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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 02. - 07. August 2009

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Das Interesse der Soziologie am Online-Dating

"Erstens handelt es sich bei der Partnerwahl im Internet um eine soziale Innovation, die vielen Menschen neue Gelegenheitsstrukturen der Partnersuche bietet, und der ein starkes öffentliches und wissenschaftliches Interesse entgegengebracht wird. Die Möglichkeit, online einen Partner zu suchen, ist in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden und auch die Verbreitung hat durch die verstärkte Nutzung des Internets im Alltag stark zugenommen, sodass sich heute bereits etwa 5,5 Millionen Menschen in Deutschland an der Online-Partnersuche beteiligen (Schulz et al. 2008). Zweitens wird dem Internet häufig im Sinne des Individualisierungsprinzips eine eher egalisierende Wirkung auf die Paarbildung zugeschrieben (vgl. Bühler-Ilieva 2006). (...).
            Drittens sind Online-Kontaktbörsen eine einzigartige Datenquelle für sozialwissenschaftliche Untersuchungen, weil hier zum ersten Mal in einer sehr frühen Phase der Partnerwahl detaillierte Daten zur Wahl von Kontaktpartnern verfügbar sind."
(aus: Jan Skopek/Florian Schulz/Hans-Peter Blossfeld: "Partnersuche im Internet", Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 2, 2009, S.185)

 
 
 
Ab sofort finden Sie auf der Website www.single-luege.de einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.

Den aktuellen Rückblick August 2009 finden Sie hier.  

 
       
     
   
SZ-Magazin: Raus mit euch!
Ein ganzes Heft über das gute Gefühl draußen zu sein
 
     
   
  • Dienstleistungsmetropole Berlin - Die Hauptstadt der Singles?

    • KOGELBOOM, Esther (2009): Der Berliner Mann.
      Partnerschaft: Eine Abrechung,
      in: ZEIT-Magazin Nr.33
      v. 06.08.
      • Inhalt:
        KOGELBOOM rechnet mit Berliner Männern ab, die aus der westdeutschen Provinz zugezogen sind. Der Berliner Mann um die 30 sei in der Krise, meint sie:

                    "Berlin ist zum Sammelbecken jener Männer geworden, die ihre Wurzeln zur Heimat gekappt haben – wahrscheinlich, weil sie dort schon niemand mochte."
                    Um die 30 reicht bei KOGELBOOM bis Mitte 30, also eine Spezies mit der vor einiger Zeit bereits Martin REICHERT abgerechnet hat. Es geht bei KOGELBOOM ums Erwachsenwerden, das traditionell als Zusammenziehen sichtbar wird:
                    "Zeigt einer seiner Freunde erste Anzeichen des Erwachsenwerdens, zum Beispiel, indem er mit seiner Freundin zusammenzieht, kann der Berliner Mann durchaus kühl reagieren. Fühlt er sich doch in seinem Lebensentwurf bedroht."  
 
   
  • Jörg Fauser - Der Strand der Städte

    • KOHTES, Michael (2009): Der Held des bundesdeutschen Undergrounds.
      Jörg Fausers gesammelte journalistische Arbeiten erinnern an längst vergangene wilde Zeiten,
      in: Die ZEIT Nr.33
      v. 06.08.
 
   
  • Anna Katharina Hahn - Kürzere Tage

    • MÄRZ, Ursula (2009): Die feinen Unterschiede.
      Anna Katharina Hahn überscharfes Porträt des schwäbischen Bürgermilieus ist ein überzeugende Romandebüt,
      in: Die ZEIT Nr.33
      v. 06.08.
 
     
     
     
     
   
  • Die Kinderlosigkeit der westdeutschen Akademikerinnen in der Debatte

    • LEHN, Brigitta vom (2009): Bildung ist das beste Verhütungsmittel.
      Das Kinderkriegen hat seine Natürlichkeit verloren. Je gebildeter Eltern sind, desto weniger zählen Intuition und Instinkt. Selbst das Elterngeld hat die Natürlichkeit, mit der man sich des Kinderkriegens annehmen sollte, eher gelähmt als befördert. Wir brauchen eine neue Unbefangenheit,
      in: Welt v. 06.08.
      • Anmerkungen:
        Die Adlige vom LEHN polemisiert gegen Akademikerinnen, die zu wenig Kinder bekommen. Mit der Bildung verliere die Frau ihre Natürlichkeit, ist ihre These. Der Schweizer Soziologe Peter GROSS kann in der NZZ der "Natürlichkeit" nur wenig abgewinnen, sondern begrüßt den kulturellen Fortschritt:

                    "Während der Kindersegen in früheren, gar nicht so fernen Zeiten schicksalshaft über die Familien hereinbrach, sind die Kinder von heute – im Prinzip – Wunschkinder. Die sogenannte Unterjüngung ist deshalb ein begrüssenswerter Ausdruck millionenfacher Entscheidungen von Paaren, Kinder zu haben – oder auf solche zu verzichten."
                    Dummerweise ist der Geburtenrückgang in Deutschland noch nicht einmal ein Produkt höherer Bildung, denn bereits ab 1900 wird das Problem in Deutschland diskutiert, also zu einer Zeit als studierende Frauen in Deutschland eine Seltenheit waren. Tatsächlich gibt es auch keinen einfachen Zusammenhang "Je höher die Bildung, desto weniger Kinder". Studien zeigen, dass z.B. die Studienfachwahl oder das elternfeindliche Bildungssystem die Geburtenzahl beeinflussen.
 
     
   
  • HÖFLING, Gabriele (2009): Der Zug rollt gerade erst an.
    Kita-Ausbau: Ab 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige. In den Kommunen gibt es erhebliche Zweifel, ob die Finanzierung des Vorhabens gesichert ist,
    in: Rheinischer Merkur Nr.32 v. 06.08.
 
     
     
     
     
   
  • Die Geburtenzahlen von EUROSTAT in der Debatte:
    3 Gründe, warum Deutschland besser da steht als der letzte Platz weismachen möchte

    • BRAUER, Markus & Jan SELLNER (2009): Die Deutschen bekommen EU-weit die wenigsten Babys.
      Nur 8,2 Geburten auf 1000 Einwohner - Die Familienpolitik muss modernisiert werden, fordert Ministerin Ursula von der Leyen.
      in: Stuttgarter Nachrichten
      v. 04.08.
      • Exklusiv-Story von single-dasein.de:
        Die meisten Zeitungen haben heute eine Agenturmeldung übernommen, die sich auf die Geburten pro Einwohner eines Landes beziehen. In Fachkreisen ist seit langem bekannt, dass diese rohe Geburtenziffer für einen internationalen Vergleich untauglich ist.  BRAUER & SELLNER liefern zwei Einwände gegen diese Berechnungsart mit:
                    "Das Statistische Landesamt in Stuttgart wies aber darauf hin, dass diese Berechnungsart nur ein grobes Ergebnis liefert."
                    Dieser Punkt wurde unter dem Thema Die politische Konstruktion der Geburtenkrise ausführlich dargestellt.
                    "Ein Sprecher von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärte, allen Unkenrufen zum Trotz habe es 2008 keinen gravierenden Geburtenrückgang gegeben. Im selben Zeitraum sei die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter um 176 000 gesunken. "Deshalb ist es ein großer Erfolg, wenn die Geburtenzahlen annähernd stabil bleiben - das ist gelungen."
                    Der zweite Einwand ist auch nicht von der Hand zu weisen, wenngleich er aus dem Familienministerium kommt. Single-generation.de hat des Öfteren darauf hingewiesen, dass die Abnahme potenzieller Mütter ein Faktor ist, der in der Debatte um Geburtenzahlen mitberücksichtigt werden muss.
                    Stimmt es, dass Deutschland heute bereits weniger Einwohner hat als die jährliche Fortschreibung der Bevölkerung im Mikrozensus aus dem Jahr 1987 ausweist, dann stände mit der nächsten Volkszählung Deutschland bei der rohen Geburtenziffer möglicherweise viel besser da. Bereits 2006 behauptete z.B. Reiner KLINGHOLZ, dass es in Deutschland 1,5 Millionen weniger Menschen geben könnte als auf dem Papier stehen. Gerade die rohe Geburtenziffer ist besonders anfällig für solche Fehler der Bevölkerungsfortschreibung.
    • KAFSACK, Hendrik (2009): Die Deutschen bekommen die wenigsten Babys.
      Trotz Elterngeld sinkt die Geburtenziffer weiter. Schlusslicht in Europa,
      in: Frankfurter Allgemeine
      Zeitung v. 04.08.
    • KAFSACK, Hendrik (2009): Schwierige Kinderpolitik,
      in: Frankfurter Allgemeine
      Zeitung v. 04.08.
 
     
   
  • Die Kinderlosigkeit der westdeutschen Akademikerinnen in der Debatte

    • SIEMS, Dorothea (2009): "Frauen tun sich schwer bei der Partnersuche."
      Arbeitsmarktforscherin Jutta Allmendinger über unerfüllte Kinderwünsche von Akademikerinnen,
      in: Welt
      v. 03.08.
      • Anmerkungen:
        Die Welt forciert das Thema Kinderlosigkeit von Akademikerinnen. In der gestrigen Welt am Sonntag mussten kinderlose Redakteurinnen ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen. Wird das Thema nun zum Wahlkampfthema?

                    Nationalkonservative Internet-Netzwerke wie freiewelt.net, in denen z.B. der ehemalige Chefkorrespondent der Welt, Konrad ADAM schreibt, setzen bereits auf dieses Thema.  Kurt J. HEINZ kritisierte dort gestern:
                    "Die Republik stirbt allmählich wegen Kinderlosigkeit. Doch das hält die SPD nicht davon ab, die Gleichstellung als ein zentrales Ziel in ihrem Wahlkampf zu propagieren, während die Kinderlosigkeit nicht einmal Randthema ist."
 
   
  • NISSEN, Nico (2009): "Wir sind letztlich dabei, uns selbst zu erfinden".
    Thorsten Wirth, Mitglied des Bundesvorstandes der Piratenpartei, über das Wahlprogramm, Verschwörungstheoretiker und die Verbindung der Internet- und Parteikultur,
    in: Telepolis
    v. 03.08.
    • Inhalt:
      Die Piratenpartei wurde in 15 Bundesländern zur Bundestagswahl 2009 zugelassen. Thorsten WIRTH nimmt u.a. Stellung dazu, ob die Unterstützer und Mitglieder der Partei überwiegend junge Männer ohne Kinder sind:

                  "Das andere Problem ist, dass die Piratenpartei es schwer haben wird, sich einen Stammwählerschaft aufzubauen, da die Unterstützer und Mitglieder der Partei eine weitgehend homogene Gruppe sind: junge Männer ohne Kinder. Was macht die Partei, wenn ein Großteil von ihnen zu Papis wird und ihnen ganz andere Themen wie kostenfreie Kindergartenplätze wichtig werden? Wird sie thematisch mit ihren Mitgliedern wachsen?
                  Thorsten Wirth: Die jungen kinderlosen Männer gibt es natürlich, aber es gibt so viele Familien, die bei uns Mitglied sind, dass ich das einfach nicht bejahen kann. An unseren Stammtischen trifft man auch Eltern. Ich selbst bin 41, und wir haben noch jemanden, der ist 70, und der sehr aktiv mitarbeitet. Es ist im Prinzip alles dabei, alle Gesellschaftsschichten, alle Altersgruppen und Geschlechter. Verstärkt sind natürlich junge Männer dabei, aber die würde ich eher zwischen 20 und 35 schätzen.
                  Fragen nach kostenfreien Kindergartenplätze stehen für unsere Wähler nicht im Zentrum, jedenfalls habe ich das noch nicht wahrgenommen. (...). Die Familienväter oder –mütter, die sich bei uns engagieren, sind eher daran interessiert, ihren Kindern für die Zukunft z.B. den kostenlosen Zugang zum Wissen zu sichern."
 
   
  • BECKER, Tobias (2009): Von Wölfen und Eseln.
    Jörg Fauser ist ein Romanautor, den auch und vor allem Journalisten bewundern. Nun ist ein Band mit Fausers eigenen journalistischen Arbeiten erschienen: ein Klotz von einem Buch, über ein Kilo schwer und 1600 Seiten dick,
    in: Spiegel Online
    v. 03.08.
 
     
   
  • QUERENGÄßER, Birgit (2009): Gefährliche Triebschaften.
    In Ratgebern heißt es: Nur wer in der Beziehung auch mal mit anderen flirtet, bleibt zusammen. Unsere Autorin probierte es aus - und ist nun wieder Single. Ein Schadensbericht,
    in: Welt am Sonntag
    v. 02.08.
    • Anmerkungen:
      QUERENGÄßER  meint, dass ihre Beziehung an einem "verhängnisvollen" Flirt mit einem Sturzbetrunkenen auf die schiefe Bahn geraten und letztendlich daran gescheitert sei:

                  "Vielleicht war das nicht der einzige Grund, warum er mich ein paar Monate später verlassen hat. Aber ab diesem Moment ging es mit unserer Beziehung steil bergab, das Vertrauen war weg, der Aufprall nicht mehr aufzuhalten. Obwohl ich die Taktik mit dem Fremdflirten nie mehr weiterverfolgt habe!"
                  Das hat die Anhängerin der Flirtexpertin Tracey COX schwer enttäuscht. Trost hat sie nun bei anderen Studien gefunden, über die Anke RÖMER bereits letztes Jahr im Juli in Psychologie Heute Online berichtet hat. Die Richtigkeit ihrer neuen Sichtweise untermauert sie mit der weltweiten Bedeutung der Universität, an der der Psychologe John LYDON forscht:
                  "Dem aktuellen Stand der Forschung zufolge ist der positive Einfluss eines Flirts nämlich gar nicht so groß. Der negative schon. Zumindest, wenn man ein Mann ist.
                  Das haben Forscher von der McGill-Universität in Montreal herausgefunden. Diese Universität belegt immerhin Rang 20 unter den besten der Welt".
                  Offenbar hat die Journalistin bei Wikipedia nachgeschaut. Sie verschweigt jedoch welchen Fakultäten und Forschern die Universität ihren Ruf verdankt.
                  Man sollte eine dünne Geschichte (einmaliger Flirtversuch mit einem Sturzbetrunkenen ruiniert mehrjährige Beziehungen) nicht auch noch mit Rankings bedeutungsschwer aufladen wollen.
 
     
   
  • BRANDSTETTER, Barbara & STOCKER Franz (2009): Gutverdienern droht die größere Rentenlücke.
    Eine Untersuchung von Finanzexperte Bernd Raffelhüschen und Union Investment zeigt: Die Menschen im Süden Deutschlands leiden besonders unter den Reformen der gesetzlichen Rente. Die Verfasser der Studie erklären, was Versicherte tun können und die Politik tun sollte,
    in: Welt am Sonntag
    v. 02.08.
    • Anmerkungen:
      Der Finanzbranchen-Lobbyist Bernd RAFFELHÜSCHEN möchte die Bürger zur privaten Altersvorsorge zwingen, da die private Altersvorsorge nicht jene Rendite bringt, mit der die Umstellung auf die Kapitaldeckung im Vorfeld von SCHRÖDERs Agenda 2010-Reformen schmackhaft gemacht wurde.

                  "Demografischer Faktor" und "Rentenlücke" sind neue Begriffe, die erst durch die Agenda 2010 überhaupt ihre Daseinsberechtigung erhalten haben.
                  Joachim REINKE, Vorstand einer Fondsgesellschaft, behauptet zwar, dass die Renditeerwartungen bei Aktienmärkten auf lange Sicht im Plus liegen, aber schließlich kann niemand dafür garantieren, dass ausgerechnet dann, wenn Rentner ihr Aktien zu Geld machen müssen, dieses Plus auch wirklich existiert. Warum sollten die Aktienmärkte in Zukunft genauso rentabel sein, wie in der Vergangenheit? Nicht erst die gegenwärtige Krise hat so manchem Rentner im gelobten Land USA seine Rente gekostet.
                  In diesem Monat erscheint das Buch "Meinungsmache" von Albrecht MÜLLER, das den Verfechtern der kapitalgedeckten Rente wenig gefallen dürfte.
 
     
   
  • SIGNER, David (2009): Hochsaison in der Schweinebucht.
    Wildes Treiben im Nudistencamp an der Côte d'Azur,
    in: Neue Zürcher
    Zeitung am Sonntag v. 02.08.
    • Inhalt:
      SIGNER berichtet
      über die Unterwanderung der traditionellen FKK-Anhänger durch die frivolen Neo-Nudisten im südfranzösischen Nudistencamp Cap d'Agde, das spätestens durch den Roman "Elementarteilchen" von Michel HOUELLEBECQ weltberühmt wurde.
 
     
   

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