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News vom
05. - 15. Juni 2010
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Zitate
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Ganztagskinderbetreuung
wünschen sich in den alten Bundesländern vor allem Frauen mit
Universitätsabschluss
"Fehlende
Kinderbetreuung wird in Widerspiegelung der tatsächlichen
Situation insgesamt in den alten Bundesländern immer wieder
als Manko angesprochen. Interessant ist jedoch, dass im Westen
überhaupt nur bei den Frauen mit Universitätsabschluss
Kinderbetreuung, die über die altbekannte und als unzureichend
charakterisierte Halbtagsbetreuung hinausgeht, nämlich
Ganztagsbetreuung für unter Dreijährige, möglicherweise in
Frage kommt. Frauen mit Haupt- oder Realschulabschluss und
Ausbildung sprechen sich explizit gegen außerfamiliale
Betreuung in den ersten drei Jahren aus. Hier wirkt in
massiver Weise das westdeutsche Mutterideal fort."
(aus: Mandy Boehnke
"Gut gebildet = kinderlos?", BIOS, Heft 1, 2009, S.28)
Der typische Alltag eines erfolgreichen Techno-DJs
"Eine
typische DJ-Arbeitswoche beginnt freitags mit der Reise in
eine Stadt in Deutschland oder Europa, um dort in einem Club
aufzulegen. Der Auftritt, ein DJ-Set, ist häufig für sehr spät
in der Nacht angesetzt und dauert durchschnittlich ungefähr
zwei Stunden. Die anschließende Nachtruhe ist meist kurz, und
fast immer schließt sich die Weiterreise in eine andere Stadt,
zu einem anderen Club an. Auftritte in anderen Kontinenten
werden in Form kleiner Tourneen gebucht. Der Montag ist der
Sonntag des DJs und dient auch der Entlastung des Gehörs. Die
Zeit zwischen den Gigs wird für die Studioarbeit, Interviews
und Promotions-Termine, für die Arbeit im eigenen
Plattenlabel, Club oder sonstigen mit der Musik
zusammenhängenden Aktivitäten genutzt. Der Lebens- und
Arbeitsrhythmus der DJs ist dem Ablauf einer konventionellen
Arbeitswoche entgegengesetzt. (...). Eine zentrale Bedeutung
im DJ-Arbeitsrhythmus hat das Studio."
(aus: Maren Brandt
"Techno-Biographien", BIOS, Heft 1, 2009,
S.80)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick Juni 2010 finden Sie
hier. |
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HUMMEL, Katrin (2010): Der entsorgte Vater.
Weil Dominiks Mutter nicht will, dass ihr Sohn seinen Vater sieht,
wächst der Sechsjährige ohne ihn auf. Vielen Kindern geht es so wie
ihm - die Justizministerin will nun handeln,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 13.06.
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GERSEMANN, Olaf (2010): Sie demonstrieren gegen unsere Kinder,
in: Welt am Sonntag v. 13.06.
- Anmerkungen:
Yuppie GERSEMANN aus der Generation Golf
kritisiert die Demonstration gegen Sozialabbau. Dort würde "gegen
unsere Kinder demonstriert". Unsere Kinder, damit sind nicht jene
Kinder von Hartz IV-Empfängern gemeint, sondern offenbar nur jene
von Besserverdienenden.
Wie
man mit Statistik lügt, das kann man bei GERSEMANN sehen: Es wird
zwar von Altenlast gesprochen, aber nicht von der Kinder- und
Jugendlast, die im gleichen Maße abnimmt, sodass die Belastungen der
Erwerbstätigen sich in Grenzen halten. Nimmt man beide zusammen,
dann relativiert sich also der demografische Wandel drastisch, wie
Gerd BOSBACH und andere
vorgerechnet haben.
Das
neuste Totschlagargument der Neoliberalen heißt "implizite
Verschuldung". Aber auch hier gilt: die Entlastungen durch den
demografischen Wandel wie Geburtenrückgang und geringere
Arbeitslosigkeit werden verschwiegen.
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LACHENMANN, Akiko (2010): Ihr Bauch gehört mir.
Leihmütter in den USA: Sarah Jessica Parker hat es getan, die
Partnerin von Robert de Niro auch: Sie haben ihre Kinder von fremden
Frauen austragen lassen. Ihr Beispiel macht in den USA Schule, das
Geschäft mit Leihmüttern boomt. Ein Besuch in der größten
Vermittlungsagentur an der Ostküste,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.06.
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EL-SHARIF, Yasmin (2010): Warum das Elterngeld doch ein Erfolg ist.
Debatte um das Sparpaket: Das Elterngeld steht massiv in der
Kritik, die Zahl der Neugeborenen in Deutschland sinkt. Hat die
Regierung also Recht, wenn sie die Beihilfe kürzt? Keineswegs, denn
ohne die Förderung stünde es um Familien noch viel schlechter,
in: Spiegel Online v. 11.06.
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KNEIST, Sigrid (2010): Kein Elterngeld mehr für 10.000
Hartz-IV-Familien,
in: Tagesspiegel v. 09.06.
-
SCHULTE, Ulrich (2010): Der Hass auf die Unterschicht.
Über die Elterngeldkürzung für Hartz-IV-Bezieher,
in: TAZ v. 09.06.
-
BAUREITHEL, Ulrike (2010): Die Überflüssigen, unerwünscht.
Kalte Aussperrung: Die Sparbeschlüsse zeigen den Willen zu einer
qualitativ orientierten Bevölkerungspolitik,
in: Freitag Online v. 09.06.
- Anmerkungen:
BAUREITHEL zählt neben Gunnar HEINSOHN, der
bereits in der
Welt vom
23.08.2007 und
in der Welt vom 03.11.2009
das "Elterngeld als Fortpflanzungsprämie für die Unterschicht"
kritisiert hat, die ZEIT-Redakteurin
Susanne GASCHKE zu jener großen
Koalition, die für eine Einschränkung der Fortpflanzung der
Unterschicht - oder positiv gewendet - für eine stärkere Förderung von
Akademikerinnenkindern eintreten und damit eine "qualitativ
orientierte Bevölkerungspolitik" befürworten.
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MEYER, Wolfgang (2010): Bundesregierung berät über
Haushaltssanierung, Teil 3.
Sparen spaltet Alt und Jung: Bei den Erwartungen an den
Sozialstaat und daran, wie und für wen dieser Sozialstaat das Geld
umverteilt, gibt es deutliche Unterschiede gibt zwischen den
verschiedenen Generationen,
in: DeutschlandRadio v. 06.06.
- Anmerkungen:
Wolfgang MEYER lässt u. a. Harald
WILKOSZEWSKI zu Wort kommen, dessen Studie
von Frank SCHIRRMACHER
als Beleg für einen kommenden Generationenkrieg bewertet wurde und
die es danach auch
in die NZZ
geschafft hat. Auf diesen Zug ist inzwischen
auch die SZ
aufgesprungen, die ein unseriöses Arbeitspapier von Franz
MÜNTEFERING präsentiert hat.
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FRITZEN, Florentine (2010): Vater, Mutter, Kind.
Die Zahl der unehelichen Geburten Steigt. Aber auch der Anteil
junger Eltern, die ohne Trauschein zusammenleben,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.06.
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Zu den News
vom 01. - 04. Juni 2010
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