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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 10. - 17. Februar 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Das Berliner Single-Milieu als Produkt der Spaßarbeit     

"Er lebt in Süddeutschland, Lehrer am katholischen Gymnasium, Religion und Geschichte (...). »Wo es abwärts geht, ist Berlin immer vorne mit dabei. Und niemand nimmt es ernst«, sagt er.
Er denkt, das Leben hier sei leichter, zu leicht, doch er versteht es nicht. Versteht nicht den ständigen Vergnügungsdruck, der hier herrscht. In anderen Städten ist die Geschäftigkeit ansteckend, die Faulheit peinlich, aber in Berlin schlägt einem der Fleiß aufs Gewissen, jeder abstinente Moment ist wie verschwendet, ausgeschlafen sein heißt, etwas verpasst zu haben, feste Beziehungen sind ausgelassene Gelegenheiten. Und nur in Begleitung von Besuchern, die zum Urlaub hierher kommen, kann man die Schönheit der Stadt wieder sehen, fühlt sich der Spaß nicht mehr so anstrengend an.
(aus: Leander Steinkopf "Wie Rotwein verschüttet", Merkur, Nr.777, Februar 2014, S.173)

 
 
       
   

Singles in der Schweiz

ANTONELLI, Elisabetta (2014): "Singles tragen viel zur Gesellschaft bei".
Familienpolitik ist in aller Munde. Sylvia Locher vertritt die Interessen der Singles. Sie setzt sich dafür ein, dass etwa die Sozialversicherungen auch für Alleinstehende gerecht sind,
in: Der Landbote v. 17.02.

 
   

KAUBE, Jürgen (2014): Liebe machen.
Soziologie des Seitensprungs: Umfragen zu sexuellen Einstellungen sind beliebt, aber die zugrunde liegenden Daten alles andere als verlässlich. Und was sagt uns das alles eigentlich über die Liebe?
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.02.

 
   

JELLEN, Reinhard (2014): Post-Post-Gender-Zeitalter.
Christoph Puppe über die Krise der Männlichkeit,
in: Telepolis v. 16.02.

 
   

TAZ-Wochenendthema: Liebeskummer

REICHERT, Martin (2014): Möglichst schnell glücklich,
in: TAZ v. 15.02.

Martin REICHERT denkt die Liebe von ihrem Ende her, dem Liebeskummer. Viel mehr als Individualisierungskitsch à la Sven HILLENKAMP kommt dabei nicht heraus.

SEUBERT, Annabelle (2014): Frequenz: 150/min.
Broken-Heart-Syndrom: Andere brechen sich ein Bein, Brigitte Sessinghaus brach das Herz. Spricht sie darüber, springen ihre Sätze von der Krankheit zur Liebe und vom Leben zum Tod ihres Mannes. Hans-Joachim hieß er,
in: TAZ v. 15.02.

GOETZ, Marlene (2014): Hinter cremefarbenen Fassaden.
Hausbesuch: An Liebeskummer ging Silvia Fauck fast zugrunde. Heute verdient sie ihr Geld mit gebrochenen Herzen,
in: TAZ v. 15.02.

 
   

MÜLLER-LOBECK, Christiane (2014): Und so lebe ich.
Sosein I: Lebensformen sind soziale Praktiken, sagt die Philosophin Rahel Jaeggi. Und über die kann man streiten,
in: TAZ v. 15.02.

MÜLLER-LOBECK kann dem Buch Kritik von Lebensformen der Philosophin Rahel JAEGGI nichts abgewinnen:

"Folgenschwer für Jaeggis Ansinnen: Sie spart von den Begründungen, die sich für ein Ensemble sozialer Praktiken - mithin eine Lebensform - geben lassen, eine wieder aus. »Ich werde hinsichtlich der Konstituierung von Lebensformen die konventionalistische Normbegründung zurückweisen«, heißt es lapidar. Am Ende also bestimmt auch sie eine Zone, über die sich nicht diskutieren lässt. Aber wird es nicht genau hier interessant?"

Doris AKRAP nimmt sich dagegen das Buch Messy Lives der Alleinerziehenden Katie ROIPHE vor, in dem das Scheitern und der "Hedonismus des Augenblicks "gefeiert wird, sozusagen das Gegenteil einer Kritik von Lebensformen:

"Wenn der Posteingang des Maileingangs versiegt und das Smartphone nicht mehr fiept und man ständig checkt, ob der Akku leer ist. Verschluckt all jene, die sich am Wochenende im Kreis der Familie bewegen. Denn trotz aller Feierei des Scheiterns: die Welt der Normalen ist immer noch Norm. Und von vielen eine sehr gewollte.
Und auch Katie Roiphe wird zugeben müssen, dass es neben dem großen Spaß auch schwerste Arbeit ist, dieses unaufgeräumte Leben zu führen."

 
   

SCHUMACHER, Juliane (2014): "Die Menschen sind existenziell bedroht".
Wohnen: Gentrifizierung betrifft nicht mehr nur einzelne Viertel, sondern flächendeckend die ganze Stadt, sagt die Forscherin Ilse Helbrecht. Sie zeigt: Betroffene versuchen in ihrem Umfeld zu bleiben - auf Kosten der Wohnqualität,
in: TAZ Berlin v. 15.02.

 
   

SCHUMACHER, Juliane (2014): "Kein Land für Alte".
Costa Brava: "Die erste Rentnergeneration geht zurück", sagt der Chefredakteur der "Costa Blanca Nachrichten", Thomas Liebelt,
in: TAZ v. 15.02.

Anfang des Jahrtausends wurde im Zeichen der Agenda 2010 das Bild des rüstigen Rentners, der seine Lebensabend im Ausland verbringt, gezeichnet. 10 Jahre später sieht die Realität anders aus:

"Gehen die Deutschen zurück, wenn sie älter werden?
Natürlich. Spanien ist kein Land für alte Leute, die kein Spanisch sprechen. Die Verständigung mit spanischen Ärzten, die Verständigung im Pflegefall ist sehr, sehr schwierig. Hinzu kommt, dass deutsche Patienten hier aus der deutschen Pflegeversicherung zwar Geldleistungen, aber keine Sachleistungen bekommen. Also keine Krücken, keinen Rollstuhl. Auch die ambulante und stationäre Pflege wird nicht bezahlt."

 
   

FAZ-Wirtschaftsthema: Kinder und Karriere

CREUTZBURG, Dietrich (2014): 133 400 Euro für jede Familie.
Über die Jahrzehnte hat sich ein Sammelsurium von Förderinstrumenten herausgebildet. Aber was erreicht der Staat damit eigentlich?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.02.

KRON, Philipp (2014): Eine sanfte Revolution.
Das Elterngeld hat die Familienarbeit neu verteilt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.02.

SCHÄFER, Christoph (2014): Ab dem dritten Kind wird es richtig teuer.
Kinder sind eine Quelle der Freude - und hoher Kosten. Ein Rechenexempel,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.02.

Christoph SCHÄFER präsentiert eine Auflistung der Kinderkosten, die das Statistische Bundesamt vor "vielen Jahren" berechnet hat. Für die Betreuungskosten wurde ein einheitlicher "Metropolenpreis" von 500 Euro pro Kind angenommen, obwohl die Kosten von Kommune zu Kommune unterschiedlich sind. Als Betroffener erklärt SCHÄFER:

"In den nächsten Monaten stehen meine Frau und ich vor der Wahl, auf unsere drei kleinen Kinder zu Hause aufzupassen oder sie in eine Kita zu geben. Im ersten Fall entgeht uns ein Akademikergehalt, im zweiten Fall werden für alle Kinder zusammen etwas mehr als 1000 Euro Betreuungskosten im Monat fällig (...). Wohlgemerkt, das sind die Elternbeiträge einer staatlichen Krippe. Die Luxuskita (..) würde das Doppelte kosten".

 
   

ASTHEIMER, Sven (2014): Gekommen, um zu pflegen.
Deutschland altert und hat viel zu wenig Pflegekräfte. Zuwanderer aus Serbien oder von den Philippinen sollen die Lücken füllen. Doch der Weg zur Anerkennung ist lang und steinig,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.02.

"Laut Bundesgesundheitsministerium wird die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 um eine Million auf 3,5 Millionen Menschen steigen. Deshalb mobilisiert die Arbeitsverwaltung alle Reserven", erklärt ASTHEIMER.

 
   

SZ-Geldthema: Arbeiten im Alter.
Die Rente mit 63 gilt nur für wenige. Aber es gibt andere Wege, den Übergang in den Ruhestand flexibel zu gestalten

BOERHRINGER, Simone (2014): Hoffen auf den Ausstieg.
Menschen, die jahrzehntelang schwer gearbeitet haben, würden ihr Berufsleben gerne bald beenden. Ihnen will Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles den Ruhestand erleichtern. Doch in der Praxis wirft die Rente mit 63 noch viele Fragen auf. Ein Überblick über die Abschläge, wenn man frühzeitig aufhört,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.02.

HAAS, Sibylle (2014): Weniger arbeiten.
Nicht jeder kann oder will bis 67 Vollzeit schuften,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.02.

ÖCHSNER, Thomas (2014): Alte mit Minijob.
Frührentner müssen mit Abschlägen rechnen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.02.

HAAS, Sibylle (2014): Lust zu bleiben.
Ein 75-jähriger Professor fand den Ruhestand diskriminierend und klagte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.02.

 
   

JELLEN, Reinhard (2014): "Ein Jugendlicher wird etwa 10.000 Stunden länger arbeiten als sein Vater".
Ulrich Renz über die Glücksfindung in unserer Gesellschaft,
in: Telepolis v. 15.02.

 
   

LEMHÖFER, Anne (2014): Partner suchen – ein Cyrano de Bergerac des Digitalzeitalters.
Gespräch mit Ingo Möbius von der Agentur Suredate,
in: Frankfurter Rundschau v. 14.02.

 
   

EVY (2014): "Flirten ist eine Kunst".
Marion Bredebusch gibt Tipps - Die können Singles bei der Party heute Abend testen,
in: Saarbrücker Zeitung v. 14.02.

 
   
SZ-Magazin-Thema: Ein Heft über die Liebe

AMON, Karoline (2014): Ach, Sie?
Überraschung! Zwei Menschen lernen sich über eine Online-Partnerbörse kennen - und erfahren, dass sie sich näher sind, als sie dachten. Viel näher,
in: SZ-Magazin Nr.7 v. 14.02.

 
   

HAEMING, Anne (2014): Die Liebe, diese dumme Nuss.
Valentinstag: In einer Stadt, in der dauernd von Wiedervereinigung die Rede ist, steht außer Frage: Herzschmerz wartet an jeder Ecke. Die Partnerbörse "Im Gegenteil" und eine Liebeskummer-Agentur sorgen für Abhilfe,
in: TAZ Berlin v. 14.02.

Anne HAEMING berichtet über das Los von Berliner Singles der Kreativbranche, die inzwischen in der "Hipster"-Partnerbörse Im Gegenteil ihr Profil präsentieren:

"Ali ist ein typischer Berliner. Er ist 30, aus Württemberg, arbeitet für einen Berliner Musikkonzern - und er ist Single. Er ist einer der 54,3 Prozent Berliner, die alleine leben.
Wie es bei Ali zu Hause aussieht, dass er gern mit den Händen erzählt, was für Klamotten er trägt, wo er wohnt und dass er auf der Suche ist, weiß man von der Berliner Partnerbörsenseite »Im Gegenteil«. Er ist einer von inzwischen 30 Singles auf dem Portal, das eine Mischung ist aus Wohnblog und Datingmarkt. Alles junge, hübsche Menschen zwischen Mitte 20 und Ende 30, Bildungsbürger, Kreativbranche, viel Parkett und Dielenboden, viel Weiß, kleine Küchen zum Hinterhof, und irgendwo hängt auch mal ein Hertha-BSC-Schal. Man könnte sagen: totale Berliner Hipster-Klischees."

Ist die Liebe dann vorbei hilft die Herzschmerz-Agentur Die Liebeskümmerer von Elena SOHN weiter. Von Martina LÖW lässt sich HAEMING über die Imageunterschiede von Städten aufklären.

 
   

SCHNEYINK, Doris (2014): Singlebörsen.
Gesellschaft: Millionen Deutsche setzen auf Partneragenturen im Internet. Ein Report von echten und falschen Kavalieren, miesen Tricks und vom Suchen und Finden der Liebe,
in: Stern Nr.8 v. 13.02.

 
   

SZ-Tagesthema: BGH-Urteil zum Elternunterhalt.
Der Vater hatte sich von der Familie abgewendet und den Kontakt zu seinem Sohn vor mehr als vierzig Jahren abgebrochen. Schließlich hat er seinen Sohn enterbt. Die Karlsruher Richter entschieden jetzt, dass der Sohn trotzdem den größten Teil der Heimkosten für den Vater übernehmen muss. Diese Pflicht kann viele treffen. Denn es gilt der Grundsatz: Kinder haften für ihre Eltern

HEIDENREICH, Ulrike (2014): Generation Zahlmeister.
Viele zwischen 30 und 60 befürchten, Geld nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern aufbringen zu müssen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.02.

35 Millionen Menschen zwischen 30 und 59 Jahren zählt Ulrike HEIDENREICH zur Sandwichgeneration, die sowohl für Junge als auch für Alte aufkommen muss, wobei hier nicht der öffentliche "Generationenvertrag", sondern der familiale Generationenvertrag gemeint ist.

"Auf der einen Seite geht die Gesamtbevölkerung in Deutschland zurück, auf der anderen Seite nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zu. Wurden 2005 noch 2,1 Millionen gezählt, waren es fünf Jahre später schon 2,4 Millionen. Das Bundesamt für Statistik rechnet für 2020 bereits mit 2,9 Millionen Pflegebedürftigen, für 2030 gar mit 3,4 Millionen",

erläutert HEIDENREICH den demografischen Wandel in Deutschland. Der Sozialstrukturforscher Stefan HRADIL, der bereits in den 1990er Jahren die Pflegebedürftigkeit der "Single-Gesellschaft" überschätzt hat, wird zur Dramatisierung der Lage  zitiert. Dabei wird Kaffeesatzleserei betrieben, wenn die Vergangenheit bis 2060 hochgerechnet wird.

"Die Rangfolge der Familienmitglieder hat das neue Gesetz zum Unterhaltsrecht klar geregelt: An erster Stelle beim Anspruch auf Unterhalt stehen immer die Kinder. Vor der Reform von 2008 teilten sich Kinder diese Stellung mit geschiedenen und aktuellen Ehegatten. An zweiter Stelle stehen Mütter und Väter, die Kinder betreuen. Erst an dritter Stelle kommen Ex-Ehepartner, deren Kinder entweder schon groß sind, oder die keine Kinder haben. Werden Väter oder Mütter nun auch noch für die Pflegekosten ihrer Eltern herangezogen, gilt: Es muss ihnen genügend Geld für den eigenen Lebensunterhalt bleiben",

erläutert HEIDENREICH die Gegebenheiten des deutschen Unterhaltsrechts, das sie im Vergleich zu Skandinavien und den angloamerikanischen Ländern als rigoros bezeichnet.      

JAHNISCH, Wolfgang (2014): Wie der Vater, so der Sohn.
Das Einstehen füreinander gilt in beide Richtungen, und das kann im Einzelfall durchaus eine Zumutung sein,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.02.

PRANTL, Heribert (2014): Ein Urteil in die falsche Richtung.
Unterhalt der Kinder für ihre Eltern. Ein Kommentar,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.02.

 
   

Der DAK-Gesundheitsreport 2013 in den Medien: Oder wie PR durch die Medien unreflektiert verbreitet wird

HAUSCHILD, Jana (2014): Kinderlose genauso gestresst wie Eltern.
Berufstätige ohne Kinder haben es leichter als Eltern - so ein gängiges Vorurteil. Eine Untersuchung der DAK belegt nun: Beide Gruppen leiden gleichermaßen unter den Anforderungen von Job und Privatleben,
in: Spiegel Online v. 13.02.

"Fühlen sich erwerbstätige Eltern mehr im Stress als Kinderlose? Und sind sie folglich auch gesundheitlich eher angeschlagen?
Diese Fragen versucht der neue DAK-Gesundheitsreport zu beantworten. Für diesen wurden die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet sowie rund 3000 Männer und Frauen im Alter von 25 bis 40 Jahren gezielt befragt. Die Ergebnisse überraschen: Erwerbstätige Eltern zählen nicht nur zu der gesündesten Versichertengruppe, sondern mitunter zu der am wenigsten gestressten
",

erläutert HAUSCHILD. Dabei ergibt sich jedoch das Problem, dass die Datenlage überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Stress von Kinderlosen bzw. Eltern belegen kann. Zum einen liegen die Gesundheitsdaten nur für die DAK-Mitglieder nach Alter und Geschlecht vor und zum anderen bezieht sich die Befragung von Kinderlosen und Eltern auf Deutschland und nicht auf DAK-Mitglieder. Beides sind zudem Querschnittserhebungen, die keinerlei Rückschluss auf Kausalzusammenhänge erlauben.

"Nach dem Gesundheitsreport 2013 achten berufstätige Eltern weniger auf ihre Gesundheit als Kinderlose. (...) Im Krankenstand der 25- bis 39-jährigen Berufstätigen machten sich die Unterschiede im Lebenswandel zwischen Eltern und Kinderlosen allerdings noch nicht bemerkbar. Die DAK hat dafür den Krankenstand ihrer Mitglieder analysiert und mehr als 3000 Frauen und Männer im Alter von 25 bis 40 Jahren repräsentativ befragt", behauptet Claudia KADE in der Welt.

Haben die Journalistinnen die Studie überhaupt angeschaut (gelesen wäre ja schon zu viel verlangt) oder nur den PR-Text zur Studie? Hier wird suggeriert, dass es sich bei den Befragten Kinderlosen/Eltern um DAK-Mitglieder handele und somit Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand möglich wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall wie man durch Lesen des Gesundheitsreports hätte feststellen können.  

Das Thema Rush-Hour des Lebens im Gesundheitsreport der DAK ist also nichts weiter als eine PR-Maßnahme der Krankenkasse. Angesichts der Tatsache, dass die Medien diese unreflektiert aufgreifen, handelt es sich um eine gelungene PR-Maßnahme. Qualitätsjournalismus sieht dagegen anders aus.

 
   

PANY, Thomas (2014): Kinderlose als glückliche Außenseiter.
Demografie: In Frankreich sind Kinder die Norm,
in: Telepolis v. 13.02.

Thomas PANY berichtet über die Studie Rester sans enfant : un choix de vie à contre-courant des Nationalen Instituts für Demografische Studien (INED), die sich mit der Kinderlosigkeit in Frankreich beschäftigt. Dort sei im Gegensatz zu Deutschland die Kinderlosigkeit ein abweichendes Verhalten. Tatsächlich beschreiben sich in Deutschland mehr Frauen als in Frankreich als "freiwillig", "gewollt" bzw. "bewusst" kinderlos - u.a. auch deswegen, weil in Deutschland seit der Wiedervereinigung ein zunehmender Terror der Individualisierungsthese herrscht.

Kinderwunschstudien zeigen jedoch, dass Befragungen zum Kinderwunsch von Kinderlosen eher skeptisch zu betrachten sind. Die Aussagen der Kinderlosen sind zeitlich eher instabil und haben in erster Linie mit ihrer aktuellen Lebenssituation zu tun: Partnerlosigkeit, Arbeitslosigkeit, geringe Dauer der Partnerschaft, Mobilitätszwang und vieles mehr führt zu einer geringen Neigung Kinder zu kriegen.

PANY weist zudem auf die aktuelle Debatte um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hin, die in erster Linie in der ZEIT, FAZ und Spiegel geführt wird. Während PANY diese Debatte mit der aktuellen Rentendebatte in Verbindung bringt, wird auf dieser Website davon ausgegangen, dass sie auch mit der politischen Durchsetzung einer familienpolitischen Zeitpolitik in Verbindung steht. In der rentenpolitischen Debatte greift man Kinderlose direkt an, z.B. über Forderungen nach einer Rente nach Kinderzahl, oder man lässt kinderlose Journalistinnen ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen. Schließlich sind lebenslang Kinderlose (ob gewollt oder ungewollt) selbst bei den 1963-1967 Geborenen eine Minderheit von 20 %. Bis Mitte des Jahrtausends wurde deren Anteil auf ein Drittel geschätzt und in der Debatte um die Pflegeversicherung wurde gar ein Anteil von 40 % ins Spiel gebracht. In Deutschland wurde und wird vereinzelt immer noch auf Kinderlose insbesondere durch überhöhte Zahlen zur Kinderlosigkeit in den Medien Druck gemacht.

 
   

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Debatte

FRICK, Marike (2014): Alles vereinbar.
Kinder und Karriere passen nicht zusammen? Das stimmt - in Deutschland. Nicht aber in Skandinavien,
in: Die ZEIT Nr.8 v. 13.02.

 
   

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Debatte

FUNK, Mirna (2014): Ich will so bleiben, wie ich bin.
Debatte: Barbie-Feministinnen sind junge westdeutsche Frauen, die außen Feministin, innen leider Barbie sind,
in: Freitag Nr.7 v. 13.02.

Ostfrau Mirna FUNK, Jahrgang 1983, wirft Westfrauen wie Antonia BAUM und Silke BURMESTER, die behaupten, dass Beruf und Familie nicht vereinbar seien, "Denkfehler der westdeutschen Sozialisation" vor. Ihr Vorbild ist die neue Familienministerin Manuela SCHWESIG, ebenfalls Ostfrau:

"Schwesig ist eine von vielen Frauen, die ohne müde Haut Beruf und Familie vereinbaren können: die nicht arbeiten gehen, um sich teure Sache zu kaufen, sondern weil sie lieben, was sie tun. Sie sind Mutter, Business-Frau und Partnerin. Und dieses Zusammenspiel macht sie überhaupt erst glücklich und vollkommen."

 
   

MARKERT, Sandra (2014): Single-Produkte: Halbe Portion, fast gleicher Preis,
in: Stuttgarter Nachrichten Online v. 12.02.

 
   

PANY, Thomas (2014): Bundesgerichtshof stärkt Unterhaltsansprüche von Eltern gegenüber erwachsenen Kindern.
Kontaktabbruch und Enterben befreit nicht von der Pflicht zum Unterhalt der Eltern,
in: Telepolis v. 12.02.

 
   
BMFSFJ (2014): Förderung für ungewollt kinderlose Paare wird aufgestockt. Minister Bischoff dankt dem Bund für Unterstützung,
in: Pressemitteilung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend v. 10.02.
 
       
 

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Zu den News vom 01. - 09. Februar 2014
 

   
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Bernds@single-dasein.de Stand: 05. Dezember 2014