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News vom 07. - 14. Februar 2009
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Zitat
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Der Mann in der Krise
als massentauglicher Diskurs in Medien, Film und Literatur
"Der
patriarchalen Logik folgend, dass der Durchschnittsmann die
Mitte der Gesellschaft repräsentiert, fokussiert (...) die
populäre Krisenerzählung nicht auf den außergewöhnlichen,
sondern auf den unaufälligen Mann. Dieser wird dann wahlweise
als Schadensgutachter in einer Versicherungsfirma (Fight Club),
als Sachbearbeiter für eine Zeitung (American Beauty)
oder als Lehrer, Biologe, Informatiker (Elementarteilchen,
Ausweitung der Kampfzone) figuriert. In der
Aufmerksamkeit steht damit das ganz normale Leben. Dieses wird
von ihren männlichen Repräsentanten als vom bürgerlichen
Glücksversprechen entkoppelt erlebt:
Der >Mann in der Krise< begreift sich als Opfer. Die
Ignoranz ihm gegenüber, mithin die Unterbewertung gegenwärtiger
und spezifischer Probleme von Männern und Jungen, löst eine
bittere Kritik an der aus seiner Sicht ewigen Sorge um
benachteiligte Frauen aus. Die gleichfalls in der Normalität
verankerte Gewalt gegen Frauen oder Mädchen, das Armutsrisiko
von alleinerziehenden Müttern oder die systematisch geringere
Entlohnung von weiblichen Erwerbstätigen, ihre weitgehende
Absenz in Führungspositionen, um nur Augenfälliges zu streifen,
finden in diesem Diskursregime keine Erwähnung."
(aus: Ines Kappert
"Der Mann in der Krise" 2008, S.11)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und -
soweit möglich - verlinkt.
Den ersten Rückblick, der sich
mit den Medienberichten vom Dezember und Januar beschäftigt,
finden Sie
hier.
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GÖT (2009): Lippenbekenntnisse.
Zum Valentinstag wird hoffentlich wieder ausführlich geküsst - hier
sechs Varianten zur Auswahl,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 14.02.
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DRESCHER, Simone (2009): "Mehr küssen!"
Die Mission der Kussfreunde,
in: Stuttgarter Zeitung
v. 14.02.
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EHRINGFELD, Klaus (2009): Wer will denn schon ein Kussverbot?
Aus Protest gegen einen Bürgermeister wollen sich 35 000 Mexikaner
ins Buinnessbuch knutschen,
in: Stuttgarter Zeitung
v. 14.02.
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MISIK, Robert (2009): "Ein schizophrener Moment".
Der Neoliberalismus scheiterte total. Damit ist jetzt alles
möglich, die Stärkung der Demokratie oder ihre weitere Schwächung,
sagt der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch. Leider versagt
die radikale Linke derzeit komplett,
in: TAZ
v. 14.02.
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BALDAUF, Christian (2009): Willkommen, du mein Optimierungskind!
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 14.02.
- Inhalt:
Christian BALDAUF, Vorsitzender der CDU in
Rheinland Pfalz, polemisiert gegen den Ausbau der Kinderbetreuung
und das Modell der "elterlichen Doppelerwerbstätigkeit".
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FRANZEN, Jonathan (2009): "I just called to say I love you"
Im Auto, im Supermarkt, in der Bahn: Überall Menschen, die intimste
Gefühle in Mobiltelefone rufen - nicht nur am Valentinstag. Aber
manche Dinge bleiben am besten ungesagt, werden geflüstert oder im
Herzen bewahrt. Der Schriftsteller über Handys, Sentimentalität, den
Verfall des öffentlichen Raums und die stille Liebe seiner Eltern,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 14.02.
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DAS
MAGAZIN-Titelgeschichte:
Ab heute ohne dich.
Glückliche Geschichten vom Verlassenwerden |
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LOEPFE, Philipp (2009): Die Zukunft beginnt heute.
Roboter werden unsere Freunde sein. Neue Technologien werden das
Energieproblem lösen. Wir werden Fleisch im Labor herstellen. Wir
werden Computer in unser Gehirn einpflanzen. Autos werden sich selber
lenken. Ein Gespräch mit dem Utopisten Ray Kurzweil,
in: Das Magazin des
Tages-Anzeiger
v. 14.02.
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BURGER, Jörg (2009): Wir haben abgetrieben.
Männer brechen ihr Schweigen: Welche Rolle spielen sie bei der
Entscheidung? Mehr als von Freiheit reden sie von Seelenqualen,
in: Zeit-Magazin Nr.8 v. 12.02.
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KORTMANN, Christian (2009): Die lebenden Herrenwitze.
Das Leben der Anderen: Armes Schwein Mann: Frauen werfen ihre
Gatten mit anderen Flaschen zum Altglas, Chefinnen demütigen ihre
Bürosklaven. Was bedeutet Männerfeindlichkeit in der Werbung?
in: sueddeutsche.de v.
12.02.
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SEEGER, Sabine (2009): Kreuzdame sucht pik-Zehn.
Singapur: Der Stadtstaat leidet an Kindermangel wie nur wenige
Länder der Erde. Das bringt die Regierung auf ungewöhnliche Ideen:
Single-Partys werden öffentlich gefördert, Eltern aktiv in die
Partnersuche eingeschaltet,
in: Rheinischer Merkur
Nr.7 v.
12.02.
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LANG, Bianca (2009): "Der Mini war unausweichlich".
Mary Quant hat die Frauenmode revolutioniert. Sie gilt als
Erfinderin des Minirocks und feiert am 11. Februar 2009 ihren 75.
Geburtstag. Ein Gespräch über Provokationen, Proteste und die Freiheit
der Mode,
in: Frankfurter
Rundschau
v. 10.02.
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LUDWIG, Astrid (2009): "Ich bin Amor".
Ein Traumpartner auf Dauer oder für gewisse Stunden gesucht?
Wolfgang Herkert vermittelt Seitensprünge. Seit kurzem kann der
Dienstleister aus Darmstadt sogar das TÜV-Siegel vorweisen,
in: Frankfurter
Rundschau
v. 09.02.
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FRANZEN, Günter (2009): Ich hatte keine Frau in Afrika
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 08.02.
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WEIGUNY, Bettina (2009): Was ist mit den Frauen los?
Statt Geld zu verdienen, heiraten sie lieber, weiß die
Evolutionspsychologie,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.02.
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TRIMBORN, Marion & Dyrk SCHERFF (2009): Meine Kinder, deine Kinder -
und immer fehlt das Geld.
Patchwork-Familien werden leicht übersichtlich. Wer zahlt für wen?
Und wer erzieht wen? Das ist der Dauerstrreit. Ein Besuch bei einem
besonders komplizierten Fall,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.02.
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STÜVEL, Heike (2009): Die Kunst des Flirtens.
Wie man die verborgenen Signale der Annäherung richtig erkennt -
und wie man etwas daraus macht,
in: Welt
v. 07.02.
- Anmerkungen:
STÜVEL behauptet ,dass Flirten "eine der
vielleicht folgenreichsten Verhaltensweisen des Menschen (ist), die
überall auf der ganzen Welt gleich verläuft". Was sie nicht daran
hindert die US-amerikanische Psychologin Monica MOORE zu zitieren,
wonach in 2/3 der Fälle die Frau den ersten Schritt macht, das
sollte zu denken geben.
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MEDICUS, Thomas (2009): Papa als Lebenshelfer.
Dieter Thomä spürt der permanenten Vaterkrise nach und hälts sie
für einen Wesenszug der Moderne,
in: Welt
v. 07.02.
- Inhalt:
Thomas MEDICUS kritisiert die zweifelhafte
Grundthese des Buches Väter. Eine moderne Heldengeschichte
von Dieter THOMÄ,
wonach der Vater mit der französischen Revolution abgedankt sei,
dagegen hält er den
heutigen Vater in der Kleinfamilie
für eine genuin bürgerliche Erfindung. Er stört sich zudem an der
"nervtötenden Altväterlichkeit" und den Belehrungen. Dass mit der
vorletzten Jahrhundertwende der Ausstieg aus dem Gang der
Generationen stattgefunden habe, wie es die
grobschlächtige These vom Jugendwahn
behaupte, kann MEDICUS ebenfalls nicht nachvollziehen. Er sieht bei
THOMÄ zudem eine Verwechslung von
68er- und
skeptischer Generation vorliegen.
Gerade bei den
Flakhelfern habe gemäß MEDICUS ein
Verantwortungsbewusstsein bestanden, dessen Fehlen bei
heutigen Vätern THOMÄ bemängelt.
Übereinstimmung entdeckt er jedoch bei der Verweigerung der
Väterrolle heutiger Männer.
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RUNTE, Alexander (2009): Der Anwärter.
Manche halten ihn für den größten Erzähler des Ruhrgebiets - aber
Wolfgang Welt ist seit vielen Jahren Nachpförtner. Ein Besuch in
Bochum,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 07.02.
- Anmerkungen:
RUNTE porträtiert Wolfgang WELT, dessen
Roman Doris hilft diesen Monat bei Suhrkamp erscheint.
Vor ein
paar Tagen hat Klaus WALTER den jung gestorbenen
Buddy Holly als Paten
aller weißen Nerds beschrieben.
Wolfgangs WELTs spätes Debüt bei Suhrkamp hieß, man glaubt es
kaum: Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe. Diese Wilhelmshöhe
liegt weithin sichtbar über Kassel, sondern bezeichnet eine
Zechensiedlung in Bochum. Der Angehörige der Single-Generation
arbeitete nach einer gescheiterten Karriere als Popjournalist und
mehreren Psychiatrieaufenthalten als Nachtportier im Bochumer
Schauspielhaus.
Die
literarische Leistung sieht
Diedrich DIEDERICHSEN bei
Wolfgang WELT darin, dass er "als einer der Ersten das eigene
Nerd- und Fantum" stilisierte. So etwas ähnliches sagt
DIEDERICHSEN im übrigen über alle, die nicht seinem männlichen
Hipsterideal à la
Sexbeat
entsprachen (siehe
Kerstin GRETHER). Willi WINKLER,
der ebenfalls bei der Süddeutschen schreibt und so etwas wie
der Gegenspieler von DIEDERICHSEN ist, hat ein Nachwort zu WELTs
neuem Buch verfasst.
RUNTE
bringt die Texte von WELT auf den Punkt:
"In seinen
Texten vermischte er die Glamourwelt des Pop mit seinem eigenen
Loserleben in Bochum, wo er mit Fußballkumpels soff, immer noch
bei seinen Eltern wohnte und sexuell zeit seines Lebens mit
Vollgas und im Leerlauf unterwegs war".
Hartz IV als
Rentner oder Durchbruch, so beschreibt RUNTE die gegenwärtige
Situation von WELT. Könnte er so etwas wie der
Paul POTTS der Literaturbranche
werden?
Wilhelm GENAZINO beschrieb vor 5 Jahren in seinem Roman
"Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman"
das Grundprinzip solcher Art von Teilzeitkarriere, die in den
goldenen Jahren noch leichter möglich erschien.
Anfang der 1980er Jahre war
die Gefahr des Scheiterns größer und die
Nutzlosigkeit des Erwachsenwerdens
machte sich breit. Nicht jeder schaffte den Absprung zum Postpunk,
zum Hipster oder ähnlichen Haltungen - oder profitierte vom
Aufschwung der Computerindustrie. Jobbte nicht auch der 5 Jahre
jüngere
Peter HEIN lange Jahre - trotz
Monarchie und Alltag, bevor er nach der Jahrtausendwende den
Wiedereinstieg wagte?
Seit Michel HOUELLEBECQ dem Nerd mit seinen ersten beiden Romanen
ein Denkmal setzte, sodass sich neuerdings feministische Frauen
notgedrungen mit der Tatsache beschäftigen müssen, dass dem
Mann in der Krise
eine Sympathie entgegen gebracht wird, denen Feministinnen bislang
wenig entgegen zu setzen hatten.
Es scheint einen
wachsenen Markt zu geben, den es zu bedienen gilt. Heinz STRUNK
hat mit
Fleisch ist mein Gemüse
gezeigt wie es geht. Im Gegensatz zu STRUNK scheint WELT jedoch
den im Literaturbetrieb üblichen Standards nicht zu genügen. Es
bleibt also eine spannende Frage, wie es mit dem Nerd aus Bochum
weiter geht.
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HOFFINGER, Isa (2009): Erfolgsbremse oder Karriereknick?
Sind berufstätige Mütter besser organisiert und leistungsbereiter
als andere Mitarbeiter? Wenn ja, warum haben es Wiedereinsteigerinnen
dann so schwer? Die Diplom-Pädagogin Pia Keukert leitet die
Beratungsstelle "Frau und Arbeit" beim Berliner Verein "Raupe und
Schmetterling" und ist Mitglied der "Bundesarbeitsgemeinschaft
berufliche Perspektive für Frauen",
in: Süddeutsche Zeitung
v. 07.02.
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RÜTHER, Tobias (2009): Der Rächer der Verklemmten.
Kaum ein Sänger hat so treue Fans, kaum einer wird so in Liebe und
Hass verfolgt wie Morrissey. Mit seiner Band The Smiths hat er Songs
zum Erwachsenwerden geschrieben, die sich wie Gedichte lesen. Seine
eigene Biographie ist auch die Geschichte einer Emanzipation, wie sie
wohl nur in der Popmusik möglich ist. Jetzt hat Morrissey ein neues
Album aufgenommen,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 07.02.
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TIGGES, Claus (2009): Der Ruhestand muss warten.
Die Wirtschaftskrise macht vielen Amerikanern einen Strich durch
die Altersvorsorge. Viele Sparpläne haben im vergangenen Jahr kanpp
ein Drittel ihres Wertes verloren,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 07.02.
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RIECHELMANN, Cord (2009): Darwin ist Antigesetz.
Im Darwinjahr kommen Wissenschaftler zu neuen Erkenntnissen der
biologischen Evolutionstheorie. Die große Überraschung: Die sexuelle
Selektion hat mit Natur nicht viel zu tun. Charles Darwin schrieb
eigentlich Kulturgeschichte. Ein Essay,
in: TAZ
v. 07.02.
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FEDDERSEN, Jan (2009): Der Crashtest-Dummy.
Milieus oder Seilschaften sind ihm einerlei, ja sogar zuwider.
Stefan Niggemeier funktioniert so nicht. Deswegen ist er einer der
unerschrockensten Journalisten der Republik,
in: TAZ
v. 07.02.
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MOSER, Ulricke (2009): Eine Gefühlsforscherin, die gar nicht
gefühlig wirkt.
Ute Frevert leitet die Abteilung "Geschichte der Gefühle" am
Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung,
in: Stuttgarter Zeitung
v. 07.02.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom 01. - 06. Februar 2009
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