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News vom
14. - 31. Januar 2012
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Zitate
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Generationenbegriff und Generationengerechtigkeit

"Wenn ich von
»meiner Generation« spreche, dann ist das natürlich etwas
gewagt. Schließlich möchte kein Mensch Teil einer dieser so
genannten Generationen sein. Auch ich nicht. Totzukriegen ist
der
Generationenbegriff dennoch nicht. Im Allgemeinen lieben
ihn drei Gruppen: Journalisten, die mit ihm ihre
Gesellschaftsberichterstattung ordnen oder Bücher schreiben.
Politiker, wenn sie beispielsweise über Haushaltsverschuldung
oder Sozialpolitik sprechen. Und dann noch diejenigen, die ihr
Einkommen oder ihre Position damit bestreiten, sich für die
sogenannte
Generationengerechtigkeit einzusetzen."
(aus: Meredith Haaf
"Heult doch", 2011, S.221f.)
"Wenn 80 Milliarden Euro an
staatlichen Ausgaben gekürzt werden sollen, dann ist das ein
Problem für alle (...). Denn die sozialen Kürzungen betreffen
sowohl die gegenwärtige als auch die zukünftige Gesellschaft.
(...). Investitionen, die heute getätigt werden, zahlen sich
dagegen morgen in einer stabileren Gesellschaft mit einer
besseren Infrastruktur aus. Wie der Soziologe
Christoph Butterwegge schreibt, vererben sich nicht nur
Schulden, sondern auch Zinsen.
Die sogenannte Generationengerechtigkeit ist also kein Prinzip,
für da es sich zu kämpfen lohnt. (...). Wer seine Allianzen nur
entlang von Jahrgangsgrenzen bildet, verkennt eine
Grundwahrheit: Wir werden nicht immer die Jungen sein."
(aus: Meredith Haaf
"Heult doch", 2011, S.221f.) |
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HONNETH, Axel (2012):
Der Soziologe als Intellektueller.
Pierre Bourdieu: Zum 10. Todestag
des französischen Theoretikers am 23. Januar erschien in der
französischen Presse diese Würdigung von Axel Honneth, die die taz
nachstehend dokumentiert,
in:
TAZ v. 31.01.
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst
SEELIGER, Julia & Margarete STOKOWSKI (2012):
Schluss mit dem
blöden Identitätsgewichse.
Kompass: Das Feuilleton diskutiert,
ob wir wieder härtere Typen brauchen. Mit Standpunkten von
vorgestern und unnötiger Verbissenheit. Der junge Mann hat seine
Rolle verloren? Gut so! Ein Hoch auf die neue Unübersichtlichkeit,
in:
TAZ v. 31.01.
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Mark Greif u.a. - Hipster: eine transatlantische Debatte
ALBERS,
Philipp (2012):
Porno-Schauzer und Truckermütze,
in: DeutschlandRadio
v. 31.01.
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Eva Illouz - Warum Liebe wehtut
ROSSUM,
Walter van (2012): Ich werde geliebt, also bin ich.
Eva Illouz entwirft einen historischen
Verlauf der Liebe, um zu zeigen, dass diese heute anders
funktioniert als in vormodernen Zeiten. Der Titel des Buches winkt
mit lebensberatendem Versprechen ein größeres Publikum heran, doch
es ist das Buch einer Soziologin, das sich ganz und gar im Rahmen
ihrer Zunft entfaltet,
in: DeutschlandRadio v. 29.01.
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst &
Meredith Haaf - Heult doch
GREINER, Lena 6 Daniel SANDER (2012): Burnout ist für alle da.
Rätselhafte Mittzwanziger: Versteh
einer diese Gleichaltrigen! Die Mittelschichtskinder zwischen 20 und
30 haben alles, viele sind trotzdem unglücklich. Nina Pauer und
Meredith Haaf haben darüber Bücher geschrieben. Ein Gespräch über
Luxusproblemchen und selbstverschuldeten Nervenzusammenbruch,
in:
UniSpiegel, Heft 6
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst
KLEMM,
Magdalena (2012): Die schwachen Männer sind die stärkeren.
In der deutschen "Zeit" entfachte Nina
Pauer den Geschlechterkampf neu: Sie hat amüsante Argumente gegen
den sanften, nachdenklichen jungen Mann - aber sie hat ihn gar nicht
kennengelernt. Eine Erwiderung,
in: Die Presse v. 29.01.
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SCHEPER, Moritz (2012): Millionär auf Reisen.
Vom Berghain ins tiefste Anatolien:
Imran Ayatas Roman "Mein Name ist Revolution",
in: Tagesspiegel v. 29.01.
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RNZ-Thema: Liebe 2.0 - wenn es "klick" macht im Internet
KRÖDEL, Arndt (2012): Vom Suchen und Finden.
"Hildegard, warum sagen Sie denn
nichts", flötete er damals beim ersten Rendezvous. Heute weiß man
lange vorm ersten nicht-virtuellen Treffen, wie der andere tickt;
die Beteiligten haben sich übers Netz abgeglichen. Ist das
Kontaktieren über Online-Partnerbörsen eventuell
erfolgsversprechender als die klassische Variante? Funktionieren
solche Partnerschaften besser?
in: Rhein-Neckar-Zeitung v. 28.01.
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ZITTLAU, Jörg (2012): Nerds: Verpeilt wird sexy.
"Genialer Sonderling" – so nannte man
sie früher. Heute heißen sie "Nerds" und erobern die Welt.
Phänomenologie einer seltsamen Spezies von der Antike bis heute,
in: Tagesspiegel v. 28.01.
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TIMM, Uwe (2012): Strammgestanden für den freien Markt.
Gesellschaft und Gerechtigkeit: Einst
prägte der Militarismus das Denken und Handeln in Deutschland. Heute
brutalisiert ein uniformer Ökonomie-Jargon den öffentlichen Diskurs,
in: Tagesspiegel v. 28.01.
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ZAJCEK, Jasna (2012): Kein Sex mit Tierfriedhöfen.
Kuppeln: Veggie-Speed-Dating soll
Fleischverächter zusammenbringen,
in: TAZ v. 27.01.
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KLEIN,
Stefan (2012): "Unser Glück hängt von den Freunden ab".
Soziologie: Der Soziologe Nicholas
Christakis über ansteckende Vorlieben und die unterschätzte
Bedeutung des Miteinanders,
in: ZEITmagazin Nr.5 v. 26.01.
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Gentrifizierung: Von Yuppies, Yetties, Bobos, digitaler Bohème,
Nerds, Hipstern und Latte macchiato-Müttern - Eine Bibliografie der
neueren Gentrifizierungsdebatte
THIESEN, Andreas (2012): Neue Spießer.
Warum die übliche Kritik an der
Gentrifizierung provinziell ist und zu nichts führt,
in: Die ZEIT Nr.5 v. 26.01.
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst
KETTELER, Christiane (2012): Heul doch, Mann!
Warum die Suche nach dem richtigen
Mann nicht weiterführt und der Feminimus keine Helden braucht,
in: Jungle World Nr.5 v. 26.01.
STEPHAN, Cora (2012): Die Liebe in Zeiten der Allverfügbarkeit.
Gibt es Alternativen?
in: Neue Zürcher Zeitung Online v. 26.01.
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MÜLLER, Olivia (2012):
Wir basteln uns ein Wir-Gefühl.
Auf
«Generation Golf» folgt «Generation Praktikum» folgt «Generation
Angst». In den vergangenen 10 Jahren wurde immer wieder versucht,
ein «Wir-Gefühl» zu beschwören,
in:
Basler Zeitung Online v. 25.01.
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WURMDOBLER, Christopher (2012):
Hallo Yppster!
Der Hipster ist in Wien angekommen. Steckt mehr dahinter als
Konsumspaß?
in:
Falter Nr. 4 v. 25.01.
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MITTLER,
Dietrich (2012): Warnung vor den Panikmachern.
Die erwartete Überalterung der Gesellschaft sieht Bernd Reuschenbach
gelassen - denn immer mehr Menschen leben bis ins hohe Alter gesund,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.01.
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Für REUSCHENBACH ist der
demographische Alarmismus eine Lizenz für Forderungen
derjenigen, die im Bereich der medizinischen Versorgung tätig
sind, während das Problem der Pflegenden nicht im gleichen
Maße wahrgenommen werde. REUSCHENBACH plädiert deshalb für
eine Pflegekammer eine Aufwertung der Pflegeberufe. Den
Anstieg der Pflegenden sieht REUSCHENBACH weniger dramatisch:
"Das statistische Bundesamt
rechnet mit 2,91 Millionen Pflegebedürftigen im Jahre 2020 und
3,36 Millionen im Jahr 2030. Dies bedeutet: pro Jahr 45 000
Pflegebedürftige mehr. Man könnte aber auch von einem anderen
Szenario ausgehen - etwa, dass die älteren Menschen künftig
gesünder bleiben als bislang. Dann kommen wir zwischen 2020
und 2030 nur noch auf 27 000 Pflegebedürftige mehr pro Jahr.
Was macht Sie so optimistisch?
Reuschenbach: Dafür spricht die Auswertung der Statistiken.
Die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, ist in den
Jahren 2000 bis 2008 signifikant rückläufig gewesen. Bei den
Männern ist sie um acht Prozent gesunken, bei den Frauen gar
um 25 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, heute als 75-Jähriger
pflegebedürftig zu werden, ist heute viel geringer als noch
vor Jahren."
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst
MÜLLER, Olivia (2012):
"Hätte, könnte, sollte ich nicht doch lieber...".
Die
Generation der 30-Jährigen hat scheinbar alles und ist dennoch
unglücklich. Autorin Nina Pauer erklärt wieso,
in:
Tages-Anzeiger Online v. 23.01.
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst
KÄMMERLINGS, Richard (2012):
Komm ich heut nicht, komm ich morgen.
Don't be a maybe: Die neue Debatte um Männlichkeit führt in die
Irre. Tatsächlich wissen auch die Frauen nicht, was sie wirklich
wollen,
in:
Welt am Sonntag v. 22.01.
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GRIESE, Inga (2012):
Endlich Großmutter.
Plötzlich kommt der Anruf. Und man ist Großmutter. Was bedeutet das
heute? Was bedeuten Kinder? Glück und sehr viel mehr. Ein Plädoyer für
die Großfamilie,
in:
Welt am Sonntag v. 22.01.
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ALMQVIST,
Paula (2012):
Untragbar.
Klavier schleppen, heimwerken, Computerprobleme lösen - nichts leihen
sich Singlefrauen so gern aus wie die Männer ihrer Freundinnen.
Ehrlich gesagt: Das nervt,
in:
SZ-Magazin Nr. 3 v. 20.01.
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Jean-Claude Kaufmann - Sex@amour
RUTSCHKY, Michael (2012):
Die neueste Liebesunordnung.
Jean-Claude Kaufmanns aktuelle Fährte: Wie das Internet das
Paarungsverhalten – insbesondere der Frauen – verändert ,
in:
Freitag Nr.3 v. 19.01.
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STERN-Titelgeschichte:
Sex und hopp.
Millionen Deutsche suchen in Partnerbörsen die große Liebe.
Doch am Ende bleiben oft nur flüchtige Affären |
LACHE, Anette & Bernd VOLLAND (2012):
Sex & Hopp.
Millionen Deutsche suchen im Internet die große Liebe. Doch das
unendliche Angebot an potenziellen Partnern lässt längere Beziehungen
oft gar nicht mehr entstehen, Gefühle werden zum Hindernis,
in:
Stern Nr. 4 v. 19.01.
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LACHE & VOLLAND vermitteln
anhand von 6 Fallbeispielen (4 Frauen und 2 Männer im Alter
von 32 bis 57 Jahren das Normensystem der bürgerlichen Ehe und
seine Gefährdung im
Zeitalter der Online-Partnersuche. Als Experten werden
eine Soziologin (Eva
ILLOUZ), ein Sexualwissenschaftler (Volkmar SIGUSCH) und
zwei Psychotherapeutinnen (Johanna MÜLLER-Ebert und Stefanie
STAHL) zitiert. Im Mittelpunkt steht die
Bindungsangst, die bei Männern größer sein soll als bei
Frauen (genetische Begründung) bzw. ihre Ursache in
frühkindlichen Erfahrungen haben soll.
Andere Formen der Angst, die eine Partnersuche behindern
können, werden dagegen ausgeblendet. Außerdem werden die
Vorteile der Online-Partnersuche für Schüchterne oder
Menschen auf dem Lande lediglich kurz erwähnt.
Im Interview von LACHE wird
die Psychotherapeutin Stefanie STAHL zur Problematik der
Bindungsängstlichen und ihre Therapie befragt:
"Im Kern geht es immer um
die Angst vor Abhängigkeit und Verlust. Und damit einhergehend
um den gestörten Umgang mit Erwartungen und eine geringe
Konfliktfähigkeit. Sehr vereinfacht gesagt, muss der Klient im
ersten Schritt sein psychisches Programm erkennen, damit er im
zweiten Schritt neue Entscheidungswege installieren kann."
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HEYMANN,
Nana (2012):
Kiez ohne Szene.
Berlin: In Prenzlauer Berg schließt nun auch der Klub der Republik –
mit einer Party, einer Mahnwache und einer makabren Kunstaktion,
in:
Tagesspiegel v. 19.01.
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SCHMOLLACK, Simone (2012):
Eine Hausfrauenehe ist so teuer wie ein Eigenheim.
Warum das Ehegattensplitting nicht mehr zeitgemäß ist ,
in:
DeutschlandRadio v. 19.01.
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WEBER, Bettina (2012):
Besser dran ohne die bessere Hälfte.
Singlefrauen
über 35 haben auch heute noch mit Vorurteilen zu kämpfen: Man
bemitleidet sie und hält sie für unglücklich. Dabei, so zeigen
Studien, ist niemand so wenig einsam wie eben Frauen ohne Partner,
in:
Tages-Anzeiger Online v. 18.01.
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MALACHOWSKI,
Marcel (2012):
Weniger sexy war nie.
Utopieverlust: Die gerade eröffnete Berlin Fashion Week hat eines mit
Sicherheit nicht im Gepäck: die Hoffnungen und Träume, die sich einmal
mit der Mode verbanden,
in:
TAZ v. 18.01.
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In den etablierten Medien
wendet sich seit einiger Zeit eine neubürgerliche Sicht gegen
Gentrifizierungsgegner. Besonders im ehemals linken Milieu -
wird ähnlich wie Mitte der 1980er Jahre, als das Ende aller
Alternativen beschworen wurde - eine neue Frontlinie sichtbar.
Damals läutete das "Ende der Alternativbewegung" die
Yuppisierung der Szeneviertel ein. Auch gegenwärtig werden
die Karten wieder neu gemischt.
Gentrifizierung ist für
Neubürgerliche positiv besetzt, denn sie privilegiert die neue
Mittelschicht der urbanen Akademikerpaare und -familien. Bei
MALACHOWSKI liest sich das dann so:
"Alle wollen nach Berlin.
Schon seltsam. Denn Berlin ist eine merkwürdige Stadt. In
einem Kiez am Tempelhofer Flugfeld beispielsweise hat vor
einigen Monaten ein Quartiersmanagement die Arbeit mit Kindern
und Jugendlichen aufgenommen: Hausaufgabenbetreuung und
Nachmittagsunterricht. Daraufhin flogen Farbeier, weil andere
befürchteten, diese Sozialpädagogisierung führe zu einer
Gentrifizierung. Recht haben sie wohl alle. Die einen wollen,
dass ihr Sozialpädagogik-Studium sich zumindest ein wenig
materiell und ideell auszahlt, wenn natürlich auch nur
befristet, die kleinen Racker wollen mal nicht »Hartz IV«
werden, sondern es wenigstens zu Niedriglohnexistenzgeld
bringen, und die Nachtaktivisten befürchten einen neuen
Prenzlauer Berg. Welchem dieser Beteiligten also könnte man
seine Motive verdenken? Ist in dieser Trostlosigkeit
vielleicht gar Hoffnung enthalten? Eigentlich wollen sie doch
alle nur ein bisschen gut leben …"
In der
neueren Gentrifizierungsdebatte kommt die Berliner
Republik zu sich selbst.
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BMO (2012):
Berliner sind jung, arm und leben im Hochhaus.
Das
Marktforschungsunternehmen GFK hat seine aktuelle Studie zur
Bevölkerungsstruktur veröffentlicht. Darin wird deutlich, was den
Berliner vom Saarländer unterscheidet,
in:
Berliner Morgenpost Online v. 17.01.
MITTELBAYERISCHE (2012):
Regensburg ist vor Berlin Single-Hauptstadt.
Regensburg
hat seinen „Titel“ aus dem Vorjahr verteidigt. 57 Prozent der
Haushalte werden nur von einer Person bewohnt,
in:
Mittelbayerische Zeitung Online v. 17.01.
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DÜCKERS, Tanja (2012):
"Blöde Zugezogene".
Berlins neue
alternativ-reaktionäre Hasskultur: Kinder und Fremde stören. Ein
Kommentar
in:
Süddeutsche Zeitung v. 16.01.
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Tanja DÜCKERS beklagt sich über die linksreaktionäre
Hasskultur in Berlin, die sie in einem Kultbuch
("Schinderhasennachmittag"), gentrifizierten Vierteln wie
Prenzlauer Berg oder Szenevierteln wie Nord-Neukölln entdeckt
hat:
"Tatsächliche Probleme wie
die schnell steigenden Mieten und die Aushebelung des Berliner
Bebauungsplans von 1862, der die soziale Durchmischung Berlins
vorsah, werden von den Empörten leider fast nie aufgegriffen.
Einfacher ist es, griffige Feindbilder zu produzieren, als
Strukturen zu hinterfragen, die zu sozialen
Verdrängungsprozessen führen."
2010 legte DÜCKERS ihre nicht ganz uneigennützige Sicht der
Gentrifizierungsproblematik dar:
"Künstler und Kreative als Gentrifizierungsvorboten zu den Verlierern des rasanten
Wandels, werden in der Öffentlichkeit jedoch vor allem als
Gewinner wahrgenommen. Diese Umdeutung zeigt vor allem, wie es
dem liberalen Zeitgeist gelungen ist, einen Hype zu kreieren,
den mittlerweile sogar die Linksautonomen bereit sind zu
glauben."
Diese Sichtweise ist auch
eher einseitig, denn wie die Soziologin Cornelia KOPPETSCH in
ihrem Aufsatz Symbolanalytiker - ein neuer Expertentypus?
Einige Thesen zum Wandel akademischer Berufsfelder
darlegt, gehören Künstler/Kreative keineswegs nur zu den
Verlierern, sondern sie verdrängen ihrerseits die klassischen
Experten. In dem Buch Wohlstandskonflikte hat Berthold
VOGEL aufgezeigt, dass
durch den Umbau der Gesellschaft neben die Verlierer
(öffentlicher Sektor) die Gewinner der Deregulierung getreten
sind. Bei KOPPETSCH steht der Interessenkampf zwischen
klassischen Experten und den Symbolanalytikern aus
Finanzdienstleistung, Kulturproduktion, Coaches usw.
("Vertreter des kulturellen Kapitalismus") im Mittelpunkt.
In der
Gentrifizierungsdebatte werden neben diesem Konflikt zweier
Expertengruppen auch die Interessenkonflikte zwischen den
einzelnen symbolanalytischen Berufsfeldern deutlich (z.B.
Unternehmensberater Jan FÜCHTJOHANN und sein Feindbild
"Mächte des deutschen Indie-Pop"), denn der Wettbewerb um die
Klientel/Konsumenten erzeugt unter den gegenwärtigen
Bedingungen einer Ökonomie der Aufmerksamkeit nach KOPPETSCH
"stärkere Polarisierungstendenzen von Einkommens- und
Statuschancen innerhalb von Berufsfeldern".
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WALTER, Klaus (2012):
Meine Musik, deine Musik.
Woher kommt
der Retro-Trend? Mit dem Aufkommen des Internets hat sich die Popmusik
atomisiert, der Mainstream löst sich in tausend kleine Nischen auf.
Und im Radio laufen nur noch Retro-Nummern. Warum?
in:
Süddeutsche Zeitung v. 16.01.
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Jochen Schimmang - Neue Mitte
PFOHLMANN, Oliver (2012):
Man muss verteidigen, was man liebt.
Auch 2030
gibt es noch richtige Winter: Jochen Schimmangs Berlin-Zukunftsroman
"Neue Mitte",
in:
Tagesspiegel v. 15.01.
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HALLBERG, Garth Risk (2012): "Why Write Novels at All?"
Writers of
the Franzen Generation have decided that the purpose of fiction is to
make us feel less alone. Will that be enough to save the novel?
in:
New York Times Magazine v. 15.01.
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DÜCKERS, Tanja (2012):
Bei Kindern hört der Spaß auf.
Wenn aus
Frauen Mütter werden,,
in:
Berliner Morgenpost v. 14.01.
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Die späte Mutter
Tanja DÜCKERS wirbt um Verständnis für Kinderlose und
Eltern:
"Es ist erstaunlich, wie
intolerant viele Menschen - zumal in unserer viel beschworenen
»hochindividualisierten« Gesellschaft - sind, wenn es um die
Kinderfrage geht. Man kann heutzutage mit quietschgrünem
Irokesen oder ganzkörpertätowiert durch die Stadt laufen, man
kann zur Prime-Time seinen gepiercten Hintern in die Kamera
halten, dem verrücktesten esoterischen Glaubensmodell anhängen
oder sich ausschließlich von Soja ernähren - alles kein
Problem. Aber bei Kindern hört der Spaß auf."
Das hebt sich deutlich ab,
von jenen späten Müttern, die wie
Susanne MAYER zu gnadenlosen Gegnerinnen ihres einstigen
Lebensstils werden, sobald sie die Seite gewechselt haben.
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PIETREK,
Danela (2012):
Nesthäkchen fliegt raus.
Weg aus dem
Elternhaus, das war einmal der dringlichste Wunsch junger Menschen.
Vorbei. Heute wollen die Kinder lieber bleiben,
in:
Tagesspiegel v. 14.01.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. -
13. Januar 2012
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Bitte beachten Sie:
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