Mindestens drei Spielarten der neuen Bürgerlichkeit lassen sich derzeit unterscheiden. Erstens: das aus der Alternativkultur aufgestiegene (...) urbane, meist grün wählende (Walter 2010), linksliberale Ökobürgertum (...). Zweitens: das eher in mittelgroßen Städten angesiedelte, häufig elitär gestimmte Bildungsbürgertum (...). Drittens: das reflexiv wertkonservative Bürgertum, das Familiensinn und Traditionen in einer Zeit der Zunahme von Scheidungen und der »Zersetzung« von Gemeinschaften und Generationsbindungen geltend macht. (...).
Zu den hier gemeinten Gruppen gehören meist höher qualifizierte Beamte und Angestellte, Ärzte, Rechtsanwälte, Professoren, Selbständige mit kleinen Firmen und Freiberufler".
(2013, S.41)