| |
|
[
News-Hauptseite ] [ Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom 02. -
07. August 2009
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zitat
des Monats:
Das Interesse der Soziologie am Online-Dating
"Erstens
handelt es sich bei der Partnerwahl im Internet um eine
soziale Innovation, die vielen Menschen neue
Gelegenheitsstrukturen der Partnersuche bietet, und der
ein starkes öffentliches und wissenschaftliches Interesse
entgegengebracht wird. Die Möglichkeit, online einen Partner
zu suchen, ist
in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden und
auch die Verbreitung hat durch die verstärkte Nutzung des
Internets im Alltag stark zugenommen, sodass sich heute
bereits etwa 5,5 Millionen Menschen in Deutschland an der
Online-Partnersuche beteiligen (Schulz
et al. 2008). Zweitens wird dem Internet häufig im
Sinne des Individualisierungsprinzips eine eher egalisierende
Wirkung auf die Paarbildung zugeschrieben (vgl.
Bühler-Ilieva 2006). (...).
Drittens
sind
Online-Kontaktbörsen eine einzigartige Datenquelle für
sozialwissenschaftliche Untersuchungen, weil hier zum ersten
Mal in einer sehr frühen Phase der Partnerwahl detaillierte
Daten zur Wahl von Kontaktpartnern verfügbar sind."
(aus: Jan Skopek/Florian Schulz/Hans-Peter Blossfeld:
"Partnersuche im Internet", Kölner
Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 2, 2009, S.185)
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick August 2009 finden Sie
hier.
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
-
SICHTERMANN, Barbara (2009): Der Wunsch als Plan.
Über die wahren Gründe für unsere niedrigen Geburtenraten,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 07.08.
-
BÜHLER-NIEDERBERGER, Doris (2009): Trügerisches Idyll.
Sozialstudien zeichnen ein nüchternes Bild der Lage,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 07.08.
-
LARGO, Remo (2009): Das richtige Maß.
Kinder sind nicht dafür da, um die Erwartungen ihrer Eltern zu
erfüllen,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 07.08.
-
DELIGÖZ, Ekin (2009): Politik für Kinder.
Die Debatte zur Familienpolitik geht an wichtigen Fragen vorbei,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 07.08.
|
|
| |
|
SZ-Magazin:
Raus mit euch!
Ein ganzes Heft über das gute Gefühl draußen zu sein |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
-
KOGELBOOM, Esther (2009): Der Berliner Mann.
Partnerschaft: Eine Abrechung,
in: ZEIT-Magazin Nr.33
v. 06.08.
- Inhalt:
KOGELBOOM rechnet mit Berliner Männern ab,
die aus der westdeutschen Provinz zugezogen sind. Der Berliner
Mann um die 30 sei in der Krise, meint sie:
"Berlin
ist zum Sammelbecken jener Männer geworden, die ihre Wurzeln zur
Heimat gekappt haben – wahrscheinlich, weil sie dort schon niemand
mochte."
Um
die 30 reicht bei KOGELBOOM bis Mitte 30, also eine Spezies mit
der
vor einiger Zeit bereits Martin
REICHERT abgerechnet hat. Es geht bei KOGELBOOM ums
Erwachsenwerden, das traditionell als Zusammenziehen sichtbar
wird:
"Zeigt
einer seiner Freunde erste Anzeichen des Erwachsenwerdens, zum
Beispiel, indem er mit seiner Freundin zusammenzieht, kann der
Berliner Mann durchaus kühl reagieren. Fühlt er sich doch in
seinem Lebensentwurf bedroht."
|
|
| |
|
-
-
KOHTES, Michael (2009): Der Held des bundesdeutschen Undergrounds.
Jörg Fausers gesammelte journalistische Arbeiten erinnern an
längst vergangene wilde Zeiten,
in: Die ZEIT Nr.33
v. 06.08.
|
|
| |
|
-
-
MÄRZ, Ursula (2009): Die feinen Unterschiede.
Anna Katharina Hahn überscharfes Porträt des schwäbischen
Bürgermilieus ist ein überzeugende Romandebüt,
in: Die ZEIT Nr.33
v. 06.08.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
Manuela Schwesig, SPD-Alternative zu Ursula von der Leyen, in den
Medien
-
SPENGLER, Jochen (2009): "Ich bin ein Fan des Elterngelds.
Sozialministerin Schwesig möchte Elterngeldkonzept
flexibilisieren,
in: DeutschlandRadio v. 06.08.
-
FRIED, Nico (2009): Den großen Auftritt muss sie noch üben.
Manuela Schwesig gilt als Gegenbild von Ministerin von der Leyen
- und geht damit erstaunlich souverän um,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 06.08.
-
GASEROW, Vera (2009): Schwesig im Schatten,
in: Frankfurter Rundschau
v. 06.08.
-
EUBEL, Cordula (2009): Das neue Gesicht der Familienpolitik.
Manuela Schwesig gehört zum Steinmeier-Team – sie will das
Kinderkriegen attraktiver machen,
in: Tagesspiegel v. 06.08.
-
OESTREICH, Heide (2009): Die mit dem Steinmeier lacht.
SPD: Manuela Schwesig soll gegen Ursula von der Leyen punkten.
Beim Pressetermin zeigt die Schweriner Sozialministerin außer
Programmkenntnis noch nicht viel,
in: TAZ v. 06.08.
|
|
| |
|
-
-
LEHN, Brigitta vom (2009): Bildung ist das beste Verhütungsmittel.
Das Kinderkriegen hat seine Natürlichkeit verloren. Je gebildeter
Eltern sind, desto weniger zählen Intuition und Instinkt. Selbst das
Elterngeld hat die Natürlichkeit, mit der man sich des
Kinderkriegens annehmen sollte, eher gelähmt als befördert. Wir
brauchen eine neue Unbefangenheit,
in: Welt v. 06.08.
- Anmerkungen:
Die Adlige vom LEHN polemisiert gegen
Akademikerinnen, die zu wenig Kinder bekommen. Mit der Bildung
verliere die Frau ihre Natürlichkeit, ist ihre These. Der
Schweizer Soziologe Peter GROSS kann
in der NZZ
der "Natürlichkeit" nur wenig abgewinnen, sondern begrüßt den
kulturellen Fortschritt:
"Während
der Kindersegen in früheren, gar nicht so fernen Zeiten
schicksalshaft über die Familien hereinbrach, sind die Kinder von
heute – im Prinzip – Wunschkinder. Die sogenannte Unterjüngung ist
deshalb ein begrüssenswerter Ausdruck millionenfacher
Entscheidungen von Paaren, Kinder zu haben – oder auf solche zu
verzichten."
Dummerweise
ist der Geburtenrückgang in Deutschland noch nicht einmal ein
Produkt höherer Bildung, denn
bereits ab 1900 wird das Problem in
Deutschland diskutiert, also zu
einer Zeit als
studierende Frauen in Deutschland
eine Seltenheit waren. Tatsächlich gibt es auch keinen einfachen
Zusammenhang "Je höher die Bildung, desto weniger Kinder". Studien
zeigen, dass z.B. die
Studienfachwahl
oder das
elternfeindliche Bildungssystem
die Geburtenzahl beeinflussen.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
HÖFLING, Gabriele (2009): Der Zug rollt gerade erst an.
Kita-Ausbau: Ab 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen
Betreuungsplatz für unter Dreijährige. In den Kommunen gibt es
erhebliche Zweifel, ob die Finanzierung des Vorhabens gesichert ist,
in: Rheinischer Merkur Nr.32 v. 06.08.
|
|
| |
|
-
-
BUTTJER, Mareeke (2009): Im Namen der Liebe.
Unverheiratete Pendler dürfen sich freuen: Der Fiskus zahlt bei
einer Zweitwohnung am Arbeitsort künftig mit - zwei Urteile machen
es möglich,
in: Financial Times Deutschland
v. 05.08.
|
|
| |
|
-
-
GASEROW, Vera (2009): Von der Leyen contra EU.
Streit über 7000 Babies,
in: Frankfurter Rundschau
v. 05.08.
-
OESTREICH, Heide (2009): Von der Leyen kämpft um jedes Baby.
Familienministerin von der Leyen widerspricht Eurostat: Die Zahl
der Geburten in Deutschland sei nicht gesunken, sondern in etwa
gleich geblieben, die Brüsseler Zahlen seien veraltet,
in: TAZ v. 05.08.
- Inhalt:
Heide OESTREICH geht im Gegensatz
zu Vera GASEROW auf den Zusammenhang zwischen GeburtenZAHLEN und
GeburtenRATE ein:
"Ist
nun also überhaupt keine Bewegung zu vermelden? Die
Familienministerin gänzlich ohne gute Nachrichten? Nein. Vielmehr
ist die auf den ersten Blick wenig spektakuläre Zahl eigentlich
bemerkenswert: Denn
die Zahl der Frauen, die Kinder bekommen können, sinkt auch seit
Jahren. Seit 2005 ist diese Gruppe um eine halbe Million
geschrumpft. Diese weniger gewordenen Frauen haben also dennoch
relativ viele Kinder bekommen. Diese Geburtenrate der Kinder pro
"gebärfähige" Frau könnte also, wie schon im vergangenen Jahr,
gestiegen sein. Allerdings ist sie für 2008 noch nicht genau
errechnet. Wenn das geschehen ist, könnte die Welt der
Familienministerin wieder in Ordnung sein."
-
BERTH, Felix (2009): Von den Zahlen gejagt.
Ursula von der Leyen war stolz auf hohe Geburtenraten - nun wird
sie mit jeder Statistik daran gemessen,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 06.08.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
Die
Geburtenzahlen von EUROSTAT in der Debatte:
3 Gründe, warum Deutschland besser da steht als der letzte Platz
weismachen möchte
-
BRAUER, Markus & Jan SELLNER (2009): Die Deutschen bekommen EU-weit
die wenigsten Babys.
Nur 8,2 Geburten auf 1000 Einwohner - Die Familienpolitik muss
modernisiert werden, fordert Ministerin Ursula von der Leyen.
in: Stuttgarter Nachrichten
v. 04.08.
- Exklusiv-Story von
single-dasein.de:
Die meisten Zeitungen haben heute eine Agenturmeldung übernommen,
die sich auf die Geburten pro Einwohner eines Landes beziehen. In
Fachkreisen ist seit langem bekannt, dass diese
rohe Geburtenziffer
für einen internationalen Vergleich untauglich ist. BRAUER &
SELLNER liefern zwei Einwände gegen diese Berechnungsart mit:
"Das
Statistische Landesamt in Stuttgart wies aber darauf hin, dass
diese Berechnungsart nur ein grobes Ergebnis liefert."
Dieser
Punkt wurde unter dem Thema
Die politische Konstruktion der
Geburtenkrise ausführlich
dargestellt.
"Ein
Sprecher von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU)
erklärte, allen Unkenrufen zum Trotz habe es 2008 keinen
gravierenden Geburtenrückgang gegeben. Im selben Zeitraum sei die
Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter um 176 000 gesunken.
"Deshalb ist es ein großer Erfolg, wenn die Geburtenzahlen
annähernd stabil bleiben - das ist gelungen."
Der
zweite Einwand ist auch nicht von der Hand zu weisen, wenngleich
er aus dem Familienministerium kommt. Single-generation.de
hat des Öfteren darauf hingewiesen, dass die
Abnahme potenzieller Mütter
ein Faktor ist, der in der Debatte um Geburtenzahlen
mitberücksichtigt werden muss.
Stimmt
es, dass Deutschland heute bereits weniger Einwohner hat als die
jährliche Fortschreibung der Bevölkerung im Mikrozensus aus dem
Jahr 1987 ausweist, dann stände mit der nächsten Volkszählung
Deutschland bei der rohen Geburtenziffer möglicherweise viel
besser da.
Bereits 2006 behauptete z.B.
Reiner KLINGHOLZ, dass es in Deutschland 1,5 Millionen weniger
Menschen geben könnte als auf dem Papier stehen. Gerade die rohe
Geburtenziffer ist besonders anfällig für solche Fehler der
Bevölkerungsfortschreibung.
-
KAFSACK, Hendrik (2009): Die Deutschen bekommen die wenigsten Babys.
Trotz Elterngeld sinkt die Geburtenziffer weiter. Schlusslicht in
Europa,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung
v. 04.08.
-
KAFSACK, Hendrik (2009): Schwierige Kinderpolitik,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung
v. 04.08.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
-
SIEMS, Dorothea (2009): "Frauen tun sich schwer bei der
Partnersuche."
Arbeitsmarktforscherin Jutta Allmendinger über unerfüllte
Kinderwünsche von Akademikerinnen,
in: Welt
v. 03.08.
- Anmerkungen:
Die Welt forciert das Thema
Kinderlosigkeit von Akademikerinnen.
In der gestrigen
Welt am Sonntag
mussten kinderlose Redakteurinnen ihre Kinderlosigkeit
rechtfertigen. Wird das Thema nun zum Wahlkampfthema?
Nationalkonservative
Internet-Netzwerke wie freiewelt.net, in denen z.B. der
ehemalige Chefkorrespondent der Welt,
Konrad ADAM schreibt, setzen
bereits auf dieses Thema. Kurt J. HEINZ kritisierte dort
gestern:
"Die
Republik stirbt allmählich wegen Kinderlosigkeit. Doch das hält
die SPD nicht davon ab, die Gleichstellung als ein zentrales Ziel
in ihrem Wahlkampf zu propagieren, während die Kinderlosigkeit
nicht einmal Randthema ist."
|
|
| |
|
-
NISSEN, Nico (2009): "Wir sind letztlich dabei, uns selbst zu
erfinden".
Thorsten Wirth, Mitglied des Bundesvorstandes der Piratenpartei,
über das Wahlprogramm, Verschwörungstheoretiker und die Verbindung der
Internet- und Parteikultur,
in: Telepolis
v. 03.08.
- Inhalt:
Die Piratenpartei wurde in 15 Bundesländern
zur Bundestagswahl 2009 zugelassen. Thorsten WIRTH nimmt u.a.
Stellung dazu, ob die Unterstützer und Mitglieder der Partei
überwiegend junge Männer ohne Kinder sind:
"Das
andere Problem ist, dass die Piratenpartei es schwer haben wird,
sich einen Stammwählerschaft aufzubauen, da die Unterstützer und
Mitglieder der Partei eine weitgehend homogene Gruppe sind: junge
Männer ohne Kinder. Was macht die Partei, wenn ein Großteil von
ihnen zu Papis wird und ihnen ganz andere Themen wie kostenfreie
Kindergartenplätze wichtig werden? Wird sie thematisch mit ihren
Mitgliedern wachsen?
Thorsten
Wirth: Die jungen kinderlosen Männer gibt es natürlich, aber es gibt
so viele Familien, die bei uns Mitglied sind, dass ich das einfach
nicht bejahen kann. An unseren Stammtischen trifft man auch Eltern.
Ich selbst bin 41, und wir haben noch jemanden, der ist 70, und der
sehr aktiv mitarbeitet. Es ist im Prinzip alles dabei, alle
Gesellschaftsschichten, alle Altersgruppen und Geschlechter.
Verstärkt sind natürlich junge Männer dabei, aber die würde ich eher
zwischen 20 und 35 schätzen.
Fragen
nach kostenfreien Kindergartenplätze stehen für unsere Wähler nicht
im Zentrum, jedenfalls habe ich das noch nicht wahrgenommen. (...).
Die Familienväter oder –mütter, die sich bei uns engagieren, sind
eher daran interessiert, ihren Kindern für die Zukunft z.B. den
kostenlosen Zugang zum Wissen zu sichern."
|
|
| |
|
-
BECKER, Tobias (2009): Von Wölfen und Eseln.
Jörg Fauser ist ein Romanautor, den auch und vor allem Journalisten
bewundern. Nun ist ein Band mit Fausers eigenen journalistischen
Arbeiten erschienen: ein Klotz von einem Buch, über ein Kilo schwer
und 1600 Seiten dick,
in: Spiegel Online
v. 03.08.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
QUERENGÄßER, Birgit (2009): Gefährliche Triebschaften.
In Ratgebern heißt es: Nur wer in der Beziehung auch mal mit
anderen flirtet, bleibt zusammen. Unsere Autorin probierte es aus -
und ist nun wieder Single. Ein Schadensbericht,
in: Welt am Sonntag
v. 02.08.
- Anmerkungen:
QUERENGÄßER meint, dass ihre Beziehung
an einem "verhängnisvollen" Flirt mit einem Sturzbetrunkenen auf die
schiefe Bahn geraten und letztendlich daran gescheitert sei:
"Vielleicht
war das nicht der einzige Grund, warum er mich ein paar Monate
später verlassen hat. Aber ab diesem Moment ging es mit unserer
Beziehung steil bergab, das Vertrauen war weg, der Aufprall nicht
mehr aufzuhalten. Obwohl ich die Taktik mit dem Fremdflirten nie
mehr weiterverfolgt habe!"
Das
hat die Anhängerin der Flirtexpertin Tracey COX schwer enttäuscht.
Trost hat sie nun bei anderen Studien gefunden, über die Anke RÖMER
bereits
letztes Jahr im Juli
in Psychologie Heute Online berichtet hat. Die Richtigkeit
ihrer neuen Sichtweise untermauert sie mit der weltweiten Bedeutung
der Universität, an der der Psychologe
John LYDON
forscht:
"Dem
aktuellen Stand der Forschung zufolge ist der positive Einfluss
eines Flirts nämlich gar nicht so groß. Der negative schon.
Zumindest, wenn man ein Mann ist.
Das
haben Forscher von der McGill-Universität in Montreal
herausgefunden. Diese Universität belegt immerhin Rang 20 unter den
besten der Welt".
Offenbar
hat die Journalistin
bei Wikipedia
nachgeschaut. Sie verschweigt jedoch welchen Fakultäten und
Forschern die Universität ihren Ruf verdankt.
Man
sollte eine dünne Geschichte (einmaliger Flirtversuch mit einem
Sturzbetrunkenen ruiniert mehrjährige Beziehungen) nicht auch noch
mit Rankings bedeutungsschwer aufladen wollen.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
BRANDSTETTER, Barbara & STOCKER Franz (2009): Gutverdienern droht die
größere Rentenlücke.
Eine Untersuchung von Finanzexperte Bernd Raffelhüschen und Union
Investment zeigt: Die Menschen im Süden Deutschlands leiden besonders
unter den Reformen der gesetzlichen Rente. Die Verfasser der Studie
erklären, was Versicherte tun können und die Politik tun sollte,
in: Welt am Sonntag
v. 02.08.
- Anmerkungen:
Der Finanzbranchen-Lobbyist
Bernd RAFFELHÜSCHEN
möchte die Bürger zur privaten Altersvorsorge zwingen, da die
private Altersvorsorge nicht jene Rendite bringt, mit der die
Umstellung auf die Kapitaldeckung im Vorfeld von SCHRÖDERs
Agenda 2010-Reformen
schmackhaft gemacht wurde.
"Demografischer
Faktor" und "Rentenlücke" sind neue
Begriffe, die erst durch die Agenda 2010 überhaupt ihre
Daseinsberechtigung erhalten haben.
Joachim
REINKE, Vorstand einer Fondsgesellschaft, behauptet zwar, dass die
Renditeerwartungen bei Aktienmärkten auf lange Sicht im Plus liegen,
aber schließlich kann niemand dafür garantieren, dass ausgerechnet
dann, wenn Rentner ihr Aktien zu Geld machen müssen, dieses Plus
auch wirklich existiert. Warum sollten die Aktienmärkte in Zukunft
genauso rentabel sein, wie in der Vergangenheit? Nicht erst die
gegenwärtige Krise hat so manchem Rentner im gelobten Land USA seine
Rente gekostet.
In
diesem Monat erscheint das Buch
"Meinungsmache"
von Albrecht MÜLLER, das den Verfechtern der kapitalgedeckten Rente
wenig gefallen dürfte.
|
|
| |
|
-
-
FRICKE, Beatrix (2009): Abenteuer Elternschaft.
Beatrix Fricke fragt sich, warum Kinder in Deutschland nur als
Problem und Belastung angesehen werden und wünscht sich mehr
Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit,
in: Welt am Sonntag v. 02.08.
- Anmerkungen:
Wurden im letzten Bundestagswahlkampf
2005 und
bis zur Beschließung des Elterngeldes
noch Zahlen von 40 % kinderlosen Akademikerinnen verbreitet, so
hat eine aktuelle Erhebung ergeben, dass die Kinderlosigkeit der
Akademikerinnen auch in Westdeutschland wesentlich geringer ist.
Von
den
westdeutschen Frauenjahrgängen 1964-1968
sind bislang ca. 29,5 % kinderlos. Da gerade hochqualifizierte
Akademikerinnen auch noch in ihren Vierzigern erste Kinder
bekommen, sind auch diese Zahlen noch nicht endgültig.
Selbst die Akademikerinnen der gebärfreudigsten
Vor-68er-Generation - Herwig BIRGs Vorzeigefrauengeneration -
waren zu ca. 22 % kinderlos. Die
gegenwärtige Mediendebatte ist also mehr als historisch
kurzsichtig. Die
nahezu Halbierung des Anteils kinderreicher
Akademikerinnenfamilien (mit 3 und mehr Kindern) bleibt bei dieser Zentrierung
auf die Kinderlosigkeit vollkommen ausgeblendet.
Wer
wie FRICKE die Gründe der Kinderlosigkeit einzig in der fehlenden
Leichtigkeit der Deutschen sieht, der blendet die Mehrzahl der
Gründe aus. Wie vielschichtig die Gründe sind, haben in den
letzten Jahren einige wissenschaftliche Studien aufgezeigt (siehe
z.B. "Leben
ohne Kinder" oder "Wissenschaft
als Lebensform - Eltern unerwünscht?".
Die
Medien hat das bislang nicht interessiert. Man begnügte sich
zumeist mit
Kampagnen gegen Kinderlose, denn das Problem ist immer
noch der
Kulturkampf um das einzig richtige Familienbild.
Wenn
z.B. in der Schweiz eine Topmanagerin ein Kind bekommt und - statt
sich in den ersten Jahren ausschließlich um ihr Kind zu kümmern -
so schnell wie möglich an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt, dann ist
nicht nur
Mann sofort mit dem Rabenmutter-Klischee zur
Stelle. Auch jetzt müssen wieder
kinderlose Redakteurinnen der
WamS ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen.
Der
Reflex von Feministinnen ist nicht besser: kinderlose Männer an
den Pranger zu stellen.
In Österreich hat man gerade das
2005 erschienene Buch "Der Zeugungsstreik" wieder entdeckt.
Die
Tage dieser Grabenkämpfe könnten jedoch gezählt sein, denn es sind
immer noch die Kämpfe der 1980er Jahre. Die Hauptprotagonisten
gehen derzeit in den Ruhestand. Mit dem Soziologen
Ulrich BECK,
der das
Standardwerk zum Grabenkampf
mitverfasste, der aber schon im Vorläuferbuch "Risikogesellschaft"
das heute immer noch gültige Kampfszenario
aufzeigte, wurde kürzlich ein Vordenker emeritiert.
Die
78er-Generation (hier auch als
Single-Generation bezeichnet), die mit
Frank SCHIRRMACHER, Norbert BOLZ u.a. noch die
traditionellen Medien dominieren, hat diese Schützengräben
nochmals vertieft. Im März 2006 hatte ihre große Stunde
geschlagen. Ihr
Deutschland am Abgrund war aber
letztendlich ein Pyrrhussieg.
Mit
der aktuellen Erhebung liegen nun erstmals Daten vor, die Herwig
BIRG und seine Trittbrettfahrer widerlegen. Es dürfte
nicht mehr lange dauern, bis die ersten Bücher erscheinen, in
denen die Demontage der Nationalkonservativen betrieben wird. Mit
der nächsten Volkszählung könnten die Bevölkerungsprognosen der
letzten Jahre zusätzlich unter Druck geraten.
-
BLUMENFELD, Beate/SUDHOLT, Eva/GARBERS, Sandra/STUFF, Britta/KOCH,
Tanit/WICHERT, Silke/ALTRINGER, Charlotte (2009): Müssen Frauen
Mütter werden?
Westdeutsche Akademikerinnen bleiben immer öfter kinderlos. Warum
ist das so? Und: Bleibt das so? Eine nicht repräsentative Umfrage,
in: Welt am Sonntag Online v. 02.08.
|
|
| |
|
-
SIGNER, David (2009): Hochsaison in der Schweinebucht.
Wildes Treiben im Nudistencamp an der Côte d'Azur,
in: Neue Zürcher Zeitung
am Sonntag
v. 02.08.
- Inhalt:
SIGNER berichtet
über die Unterwanderung der traditionellen
FKK-Anhänger durch die frivolen Neo-Nudisten im südfranzösischen
Nudistencamp Cap d'Agde, das spätestens durch den Roman
"Elementarteilchen"
von Michel HOUELLEBECQ weltberühmt wurde.
|
|
| |
|
-
Manuela Schwesig, SPD-Alternative zu Ursula von der Leyen, in den
Medien
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom 01. August 2009
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[Suche] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|