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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   
News 25.-31. Mai 2018
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News 15.-18. Mai 2018
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News 01.-08. Februar 2018

News 1/2018
News 2000-2017

 
 
   
Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 01. - 06. Juni 2018: [01.06.] [02.06.] [03.06.] [04.06.] [05.06.] [06.06.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Slacker und kinderlose Karrierefrauen als Infragestellung des herrschenden Arbeitsethos

"Der Typ Slacker inkarniert eine Verweigerungshaltung, die bisher Männern vorbehalten war: der Faulenzer oder Antiheld, der seine Arbeitskraft der Gesellschaft nicht in den vorgezeichneten Bahnen zur Verfügung stellt. Oft als infantil, unsozial und verantwortungslos abgewertet, stellt er mit seinem Verhalten das vorherrschende Arbeitsethos infrage (...). Frauen konnten keine Slacker sein, denn selbst wenn sie sich dem Arbeitsleben entzogen, hatten sie eben noch ihre Arbeit als Mutter. Sie konnten die Familie nicht hinter sich lassen wie der Mann, der dafür auch noch als Abenteurer gefeiert wurde (...) Trat doch mal eine Slackerin in einem Roman oder Film auf, wurde diese Figur tragisch inszeniert (....). Aber langsam wendet sich das Blatt, wie Frauengestalten wie Lena Dunham (...). zeigen.
Vielleicht ist dies ein Angebot für ein neues weibliches Rollenvorbild: (...) die Slackerin, die zu ihren eigenen Bedingungen produktiv werden möchte (...)  und dabei in ein Netzwerk einer Verantwortungsgemeinschaft mit Kinderlosen und Eltern eingebunden sein kann. (...). 
Frauen mit und ohne Kinder werden gegeneinander ausgespielt. Die einen sollen die Mehrfachbelastung stillschweigend ausbaden, die anderen gelten als hedonistische oder verhärmte Sündenböcke. Es ist ein Ablenkungsmanöver, sodass wir nicht Strukturen hinterfragen und verändern, die uns alle unfrei machen. Das ist wohl auch der Grund, warum die kinderlose Frau als ein solches Schreckgespenst dargestellt wird: denn sie hinterfragt die Gleichsetzung von Weiblichkeit und selbstloser Fürsorglichkeit und gefährdet somit den Kleinfamilienkäfig der geschlechtlichen Arbeitsteilung.
"
(Sarah Diehl "Mutterschaft und Fürsorge als Dienst an der Leistungsgesellschaft". In: Felix Klopotek & Peter Scheiffele (Hrsg.)(2016): Zonen der Selbstoptimierung, Berlin: Matthes & Seitz, S.196ff.)

 
       
       
   

06.06.2018

 
       
   

Arbeitgeberlobby fordert in ganzseitigen Anzeigen zum Bruch des Koalitionsvertrags bei der Rentenpolitik auf

SIEMS, Dorothea (2018): Rente mit 69 - die Rettung?
Experten sehen in längerer Lebensarbeitszeit vier Vorteile, die das System stabilisieren sollen,
in: Welt v. 06.06.

Die Arbeitgeberlobby INSM subventioniert die deutsche Leitpresse heute durch eine ganzseitige Anzeigenkampagne. Dorothea SIEMS bedankt sich mit einem unterstützenden Artikel, der keine neue Fakten liefert, sondern nur das bekannte neoliberale Mantra liefert. Die GDV, die für die Interessen der Lebensversicherer in der Altersvorsorge steht, hat zusammen mit der Prognos AG ein Tool entwickelt, das mit einem realitätsfernen Horrorszenario operiert und mit dem die Politik eingeschüchtert werden soll.

Die heutige Pressemitteilung der GDV liefert genauso wenig wie die Pamphlete der Prognos AG genaue Hinweise zu den Annahmen der Berechnungen. Diese aber entscheiden darüber, inwieweit Berechnungen realistisch sind. Obwohl die Berechnungen der Prognos AG in der Vergangenheit schon innerhalb von 10 Jahren völlig aus dem Ruder liefen, werden hier Zahlen für 2040 genannt, d.h. für ein Zeitraum von über 20 Jahren.

Zum Tool, mit dem man angeblich "Rentenminister" spielen kann, heißt es zu den Annahmen nur:

"Basis für die Prognose ist die Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, die bis 2060 unter anderem eine durchschnittliche Zuwanderung von 200.000 Personen unterstellt."

Offenbar sind die Macher des Tools davon überzeugt, dass die Nennung aller ihrer Annahmen der Glaubwürdigkeit der Berechnungen schaden könnte, denn sonst hätten sie die Annahmen zur Geburtenrate nicht weggelassen.

Im April hatte die Prognos AG bei Berechnungen auf die Variante 2A der 13. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen. Die dort angenommene Geburtenrate liegt bei 1,5, obwohl die Geburtenrate bereits im Jahr 2016 bei fast 1,6 Kinder pro Frau lag. Ein Anstieg von 0,1 scheint vernachlässigbar, ist es aber nicht, denn im Jahr 2040 gehören diese Kinder zu den Berufsanfängern, wodurch sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern verbessert. Das gewerkschaftsnahe IMK weist zudem heute zu Recht darauf hin, dass der Altenquotient kein brauchbarer Indikator für die zukünftige Entwicklung in der Rentenversicherung ist.

CREUTZBURG, Dietrich (2018): Der Rentenbeitrag droht auf 26 Prozent zu steigen.
Versicherungsbranche warnt vor Kosten übereilter Reformen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.06.

Dietrich CREUTZBURG bedankt sich wie Dorothea SIEMS für die großflächige Anzeige mit einem Bericht über die GDV-Pressemeldung.

 
       
   

MOSCHNER, Andree (2018): Ohne Aktien keine Altersvorsorge.
Standpunkt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.06.

Die Ergo Group ist nicht nur durch Michael FAUSER als Verhandlungsführer der Lebensversicherer vertreten, sondern darf durch Andree MOSCHNER auch noch selbst die Argumentation der Versicherer in der FAZ präsentieren.

Die Dreistigkeit der Versicherer ist kaum zu überbieten. Weil der Vertrieb der Lebensversicherer im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik steht, soll nun eine "Vorsorgeuntersuchung" der neue Goldesel für die Versicherer werden:

"Standardprodukte sind nicht die ganze Lösung. Der erste Schritt: Anleger müssen ihre Versorgungslücke kennen. Nötig ist eine Vorsorgeuntersuchung. (...). Wenn der Bürger es von sich aus nicht tut, muss der Staat nachhelfen."

Damit diese Vorsorgeuntersuchung auch ein Goldesel wird, soll der Staat diese Beratung mit einer "staatlichen Bonifizierung" sanktionieren. Eine einmalige "Vorsorgeuntersuchung" ist den jedoch nicht genug, sondern wie der jährliche zahnärztliche Untersuchung soll eine "regelmäßige" Beratung verpflichtend sein, um in den Genuss einer staatlichen Förderung zu kommen.

Fazit: Die Versicherer sehen im Staat einen Garant dafür dass sie in Form einer verpflichtenden Altersvorsorgeberatung weiterhin satt profitieren können. Der kostspielige Vertrieb könnte damit umgebaut und mit einem neuen Image versehen werden.

 
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WASCHINSKI, Gregor (2018): Auftrag Jahrhundertreform.
Die Große Koalition setzt auf eine Kommission, um der demografischen Falle zu entkommen und die Rente zukunftsfest zu machen. Wirtschaft und Steuerzahler müssen höhere Belastungen fürchten,
in: Handelsblatt v. 06.06.

Gregor WASCHINSKI präsentiert wie Dorothea SIEMS Zahlen der Prognos-Auftragsstudie der Versicherungswirtschaft. Garniert wird die Story mit Stellungnahmen von BDA, DIHK und GDV sowie von Katja MAST (SPD).

THELEN, Peter (2018): "Nur ein Feigenblatt für die Fehler der Vergangenheit".
Bernd Raffelhüschen: Der Finanzwissenschaftler über die Rolle der Rentenkommission, die Schnitzer der alten GroKo, sein Vertrauen in die Politik und Haltelinien für Minderbemittelte,
in: Handelsblatt v. 06.06.

Bernd RAFFELHÜSCHEN, Lobbyist der Finanzdienstleister, bekommt von Peter THELEN die richtigen Fragen, um sich als neoliberaler Hardliner profilieren zu können. Im Grunde ist nur das Sprachrohr von Rentenkommissionsmitglied Axel BÖRSCH-SUPAN, dessen Position er wiedergibt.

RAFFELHÜSCHEN findet, dass unter 40-Jährige in der Rentenkommission überflüssig sind, solange Neoliberale die Richtung vorgeben. Politiker und Kinderlose werden von ihm dagegen als Störfaktoren betrachtet. Seine finanzpolitische Wunderwaffe ist der Begriff "fiskalische Tragfähigkeit", die immer wieder mantrahaft mit "Generationengerechtigkeit" gleichgesetzt wird, obwohl sie nichts damit zu tun hat. Fiskalische Tragfähigkeit ist eine Fiktion, die Neoliberale in die Welt gesetzt haben, um den Gesellschaftsvertrag, der Basis der Sozialversicherungen ist, zugunsten der Arbeitgeber und der Reichen zu verändern.

 
       
   

ZWIENER, Rudolf (2018): Mehr und besser bezahlte Arbeit statt "Rente mit 70".
Modellsimulation einer erfolgreichen Wachstums- und Beschäftigungspolitik zur Bewältigung des demografischen Wandels,
in: IMK-Policy Brief v. 06.06.

Rudolf ZWIENER kritisiert, dass der Altenquotient kein angemessener Indikator für die zukünftige Entwicklung der Rentenversicherung ist. Stattdessen wird ein ökonomischer Abhängigkeitsquotient präsentiert, der bereits im April vorgestellt wurde

 
       
   

MEYR, Robert D. (2018): Nur deutsche Rentner sollen sicher sein.
In der AfD herrscht völlig Uneinigkeit über das künftige Rentenkonzept der Partei,
in: Neues Deutschland v. 06.06.

Robert D. MEYERs Artikel hält sich an die Linie des Spiegel-Berichts von AMANN & SCHMERGAL vom Samstag.

 
       
   

ROSSBACH, Henrike (2018): Hilf dir selbst.
28 Jahre war Reinhard Dettmann Bürgermeister in Teterow. So lange wie sonst kaum einer im Osten Deutschlands. Über einen, den man nie bitten musste,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.06.

Henrike ROSSBACHs Hymne auf den scheidenden Bürgermeister und Physiker Reinhard DETTMANN der Kleinstadt Teterow im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern ist wenig informativ:

"Vor der Wende lebte die Stadt von der Landwirtschaft, vom Bau, von einem Kleiderwerk und der Reparatur von Panzern. 600 Leute arbeiteten im Panzerwerk, nie wieder sollte es einen derart großen Betrieb geben in der Stadt. »Wir hatten innerhalb kurzer Zeit 30 Prozent Arbeitslosigkeit«, sagt Dettmann, heute sind es rund sechs. (...). Als Dettmann anfing, hatte Teterow 11.300 Einwohner, heute sind es fast 3.000 weniger. Das Durchschnittsalter ist von 33 Jahren auf 47 gestiegen, heute leben doppelt so viele über Sechzigjährige in der Stadt wie unter Zwanzigjährige."

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

SCHÖCHLI, Hansueli (2018): Schattenboxen um die Altersvorsorge.
Eine neue Studie vergleicht die "Renditen" von AHV und Pensionskassen für die Versicherten,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.06.

Hansueli SCHÖCHLI berichtet über eine Auftragsstudie der Unternehmensberatung C-alm für den Pensionskassenverband. Entsprechend schmeichelhaft ist das Ergebnis für die Pensionskassen.

 
       
   

Das Single-Dasein in China

ERLING, Johnny (2018): Pekings Angst vor kleinen Kaisern.
Die Ein-Kind-Politik in China hat eine ganze Generation von jungen Einzelgängern hervorgebracht - sie sind verhätschelt, aber auch zunehmend rebellisch,
in:
Welt v. 06.06.

 
       
   

05.06.2018

 
       
   

SIEDENBIEDEL, Christian (2018): Axa kündigt Verträge zur Unfall-Kombirente.
Ersatz für Berufsunfähigkeitsversicherung wird Versicherer wegen Niedrigzinsen und Medizinfortschritt zu teuer,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.06.

Christian SIEDENBIEDEL kritisiert den gestrigen SZ-Artikel aus Sicht des Axa-Konzerns. Von einer möglichen Kündigung sind 17.861 Verträge von 17.500 Versicherten betroffen, die die angebotene Alternative ausschlagen. Außerdem gibt es eine Einschätzung der Stiftung Warentest aus der Zeit 2006 bis 2010 als das Produkt noch vermarktet wurde.

Die Unfall-Kombirente gilt nicht als Altersvorsorge, sondern als Unfallversicherung, weshalb sie gekündigt werden kann.

Fazit: Dass die SZ erst jetzt über den Fall berichtet, obwohl die Aktion schon seit April läuft, ist auch vor dem Hintergrund der Dialog-Gespräche mit den Lebensversicherern zu sehen, denn diesen Zusammenhang hat die SZ selber hergestellt, während die FAZ darauf hinweist, dass es sich hier um zwei verschiedene Versicherungssparten handelt.

BELLMANN/FROMME/SCHLINGENSIEPEN (2018): Treulose Versicherer.
Wann darf ein Anbieter einen Vertrag kündigen?
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.06.

 
       
   

FROMME, Herbert (2018): Null Euro zum Dank.
Die Allianz streicht die Erfolgsprämie für Vertreter,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.06.

Herbert FROMME hegt Sympathie für die Interessen der Versicherungsvertreter, obwohl er ansonsten ständig beteuert, dass die Vertriebe zu teuer sind. Offensichtlich ist, dass es hier Interessenkonflikte gibt, zwischen den Versicherungsvertretern und den Versicherten, die nicht nur bei FROMME nicht immer deutlich werden, sondern an der Art der Berichterstattung in den Mainstreammedien liegt.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

JÜRGENSEN, Nadine (2018): Die Schattenmütter.
Berufliche Karriere, Partnerschaft und Kinder miteinander zu vereinbaren, ist eine Herausforderung. Das macht die Betreuung durch eine Nanny interessant - auch im Vergleich mit Krippen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.06.

 
       
   

04.06.2018

 
       
   

BELLMANN, Christian (2018): Axa kündigt Verträge mit lebenslanger Rente.
Der Versicherer bricht sein Leistungsversprechen. Er hat sich verrechnet, die Folgen tragen die Kunden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.06.

Inwiefern der Axa-Konzern sich verrechnet hat, das wird im Artikel nicht belegt. Es heißt stattdessen nur, dass die erst 2006 eingeführte Unfall-Kombirente und bereits 2010 vom Markt genommene Versicherung nun gekündigt wird. Zum Angebot heißt es:

"Sie zahlt nur in bestimmten Fällen: Wenn ein Unfall oder bestimmte schwere Krankheiten wie Krebs zur Invalidität führen, gibt es, so das Versprechen der Axa, eine lebenslange Rente zwischen 500 Euro und 3000 Euro, je nach Beitragshöhe. Bei anderen Gründen wie zum Beispiel psychischen Erkrankungen leistet die Versicherung nicht, das wird in den Bedingungen klar gesagt. Dennoch schlossen Tausende von Kunden die Police ab."

Als Alternative wird eine wesentlich schlechtere Versicherung angeboten, die nur bis zum 67. Lebensjahr eine Rente zahlt und zudem noch mehr kostet.

Die Mainstreamzeitung, die den Ausbau der privaten Altersvorsorge kräftig publizistisch unterstützt, zeigt sich besorgt, dass durch das Verhalten von Axa ein Imageschaden entstehen könnte:

"Denn das Vertrauen in die private Absicherung fördert das nicht gerade. Die Axa hat ohnehin ein Imageproblem. Im Januar hat sie ihre Pro-BAV-Pensionskasse und einen weiteren Bestand an den Abwicklungsspezialisten Frankfurter Leben verkauft, 290 000 Kunden sind betroffen",

schreibt BELLMANN aus dem Redaktionsteam von Herbert FROMMEs Versicherungsmonitor..  

 
       
   

CREUTZBURG, Dietrich (2018): Der Poker um die Rentenformel beginnt.
Die Koalition will die Renten stärker steigen lassen. Erste Vorschläge kursieren - doch der CDU-Sozialflügel warnt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.06.

Dietrich CREUTZBURG berichtet über die Vorschläge von Eckart BOMSDORF zur Rettung der Rentenformel, die dieser in einem noch unveröffentlichten Beitrag für den neoliberalen Münchener Think Tanks Ifo Institut gemacht hat. Um den demografischen Faktor der Rentenformel zu retten, soll nur am Riester-Faktor und am Beitragssatzfaktor gedreht werden. Begründet wird ersteres damit, dass die tatsächliche private Altersvorsorge (durchschnittlich 2 % des Lohns) hinter der durch die Rentenformel verpflichtenden Vorsorge (4 % des Lohns) zurückgeblieben ist. Beim Beitragssatzfaktor tragen allein die Arbeitnehmer die Mehrlasten, weshalb BOMSDORF die Halbierung fordert.

Der UNSOZIAL-Flügel der CDU, so müsste man dessen Anführer, den nordrhein-westfälischen Arbeitsminister Karl-Josef LAUMANN nennen. Dieser war bis zur erstaunlichen Ministerwerdung eher eine blasse Figur und Verfechter eines katholischen Sozialstaats. Nun plappert er die neoliberalen Vorgaben der Ökonomen nach, wobei die Formulierung von CREUTZBURG offen lässt, ob LAUMANN wirklich ein absoluter Gegner der Änderung der Rentenformel ist:

"In der Koalition gibt es aber auch Überlegungen, auf einen echten Eingriff in die Rentenformel zu verzichten. Denn formal gilt das Stabilisierungsversprechen des Koalitionsvertrags nur bis 2025. (...).
Der Chef des CDU-Sozialflügels (...) Karl-Josef Laumann, sieht Änderungen der Formal sogar ausdrücklich nicht im Zentrum der Rentendiskussion."

Für LAUMANN steht die Erwerbsminderungsrente an erster Stelle. Für tagesschau.de ist LAUMANN der "CDU-Verhandlungsführer", d.h. es geht hier in erster Linie um die Frage, ob die SPD aufgrund des medialen Drucks nicht noch in letzter Sekunde einen Rückzieher macht. Erneuerung hin, Erneuerung her: Die SPD ist in ihrer gegenwärtigen Verfassung kein Garant, dass der Koalitionsvertrag auch umgesetzt wird.

SCHWENN, Kerstin (2018): Von wegen Generationengerechtigkeit.
Die Rentenkommission geht jetzt an die Arbeit. Doch steckt sie in einem erstickenden Korsett,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.06.

Der Begriff "Generationengerechtigkeit" soll davon ablenken, dass nicht um die jungen Rentenanwärter geht, sondern um Entlastungen der Arbeitgeber. Der Kern der Rentenversicherung ist nämlich kein Generationen-, sondern ein Gesellschaftsvertrag.

"Politiker winden sich bei dem Gedanken an eine »Rente mit 70«. Soll das Renteniveau länger stabil bleiben, bedeutet das im Klartext: Beitrags- und Steuerzahler, und das sind nun einmal die Jüngeren, müssen zahlen für Wohltaten zugunsten der Älteren",

suggeriert Kerstin SCHWENN. Dabei wird das Alterseinkünftegesetz unterschlagen, denn dadurch werden immer mehr Rentner zu Steuerzahlern. Man könnte auch sagen, dass die  Senkung des Rentenniveaus durch die Steuermehreinnahmen des Staates durch Rentner mehr als gedeckt werden.

Nichts davon lesen wir bei SCHWENN, die zudem versucht Eltern gegen Rentner auszuspielen, wenn sie behauptet, dass durch die Rentenausgaben Mittel für die Bildung fehlen. Das ist völliger Unsinn, denn ausgerechnet die Parteien, die bei den Rentnern sparen möchten, sparen besonders gern bei der Bildung! Im Jahr 2014 lagen gemäß der Statistik des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2017 die Ausgaben für einen Schüler im deutschlandweiten Durchschnitt bei 6.700 Euro. Im schwarz-grünen Baden-Württemberg lagen sie bei 6.600 Euro. Im rot-grünen NRW waren es sogar nur 5.900 Euro und die schwarz-gelbe Regierung wird daran wohl nichts wesentliches ändern. Im CSU-Bayern der Mütterrente lagen dagegen die Bildungsausgaben bei 7.600 Euro.

Fazit: Neoliberale Verschleierungstaktik zielt darauf ab, einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzuhetzen, um die wirklichen Interessengegensätze zwischen Arm und Reich zu verschleiern.  

 
       
   

HOFER, Joachim (2018): Die neuen Alten.
Neue Zielgruppen: Von wegen Ruhestand. Immer mehr Menschen drehen richtig auf, wenn sie in Rente gehen - und eröffnen Unternehmen damit bislang ungeahnte Möglichkeiten. Der Trend wird sich in den nächsten Jahren weiter verstärken,
in: Handelsblatt v. 04.06.

Joachim HOFER berichtet über eine Generationenstudie von Jörg MEURER & Petra-Anna HERHOFFER, die eine vermögende Untergruppe der "Silver Ager" propagiert. HOFER interessiert dies jedoch nicht, dass es sich dabei nur um eine kleine Untergruppe der Besserverdienenden handelt, sondern schwadroniert:

"Die Alten sind die einzige Bevölkerungsgruppe in Deutschland, die in den nächsten Jahrzehnten wachsen wird. Derzeit leben (...) rund 15 Millionen Menschen, die 67 Jahre und älter sind. 2030 sollen es bereits gut 19 Millionen sein, noch einmal zehn Jahre später sogar mehr als 21 Millionen; so zumindest die derzeitige Bevölkerungsprognose. Die Zahl der Jüngeren nimmt dagegen dramatisch ab."

Wie viele dieser Rentner sich die im Artikel propagierten Luxusgüter und -reisen leisten können, darüber schweigt dieser Artikel lieber. Bereits im Jahr 2003 wurden auf dieser Website die typischen Klischeebilder über die "vergreisende Republik" präsentiert. Das Klischeebild von der schönen neuen Seniorenwelt gehörte bereits damals dazu  

 
       
   

03.06.2018

 
       
   

FAS (2018): "Kleinstadt, lass dich nicht abhängen!"
Der Autor des Buches "Übermorgenstadt", Gerd Schwandner, über deutsche Städte im globalen Wettbewerb, die Bedeutung eines urbanen Lebensgefühls und die Angst der Deutschen vor Hochhäusern,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.06.

Gerd SCHWANDNER, 2006 - 2014 Oberbürgermeister der Großstadt Oldenburg, ist ein gnadenloser Anhänger von Richard FLORIDA, dem Guru des kosmopolitischen Kriegs der Städte, in dem die Schwachen auf der Strecke bleiben. Dazu passt auch sein technokratisches Politikverständnis, das man als kommunalen Korporatismus bezeichnen kann:

"Früher stand ein Ratsmitglied nicht nur für sich selbst, sondern als Unternehmer oder als Verbands- oder Vereinsvorsitzender auch noch für andere. Heute ist Kommunalpolitik leider auch attraktiv für Leute ohne echte Berufskarriere".

SCHWANDNER schwebt keine politische Repräsentation aller gesellschaftlicher Gruppen im Stadtrat vor, sondern eine geschlossene Honoratiorenveranstaltung. Zu dieser Art von Politikverständnis passt der taz-Artikel Die Karriere eines Blenders von Felix ZIMMERMANN aus dem Jahr 2009.

Ein Psychologe würde SCHWANDNER einen Minderwertigkeitskomplex zuschreiben, denn in seiner Zeit als Oberbürgermeister gehörte Oldenburg nicht zu den attraktiven "Schwarmstädten" in Deutschland wie vergleichbar große Universitätsstädte. Die Schuld dafür sucht er nun allein bei den anderen. Seine Abrechnung mit der Oldenburger Politik, die das Buch "Übermorgenstadt" auch darstellt, hat er zusammen mit dem Oldenburger Stadtmarketingprofessor Rainer LISOWSKI verfasst, der wie SCHWANDNER zu den Jüngern FLORIDAs gehört. Warum man das Buch eines gescheiterten Oberbürgermeisters und dessen Marketingmann lesen soll, wird aus dem Interview nicht klar. Es richtet sich offenbar in erster Linie an die eigene Glaubensgemeinschaft.

 
       
   

WAGNER, Gerald (2018): Wo sind die Nesthocker?
Die Jugend von heute bleibe so lange wie möglich im "Hotel Mama" wohnen, heißt es oft. Das klingt empörend plausibel, ist aber ein Märchen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.06.

Bei der öffentlichen Debatte um Nesthocker geht es um zwei Dimensionen: Individualisierung vs. Kollektivierung und Mobilität vs. Seßhaftigkeit. Ob es zu viele Nesthocker gibt, das ist auch eine politische Frage.

Ob die Untersuchung von Dirk KONITZKA & André TATJES Licht in diese Debatte bringt, wäre zu fragen, denn KONITZKA & TATJES behandeln nur das Auszugsverhalten aus dem Elternhaus. Die Untergruppe der "Boomerang Kids" bleibt z.B. außen vor.

Die Frage ist auch, wie der Auszug aus dem Elternhaus operationalisiert wird. Der Aufsatz in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie besteht aus Umfragen zu den westdeutschen Heranwachsenden, d.h. die ostdeutschen Verhältnisse werden hier gar nicht berücksichtigt.

Zwischen Umfrageergebnissen und Statistiken wie dem Mikrozensus können sich durchaus Unterschiede ergeben. Wird ein Zweitwohnsitz als Auszug gewertet oder nur ein Hauptwohnsitz? Der Übergang von der Gründung eines eigenen Haushalts zum Auszug aus dem Elternhaus ist meist kein klarer Schnitt, sondern ein Prozess. Kann von einem Auszug geredet werden, solange im Elternhaus noch das eigene Zimmer existiert? Ist jemand aus dem Elternhaus ausgezogen, obwohl er jedes Wochenende nach Hause fährt?

Das Nesthockerphänomen ist natürlich immer auch eine Klassen- bzw. Milieufrage.    

 
       
   

02.06.2018

 
       
   

DELIUS, Mara (2018): Über Mütter.
Kann man über das Leben mit Kind schreiben, ohne kitschig und banal zu werden? Was uns die neuen Mutterbücher sagen,
in: Welt v. 02.06.

Mara DELIUS befasst sich ausführlich mit dem Buch Motherhood von Sheila HETI, das ein Tabu bricht - so heißt es jedenfalls, obwohl nach einer jahrzehntenlangen Debatte um die Kinderlosigkeit von Akademikerfrauen und der Debatte um Regretting Motherhood eigentlich kaum noch von einem Tabu gesprochen werden kann. Sarah DIEHL sieht deshalb einen Wandel beim medialen Bild der kinderlosen Karrierefrau. Und auch der Artikel von DELIUS wäre vor 15 Jahren in der Welt so nicht erschienen. Damals mussten sich kinderlose Karrierefrauen aufgrund der Hysterie ums Aussterben der Deutschen kinderlose Journalistinnen reihenweise rechtfertigen. Dass nun in der Welt derart unaufgeregt über ein Buch geschrieben werden kann, in dem sich eine Karrierefrau gegen ein Kind entscheidet, ist auch dem derzeitigen Geburtenanstieg zu verdanken.

 
       
   

AMANN, Melanie & Cornelia SCHMERGAL (2018): Alternative für Rentner.
Parteien: Die AfD ringt um ihren Kurs in der Sozialpolitik. Die ostdeutschen Verbände wollen Milliardengeschenke an die Senioren verteilen - nur möglichst nicht an Ausländer,
in: Spiegel Nr.23 v. 02.06.

AMANN & SCHMERGAL haben keine Berührungsängste. Die AfD ist ihnen willkommen, solange sie neoliberale Positionen vertreten wie Jörg MEUTHEN oder Alice WEIDEL, die in ihrer Dissertation sogar für den Ausbau der privaten Altersvorsorge plädiert hat - wie die beiden Neoliberalen frohlocken. Die Dissertation heißt jedoch Das Rentensystem der Volksrepublik China: Reformoptionen aus ordnungstheoretischer Sicht zur Erhöhung der Risikoresistenz und wurde 2011 an der Universität Bayreuth verfasst (Lehrstuhl Finanzwirtschaft von Volker ULRICH. Die Promotion wurde von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung subventioniert! Solange WEIDEL neoliberal ist, werden ihre völkischen Ausfälle vom Spiegel gerne geduldet. Der Bann des Medienmainstreams von Welt bis Spiegel trifft nur jene, die "national und sozialistisch", oder sollte man sagen: nationalsozial argumentieren?

AMANN & SCHMERGAL trauern auch der nationalkonservativen Frauke PETRY nach, die eine längere Lebensarbeitszeit oder Rentenkürzungen propagierte. Deren Hit: die Rente nach Kinderzahl erwähnen sie lieber nicht, denn diese propagiert auch ein Papier zur Sozialpolitik des Thüringer AfD-Politiker Jürgen POHL, das den Neoliberalen ein Dorn im Auge ist.

Dumm nur, dass darin Martin WERDINGs Konzept einer Rente nach Kinderzahl adaptiert wird. Dieser sieht es natürlich gar nicht gerne, dass sich ausgerechnet die AfD damit schmücken will, obwohl das eigentlich vorauszusehen war. In den Nuller Jahren hatte sich sogar Angela MERKEL für die Rente nach Kinderzahl ausgesprochen und die CDU/CSU-Variante der Rente nach Kinderzahl - die Mütterrente - ist bereits etabliert.

"(D)er Zeitpunkt ist mit Bedacht gewählt. Die Zukunft der Rente wird die Debatte der nächsten Wochen prägen, denn am Mittwoch konstituiert sich die Rentekommission der Großen Koalition. Noch dazu wird 2019 in Thüringen, Sachsen und Brandenburg gewählt. Die Sozialpolitik soll das wichtigste Wahlkampfthema werden, haben die ostdeutschen AfD-Fraktionschefs jüngst beschlossen",

erzählen uns AMANN & SCHMERGAL. Vergessen werden sollten auch die diesjährigen Landtagswahlen in Hessen und Bayern nicht.

Fazit: Wer wie AMANN & SCHMERGAL neoliberale AfD-Politiker hofiert, betätigt sich als Wegbereiter einer AfD-regierten Republik. Die Rechtspopulisten dürfen sich beim Spiegel über die mediale Aufmerksamkeit bedanken!  

 
       
   

SIEVERS, Markus (2018): "Die reicheren Länder werden belohnt, die ärmeren bestraft".
Wirtschaftsprofessor Thomas Lenk über den künftigen Finanzausgleich,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.06.

Der Finanzwissenschaftler Thomas LENK kritisiert die Reform des Länderfinanzausgleichs als Paradigmenwechsel vom brüderlichen zum paternalistischen Finanzausgleich. Dadurch sieht er die Finanzsituation der ärmeren Länder noch mehr geschwächt als bisher. LENK geht es im Grunde nicht um den Finanzausgleich, sondern um den primären Steuerzuteilungsmechanismus, bei dem nicht die Wirtschaftskraft eines Bundeslandes der Maßstab der Steuerzuteilung ist, sondern das Einkommensniveau der Bevölkerung:

"Bayern. Dessen Wirtschaftskraft (...) liegt bei 116 Prozent. Bayerns Einkommensniveau hingegen liegt derzeit bei 127 Prozent des Bundesdurchschnitts. Umgekehrt ist es (...) in (...) Sachsen. Hier liegt die Wirtschaftskraft bei 77 Prozent des Bundesdurchschnitts. Beim Einnahmenniveau kommt Sachsen jedoch nur auf 60 Prozent. (...). Die Spreizung zwischen starken und schwachen Ländern ist wirtschaftlich nicht so groß wie es die primären Einnahmeunterschiede suggerieren."

Die Ursache liegt im Einkommensniveau der Bevölkerung, das das Einnahmeniveau bestimmt. Außerdem wird kritisiert, dass die Kopfzahl als Zuweisungsmechanismus unangemessen ist. Stattdessen müsste die Altersstruktur in die Bemessung der Zuweisungen einfließen. Ein solcher Mechanismus existiert bereits in einzelnen Bundesländern, aber eben nur beim kommunalen Finanzausgleich, was in dem Artikel nicht angesprochen wird. Eine Änderung beim Länderfinanzausgleich ist jedoch frühestens 2031 wieder zulässig. Bis dahin müssten andere Mechanismen gefunden werden, um einen Ausgleich zu schaffen.

 
       
   

BARON, Christian (2018): Eine Geschichte aus zwei Stätten.
Das Elend der Moral: Nils Heisterhagen plädiert in seinem Buch "Die liberale Illusion" für linke Selbstkritik,
in: Neues Deutschland v. 02.06.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

ENZ, Werner (2018): Helvetia verteidigt BVG-Vollversicherung.
Quersubventionierung schmerzt,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 02.06.

ENZ, Werner (2018): Tiefe Verzinsungen und teure Garantien.
Kommentar: Raubbau im BVG-Geschäft,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 02.06.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

RÜB, Matthias (2018): Stern der Jugend.
Wie kommt der Erfolg der Populisten in Italien zustande? Und woher kommen die deutschfeindlichen Ressentiments? In beiden Fällen spielt die Arbeitslosigkeit unter jungen Italienern eine wichtige Rolle. Ein Besuch in Pomigliano D'Arco, der Heimatstadt Luigi Di Maios,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.06.

"Pomigliano d'Arco hat heute knapp 40.000 Einwohner. Die rauhe Industriestadt im Nordosten der Metropolenregion Neapel hat schon bessere Tage gesehen. Anfang der siebziger Jahre zum Beispiel, als sich Alafa Romeo hier mit einer Fabrik niederließ. (...). Damals schnellte die Einwohnerzahl der Stadt am Fuße des Vesuvs binnen eines Jahrzehnts um ein Drittel in die Höhe. In den Vororten wurden Wohnsilos aus dem Boden gestampft. Dann kamen die achtziger Jahre.
Die Hoffnung, die Stadt möge als zweites Zentrum der italienischen Automobilindustrie zum »Turin des Südens« werden, erfüllte sich nicht. 1986 übernahm der Fiat-Konzern Alfa Romeo (...).
Gebaut werden die neuen Alfas (..) nicht in Pomigliano d'Arco, sondern im Fiat-Chrysler-Werk von Cassino nahe Rom. In der einstigen Alfa Romeo-Stadt lässt Fiat Chrysler nur noch den
»Panda« bauen. Von nur noch 4.400 Arbeitern. Ob diese Jobs sicher sind, weiß niemand",

erzählt uns Matthias RÜB über die Heimatstadt von Luigi Di MAIO, dem Chef der Fünf Sterne, wo er bei den Parlamentswahlen 65 Prozent der Stimmen erhielt.

Bei den 18-30-Jährigen erhielt die Bewegung die meisten Stimmen. RÜB erklärt das mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit insbesondere im Süden:

"Eine verlorene Generation ist herangewachsen, die seit der Einführung des Euros im Jahr 2002 nichts als eine wirtschaftliche Dauerkrise kennt. (...) Für sie steht die (...) Gemeinschaftswährung für Stillstand und Aussichtslosigkeit, fürs Wohnen bei den Eltern selbst noch mit Anfang dreißig, weil man sich keine eigene Bleiben leisten kann."

Antideutsche Ressentiments bei den Italienern bediente nach Meinung von RÜB der deutsche EU-Haushaltskommissar Günther OETTINGER nur "unfreiwillig". Dem widerspricht, dass RÜB selber am Ende des Artikels das Bild vom "faulen Italiener" bemüht, um die Verlagerung von Jobs ins Ausland zu rechtfertigen:

"In Polen sind die Zufahrtsstraßen besser, es gibt weniger Streiks, und die Gewerkschaften sind nicht kommunistisch."

Es ist solch liberaler Hochmut, der den Eliten in einigen Jahren um die Ohren fliegen könnte!  

PILLER, Tobias (2018): Panik und Populismus.
Italiens Koalition hat mit ihren wilden Europlänen ein schlafendes Monster geweckt. Jetzt will die neue Regierung die gut versorgten Rentner beglücken. Kommt die Krise zurück?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.06.

Tobias PILLER berichtet darüber wie der internationale Finanzkapitalismus die Populisten in Italien zur Räson brachte. Und am Ende des Artikels wird wie üblich auf die Rentenpolitik in Italien eingeprügelt, die in der Sicht von Neoliberalen lediglich ein unnützer Kostenfaktor ist. Die Abschaffung der Rentenreform von 2011

"kommt, obwohl nach den Statistiken Armut vor allem bei jungen Italienern, nicht bei Rentnern zu finden ist. Italiens Renten hätten eigentlich wieder Kürzungsbedarf, weil das Volkseinkommen real noch mehr als 5 Prozent unter dem Wert von 2007 liegt, die Rentenausgaben aber nicht gekürzt, sondern mit der Inflation angehoben wurden."

PILLER ist das hohe Rentenniveau in Italien ein Dorn im Auge, weil natürlich jedes Land, das nicht neoliberalen Normen entspricht, ein praktisches Gegenargument darstellt, das eliminiert werden muss. Die nötige Munition liefern neoliberale Organisationen wie die OECD:

"Noch erhält ein männlicher Italienischer Rentner nach neuesten europäischen Daten im Schnitt 73 Prozent des letzten Gehalts, ein deutscher 46 Prozent. Italienische Männer gehen im Schnitt nach 35,8 Arbeitsjahren in Rente, deutsche mit 40,1 Arbeitsjahren. Italiens Rentenausgaben sollen bis 2040 auf 18,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen".

In gleicher Weise werden die eigenen deutschen Rentner von Neoliberalen mit Ländern, die angeblich besser dastehen, diszipliniert. Welche Bedeutung diesen Fakten tatsächlich zukommt, das wird selten hinterfragt, weil diese Fragen in den negativen Emotionen untergehen, die Neoliberale bewusst schüren.

 
       
   

Das Single-Dasein in Niger

SCHWARZ-REITER, Kathrin & Roland PREUSS (2018): Es wird eng.
Buch zwei: Bis 2050 könnten zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben. Was das für das westafrikanische Niger, aber auch für Europa bedeutet. Ein Report,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.06.

PREUSS, Roland (2018): "Das Wachstum ist beunruhigend".
Buch zwei: Afrikanische Führer setzen Geburtenrate als Machmittel ein. Ein Gespräch mit Helmut Asche,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.06.

 
       
   

01.06.2018

 
       
   

Wie sich zwei Dramatisierer ihre eigene deutsche Zukunft basteln, um im Vorfeld der ersten Sitzung der Rentenkommission Stimmung gegen die Rentenpläne der Koalition zu machen

GREIVE, Martin & Gregor WASCHINSKI (2018): Auf den Spuren Athens.
Demografie: Vor dem Start der Rentenkommission zeichnet eine Demografie-Studie ein dramatisches Bild: Staatsschulden und Sozialbeiträge werden explodieren,
in: Handelsblatt v. 01.06.

Wenn der Dramatisierer Martin GREIVE Berechnungen des Dramatisierers Martin WERDING präsentiert, dann werden realitätsferne Annahmen zu realistischen Annahmen aufgewertet:

"Natürlich sind Prognosen über so lange Zeiträume schwierig. Doch bis 2040 lassen sich relativ gute Vorhersagen treffen (...). Und Werding (...) verfasst ähnliche Berichte auch für das Bundesfinanzministerium.
Für seine neuen Berechnungen hat der Ökonom Annahmen getroffen, die zudem nicht realitätsfern erscheinen: Die (...) Nettozuwanderung (wird) im Jahr bei 150.000 liegen und die  Geburtenrate bei 1,4 Kinder pro Frau",

posaunen GREIVE und sein Lehrling. Was an einer Geburtenrate von 1,4 Kinder pro Frau realistisch sein soll? Das leuchtet nur GREIVE ein, denn gegenwärtig liegt sie bereits bei rund 1,6 Kindern pro Frau! Auch die Zuwanderung von 150.000 Personen pro Jahr klingt angesichts der gegenwärtigen Zahlen wie Hohn! Aber es handelt sich dabei auch um eine gewagte Interpretation der Journalisten, denn in der Studie heißt es:

"Für die Referenzvariante werden Annahmen übernommen, die das Statistische Bundesamt (2015) bei seiner letzten offiziellen Vorausberechnung getroffen hat. Unterstellt wird somit, dass die zusammengefasste Geburtenziffer auf Dauer unverändert auf ihrem langjährigen Durchschnittswert (von 1,4 Geburten je Frau) verharrt, dass die Lebenserwartung bei Geburt für Frauen weiter alle zehn Jahre um rund 1½ Jahre (von derzeit 83,1 Jahren bis 2060 auf 90,4 Jahre, danach linear weiter) und für Männer um knapp zwei Jahre (von derzeit 78,2 Jahren bis 2060 auf 86,7 Jahre) zunimmt4 und dass der Wanderungssaldo – nach einem Auslaufen der momentanen Welle – ab 2020 Jahr um Jahr bei +150.000 Personen liegt." (2018, S.8)

Die letzte offizielle Vorausberechnung des Statistischen Bundesamts ist jedoch die Variante 2A, die mit der bereits überholten Geburtenrate von 1,5 Kindern pro Frau rechnet. Die Zuwanderung wird ab 2020 mit 200.000 Personen beziffert. In einer Fußnote gibt WERDING zwar zu erkennen, dass er diese Aktualisierung kennt, sie aber ignoriert, wie das Zitat zeigt. WERDING weiß selber, dass seine Annahmen wenig realitätsnah sind, weshalb er seine Zahlen zur Geburtenrate folgendermaßen rechtfertigt:

"Über jede dieser Annahmen ließe sich diskutieren. So könnte man fragen, ob der jüngste Anstieg der Geburtenziffer (bis 2015 auf 1,5) nicht auf nachhaltige Verhaltensänderungen hindeutet, etwa wegen des 2007 eingeführten Elterngeldes und des seither erfolgten Ausbaus der Kindertagesbetreuung. Dahinter können allerdings auch reine Timing-Effekte bei elterlichen Fertilitätsentscheidungen stehen, die die jährlichen Geburtenziffern nur vorübergehend erhöhen. So wurden ausgeprägte Schwankungen der jährlichen Geburtenziffern nach ähnlichen Reformen – ohne Effekte für die durchschnittliche Kinderzahl je Frau – z. B. in Schweden Anfang der 1990er-Jahre beobachtet." (2018, S.9)

Was plausibel erscheint, ist es nicht, denn ob ein Geburtenanstieg nachhaltig ist, das zeigen die endgültigen Kinderzahlen von Frauenjahrgängen. Und hier ist ein Anstieg festzustellen, der nicht durch einen Verweis auf Schweden wegzuleugnen ist. Der Frauenjahrgang wird mit fast 1,5 Kindern pro Frau den Tiefststand der Geburtenrate darstellen, denn der Frauenjahrgang 1969 hat derzeit bereits mehr Kinder geboren als sein Vorgängerjahrgang. Der Frauenjahrgang 1971 hat im Alter von 46 Jahren bereits über 1,51 Kinder pro Frau erreicht. Die altersspezifischen Geburtenziffern der jüngeren Frauenjahrgänge hat das Statistische Bundesamt bislang nicht veröffentlicht. 

Inwiefern das Elterngeld überhaupt einen Effekt hatte, ist aufgrund des Anstiegs der endgültigen Kinderzahlen nicht entscheidend. Das Elterngeld könnte vielmehr sogar negative Auswirkungen auf die Geburtenentwicklung gehabt haben, denn bereits lange vor Einführung des Elterngeldes wiesen die altersspezifischen Geburtenziffern der jüngeren Frauenjahrgänge aus den 1970er Jahren darauf hin, dass ein Geburtenanstieg erwartbar ist. Der Ökonom Detlef GÜRTLER wies bereits 2003 nach, dass es einen Geburtenanstieg in Westdeutschland bei den Frauenjahrgängen der 1970er Jahre gab. Das Statistische Bundesamt und das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung stritten dies jedoch über 10 Jahre lang ab. WERDING gehört immer noch zu den Leugnern wie seine Argumentation zeigt. Der Anstieg der endgültigen Kinderzahlen lässt sich nicht mit Timingeffekten wegdiskutieren, sondern ist real. Es zeigt jedoch mit welch fadenscheinigen Argumenten hier gezielt eine sehr pessimistische Sicht als realistisch dargestellt werden soll.

Leugner wie WERDING sind die eigentliche Gefahr für einen Geburtenanstieg, denn dadurch werden die damit verbundenen Herausforderungen nicht genannt. Dies zeigt sich inzwischen deutlich bei Kinderbetreuung und Grundschulkatastrophe, die ursächlich mit der deutschen Fixierung auf das Aussterben verbunden sind.   

Dreist erhöht WERDUNG auch noch die Lebenserwartung. Während die Variante 2A die Lebenserwartung gegenüber den Annahmen von 2015 auf 88,6 Jahre (Frauen) und 84,7 Jahre (Männer) reduziert, erhöht WERDING die Lebenserwartung dagegen um 1,8 Jahre für Frauen und sogar 2 Jahre für Männer. Dies ist kein Zufall, denn damit kann WERDING mit einfachen Mitteln ein Horrorszenario entwerfen. Alle Indikatoren sind von WERDING ganz gezielt auf ein Horrorszenario gerichtet: weniger statt mehr Geburten, weniger statt mehr Zuwanderung und nicht zuletzt eine massiv erhöhte Lebenserwartung. Alle drei Indikatoren zielen auf eine sehr pessimistische Bevölkerungsentwicklung ab, die die Ausgaben gezielt nach oben treiben.  

Ganz dreist wird es, wenn es bei GREIVE & WASCHINSKI heißt:

"Überraschend ist, dass die Entwicklung der Ausgaben und Beitragssätze in verschiedenen Demografie-Szenarien bis etwa 2040 nahezu identisch sind.",

zitieren GREIVE & WASCHINSKI anscheinend aus der Studie, aber dort findet sich dieser Satz gar nicht (er ist lediglich der Pressemeldung entnommen!). In der Studie heißt es stattdessen:

"Überraschendster Befund dürfte dabei sein, wie wenig wichtige Ergebnisse für den Zeitraum bis etwa 2045 variieren, wenn man mehrere, aus heutiger Sicht einigermaßen plausibel erscheinende demographische Szenarien vergleicht (vgl. Abschnitt 2)." (2018, S.36)

GREIVE & WASCHINSKI halten offenbar die Aussagen von WERDING zu vollmundig, oder warum sollten sie das sonst abschwächen? (oder - was fast noch schlimmer ist - sie übernehmen einfach nur die Interpretation der Pressemitteilung) Bei WERDING heißt es zu den Alternativszenarien:

"Um zu prüfen, wie sehr die langfristige demographische Entwicklung auf Änderungen der Annahmen für die Referenzvariante reagiert, werden hier jeweils auch moderate, aus heutiger Sicht aber nicht unplausible Abweichungen nach oben und unten betrachtet sowie zu Alternativszenarien mit einer »jungen« und einer »alten Bevölkerung« kombiniert. Angenommen wird dabei, dass die zusammengefasste Geburtenziffer bis 2020 auf 1,6 ansteigt bzw. auf 1,2 sinkt, dass die Lebenserwartung bei Geburt für Männer und Frauen alle zehn Jahre um knapp sechs Monate weniger stark bzw. stärker zunimmt (bis 2060: ±2 Jahre, danach lineare Fortsetzung der jeweiligen Trends) und dass der Wanderungssaldo ab 2020 +200.000 bzw. +100.000 Personen pro Jahr beträgt." (2018, S.9)

Die Alternativszenarien sind nicht wirklich alternativ. Die Geburtenrate lag bereits im Jahr 2016 bei 1,6 Kinder pro Frau. Warum kein Anstieg auf 1,7 Kinder pro Frau, was durchaus realistisch wäre? Offenbar hätte das die Wirkung der Aussagen beeinträchtigt!

Selbst bei den minimalen Alternativszenarien von WERDING zeigen sich bereits vor 2030 Abweichungen, die bis 2045 keineswegs vernachlässigt werden können, wie die Abbildung 1 (S.10) zeigt. So differiert die Wohnbevölkerung um bis zu 5 Millionen Einwohner. Und der Altenquotient, der noch mit 65+ statt mit 67+ rechnet, was dem Rentenanstieg angemessen wäre, differiert um 10 Punkte!

Angesichts der völlig realitätsfernen Annahmen der Berechnungen zur Bevölkerungsentwicklung, die über die DESTATIS-Berechnungen über 2060 hinaus bis 2080 getrieben werden, muss man sich fragen, ob man nicht besser gleich nur die Stellungnahmen von BDA und FDP abgedruckt hätte, denn diese stellen die politische Meinung des Pamphlets von WERDING dar.

Fazit: Berechnungen, die in ihren Annahmen mit völlig weltfremden Zahlen agieren, sind nichts als selbsterfüllende Prophezeiungen, d.h. es kommen genauso weltfremde Ergebnisse heraus. Wir werden uns deshalb mit den Berechnungsergebnissen erst im Jahr 2020 beschäftigen. Dann wird sich zeigen, inwiefern die Berechnungen überhaupt noch etwas mit der Zukunft Deutschlands zu tun haben.      

 
       
   

HAERDER, May (2018): Politik fürs Vergessen.
Die große Koalition bürdet der Rentenkasse Zusatzlasten auf und erklärt längeres Arbeiten zum Tabu. Wenn die Rentenkommission kommende Woche zum ersten Mal tagt, sitzt die Jugend mal wieder nicht am Tisch,
in: WirtschaftsWoche Nr.23 v. 01.06.

Max HAERDER will uns den 34-jährigen Politiker Walter GRÜNDINGER tatsächlich als "Jugendlichen" verkaufen! Der Artikel präsentiert ansonsten nur die neoliberalen Positionen von BDA, FDP und Axel BÖRSCH-SUPAN.

 
       
   

FRITSCHE, Andreas (2018): Das kinderfreundlichste Dorf.
Brandenburg: Neutrebbin liegt nicht im Berliner Speckgürtel und hält seine Einwohnerzahl trotzdem stabil,
in: Neues Deutschland v. 01.06.

Andreas FRITSCHE berichtet über Neutrebbin im Landkreis Märkisch-Oderland:

"Die Kita verfügt über knapp 100 Plätze und ist fast komplett ausgelastet. Für ein brandenburgisches Dorf mit gerade einmal 1450 Einwohnern, das nicht im Berliner Speckgürtel liegt, ist das beachtlich. Es ist auch beachtlich, dass die Einwohnerzahl gegen den Trend auf dem Lande seit Jahren stabil ist. Für Neugeborene zahlt die Gemeinde ein Begrüßungsgeld von 100 Euro. Im vergangenen Jahr sind acht junge Familien zugezogen."

Gemäß den Statistikamt Berlin Brandenburg hatte Neutrebbin am 31.12.2016 1.389 Einwohner. Im September 2017 waren es 1.385. In Neutrebbin sind 2016 doppelt so viele Menschen gestorben (14) als geboren wurden (7) . Zudem sind 13 Menschen mehr fort- als zugezogen. Ende 2015 lebten also 20 Menschen mehr als am Jahresende.

Fazit: Eine positive Bilanz sieht anders aus! Weshalb also dieser Bericht?

"Wenn gute Nachrichten in der Zeitung stehen, dann dient das dem guten Ruf von Neutrebbin. Wer in der Ferne davon liest, erwägt vielleicht, in die Gemeinde zu ziehen".

Der Begriff "kinderfreundlichstes Dorf" ist eine Erfindung aufgrund des Landeswettbewerbs Familien- und kinderfreundliche Gemeinde. Am Wettbewerb waren lediglich 22 Kommunen beteiligt. Von daher ist der Titel pure Augenwischerei. Neutrebbin gehörte bereits 2005 zu den ausgezeichneten Gemeinden. Damals hatte die Gemeinde noch über 200 Einwohner mehr. Der mediale Aufmerksamkeitseffekt ist also eher bescheiden. 

 
       
   

HOCHGESCHWENDER, Michael (2018): Der Kapitalismus ist doch farbenblind.
Ein System kollabiert, und keinen kümmert es: Matthew Desmond wird Zeuge eines sozialen Desasters unter den Armen im Mittleren Westen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.06.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

SCHÖCHLI, Hansueli (2018): Bezugsverbot bei Pensionskassengeldern abgelehnt.
Kehrtwende des Ständerats in der Debatte zur Reform der Ergänzungsleistungen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 01.06.

 
       
   

Das Single-Dasein in Ungarn

KÁLNOKY, Boris (2018): Vorbild Deutschland.
In Ungarn sinkt die Geburtenrate. Premier Orbán greift nun zu erstaunlich modernen Mitteln - die er sich bei der Bundesregierung abgeschaut hat,
in: Welt v. 01.06.

In Ungarn sinkt die Geburtenrate nicht, sondern sie ist gestiegen:

"In Deutschland liegt die Geburtenrate (...) gegenwärtig bei 1,5. In Ungarn stieg die Rate seit der Regierungszeit Orbáns 2010 von 1,25 auf 1,53",

lügt uns Boris KÁLNOKY an. In Deutschland lag die Geburtenrate 2016 bei 1,59 und damit höher als in Ungarn. Der Artikel befasst sich mit der Bevölkerungspolitik der ungarischen Regierung, die bis 2030 eine bestandserhaltende Geburtenrate von 2,1 Kinder pro Frau anstrebt. Man wird sehen, inwiefern dies gelingen wird. Deutschland ist natürlich in dieser Hinsicht kein Vorbild. 

 
       
 

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Zu den News vom 25. - 31. Mai 2018
 

       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
       
 
   

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Bernds@single-dasein.de Stand: 21. Juni 2018