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Medienrundschau:
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News vom
08. - 30. April 2011
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Zitat
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Das Leitbild des pädagogischen Früh-Förderstaates:
Ressourcentheoretische Perspektive und Umsetzungsgefahren im
konservativen Wohlfahrtsstaat à la Deutschland
"Betrachtet
man das Leitbild des pädagogischen Früh-Förderstaates aus
einer ressourcentheoretischen Perspektive, so haben
Kindertagesstätten dort eine mehrfache Funktion: Einerseits
vermitteln Sie den Kindern Bildung und Fähigkeiten. Dabei ist
die Qualität der Betreuungsangebote von entscheidender
Bedeutung (...). Des Weiteren stellen sie Einrichtungen dar,
die den Eltern die Ressource Zeit zur Verfügung stellen. Diese
Zur-Verfügung-Stellung von Ressourcen interagiert allerdings
auch mit den ökonomischen Ressourcen: Esping-Andersen weist
darauf hin, das gerade der egalisierende Effekt nur dann
erreicht werden kann, wenn die Betreuungs- und
Bildungsangebote möglichst viele und insbesondere auch Kinder
aus »bildungsfernen« Familien erreichen (...). Andernfalls
wären sie nur ein neuer Mechanismus der Stratifikation. (...).
Kaum diskutiert werden in der Öffentlichkeit bisher die
Auswirkungen des Besuchs von Kindertagesstätten auf die
Gesundheit (...).
Soweit es zu
einer Umsetzung des Leitbildes des pädagogischen
Früh-Förderstaates kommt, ist allerdings zu erwarten, dass die
konkrete Ausgestaltung je nach Wohlfahrtsregime divergiert:
(...). (Im konservativen Wohlfahrtsstaat) könnte man auf die
Idee kommen, dass nach der Welt der Arbeit und der Schule nun
die Welt der Frühpädagogik als neue Sphäre der Stratifikation
entdeckt wird. In der Schule wird Stratifikation durch einen
Glauben an genetische Begabung, also durch
Naturalisierung, legitimiert - und zugleich produziert. Ein
Transfer dieser stratifizierenden Mechanismen könnte darin
bestehen, die Dreigliedrigkeit der Sekundarstufe auf
Kindergarten, Vorschule und Grundschule auszudehnen."
(aus: Alban Knecht "Lebensqualität
produzieren" 2010, S.277ff.)
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KNOBLOCH, Julia (2011): Augusts Hut.
Sie lebt in
Berlin, er ist aus den USA zu Besuch. An einem Frühlingstag lernen sie
sich in einem Café in Kreuzberg kennen. Diesmal wird sie glücklich
werden, glaubt sie,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 30.04
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WELDING, Malte (2011): Warum langweilen mich Männer so schnell?
Die Frage nach
der Liebe,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 30.04
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PILZ, Dirk (2011): Bleib nüchtern und besieg die Angst!
Vor 300 Jahren
wurde der Philosoph, Historiker, Hobbykoch und Schotte David Hume
geboren. Er war einer der ersten, einflussreichsten und mutigsten
Aufklärer Europas,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 30.04
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KNIPPHALS, Dirk (2011): Pilgerreisen zur eigenen Erfahrung.
Erlebnis:
Unser Literaturbetrieb ist zu sehr auf Romane fixiert. Das zeigen die
neuen Bücher von Arno Geiger, Gregor Hens und Wolfgang Büscher,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 30.04
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LIEDER, Marianna (2011): Jung, klug, neugierig.
Denken für
morgen: Die Debatten-Zeitschrift „Polar“ feiert Jubiläum,
in: Tagesspiegel v. 30.04
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NIEJAHR, Elisabeth (2011): Bereut wird später.
Pflege: Die
Legalisierung ausländischer Billigpflegekräfte ist falsch. Die Alten
von morgen werden das spüren,
in: ZEIT Nr.18 v. 28.04
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SCHLAG, Beatrice (2011): Aufriss, Affären, Abstinenz.
Ein Viertel
aller Schweizerinnen sind ohne festen Partner. Wie sieht ihr
Sexualleben aus? Während Single-Männer bei Bedarf ins Bordell gehen
können, ist die Angelegenheit für Frauen komplizierter. Betroffene ab
dreissig berichten,
in: Weltwoche Nr.17 v. 28.04
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GURATZSCH, Dankwart (2011): Wer braucht denn dieses halsbrecherische
Kopfsteinpflaster?
In Suburbia
wird es einsam: Angesichts der neuen Attraktivität der Zentren steht
die Stadtplanung vor einem gewaltigen Umbruch,
in: Welt v. 27.04
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GREFFRATH, Mathias (2011): Stütze für alle.
Die Lobbyisten
des Grundeinkommens verkaufen Resignation als Fortschritt,
in: TAZ v. 27.04
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STEINBERG, Juliane & Gabriele DOBLHAMMER (2011): Blick in die
Zukunft bleibt mit Unsicherheit behaftet.
Dennoch können
demografische Bevölkerungsprognosen verlässliche Wegweiser sein,
in: Demografische Forschung aus erster Hand, Nr.1
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TESCHE, Sabine (2011): Seitensprung-Vermittler spricht über Untreue.
Das Geschäft
mit der Untreue boomt. Im Interview spricht Felix Brosius über eigene
Moralvorstellungen,
in: Hamburger Abendblatt v. 26.04
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Kathrin Schmidt - Du stirbst nicht
GEIßLER, Cornelia (2011): Aus dem Schlamm der Sprachlosigkeit.
Die
Schriftstellerin Kathrin Schmidt über den Umgang mit einem
verletzten Hirn,
in: Berliner Zeitung v. 26.04
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Ulrich Beck - Risikogesellschaft
EBBINGHAUS, Uwe (2011): Was folgt auf den ökologischen Sieg?
Gespräch mit
Ulrich Beck: Was nicht versichert werden kann, muss anders
verantwortet werden. Fünfundzwanzig Jahre nach Tschernobyl stellt
sich die Frage nach der Bewertung von Atomenergie neu,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.04
WENTZEL, Uwe Justus (2011): Riskante Simulation,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.04
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WILD, Beate (2011): "Münchner Frauen sind am untreuesten".
In München
leben die meisten Singles. Beziehungsexperte Eric Hegmann erklärt,
woran das liegt, wo man am besten neue Leute kennenlernt, warum
Zugereiste oft Probleme haben und warum die Münchner so untreu sind,
in: sueddeutsche.de v. 25.04
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HUBER, Stephanie (2011): Verlieben im Sieben-Minuten-Takt.
Um die
Partnersuche zu beschleunigen, gibt es Speed-Datings. Ob das rasche
Kennenlernen eher Liebe oder eher Frust bringt, hängt auch hier vom
Gegenüber ab. Ein Selbstversuch im Land der Singles,
in: faz.net v. 25.04
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LEHNART, Stefanie (2011): Die Beziehungsküste.
Schroffe
Felsküsten, mysteriöse Kornkreise sowie irrlichternde Moorgeister und
Magier: Cornwall in Englands Südwesten ist der ideale Schauplatz für
Liebeslegenden und Königsdramen. Ein Streifzug durch das Land und
seine Literatur,
in: faz.net v. 24.04
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Hannelore Schlaffer - Die intellektuelle Ehe
KÄMMERLINGS, Richard (2011): Tischgespräch mit Hannelore Schlaffer.
Paarweise: Die
Publizistin wählt Huhn und den rituellen "Dezi" vom Roten,
in: Welt v. 23.04
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SCHMITZ, Thorsten (2011): Unsterblich.
Seit sich
Menschen im Internet präsentieren, gibt es ein ewiges Leben im Netz.
Denn Facebook-Seiten und Online-Auftritte bleiben auch nach dem Tod.
Hinterbliebene kann das trösten. Und schon wird die digitale
Erinnerung zur Geschäftsidee,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.04
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SZ-Magazin (2011):
"Das Meer ist eine einfache Methode zur Abfallentsorgung".
Im Abitur 2010
sollten bayerische Schülerinnen und Schüler die Standortvorteile
japanischer Kernkraftwerke erörtern. Wir haben aus einige Antworten
der Schüler angesehen - und die Musterlösung des Kultusministeriums,
in: SZ-Magazin Nr.16 v. 21.04
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BOYLE, T. C. (2011):
In der Zone.
Nach der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl kehren Mascha und Leonid zurück in
das Sperrgebiet. Was erwartet sie dort? Eine Kurzgeschichte,
in: SZ-Magazin Nr.16 v. 21.04
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ROEDIG, Andrea (2011):
"Lieber böse als dumm".
Richard David Precht
über Egoismus, realistische Moralvorstellungen und Kindererziehung,
in: Tagesspiegel v. 21.04
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Richard Kämmerlings - Das kurze Glück der Gegenwart
ZINGG, Martin (2011): Panorama neuerer deutscher Literatur.
Richard
Kämmerlings' Studie «Das kurze Glück der Gegenwart»,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.04
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Wissenschaft als Lebensform - Eltern unerwünscht?
HERB,
Ulrich (2011): Prekäre Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen.
Bis zu 90
Prozent der Wissenschaftler sind befristet beschäftigt: der
Soziologe Matthias Neis über die "prekäre Wissenschaft",
in: Telepolis v. 19.04
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Silvia Bovenschen - Wie geht es Georg Laub?
ALBATH, Maike (2011): Haus mit Höllenschlund,
in: DeutschlandRadio v. 19.04
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WENGER, Ruth (2011): Liebe geht durch die Nase.
Münchner
Studenten gründen Online-Partnerbörse mit DNS-Abgleich. Auf Gmatch
können sich Singles virtuell erschnuppern,
in: Welt v. 18.04
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WENZEL, Uwe Justus (2011):
Ichling im Abschwung.
Selbstlosigkeit ist
en vogue,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 18.04
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DIERIG, Carsten (2011): Liebesgrüße aus der Kühltruhe.
Fertigpizza,
Rahmspinat und Pangasiusfilet im Eisschrank geben Aufschluss über den
Charakter von Junggesellen,
in: Welt v. 16.04
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"Wer sich einen Junggesellen angeln will, sollte einen Blick
in dessen Tiefkühlfach werfen", heißt es bei DIERIG.
Bereits im Jahr 2003 hat single-dasein.de darauf
hingewiesen, dass Tiefkühlkost nicht die Domäne der
Alleinlebenden (es geht in der Studie ja nicht um
Junggesellen) ist, sondern auch bei Familien weit verbreitet
ist. Die Lebensmittelindustrie spricht auch nicht vom Single,
sondern vom "situativen Einzelesser". Der französische
Soziologe Jean-Claude KAUFMANN hat aus diesem Grund in seinem
2006 erschienenen Buch
Kochende Leidenschaft über die aufkommende
"Kühlschrankkultur" in Familien geklagt. |
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DESRUES, Georges (2011): "Hier ist doch nicht Afghanistan".
Die
französische Philosophin Elisabeth Badinter ist entschiedene
Befürworterin des Burka-Verbots. Ein Gespräch über radikalisierte
Religionen und republikanische Werte,
in: Welt v. 16.04
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BYLOW, Christina (2011):
Niemand.
Die alleinerziehende
Mutter ist ein Auslaufmodell. Auch wenn ihr das selbst vielleicht
nicht bewusst ist. Und den Vätern erst recht nicht,
in: Magazin der Berliner Zeitung v. 16.04
"Als ich
im Winter 2010 begann, ein Buch übers Alleinerziehen zu
schreiben, war das Image alleinerziehender Frauen an einem
Tiefpunkt angelangt. Im Januar 2010 charakterisierte die
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter dem Titel
«Die
Hätschelkinder der Nation» alleinerziehende, arbeitslose
Mütter als raffinierte, vom Hartz-IV-System bevorzugte
Existenzen und rückte sie in die Nähe von Sozialbetrug.
(...) Im Sommer 2010 machte Henryk M. Broder
im Tagesspiegel einen Lösungsvorschlag, herrlich
ironisch, wie gewohnt. (...) Im Herbst 2010 ist es Thilo
Sarrazin, der sich in seinem Bestseller
»Deutschland schafft
sich ab« über Alleinerziehende und ihre Kinder Gedanken
macht",
beschreibt Christina
BYLOW die Ausgangssituation, in der sie ihr Buch
Familienstand: Alleinerziehend über Alleinerziehende in
Deutschland schrieb. Hinweise fehlen dagegen über die Debatte
um die
verlassenen Macchiato-Mütter in der taz,
stattdessen nur der Verweis auf Baka MISCHAs Pamphlet über die
Feigheit der Frauen. Der Beginn des Angriffs auf die
Alleinerziehenden datiert auf die Zeit der Durchsetzung der
Agenda 2010. Beispielhaft ist dafür der Artikel
Produktion und Reproduktion von Norbert BOLZ. Bereits
vor dem Trittbrettfahrer Thilo SARRAZIN hatte Gunnar HEINSOHN
die Sozialhilfemutter zur typischen Alleinerziehenden
stilisiert. Oder wie es BYLOW formuliert:
"Die auf
Sozialtransfers angewiesene alleinerziehende Mutter ist zum Inbegriff
einer keineswegs homogenen Gruppe geworden. Dabei verdienen sechzig
Prozent den Lebensunterhalt, wenn auch oft äußerst bescheiden, für sich
und ihre Kinder weitgehend allein."
Zuvor hatten über ein
Jahrzehnt lang Karrieremütter wie Stella BETTERMANN das Bild
der Alleinerziehenden mit Büchern wie
Mama Solo geprägt. Mit dem Umbau des Sozialstaats vom
"fürsorglichen" zum "gewährleistenden" Staat ist die
alleinerziehende Mutter jedoch wieder auf dem Weg zur
abweichenden Lebensform. In diesem Sinne ist sie dann auch ein
Auslaufmodell, denn auch die Unterhaltsgesetzgebung wurde
geändert, wie BYLOW zusammenfasst:
"Auch die Unterhaltsrechtsreform setzte neue Vorgaben für das
Experiment Familie. Die Reform schaffte den nachehelichen Unterhalt
weitgehend ab. Gestärkt wurden die »Zweitfamilie« und die
»Eigenverantwortung«. Das genuin westdeutsche Gespann aus Versorger
und Gattin wird damit irgendwann aussterben. Die Gesetzgebung folgt dem Leitbild der egalitären Elternschaft. Das Prinzip
»Einer zahlt,
einer betreut« ist damit nahezu obsolet. Solange aber die »Sorgearbeit«
- eigentlich ein schönes Wort - bei den Müttern bleibt, werden sie
doppelte Einschnitte haben. Und nicht immer lassen die sich mit
doppelten Freuden schönreden."
Ein grundsätzliches
Problem mit Alleinerziehenden ist jedoch, dass der Begriff aus
einer Zeit stammt, in der die lebenslange Ehe und das
Zusammenwohnen der Eltern die Familienwirklichkeit prägte.
Sowohl die moderne Arbeitswelt als auch das moderne
Beziehungsideal sprengen diese politischen Vorgaben des
amtsstatistischen Begriffs "alleinerziehend". Populäre
Begrifflichkeiten wie "Patchworkfamilie" für
"Alleinerziehende" mit neuem Lebenspartner sprengen die
Haushaltsstatistik, insbesondere wenn beide Partner in
verschiedenen Haushalten leben. Alleinerziehend ist nicht
alleinerziehend, genauso wenig wie Single gleich Single ist. |
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ZAPPE, Carina (2011):
Zuhause auf Zeit.
Heute Hamburg, morgen
Berlin oder New York: Junge Leute müssen im Berufsleben mobil sein.
XXL-Wohngemeinschaften bieten rasch ein neues Dach über dem Kopf -
können aber auch Ziemlich stressig sein,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.04
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MÜHL, Melanie (2011):
Frühjahrsoffensive der Teilzeitamazonen.
Der Lieblingsfeind
von Frauen sind Frauen. Das ist angesichts der Tatsache, dass sie nach
wie vor auf der Seite der Diskriminierten stehen, absurd. Eigentlich
müssten Frauen wütend protestieren. Gemeinsam. Warum nur tun sie das
nicht?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.04
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Lebensqualität in einer Gesellschaft der Langlebigen. Eine neue
Sicht auf den Wohlfahrtsstaat und seine möglichen
Weiterentwicklungen
BEDÜRFTIG, David (2011):
Wohlstand ist mehr als Wachstum.
Das Forschungszentrum
für Umweltpolitik entwickelt einen "Nationalen Wohlfahrtsindex",
in: Tagesspiegel v. 16.04
HÖSLE, Vittorio (2011): Zeiten des Übergangs.
Die grüne
Frage (3): Die grüne Lehre - Die Politik muss soziale Gerechtigkeit
der Nachhaltigkeit unterordnen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.04
Aus der Schwäche der SPD zieht HÖSLE den Fehlschluss, dass
soziale Gerechtigkeit in Deutschland nicht mehr auf der
politischen Agenda steht, sondern Generationengerechtigkeit.
Es ist aber gerade andersherum. Die Schwäche der SPD
resultiert aus ihrem Verlust der Glaubwürdigkeit in Sachen
sozialer Gerechtigkeit durch ihre Agenda 2010-Politik, die zur
Gründung der Partei der Linke geführt hat. Deren Versagen in
Baden-Württemberg wiederum auf einem ganz anderen Blatt steht.
Nachhaltigkeit
und Generationengerechtigkeit sind inzwischen zu Worthülsen
verkommen, bei denen es deshalb umso mehr darauf ankommt
genauer hinzuschauen. In seinem Buch
Lebensqualität produzieren zeigt deshalb Alban KNECHT
auf, wie Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit gleichrangig
verwirklicht werden können. Allein dies ermöglicht die
Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland und nicht das
Ausspielen der verschiedenen Politikziele gegeneinander, wie
es bei HÖSLE und in weiten Teilen bei den Grünen (wofür die
Rede von der Öko-FDP steht) der Fall ist.
Bereits
2005 beschrieb Dietmar DATH warum die Eliten in Deutschland
die grüne Option wirklich brauchen:
"Die Welt von »manufactum«
und die Ideologie des ökologischen Häusle-Bauens für
Kleinbesitzer entspringen am selben Punkt - dem Horror vor
der Kollektivierung. Schwarzgrün ist darum die logische
Option aller, die Heideggers Nachkriegs-Technikphilosophie
verstanden haben und in der Frage »Industrie oder stabile
Hierarchien« sich zugunsten der Hierarchien entscheiden.
Denn die Nichtbesitzer werden sich nur dann daran hindern
lassen, die Eliten zu enteignen und für die Masse größere
Kuchenstücke zu fordern, wenn man ihnen den Verzicht auf die
Früchte der Industrialisierung als etwas moralisch
Hochwertiges, als eine neue Frömmigkeit verkaufen kann.
Genau dafür braucht die Elite die grüne Option."
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STEINBERGER, Petra (2011): Die Anderen.
Lange dachte
man, dass Software und Billiglohnländer nur die einfachen Arbeiten
übernehmen können - nun trifft es auch die qualifizierten Berufe,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.04
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Die Alleinreisenden - Eine erste Bestandsaufnahme zu einem
vernachlässigten Thema
MERCEDES-LAUENSTEIN (2011): Wie ein Adlerflug.
Nur alleine
kann man den Alltag hinter sich lassen und seine Touristenhülle
abstreifen. Ein Plädoyer fürs Reisen ohne Begleitung,
in: jetzt.sueddeutsche.de v. 15.04
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VÖLPEL, Eva (2011): Mütter zurück am Herd.
Gleichstellung:
Immer mehr Frauen gehen arbeiten, aber Mütter arbeiten immer weniger
Stunden. Verantwortlich sind falsche finanzielle Anreize: Minijob und
Ehegattensplitting,
in: TAZ v. 15.04
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Gegen das
Vergessen: Die
Nuklearkatastrophe in Japan geht tagein tagaus weiter, obwohl die
deutschen Medien immer weniger darüber berichten
RÖTZER, Florian (2011): Radioaktivität steigt weiter in Fukushima.
Die
Betreibergesellschaft fährt mit dem Beschwichtigungskurs fort, die
japanische Regierung scheut vor einer Intervention zurück,
in: Telepolis v. 15.04
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DATH, Dietmar (2011):
Betriebsunfall im Maschinentraum.
Die Japaner sind von
Technik durchdrungen und empfinden die Katastrophe in Fukushima als
Störfall ihres Selbst. Wer das Land in diesen Tagen bereist, sieht die
viel gerühmte Gelassenheit auf einmal anders,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.04
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SOBOCZYNSKI,
Adam (2011): Im Abklingbecken.
Angst vor
Atomkraft: Zur alternden Gesellschaft gehört die Angst vor riskanten
Techniken,
in: Die ZEIT Nr.15 v. 14.04
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Die alternde Gesellschaft hat nach der Jahrtausendwende
nahtlos den Jugendwahn als Erklärungsklischee abgelöst. Dumm
nur, dass vor 25 Jahren die Angst vor der Atomkraft kein
bisschen kleiner war. Damals schuf Tschernobyl in gerade
einmal 5 Wochen sogar ein ganz neues Ministerium: das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit. |
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FILON, Jenny (2011): "Flirten ist erstmal zwecklos".
Ein Flirt ist kein Eheversprechen. Soweit haben das auch deutsche
Frauen verstanden. Von einem Franzosen können sie aber dennoch
sehr viel lernen. Meint zumindest der Buchautor und Franzose
Alain-Xavier Wurst. Jenny Filon hat mit ihm gesprochen,
in: Kölner Stadt-Anzeiger Online v. 13.04.2011
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Christian Rickens - Ganz oben
MÄRZ, Ursula (2011): Eine Klasse für sich.
Bei den Millionären hierzulande erkennt der Journalist Christian
Rickens eine deutliche Tendenz zur Abschottung. Seine
Feldstudie "Ganz oben" ist die anschauliche Bestandsaufnahme
eines Landes, in dem Arm und Reich immer weiter
auseinanderdriften,
in: DeutschlandRadio v. 13.04.2011
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Michel Houellebecq - Karte und Gebiet
BRÄNDLE, Stefan (2011): "Ehrlich gesagt, ist mir das ein wenig egal".
Der
französische Schriftsteller Michel Houellebecq über seinen neuen Roman
"Karte und Gebiet", die Vorzüge der Prostitution und seine Haltung zu
den Volksaufständen in Nordafrika,
in: Frankfurter Rundschau v. 12.04
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SCHMOLLACK, Simone (2011): Väter bekommen weiterhin nur zwei Monate
Elternzeit.
Familie:
Ministerin Kristina Schröder weitet das Elterngeld nicht aus. Es
bleibt bei 14 Monaten,
in: TAZ v. 12.04
SCHMOLLACK, Simone (2011): Wo bleibt die Männerpolitik?
Über
Ministerin Schröder und die Vätermonate,
in: TAZ v. 12.04
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Spiegel-Titelgeschichte:
Hilflos im Alter.
Wenn Eltern ihre Kinder brauchen |
THIMM, Katja (2011): Vaters Zeit.
Wenn Eltern
alt und hilflos werden, vertauschen sie die Rollen: Die erwachsenen
Kinder übernehmen Verantwortung und treffen Entscheidungen für das
Leben von Mutter und Vater. Die Generationen lernen einander neu
kennen. Ein Erfahrungsbericht,
in: Spiegel Nr.15 v. 11.04
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Michel Houellebecq - Karte und Gebiet
DIEZ, Georg (2011): Bitte keine Schmerzen.
Eine
nikotinreiche Begegnung mit dem französischen Schriftsteller Michel
Houellebecq, der in einem Berliner Hotel Werbung macht für seinen
Roman "Karte und Gebiet",
in: Spiegel Nr.15 v. 11.04
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SCHRÖDER, Kristina (2011): Abschied vom Kampf der Geschlechter.
Vor lauter
Frauenpolitik haben wir die Männer vergessen. Auch die wollen
gefördert werden,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.04
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MECK, Georg (2011): Weibergeschichten.
Top-Manager
sind auch nur Männer. Doch mit Affären riskieren sie die Karriere.
Ihre Gegner nutzen den Fehltritt als Waffe im Machtkampf,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.04
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LÄSKER, Kristina (2011): Eine für Jung und Alt.
Hildegard
Schooß startete ein Mütterzentrum in Salzgitter. Es wurde Anlaufstelle
für alle Generationen und dient heute bundesweit als Modell,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.04
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Richard Kämmerlings - Das kurze Glück der Gegenwart
HARTWIG, Ina (2011): Diese verdammte enttäuschte Sehnsucht nach
Leben.
Der Kritiker
Richard Kämmerlings beschwört "Das kurze Glück der Gegenwart" in der
deutschsprachigen Literatur seit 1989,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.04
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RÜB, Matthias (2011): Neue demographische Wirklichkeit.
Die
Vereinigten Staaten wachsen - vor allem dank der "Latinos",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.04
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AB (2011): Partnersuche mit Humor.
Torsten
Preußing untersuchte DDR-Heiratsannoncen,
in: Märkische Allgemeine v. 08.04
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. -
07. April 2011
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