine grosse Rolle für die
subjektiv wahrgenommene Lebenssituation spielt die Erfüllung
des Bedürfnisses nach qualitativem Wohnraum. Doch
Wohnvorstellungen zu verwirklichen, stösst auf eine Barriere:
das knappe Angebot auf dem Wohnungsmarkt der Metropolen und
steigende Miet- und Immobilienpreise, die sich nur eine
Minderheit Alleinlebender leisten können. Promotet wird von
der privaten Bauwirtschaft das Modell des Einpersonen-Hauses.
Mikrohäuser können jedoch nur in geringer Zahl realisiert
werden (...). Die Aufgliederung von Wohnanlagen in
unterschiedliche Wohnungsgrössen und das Wohnen von Singles
Tür an Tür mit Familien bleibt so neben vereinzelten
Wohngemeinschaften die verbreitete Lösung. Die Antwort auf
teuren Baugrund in Gestalt zellenartiger
Einpersonen-Apartments wäre ein unerwünschter Rückgriff auf
historische Formen der Absonderung Alleinlebender (...). Und
doch scheint dieser Rückschritt vor allem in den boomenden
»global cities«
unumgänglich.."
|
|
|
| |
|
PARLAMENT-Thema: Demografischer Wandel - Zukunft in der alternden
Gesellschaft
HECKEL,
Margaret (2012): Alle können profitieren.
Demografie: Deutschland altert, aber es gibt unzählige konstruktive
Strategien, um damit umzugehen,
in: Das Parlament v. 06.08.
Brauchen wir eine Demografie-Abgabe?
LIMINSKI,
Jürgen (2012): Pro.
"Soli" für Kinderlose,
in: Das Parlament v. 06.08.
LUTZ,
Martin (2012): Contra.
Mehr Lust auf Kinder,
in: Das Parlament v. 06.08.
HEINRICH,
Alexander (2012): Immer wieder sterben wir aus,
in: Das Parlament v. 06.08.
BIALLAS,
Jörg (2012): Vom Leben unterm Nischel.
Chemnitz: Besuch in einer Stadt, die sich dem demografischen Wandel
gestellt hat und optimistisch in die Zukunft blickt,
in: Das Parlament v. 06.08.
RENNEBERG,
Verena (2012): Demografischer Wandel: Zahlen und Prognosen.
Statistik: Die Entwicklung der Altersstrukturen in Deutschland
fordert Konsequenzen,
in: Das Parlament v. 06.08.
KABLITZ,
Susanne (2012): Gestalten oder verwalten.
Demografiebericht: Experten streiten über die Strategie der
Regierung. Neue Maßnahmen bieten auch neue Chancen,
in: Das Parlament v. 06.08.
WORATSCHKA,
Rainer (2012): Politik braucht Prognosen.
Statistik I: Eine exakte Vorhersage der Zahlen und Fakten zu
Bevölkerungsentwicklung, Lebenserwartung und Versicherungsbeiträgen
in 30 Jahren ist heute unmöglich. Und trotzdem gibt es Berechnungen
bis auf zwei Kommastellen,
in: Das Parlament v. 06.08.
|
WORATSCHKA erläutert, warum
Prognosen über 40 und mehr Jahre hinweg unseriös sind.
Insbesondere den Prognosen der Versicherungsbranche und
ihren Helfershelfern sowie den Profiteuren eines Sozialabbaus
sollte nicht getraut werden.
Bereits die
prognostizierten Zahlen der Pflegebedürftigen für das Jahr
2030 differieren beträchtlich.
Gemäß der Soziologin Ewa SOJKA gelangt man aufgrund zweier
Szenarien hinsichtlich der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit
zu Werten zwischen 2,95 und 3,36 Millionen Pflegebedürftigen.
Bernd REUSCHENBACH von der Katholischen
Stiftungsfachhochschule in München (SZ vom 24.01.2012)
verweist ebenfalls auf zwei Szenarien, bei denen im einen Fall
ein Anstieg von 45.000 Pflegebedürftigen pro Jahr zwischen
2020 und 2030 erwartet wird, während sich im anderen Fall der
Anstieg nur auf 27.000 Pflegebedürftige pro Jahr belaufen
würde.
Bereits die
Bevölkerungsentwicklung an sich ist nicht so genau
vorherzusagen, wie
die letzten Bevölkerungsvorausberechnungen zeigen.
Komplizierter wird es dann, wenn diese Entwicklungen auch noch
mit anderen Entwicklungen (Rentner, Erwerbstätige,
Pflegebedürftige usw.) hochgerechnet werden. Dann können sich
die Schwankungsbreiten der einzelnen Entwicklungen zu
gravierenden Fehleinschätzungen aufsummieren. Etliche der
Bevölkerungsvorausberechnungen der vergangenen Jahrzehnte
waren bereits nach nicht einmal 10 Jahren völlig überholt.
|
KABLITZ,
Susanne (2012): Im Westen werden die Deutschen älter.
Statistik II: Die Lebenserwartung in den einzelnen Bundesländern ist
extrem unterschiedlich. Die Gründe dafür sind vielfältig,
in: Das Parlament v. 06.08.
LEERSCH, Hans-Jürgen (2012): Mehr Schulden als die Griechen.
Wirtschaft: Mit der Alterung droht auch eine Explosion der
Sozialkosten. Die deutsche Politik muss schnell die Bremsen ziehen,
in: Das Parlament v. 06.08.
|
Während WORATSCHKA im
Anschluss an den Bevölkerungsstatistiker
Gerd BOSBACH Prognosen für das Jahr 2060 als unseriös
bezeichnet, verbreitet LEERSCH genau jene unseriöse Zahlen.
Entgegen der Überschrift
ist mit einer "Explosion der Sozialkosten" gerade nicht zu
rechnen, da z.B. die Rentenansprüche der Babyboomer gegenüber
der 68er-Generation wesentlich geringer ausfallen, wie LEERSCH
zugeben muss:
"So rechneten das
Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und die Deutsche
Rentenversicherung in einer gemeinsamen Studie vor, dass in
Ostdeutschland zwischen 1956 und 1965 geborene Männer eine
Monatsrente von 794,50 Euro zu erwarten haben. Wären sie
1936 und 1945 geboren, kämen sie dagegen auf 1.043 Euro.
Ebenfalls enttäuschend wird die Entwicklung in den alten
Bundesländern für Frauen der Babyboomer-Generation
verlaufen. Sie haben im Durchschnitt eine Rente von 656,50
Euro zu erwarten, kaum mehr als die zwischen 1936 und 1945
geborenen Frauen. Die Entwicklung ist um so erstaunlicher,
da der Anteil der erwerbstätigen Frauen stark zugenommen
hat."
|
METZ,
Johanna (2012): Bolzplatz statt Ohrensessel.
Werbung im Wandel: Schluss mit "14-49". Die Branche entdeckt die
Älteren als lukrative Zielgruppe,
in: Das Parlament v. 06.08.
|
|
| |
|
BAUER,
Jenny & Alexander SCHULLER (2012): Singles drängen Familien an den
Stadtrand.
Stadtentwicklung: Viertel, in denen viele Alleinstehende leben,
ziehen automatisch weitere an. Die Stadtteile werden so immer
homogener, warnen Soziologen,
in: Hamburger Abendblatt v. 04.08.
|
|
| |
|
HABERSFELD,
Ayleen Saskia (2012): Ernährer gesucht.
Emanzipation heißt sinngemäß Selbstbefreiung. Meine Befreiung hieße
Autonomie, aber die ist unmöglich, da das Gesetz mich daran hindert,
sie zu verwirklichen,
in: Telepolis v. 04.08.
|
|
| |
|
HUNTER,
Thomas (2012): Männersache.
Ein paar Freunde reisen nach Prag, um zu essen, zu trinken und ein
wenig Spaß zu haben. Einer von ihnen wird in der Woche darauf
heiraten. Ein Junggesellenabschied,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.08.
|
|
| |
|
Sibylle Berg - Vielen Dank für das Leben
KEGEL,
Sandra (2012): Wir sind die Schmutzigen, die Hässlichen und die
Gemeinen.
Sibylle Berg schickt in ihrem Roman "Vielen Dank für das Leben"
einen Hermaphroditen durch die deutschdeutsche Geschichte.
Entstanden ist eine irritierend-faszinierende Bestandsaufnahme des
Grauens,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.08.
|
|
| |
|
MÜHLAUER,
Alexander (2012): Stadt, Land, Frust.
Debatte um Wohnungsbau,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.08.
|
MÜHLAUER sorgt sich um
bezahlbaren Wohnraum in den deutschen Metropolen:
"In den Innenstädten
entstehen Lofts und Townhouses für eine urbane Klientel, die
viel Geld fürs Wohnen ausgeben kann. Die
»Renaissance
der Stadt«, wie Immobilienmakler so schön sagen, dient vor
allem den Wohlhabenden. Sozial Schwache bleiben ausgeschlossen
- sie werden an den Stadtrand oder aufs Land gedrängt."
MÜHLAUER beklagt das Fehlen
eines staatlich geförderten Wohnungsbaus und sieht auch im Bau
von Hochhäusern kein Tabu. Ziel ist eine stimmige soziale
Mischung. Der Stadtsoziologe
Andrej HOLM hat dagegen gezeigt, dass die Gentrifizierung
der Innenstädte in den letzten Jahren gerade im Namen einer
gesunden sozialen Mischung vorangetrieben worden ist.
|
|
|
| |
|
Juli Zeh - Nullzeit
PLATTHAUS,
Andreas (2012): In der Albtraumwelt der Tiefe.
Tauchen und täuschen: Juli Zehs neuer Roman "Nullzeit", der ein
Psychothriller sein will, erzählt von einem Verbrechen unter Wasser,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.08.
|
|
| |
|
KÜPPER,
Mechtild (2012): Vertreibung aus dem Mieterparadies.
Gentrifizierung: In Berlin haben Rentner eine Villa besetzt. Sie
protestieren damit gegen die Mietpreise in der Hauptstadt. Steigen die
Kosten im einstiegen Mieterparadies weiter, können sich
Geringverdiener bald keine Wohnung mehr leisten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.08.
|
|
| |
|
BRENG,
Jonas & Björn STEPHAN (2012): Fertig zur Landung.
Mit welcher Masche kommt man am besten bei Frauen an? Das fragten
sich unsere Autoren. Und wagten den Selbstversuch,
in: Tagesspiegel v. 01.08.
|
|
| |
|
DITTRICH,
Monika (2012): Sommer 2032 - Dialog mit der Zukunft.
Teil 1: Familie: Viele Alte, wenige Junge - so wird es in
Deutschland 2032 aussehen. Das hat Konsequenzen für die
Familienstrukturen: Wohngemeinschaft statt Kern-Familie könnte eine
typische Entwicklung sein. Zukunftsforscher prognostizieren zudem
weniger verheiratete Eltern und mehr Alleinerziehende,
in: DeutschlandRadio v. 01.08.
|
|
| |
|
Sibylle Berg - Vielen Dank für das Leben
SCHREIBER,
Daniel (2012): Mit dem Leben davongekommen.
Sibylle Berg im Porträt: Ihren Twitter-Account betitelte sie „Kaufe
nix, ficke niemanden". Sibylle Berg, die erbarmungsloseste
Schriftstellerin deutscher Sprache und Autorin von zehn Romanen und
zwölf Theaterstücken, nimmt die Dinge jetzt gelassen. Ein Portrait,
in: Cicero Online v. 01.08.
|
|
| |
|
Juli Zeh - Nullzeit
STERNBERG,
Judith von (2012): Warum musste Emil sterben?
Juli Zehs neuer Roman „Nullzeit“ ist zeitgenössisch und
blitzgescheit, aber ein schwacher Psychothriller,
in: Berlin Zeitung v. 01.08.
|
|
| |
|
BRODNIG,
Ingrid (2012): Hinderungsgrund: Mutter.
Von wegen gleiche Chancen: Spitzenmanagerinnen mit Nachwuchs haben
es auch in Österreich verdammt schwer,
in: Falter Nr.31 v. 01.08.
|
|
| |
|
GEO-Titelgeschichte:
Der Nachbar |
EBERLE, Ute (2012): Guter Nachbar, böser Nachbar.
Die Psychologie der ungewollten Nähe,
in:
GEO, August
"In Tübingen (...) starb
2010 ein 72-jähriger Mann in seiner Wohnung, der bis dahin
zehn Jahre lang für seine bettlägerige Frau gesorgt hatte. Der
Frau gelang es nicht Hilfe zu rufen. Eine Woche dauerte es,
bis Nachbarn bemerkten, dass sie den Mann länger nicht gesehen
hatten. Als Polizisten in die Wohnung eindrangen, fanden sie
die 82-Jährige tot, vermutlich verdurstet",
erzählt EBERLE. Gewöhnlich
wurden in der Vergangenheit solche Geschichten erzählt:
"Rentnerin lag vier Wochen
tot in ihrer Hochhauswohnung! Erst als Nachbarn auf den Geruch
aufmerksam wurden, brach die Polizei die Tür auf."
Dieses Beispiel stammt aus
dem Ratgeber
Solo in die Jahre kommen von Frank NAUMANN, der vor 15
Jahren erschien und seiner Zeit weit voraus war, denn dort
hieß es:
"Das
kann Ihnen auch im Ehestand passieren. Nach fünfzig Jahren
glücklicher Ehe stirbt Ihr Partner, und plötzlich stehen Sie
allein da. Kaum Freunde, die Sie trösten, da Sie beide sich
immer selbst genug waren. Die Kinder leben weit entfernt und
stecken gerade in der Midlife-Krise. Für überlebende Partner
steigt das Todesrisiko in den ersten Monaten nach der
Verwitwung dramatisch an. Wenn es Sie jetzt erwischt, bleiben
Sie ebenso unbemerkt wie die einsame Oma, die schon seit
Jahren mit niemandem mehr ein Wort gesprochen hat."
Frank NAUMANN setzte auf
Freunde, modern gesprochen: soziale Netzwerke, als Helfer in
der Not, EBERLE zeigt dagegen auf wie wichtig gute
Nachbarschaft sein kann, denn:
Wir haben das "Gefühl, dass
wir ohnehin keine Wahl haben: wenn Familien schrumpfen, die
globalisierte Arbeitswelt die Reste verstreut und die
Sozialleistungen schwinden, ist der Nachbar oft der Einzige,
der noch vor Ort ist, wenn Not am Mann herrscht."
Nicht nur alarmistische
Nostalgiker wie Frank SCHIRRMACHER, die mit rührseligen
Geschichten vom Donner-Pass das Zurück zur althergebrachten
Familie als Allheilmittel betrachten, übersehen, dass
heutzutage die multilokale Mehrgenerationenfamilie die weit
verbreiteste Lebensform ist. Und immer mehr ältere Paare leben
getrennt zusammen (living apart together).
Für Forscher wie Daniel
ALDRICH ist die Nachbarschaft bei der Bewältigung von
Naturkatastrophen am hilfreichsten.
EBERLE beschreibt die neuen
Nachbarschaftshilfe, die z.B. durch Wohnprojekte, Tauschbörsen
oder mittels Internet (nirio.com, allenachbarn.de) entstehen.
|
|
|
| |
|
NEON-Titelgeschichte:
Besser wohnen!
Günstiger mieten, wilder feiern, gemütlicher schlafen: 40 Tipps
für das Leben zu Hause |
NEON (2012):
Wohn, wenn nicht
jetzt!
Ob provisorisch als Zwischenmieter,
günstig in der WG, alleine oder mit dem Partner: Jede Lebensphase hat
ihre Wohnform. Und jede hat was für sich. 40 Tipps zum Einrichten,
Nichtvereinsamen und Sichwohlfühlen,
in: Neon,
August
SANDBICHLER, Rebecca (2012): Bloss kein Laminat.
Uwe Linke weiß, was die Einrichtung
über die Bewohner aussagt,
in: Neon,
August
|
|
| |
|
LEMHÖFER, Anne (2012):
Alte Liebe postet
nicht.
Wie eine Beatmungsmaschine hält das
Internet unsere Beziehungen zu Expartnern am Leben. Acht Situationen,
in denen man diese Maschine unbedingt abstellen muss,
in: Neon, August
|
|
| |
|
KALLE, Matthias
(2012): Kurz auf ein Bier.
Einfach abhauen, ohne ein Wort der
Erklärung: Kann die Liebe eine solche Flucht überleben? Unser Kolumnist hat ein
wiedervereintes Paar
getroffen,
in: Neon, August
|
|
| |
|
BUCHHOLZ, Jenny (2012):
"Mein
Beinverlust scheint sicher".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als
die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und
warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
in: Neon,
August
|
|
| |
|
KEDVES,
Jan (2012): "Auch aus dieser Welt einen Flash".
Rainald Goetz unterrichtet literarisches Schreiben,
in: Merkur, Nr.753, August
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 27. -
31. Juli 2012
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[Suche] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|