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Medienrundschau:
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News vom
01. - 03. Juli 2010
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Zitate
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Ganztagskinderbetreuung
wünschen sich in den alten Bundesländern vor allem Frauen mit
Universitätsabschluss
"Fehlende
Kinderbetreuung wird in Widerspiegelung der tatsächlichen
Situation insgesamt in den alten Bundesländern immer wieder
als Manko angesprochen. Interessant ist jedoch, dass im Westen
überhaupt nur bei den Frauen mit Universitätsabschluss
Kinderbetreuung, die über die altbekannte und als unzureichend
charakterisierte Halbtagsbetreuung hinausgeht, nämlich
Ganztagsbetreuung für unter Dreijährige, möglicherweise in
Frage kommt. Frauen mit Haupt- oder Realschulabschluss und
Ausbildung sprechen sich explizit gegen außerfamiliale
Betreuung in den ersten drei Jahren aus. Hier wirkt in
massiver Weise das westdeutsche Mutterideal fort."
(aus: Mandy Boehnke
"Gut gebildet = kinderlos?", BIOS, Heft 1, 2009, S.28)
Der typische Alltag eines erfolgreichen Techno-DJs
"Eine
typische DJ-Arbeitswoche beginnt freitags mit der Reise in
eine Stadt in Deutschland oder Europa, um dort in einem Club
aufzulegen. Der Auftritt, ein DJ-Set, ist häufig für sehr spät
in der Nacht angesetzt und dauert durchschnittlich ungefähr
zwei Stunden. Die anschließende Nachtruhe ist meist kurz, und
fast immer schließt sich die Weiterreise in eine andere Stadt,
zu einem anderen Club an. Auftritte in anderen Kontinenten
werden in Form kleiner Tourneen gebucht. Der Montag ist der
Sonntag des DJs und dient auch der Entlastung des Gehörs. Die
Zeit zwischen den Gigs wird für die Studioarbeit, Interviews
und Promotions-Termine, für die Arbeit im eigenen
Plattenlabel, Club oder sonstigen mit der Musik
zusammenhängenden Aktivitäten genutzt. Der Lebens- und
Arbeitsrhythmus der DJs ist dem Ablauf einer konventionellen
Arbeitswoche entgegengesetzt. (...). Eine zentrale Bedeutung
im DJ-Arbeitsrhythmus hat das Studio."
(aus: Maren Brandt
"Techno-Biographien", BIOS, Heft 1, 2009,
S.80)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick Juni 2010 finden Sie
hier. |
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KURZ, Constanze (2010): Teil einer Anti-Volkszählungs-Bewegung sein.
Politik von unten: Ab 2011 geht es wieder los mit dem digitalen
Nackigmachen: Der neue Zensus kommt. Protest dagegen regt sich bislang
kaum - dabei wäre er angebracht,
in: TAZ v.
03.07.
- Anmerkungen:
In der politischen Debatte werden - je nach
Glaubensrichtung - beispielsweise Minderheiten wie Singles oder
Kinderlose zu Sündenböcken für verfehlte Politik gemacht. Die
jährlichen Mikrozensus-Befragungen beruhen zum einen auf völlig
veralteten Volkszählungsdaten aus dem Jahr 1984 und zum anderen
werden
durch den Haushaltsansatz
regelmäßig Eltern als Kinderlose (nur alle vier Jahre wird davon
inzwischen abgewichen) und Paare als "Singles"
(Einpersonenhaushalte) gezählt. Ein Zensus könnte hier endlich
Klarheit schaffen, wenn der Haushaltsansatz überwunden würde. Dies
ist jedoch nicht der Fall.
Die Anzahl der Alleinwohnenden wird weiterhin
überschätzt.
Constanze
KURZ ist jedoch aus anderen Gründen gegen neue Klarheiten. Sie
befürchtet, dass gerade "Menschen mit nichtstandardisierten
Lebensentwürfen, Partnerschafts- und Wohnsituationen" durch die
zusätzlichen Befragungen ins Visier der Befrager kommen könnten.
Diese Sorge könnte sich auf die Tatsache gründen, dass der Staat
daran interessiert ist, z.B. die genaue Zahl der tatsächlich
Alleinerziehenden (partnerlose Alleinerziehende) und der tatsächlich
Alleinlebenden (alleinwohnende Partnerlose) zu kennen, da durch die
neuen Hartz-Gesetzgebungen "Lebensgemeinschaften" anders behandelt
werden als Partnerlose.
Konservative weisen in der öffentlichen
Debatte z.B. regelmäßig darauf hin, dass Missbrauch mit
Sozialleistungen betrieben werden. Über die Höhe des Missbrauchs
gibt es aber keine genauen Daten.
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HURRELMANN, Klaus (2010): Wir brauchen Männerarbeit!
Geschlechtergleichheit bleibt das Ziel,
in: Süddeutsche Zeitung v.
03.07.
- Anmerkungen:
Der Erziehungswissenschaftler Klaus HURRELMANN
antwortet auf den Artikel
Gleichheit ist nicht das Ziel
von Andreas ZIELKE. HURRELMANN sieht sowohl Männer und Frauen als
tauglich für die moderne Gesellschaft, die er als
"Wissensgesellschaft" bezeichnet und die den geschlechtsneutralen
Typus des Arbeitskraftunternehmers erfordert, der folgende
Anforderungen erfüllen muss:
"Umgehen
(...) können mit prekären Arbeitsverhältnissen, flexibler
Lebensorganisation, kommunikativer Vielseitigkeit, vorsichtiger
Risikoabschätzung, der Kombination von Selbst- und Fürsorge, mit den
neuartigen Anforderungen in einer Wissensgesellschaft."
Was
HURRELMANN unter den Tisch kehrt: Die Wissensgesellschaft erfordert
die Dienstbotengesellschaft, wie sie vom sozialdemokratischen Guru
Gösta ESPING-ANDERSEN propagiert
wird, - und damit eine neue Klassengesellschaft. Die
Überwindung "traditioneller Lebensmodelle" à la Hausfrauenehe
führt
in Verbindung mit der Partnerwahl
zur Polarisierung. Die zukünftigen Konflikte sind deshalb zukünftig
keine Geschlechterkonflikte mehr, sondern Klassenkonflikte. Die
postfeministische Allianz zwischen
Karrierefrau und Karrieremann wird sowohl in der
Rede von der Krise der Männlichkeit
als auch in der These, dass
die Zukunft weiblich sei, ignoriert. Die neue
postfeministische Allianz wird politisch als Gendermainstreaming
exekutiert (Zur
Kritik siehe auch Angela McROBBIE). Typisch für diese
Allianz sind auch begleitende Medienberichte wie jener von
Jakob SCHRENK in der
aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NEON.
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FRANK, Joachim (2010): "Schlimm, dass die Grünen mitspielen".
Der plebiszitäre Furor war so groß wie bislang noch bei keiner
Bundesversammlung, sagt der Politikprofessor Franz Walter. Er
kritisiert die Opposition die zugleich Geschlossenheit von der
Koalition fordere - und ihr "Geschachere" vorwerfe,
in: Frankfurter Rundschau v.
03.07.
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WORTSMAN, Peter (2010): Ich berlinisiere, also bin ich.
Auf einem Haufen urbaner Caprizen erbaut, gleicht Berlin einem
wieder und wieder neu geborenen Phoenix. Acht Jahrhunderte alt, ist
die Unverwüstlichkeit dieser Stadt einfach verblüffend. Eine
Liebeserklärung,
in: Welt v. 01.07.
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GEO MAGAZIN-Titelgeschichte:
Paar-Forschung.
Was die Beziehung krisenfest macht |
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RENZ, Ulrich (2010): Was uns zusammenhält.
Paarforschung: Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe
- die hat ihr eigenes Immunsystem. Wie es funktioniert, welche
Ressourcen eine Liebe stärken, welche Kräfte ein Paar gegen Krisen
wappnen, das ergründen Psychologen in aufwendigen Studien. Und
räumen auf mit liebgewonnenen Klischees,
in: GEO Magazin Nr.7, Juli
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NEON-Titelgeschichte:
Jetzt küss mich endlich! |
- FRITZSCHE, Lara (2010): Legt euch
aufeinander!
Sex ist nicht das, was sich ergibt, wenn man sich liebt. Es
verhält sich oft umgekehrt: Liebe ist, was sich ergibt, wenn man Sex
hat. Also los!
in: Neon, Juli
- DILLIG, Annabel (2010): "Man darf es
nicht schleifen lassen"
Vögeln auf Vorrat? Die Amerikanerin Charla Muller, 43, machte mit
ihrem Mann aus, ein Jahr lang jeden Tag Sex zu haben - und schrieb
ein Buch darüber,
in: Neon, Juli
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- WIEBE, Silia (2010): Tod der Hoffnung.
Unsere Autorin war schwanger und freute sich auf Elternglück und
erste Babyworte. Im fünften Monat starb ihr Sohn im Mutterleib. Zur
Welt bringen musste sie ihn trotzdem,
in: Neon, Juli
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- KALLE, Matthias (2010): Voll erwischt.
Kann aus zwei betrogenen Menschen, die sich als rachsüchtige
Leidensgenossen kennen lernen, ein glückliches Paar werden?
in: Neon, Juli
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- EUL, Alexandra (2010):
"Ich sitze als Hobbit verkleidet
in der U-Bahn".
Ehrliche Kontaktanzeigen.
Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren
Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
in: Neon, Juli
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- SCHRENK, Jakob (2010): Mannomann!
Nicht Frauen werden in Deutschland diskriminiert - sondern Männer.
Das behaupten Maskulisten. Ihr Ziel: den herrschenden Feminismus
überwinden,
in: Neon, Juli
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REINHARDT, Susie (2010): Die Zukunft ist weiblich.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und ein gerechter Anteil an den
Chefpositionen in Wirtschaft und Politik - diese Forderungen von
Frauen sind möglicherweise bald erfüllt. Und nicht nur das: Frauen
werden in naher Zukunft auch maßgeblich die globalen Geschicke
bestimmen. Wie kommt es zu diesem Wandel, was bedeutet der
sogenannte female shift für die Männer, und wie wird die Welt
aussehen, wenn Frauen am Ruder sitzen?
in: Psychologie Heute, Juli
- REINHARDT, Susie (2010): "Gleichheit
angesichts der Unterschiede".
Frauen verdienen bis heute im Schnitt 23 Prozent weniger als
Männer. Warum kommt die Gleichberechtigung so langsam voran, und wie
gehen heutige Feministinnen an die Sache heran? Ein Gespräch mit der
Soziologin Ute Gerhard, die 1987 die erste Professur für Frauen- und
Geschlechterforschung in der Bundesrepublik innehatte,
in: Psychologie Heute, Juli
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- HEISE, Gabriele & Tina STADLMAYER
(2010): Neue Heimat - alte Idee?
Die gute alte WG nebst ausgehängten Türen, Küchenchaos und
nächtelangen Debatten war gestern. Aber die Idee, das Wohnen
gemeinschaftlich zu organisieren, ist nicht tot. Neue Haus- und
Wohngemeinschaften bilden sich - ziwschen "Gruppenherz" und
privilegiertem Cocooning,
in: Psychologie Heute, Juli
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- WILKINSON, Richard & Kate PICKETT
(2010): Die verlorene Gleichheit.
Wie Ungleichheit Vertrauen zerstört und die Demokratie gefährdet,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Juli
- HARDT, Michael & Antonio NEGRI
(2010): Multitude und Metropole,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Juli
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- EUL, Alexandra (2010): Romeos im Netz.
Liebessehnsucht kann Frauen teuer zu stehen kommen - jetzt ist die
Nigeria-Connection auf den Dreh gekommen,
in: Emma, Sommer
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- TAJDER, Ana (2010): Wir wollten doch
nur sexy sein...
Sex and the City: ...und finden uns wieder als Sexobjekte, in
Schuhen, in denen wir nicht gehen können, findet Ana Tajder, eins
großer Fan von Carrie, Miranda, Charlotte und Samantha,
in: Emma, Sommer
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BADINTER, Elisabeth (2010): Warum Frauen weniger Kinder kriegen.
Die französische Philosophin Elisabeth Badinter, Mutter von drei
Kindern, hat ein Buch über den Mütterwahn geschrieben, aus ihrer Sicht
schuld an an der niedrigen Geburtenrate,
in: Emma, Sommer
- VINKEN, Barbara (2010): Wollen wir die
totale Mutter?
Geburtenrate: Die deutsche Philosophin Barbara Vinken, Autorin der
"Deutschen Mutter" und Mutter eines Kindes, gibt Badinter recht -
und analysiert die fatale deutsche Variante des Mütterwahns,
in: Emma, Sommer
- WÜBBE, Uta (2010): Frauen auf dem
Spielplatz.
Vereinbarkeit: Mütter, die den Wiedereinstieg in den Beruf nicht
von Anbeginn an planen, laufen in Deutschland Gefahr, im Kinderzimmer
hängen zu bleiben. Ein Besuch bei zwei Betroffenen,
in: Emma, Sommer
- STOHN, Daniela (2010): Kaiserschnitt -
Ja oder Nein?
Die Debatte tobt seit geraumer Zeit bei Müttern & Medien: Ist ein
Kaiserschnitt ohne Not das Richtige? Oder schadet er Mutter und Kind?
Daniela Stohn auf der Suche nach der Wahrheit,
in: Emma, Sommer
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ANTON, Annette C. (2010): Die armen Männer.
Emanzipierte Hausfrauen plus emanzipierter Alleinverdiener - geht
das? Nein,
in: Emma, Sommer
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ATLANTIC-Titelgeschichte:
The End of Men.
How Women are Taking Control of Everything |
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ROSIN, Hanna (2010): The End of Men.
Earlier this year, women became the majority of the workforce for
the first time in U.S. history. Most managers are now women too. And
for every two men who get a college degree this year, three women
will do the same. For years, women’s progress has been cast as a
struggle for equality. But what if equality isn’t the end point?
What if modern, postindustrial society is simply better suited to
women? A report on the unprecedented role reversal now under way—
and its vast cultural consequences,
in: The Atlantic, Juli/August
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PAUL, Pamela (2010): Are Fathers Necessary?
A paternal contribution may not be as essential as we think,
in: The Atlantic, Juli/August
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Zu den News
vom 22. - 30. Juni 2010
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