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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News 22.-31. Oktober 2017
News 15.-21. Oktober 2017
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News 01.-06. Juli 2017

News 1-5/2017
News 2000-2016

 
 
   
Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 06. - 10. November 2017: [06.11.] [07.11.] [08.11.] [09.11.] [10.11.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die Ungewissheit der Lebenssituation als Problem der privaten Altersvorsorge

"Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass die allgemeinen Unsicherheiten bei der Organisation der privaten Altersvorsorge insbesondere dann für den Abschluss eines Produkts problematisch sind, wenn sich Individuen in einer unsichereren Lebenssituation befinden. So sind es gerade Jüngere und Personen in instabilen Beschäftigungslagen, die sich mit der Planung und dem Abschluss von Vorsorgeprodukten zurückhalten. Die betreffenden Personen handeln dabei nicht irrational oder kurzsichtig, sie sind sich vielmehr der problematischen Absicherungssituation im Alter bewusst, nur sind sie erst dann in der Lage größere Zeithorizonte und damit das Alterssparen in den Blick zu nehmen, wenn kurze Zeithorizonte hinreichend abgesichert erscheinen."
(Felix Wilke "Private Vorsorge zwischen Wunsch und Wirklichkeit - die ambivalente Rolle von Unsicherheit im neuen Rentenmodell" in der Zeitschrift Deutsche Rentenversicherung, September 2017, S.331)

 
       
       
   

10.11.2017

 
       
   

SOZIALPOLITIK-PORTAL (2017): Sondierungsstand Arbeit, Rente, Gesundheit, Pflege, Soziales,
in:
sozialpolitik-portal.de v. 10.11.

 
       
   

MENKENS, Sabine (2017): FDP-Vorschlag zu Scheidungskindern chancenlos.
Union und die Grünen lehnen "Wechselmodell" ab,
in:
Welt v. 10.11.

 
       
   

Der SchuldnerAtlas 2017 in den Medien

DIERIG, Carsten (2017): Die Mittelschicht gerät in die Schuldenfalle.
Konjunktur boomt, dennoch sind mehr Privathaushalte in den Miesen. Die Stadtstaaten trifft es am härtesten. Ein Grund ist der Mietenanstieg,
in:
Welt v. 10.11.

Die Überschuldungsquote in Deutschland stagniert (2016: 10,06 %; 2017: 10,04 %; vgl. SchuldnerAtlas 2017, S.5). Aus der folgenden Tabelle sind die 10 Städte mit den höchsten Schuldnerquoten ersichtlich:

Tabelle: Die 10 deutschen kreisfreien Städte mit der höchsten
Schuldnerquote
Rang Stadt Bundesland Schuldnerquote
(01.10.2017)
1 Bremerhaven Bremen 20,79 %
2 Wuppertal Nordrhein-Westfalen 18,38 %
3 Pirmasens Rheinland-Pfalz 18,23 %
4 Herne Nordrhein-Westfalen 17,85 %
5 Neumünster Schleswig-Holstein 17,80 %
6 Gelsenkirchen Nordrhein-Westfalen 17,76 %
7 Offenbach a/M Hessen 17,42 %
8 Duisburg Nordrhein-Westfalen 17,08 %
9 Wilhelmshaven Niedersachsen 17,03 %
10 Wiesbaden Hessen 16,66 %
Quelle: Die Schuldnerquoten für Deutschland nach Kreisen und
kreisfreien Städten Ranking 2012 bis 2017
, S.11

B.K. (2017): Die Überschuldung deutscher Verbraucher nimmt zu.
Mehr Frauen, mehr Alte, und mehr Mittelstandsfamilien sind betroffen. Seit 2014 steigen die Zahlen. Und ein Ende des Trends ist nicht absehbar,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.11.

 
       
   

Der Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017 in den Medien

UHLMANN, Steffen (2017): Die Mieten steigen, die Leerstände auch.
Der ostdeutsche Immobilienmarkt ist gespalten. Einerseits gibt es eine wachsende Zahl von Boomstädten, andererseits immer mehr abgehängte Landstriche. Sachsen beispielsweise wird ein starker Bevölkerungsrückgang prophezeit. Un nun?
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.11.

Steffen UHLMANN spricht beim Wohnungsmarktbericht von "gerade erschienen, obwohl das 4 Wochen zurück liegt und die Welt bereits damals darüber berichtete. UHLMANN kritisiert deshalb die Zahlen als zu optimistisch und stellt ihm Zahlen entgegen, die Iris GLEICKE kommuniziert hat:

"Die noch amtierende Ostbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer gewaltigen neuen Leerstandswelle, die den Osten in den nächsten 15 Jahren zu überrollen droht. Und auch Gleicke stützt sich dabei auf aktuelle Analysen, die zum Beispiel das Ifo-Institut Dresden angestellt hat. Ob Hoyerswerda, Stadtilm, Waren, Aschersleben oder Zeitz - der Boom ostdeutscher Großstädte geht an diesen Kommunen meilenweit vorbei, heißt es. Schon jetzt stehen nach Ifo-Berechnungen in Ostdeutschland 600.000 Wohnungen leer. Diese Zahl werde sich bis 2030 auf 1,1 bis 1,2 Millionen verdoppeln, schätzt Ifo-Chef Joachim Ragnitz."

Wer hat nun Recht? Die Optimisten der TAG Immobilien AG oder die Pessimisten vom Dresdner Ifo-Institut? Die Wahrheit dürfte dazwischen liegen, denn der Wohnungsmarktreport Ostdeutschland ist nicht repräsentativ und die Bevölkerungsvorausberechnungen in diesem Jahrzehnt waren immer zu pessimistisch. Und es gilt: Je kleinräumiger solche Vorausberechnungen sind, desto ungenauer sind sie in der Regel. 

 
       
   

LASCH, Hendrik (2017): Plagwitzer Entmischung.
Siemens stellt einen der letzten Industriebetriebe im Leipziger Westen in Frage,
in: Neues Deutschland
v. 10.11.

Hendrik LASCH berichtet über den Niedergang des Leipziger Industriestandorts Plagwitz, der durch die Schließung des vor über 100 Jahren gegründeten Pumpen- und Getriebewerks PGW, das erst 2006 von Siemens übernommen wurde, bedroht ist:

"Unter den drei sächsischen Großstädten ist Leipzig die mit der höchsten Arbeitslosigkeit.
Und schließlich geht es um die »Plagwitzer Mischung«. Um kleine Firmen, die von Aufträgen von Siemens leben. Um Nachbarn, Künstler und Musiker, die wollen, dass die industrielle Tradition des Viertels fortlebt."

Leipzig-Plagwitz, Foto: Bernd Kittlaus 2016

Im Kampf der strukturschwachen Standorte könnte Leipzig als kleinster Standort geopfert werden, so die Befürchtung.

 
       
   

LACHMANN, Harald (2017): Bezirk Leipzig mit anderen Mitteln.
Die touristische Großregion um die sächsische Messestadt reicht bis vor die Tore Dresdens,
in: Neues Deutschland
v. 10.11.

Harald LACHMANN berichtet über die Tourismus-Marke "Leipziger Region" als Ersatz für den früheren DDR-Bezirk Leipzig. Die Marke "Leipziger Region" umfasst die dreit Teilbereiche

"Leipziger Neuseenland, Sächsisches Burgenland und Sächsische Heideland - und erstreckt sich bis nach Ostthüringen und in einige sachsen-anhalttische Zipfel um Bitterfeld. Und im Süden und Südosten geht es bis kurz vor die Tore von Chemnitz und Dresden."

 
       
   

NIEJAHR, Elisabeth (2017): Hochsaison für Einflüsterer.
Lobbyrepublik: Professionelle Interessenvertreter sind während Koalitionsverhandlungen besonders rege. Es wäre einfach, ihren Einfluss auf Politiker zu begrenzen. Doch dass es dazu kommt, ist auch im Fall einer Jamaika-Koalition höchst unwahrscheinlich,
in:
Wirtschaftswoche Nr.47 v. 10.11.

 
       
   

HAFNER, Urs (2017): Du Ideologe!
Wer das I-Wort benutzt, will damit sagen: tendenziös, verbohrt, unwahr. Der marxistische Begriff feiert gerade sein Comeback,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 10.11.

"Der Ideologiebegriff (...) will darauf verweisen, dass nicht weniger als die Wahrheit, die ihr Fundament in der Wirklichkeit hat, auf dem Spiel stehe. Das Komplement der Ideologie sind die Fake-News. Was wäre die Ideologie des Fakten-Checks?

fragt Urs HAFNER am Ende seines ideengeschichtlichen Schnelldurchlaufs, in dem er mit dem Comeback des Ideologiebegriffs das Ende der postmodernen Gedankenspiele gekommen sieht.

 
       
   

Das Single-Dasein in Großbritannien

NONNENMACHER, Peter (2017): Wo der Brexit wirklich weh tut.
An der Grenze zwischen Nordirland und der irischen Republik wächst mit dem nahenden Ausstieg aus der EU die Angst vor wirtschaftlicher Isolation und der Rückkehr des Terrors. Über eine Bürgerbewegung, die mit einem Spezialstatus für Nordirland das Schlimmste verhindern möchte,
in:
Frankfurter Rundschau v. 10.11.

Peter NONNENACHER macht mit seiner Nordirland-Reportage Stimmung gegen die Demokratischen Unionisten (DUP) von Arlene FOSTER, die in London mitregieren, und die nichts von einer "speziellen Wirtschaftszone" um die Insel halten, sondern den ungehinderten Zugang zu England, Wales und Schottland favorisieren.

 
       
   

Das Single-Dasein in den USA

BRÉVILLE, Benoît (2017): Wo die Kreativen wohnen.
Seattle ist gegen Rassismus und für Fahrradwege, aber bezahlbare Wohnungen gibt es keine mehr,
in:
Le Monde diplomatique. Beilage der TAZ v. 10.11.

"Richard Florida (...) ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt und unter Kollegen sogar ziemlich umstritten, doch seit ungefähr 15 Jahren hat er großen Einfluss auf lokale Entscheidungsträger. Seine Theorie legte er erstmals 2002 in »The Rise of the Creative Class« dar. Das Buch wurde zum Bestseller. (...).
Laut Richard Florida, der mit Zahlen eher großzügig umgeht, repräsentieren die Kreativen zwar nur 30 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung in den USA, aber 70 Prozent der Kaufkraft. (...).
Nach Richard Florida führen die drei Ts - Toleranz, Talente und Technologie - zu wirtschaftlichem Erfolg. Aus verschiedenen Daten (...) errechnete er den »Gay«-, »Bohemian«- oder »Talent«-Index und stellte eine Rangliste auf, die er regelmäßig aktualisiert, damit die Städte selbst nachsehen können, ob sie alles richtig machen. Mittlerweile hat Florida sein Ranking auf Europa und Kanada ausgeweitet. (...)
Im internationalen Städtewettbewerb gelten seine Vorschläge inzwischen als »Best Practice«: Von Sydney bis Paris, von Montréal bis Berlin will jede Stadt dynamisch, innovativ, intelligent, kreativ, nachhaltig und digital vernetzt sein. Dutzende US-Städte (...) riefen Richard Florida und seine Beratungsgesellschaft Creative Class Group (...) zu Hilfe.
Andere Städte wie Seattle, die schon früh auf die Kreativwirtschaft gesetzt hatten, fühlten sich bestätigt und verdoppelten ihre Anstrengungen, hochqualifzierte Arbeitskräfte anzuwerben",

erzählt uns Benoît BRÉVILLE über den Aufstieg von Richard FLORIDA zum Stadtentwicklungsguru der Kosmopoliten. Dass FLORIDA in der Öffentlichkeit nicht bekannt sei, mag möglicherweise für Frankreich gelten, aber sicher nicht für Deutschland, wo Städte-Rankings seit den Nuller-Jahren inflationär die Mainstreampresse bevölkerten. selbst das nicht gerade hippe Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wollte vom FLORIDA-Hype profitieren und veröffentlichte im September 2007 die Broschüre Talente, Technologie und Toleranz – wo Deutschland Zukunft hat. Dort hat man sich jedoch nicht darum geschert, dass diese Ideologie nur für die Stadtentwicklung gilt, sondern man ist hergegangen und hat den FLORIDA unsinnigerweise für ganze Bundesländer erstellt. Cloppenburg als Hipster-Stadt? Höchstens für AfD-Anhänger.

BRÉVILLE beschreibt Seattle als Prototyp der innovativen Metropole, der Aufstieg zur City der Kreativen mit der Deindustrialisierung und dem Abstieg der schwarzen Mittelklasse begann:

"Früher arbeitete man in der »Emarald City« (Smaragdstadt) im Hafen und Schiffsbau, bei der Luftfahrt (Boing) oder (...) in der Forstwirtschaft. Aufgrund der guten Löhne konnte sich hier eine schwarze Mittelschicht etablieren. 1970 besaßen 49 Prozent der afroamerikanischen Haushalte von King County, dem Zentrum der Metropolregion Seattle, ein Eigenheim, während im nationalen Durchschnitt lediglich 42 Prozent der US-Amerikaner Hauseigentümer waren.
Heute besitzen nur noch 28 Prozent der Afroamerikaner ein Haus. (...).
Anfang der 200er Jahre, als Richard Floridas Bestseller erschien, stand Seattle in Floridas Kreativitäts-Index auf dem fünften Platz".

Nicht erwähnt wird: Auf Platz 1 stand San Francisco (Kalifornien), Platz 2: Austin (Texas), Platz 3 Boston (Massachusetts)  und San Diego (Kalifornien) belegte Platz 4. Mit Microsoft (1986), Starbucks (1987) und Amazon (1994) siedelten sich hippe Unternehmen an.

"2012 überholte Seattle im Kreativranking Texas' Hausptstadt Austin, rückte auf den vierten Platz vor und gewann auch noch vor den großen Westküstenfavoriten Portland und San Francisco den begehrten Titel »Beste Stadt für Hipster«, den das Reisemagazin Travel + Leisure vergibt. (...).
Die Stadt lockte Akademiker aus der ganzen Welt an und erlebte einen spektakulären demografischen Aufschwung, der sich in den letzten Jahren noch beschleunigt hat. Zwischen Juli 2015 und Juli 2016 wurden 21.000 neue Namen in das Melderegister eingetragen; heute zählt Seattle 700.000 Einwohner. (...). Nach der letzten Statistik kommen in Seattle auf 118 Männer zwischen 25 und 44 Jahren in derselben Altersstufe 100 Frauen. In manchen Vierteln wie dem Central District ist der Anteil der Afroamerikaner von 73 Prozent (1970) auf unter 20 Prozent gesunken.
Seattle galt von Anfang an als Gegenmodell zum kalifornischen Silicon Valley. (...). In Seattle sitzen die Unternehmen vor allem in der Innenstadt, in den alten Arbeiter- und Industrievierteln",

berichtet BRÉVILLE über die Homogenisierung und Gentrifizierung von Seattle. Der schöne Schein von Diversity geht zu Lasten der Armen, die aus der Stadt verbannt werden.   

 
       
   

09.11.2017

 
       
   

GESTERKAMP, Thomas (2017): Wieder nur Gedöns.
Jamaika-Sondierungen Familienpolitik: Grüne geben progressives Familienbild schon jetzt auf,
in:
TAZ v. 09.11.

Thomas GESTERKAMP versteht unter einem progressiven Familienbild allein die Besserstellung der Doppelkarrierefamilie. Deshalb kritisiert er das Kindergeld, das Ehegattensplitting und die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern und den zögerlichen Ausbau der Ganztagsbetreuung. Letzteres zielt rhetorisch zwar auf das, was früher kompensatorische Bildung genannt wurde, also die Förderung der Benachteiligten. In Wirklichkeit nutzt es in erster Linie der Karrierefrau aus dem Akademikermilieu. Bei Ersatz des Ehegattensplittings streiten sich die Verfechter einer "modernen" Familienpolitik seit Jahrzehnten: Individualbesteuerung oder Familiensplitting. GESTERKAMP gehört zu jenen, die die Individualbesteuerung verfechten. 

 
       
   

Die Pressemitteilung zur Armut in Deutschland in den Medien

CREUTZBURG, Dietrich (2017): Mehr arme Menschen in Deutschland.
Knapp 4 Prozent der Bevölkerung leben in armen Verhältnissen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.11.

Diese Schlagzeile sucht man bei den neoliberalen Verharmlosern der Armut in Deutschland natürlich vergeblich. Stattdessen will uns Dietrich CREUTZBURG weismachen, dass es Weniger arme Menschen in Deutschland gibt, weshalb der Untertitel ergänzt wird um 500.000 weniger als im Vorjahr.

Mit welcher Deutung der Statistischen Daten kommt die FAZ zu ihrer dreisten Schlagzeile? CREUTZBURG besitzt die Dreistigkeit die angeblich "absolut ärmlichen Verhältnissen" herauszugreifen, indem er eine von drei Definitionen des Statistischen Bundesamtes zur einzig richtigen Definition erklärt. Schon das ist dreist, denn die Ärmsten werden mit der Haushaltsstatistik erst gar nicht erfasst: Wohnungslose und Heimbewohner. Diese beiden sozialen Gruppen erscheinen in keiner Armutsstatistik, obwohl sie doch die schlimmste Art der Armut darstellen, die in Deutschland existiert. Würde man die Armutsstatistik um diese beiden Gruppen erweitern, dann wäre neoliberalen Verharmlosern das Wasser abgegraben.

Der Kommentar von CREUTZBURG ist mit Skandalisierte Armut überschrieben und richtet sich gegen die Grünen:

"Union und FDP dürfen es den Grünen nicht durchgehen lassen, sich mit den Empörungsmustern der Opposition als »soziales Gewissen« (...) zu profilieren",

giftet CREUTZBURG von seiner Print-Kanzel herab. Ein ganz perfides Argument ist, dass Neoliberale die Kriegsflüchtlinge als Alibi benutzen, um die Armut zu verharmlosen. Ihr Argument lautet, dass deren Lebensverhältnisse im Gegensatz zu ihren Herkunftsländern gold sei, weshalb sie sozusagen in einer Armutsstatistik gar keine Berechtigung hätten.

Mit dem gleichen Argument könnte man aber auch sagen, dass die Sprösslinge von wohlhabenden Eltern aus der oberen Mittelschicht nichts in der Armutsstatistik zu suchen hätten. Sie tun das nur, weil der Haushaltsansatz den Familienhintergrund wegdefiniert. Wie wäre es also damit, zukünftig neben dem Migrationshintergrund auch den Familienhintergrund zu beachten? Das wäre der neuen Klassengesellschaft angemessen.

Die NZZ titelt heute Die Angstmacherei mit der Armut. Der Neoliberale Christoph EISENRING bemüht die gleiche perfide Argumentation wie CREUTZBURG. 

SIEMS, Dorothea (2017): Die Armut trifft die Alten.
Immer mehr Senioren leben in prekären Verhältnissen. Die Rentenpolitik der vergangenen Jahre hat den Bedürftigen nichts gebracht. Auch die Parteien einer möglichen Jamaika-Koalition setzen vielfach auf die falschen Rezepte,
in:
Welt v. 09.11.

Eine andere neoliberale Variante der Verharmlosung von Armut betreibt Dorothea SIEMS, wenn sie nicht die Kinderarmut, sondern die Altersarmut in den Mittelpunkt stellt:

"Erstmals ist das Armutsrisiko der Senioren (...) größer als dies in der Gesamtbevölkerung der Fall ist",

erklärt uns SIEMS. Natürlich ist das falsch, denn die große Rentenreform des Jahres 1957 wurde ja gerade deshalb in Deutschland eingeführt, weil die Altersarmut größer war als in der Bevölkerung.

Doch auch SIEMS greift sich eine Armutsdefinition heraus, die ihr genehm ist, nämlich die Anzahl der Sozialtransferempfänger, denn:

"Armutsgefährdung ist (...) nicht gleichzusetzen mit Bedürftigkeit".

Das kann man anders sehen, denn die Armutsgefährdung (auch: Armutsrisikogrenze) hat gravierende Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Nicht wer kurzzeitig Grundsicherung bezieht, sondern wer längerfristig armutsgefährdet ist, d.h. dessen Einkommen unter 60 Prozent des Medianeinkommens liegt, dessen Wahrscheinlichkeit früher zu sterben, ist bereits größer als dies bei Menschen der Fall ist, die nicht armutsgefährdet sind. Es wäre also wichtig, mehr über die Länge der Armutsgefährdung von Menschen zu wissen. Dazu eignen sich aber die Zahlen nicht, die landauf, landab publiziert werden.

SIEMS polemisiert zum einen gegen die Mütterrente der CSU und zum anderen gegen die Grünen, denen eine Stabilisierung des Rentenniveaus untergeschoben wird, obwohl das eine Kernforderung der SPD war, genauso wie die Rente ab 63, die SIEMS immer wieder ins Spiel bringt, um von der Problematik der eigenen neoliberalen Vorstellungen abzulenken.  

 
       
   

Das Jahresgutachten 2017/18 in den Medien

BRANKOVIC, Maja & Manfred SCHÄFERS (2017): Gutachter warnen vor mehr Sozialleistungen.
Trotz der vollen Kassen sind die finanziellen Spielräume zu gering, um die vielen Wahlversprechen einzulösen, sagen die Wirtschaftsweisen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.11.

Die Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung werden von Neoliberalen gerne vereinnahmt. Die Schlagzeile ist BRANKOVIC & SCHÄFERS im Artikel jedoch nur einen einzigen Satz wert, denn wichtiger ist ihnen die Steuer- und Sozialabgabenentlastung für Unternehmen, obere Mittelschicht und Reiche. 30 Milliarden Euro, die noch bis 45 Euro erweiterbar sind, sollen den Besserverdienenden zugute kommen. Warum dafür Spielräume da sein sollen, das wird jedoch nicht erklärt.

POELCHAU, Simon (2017): Wirtschaftsweise machen Angst und Bange.
Sachverständigenrat fordert ein Ende der Verteilungsdebatte und will die Einkommenssteuer senken,
in: Neues Deutschland
v. 09.11.

"Kürzungen bei den Sozialabgaben entziehen den Sozialversicherungen Einnahmen, die im nächsten Abschwung fehlen",

zitiert Simon POELCHAU den DGB-Funktionär Stefan KÖRZELL.

 
       
   

HERZ, Carsten (2017): Viele Angebote für Ergo-Policen.
Der geplante Verkauf von rund sechs Millionen Lebensversicherungs-Policen des Versicherers wird konkreter. Mehrere Interessenten haben unverbindliche Angebote abgegeben,
in:
Handelsblatt v. 09.11.

"Laut Insidern haben sowohl die Swiss Re als auch die Resolution Group, die in Großbritannien seit 15 Jahren Lebensversicherungen ohne Neugeschäft abwickelt, vorgefühlt",

berichtet Carsten HERZ. Wichtig sind dem Lebensversicherer einzig die möglichen Einwände der "Stakeholder" (wobei man sicherlich von einer engen Bedeutungsverwendung dieses vagen Begriffs ausgehen darf).

 
       
   

Die Gebietsreform in Brandenburg in der Debatte

BAGANZ, Dorian (2017): Raus aufs Land.
Peripherie: In Brandenburg ist die Kreisgebietsreform gescheitert. Rot-Rot-Grün in Thüringen sollte vor derlei Plänen gewarnt sein,
in:
Freitag Nr.45 v. 09.11.

Dorian BAGANZ kritisiert zu Recht, dass die Regierungslinke neoliberale Positionen vertritt, wenn sie Gebietsreformen mit alternativlosen Sparzwängen und Effizienzsteigerungen begründet. "Effizienzsteigerung ist kein linkes Projekt" kritisiert BAGANZ:

"Die Christdemokraten bringen die Genossen mit ihrer eigenen Melodie zum Tanzen",

meint BAGANZ, der damit darauf hinweist, dass die CDU in der Opposition linker ist als die Linkspartei.  

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

FORSTER, Christof (2017): Mann, geschieden, alleine lebend.
In Einpersonenhaushalten steigt das Armutsrisiko an - betroffen sind vor allem Männer im besten Erwerbstätigenalter,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.11.

Christoph FORSTER berichtet über die Auftrags-Studie Kennzahlenvergleich zur Sozialhilfe in Schweizer Städten Berichtsjahr 2016, 14 Städte im Vergleich der Städteinitiative Sozialpolitik. Aus der folgenden Tabelle ist die Sozialhilfequote der 14 Städte bzw. der Einpersonenhaushalte bzw. der Männer aus Einpersonenhaushalten ersichtlich.

Tabelle: Vergleich der Sozialhilfequoten in 14 Schweizer Städten
Stadt Bevölkerungsstand
(31.12.2016)
Sozialhilfequote
(2016)
Anteil der
Sozialhilfeempfänger
im Jahr 2016 an
Einpersonen-
haushalten
Männern in Ein-
personen-
haushalten
Zürich 396.955 4,6 % 45,2 % 7,9 %
Basel 169.916 6,7 % 48,6 % 10,9 %
Lausanne 135.629 8,8 % 47,5 % 16,9 %
Bern 131.554 5,1 % 45,1 % 9,3 %
Winterthur 108.268 5,5 % 38,1 % 10,4 %
Luzern 81.295 3,8 % 45,9 % 6,8 %
St. Gallen 75.538 4,4 % 44,7 % 8,6 %
Biel/Bienne 54.163 11,8 % 42,1 % 20,2 %
Schaffhausen 35.948 3,3 % 40,2 % 7,0 %
Chur 34.652 3,2 % 43,0 % 7,0 %
Ulster 33.886 1,6 % 34,5 % 3,9 %
Zug 29.256 1,7 % 38,4 % 3,9 %
Wädenswil 21.621 2,6 % 33,8 % 7,5 %
Schlieren 18.454 5,0 % 37,3 % 6,8 %
Quelle: Kennzahlenvergleich zur Sozialhilfe in Schweizer Städten Berichtsjahr 2016, 14 Städte im Vergleich, 2017, S.6 (Bevölkerungsstand); S.14 (Sozialhilfequote); S.44 (Einpersonenhaushalte); S.49 (Männer in Einpersonenhaushalten)

FORSTER stellt das Sozialhilferisiko der geschiedenen, alleinlebenden Männer in den Mittelpunkt:

"Besonders stark erhöht ist dieses Risiko bei Alleinlebenden mittleren Alters, die ursprünglich einen Lebensentwurf als Paar- oder Familienhaushalt hatten: geschiedene, verwitwete und getrennt lebende Verheiratete. Gemäss dem Bericht ist der Anteil der Männer, die Sozialhilfe beziehen, in manchen Städten sogar doppelt so hoch wie jener der Frauen. Einen Teil dieses Unterschieds erklärt der Umstand, dass 30 Prozent der Alleinlebenden Rentner sind, die dank AHV, 2. Säule und Ergänzungsleistungen selten Sozialhilfegelder beziehen. Diese Altersgruppe umfasst dreimal mehr Frauen als Männer."

In Einpersonenhaushalten leben im mittleren Erwachsenenalter mehr Männer als Frauen, denn diese werden als Alleinerziehende den Mehrpersonenhaushalten zugeordnet.

 
       
   

Wie die Wahlkampfberichterstattung in der deutschsprachigen Presse im Jahr 2017 unser Frankreichbild geprägt hat

WIEGEL, Michaela (2017): Wohlgemeinte Ratschläge aus Amiens.
Anders als die französischen Staatschefs vor ihm hat Emmanuel Macron keine gewachsene Wählerbastion. Auch in seiner Heimat Amiens gilt er manchen als Präsident der Reichen. Selbst einige seiner Anhänger haben Zweifel am Kurs Macrons,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.11.

Michaela WIEGELs Reportage über Amiens, der Heimatstadt von Emmanuel MACRON beginnt mit der UDI-Bürgermeisterin Brigitte FOURÉ, die sich von MACRON Unterstützung für ihre niedergehende Stadt erhofft, sieht sich jedoch vor allem vom linken Feind bedroht:

"Amiens (sei) viel weiter links als der Präsident. Macron erhielt dort im ersten Wahlgang 28 Prozent der Stimmen. Der linksextreme Kandidat Jean-Luc Mélanchon 24,8 Prozent und die Rechtspopulistin Marine Le Pen 18,4 Prozent. Fouré glaubt, dass die kommunistische Vergangenheit in der früheren Arbeiterhochburg, einst einer der wichtigsten Standorte der französischen Textilindustrie, nachwirkt."

MACRON sei ein Präsident der Reichen zitiert WIEGEL sowohl François RUFFIN vom Unbeugsamen Frankreich (FI) als auch Yves DUPILLE vom Front National (FN). Ersterer gewann einen der zwei Wahlkreise von Amiens. WIEGEL porträtiert die beiden Widersacher MACRONs. RUFFIN ist über Amiens hinaus bekannt geworden, weil er die Proteste gegen die Arbeitsrechtsreform unter HOLLANDE anstieß.

"Er quartierte sich zwei Jahre in einer Sozialwohnung in den heruntergekommenen Arbeitervierteln im Norden von Amiens ein, als journalistischer Selbstversuch. 2006 widmete er dieser Erfahrung das Buch »Quartier Nord«, in dem er die Bewohner als Bürger zweiter Klasse beschreibt",

berichtet WIEGEL über den Publizisten RUFFIN (hier ein Artikel von ihm über die Gentrifizierung von Marseille aus dem Jahr 2007).

Zuletzt lässt WIEGEL einen Anhänger MACRONs der ersten Stunde zu Wort kommen: Olivier WILLIAME, der seinem Präsidenten wohlgemeinte Ratschläge erteilt.

"Er entlastet die Superreichen steuerlich, in der Hoffnung, dass sie das Geld in die Wirtschaft pumpen. Aber was passiert, wenn sie das nicht tun?"     

 
       
   

Das Single-Dasein in Schweden

HERMANN, Rudolf (2017): Flüchtlinge verschärfen Wohnungsnot.
Die Bewältigung der Migrationswelle stellt die Behörden in vielen schwedischen Städten vor heikle Entscheidungen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.11.

 
       
   

Das Single-Dasein in den USA

WINKLER, Peter (2017): Privilegien und Geld für bessere Chancen.
Wie Amerikas obere Mittelklasse verhindert, dass die Besten auch am besten vorankommen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.11.

Anlässlich des Buches Dream Hoarders von Richard REEVES beschreibt Peter WINKLER die Mittel, mit denen die obere Mittelschicht in den USA die Zukunft ihres Nachwuchses gegen die mögliche Konkurrenz sozialer Aufsteiger schützt. Die obere Mittelschicht wird dabei definiert als:

"die obersten 20 Prozent der Einkommensskala abzüglich des obersten Prozents der Superreichen".

Auch in Deutschland ist die obere Mittelschicht eine Klasse, die sich ihre Privilegien sichert und den Nachwuchs gegen Konkurrenz aus der mittleren bzw. unteren Mittelschicht oder der Unterschicht schützt.

 
       
   

08.11.2017

 
       
   

DESTATIS (2017): 19,7 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.
Anteil EU-weit bei 23,5 %,
in:
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts v. 08.11.

 
       
   

WENIG, Mirko (2017): BaFin warnt vor sinkenden Renten bei Pensionskassen,
in:
versicherungsbote.de v. 08.11.

 
       
   

STEFFEN, Johannes (2017): Löhne, Renten und Existenzminimum,
in:
sozialpolitik-portal.de v. 08.11.

 
       
   

HERZ, Carsten (2017): Mangelnde Transparenz.
Jedes Jahr erhalten Millionen von Deutschen eine Mitteilung über den Stand ihrer Lebensversicherung. Eine neue Analyse belegt, dass es mit der Übersichtlichkeit immer noch nicht weit her ist - doch 2018 wird sich dies ändern müssen,
in:
Handelsblatt v. 08.11.

Carsten HERZ berichtet über eine Transparenz-Analyse von 64 deutschen Lebensversicherern eines Zweitverwerters von Lebensversicherungen. Dessen Interessen an Standmitteilungen sind nicht unbedingt deckungsgleich mit denen der Kunden. Während es Versicherten vor allem auf Gewissheit in Bezug auf die Auszahlungshöhe am Ende und hohe Flexibilität angesichts unsicherer Lebenssituationen ankommt, geht es den Zweitverwertern um den genauen Mindestwert einer Versicherung zum aktuellen Zeitpunkt. Transparenz kann Ungewissheit nicht schmälern, sondern hilft vor allem Finanzdienstleistern zu Kalkulationszwecken.

Wie unwichtig den Anbietern die Versicherten sind, das lässt sich bereits daran ablesen, dass sie mit ihren jährlichen Standmitteilungen nicht einmal die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. Vor allem der Marktführer Allianz macht sich keine Sorgen um sein Renommee. Schiere Größe ersetzt für ihn Kundenfreundlichkeit. Selbst der "transparenteste Versicherer" erfüllt noch nicht einmal 75 % der erforderlichen Angaben, wobei HERZ nicht darüber informiert, nach welchen Kriterien der Zweitverwerter die Angaben beurteilt.

"Vor allem die bereits garantierte Ablaufleistung werde verschwiegen und stattdessen die Versicherungssumme genannt",

zitiert HERZ die Kritik des Zweitverwerters und zeigt damit sogleich auf, wo das Eigeninteresse des Zweitverwerters liegt.

Im Februar 2018 soll mit der in Kraft tretenden Vermittlerrichtlinie IDD die Transparenz steigen:

"Das neue Gesetz (...) verlangt auch Informationen zu eingezahlten Beiträgen, Rückkaufwerten und Ablaufleistungen bei Beitragsfreistellung zuzüglich Überschussbeteiligung auszuweisen, die bisher nicht genannt werden müssen".

Dem Branchenverband geht es um möglichst wenige Informationen, die angeblich mehr Klarheit schaffen sollen.

Den Versicherten wäre mehr damit gedient, wenn die Versicherer den Unsicherheitsgrad ihrer Berechnungen mitteilen müssten, denn dann wäre offensichtlich, dass Transparenz kaum mehr Klarheit über den Stand der privaten Altersvorsorge bringt, weil sie von den Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt abhängt. Diese Entwicklungen könnten schmerzhafter sein als bei der gesetzlichen Rentenversicherung.   

HERZ, Carsten (2017): Bitte mehr Licht.
Kommentar: Versicherer sollten aus Eigeninteresse transparenter in der Information werden,
in:
Handelsblatt v. 08.11.

 
       
   

ND/DPA (2017): Mehr als 100 Kilometer Schulweg.
Sachsen-Anhalt: Das Netz für berufliche Bildung im Land steht in der Kritik,
in:
Neues Deutschland v. 08.11.

"»Ein angehender Werkzeugmechaniker aus Sangerhausen müsste zur Berufsschule ins rund 100 Kilometer entfernte Bitterfeld fahren«, nannte Björn Bösse von der IHK Halle-Dessau ein Beispiel. Ohne Auto dauere das mit Bus und Bahn für eine Strecke mehr als drei Stunden.
Fleischerlehrlinge aus dem Norden Sachsen-Anhalts hätten laut Grupe bis zu 200 Kilometer zurückzulegen, um zur Berufsschule nach Weißenfels zu kommen", heißt es in der Agenturmeldung.

 
       
   

ND/DPA (2017): Finanzverwaltung im Nordosten steht vor Umbruch.
Mecklenburg-Vorpommern: Zahl der Amtsbezirke soll stark reduziert werden, mehrere Standorte werden Außenstelle,
in:
Neues Deutschland v. 08.11.

"Als Hauptsitze für die künftig vier Finanzämter schlägt er (Anm.: der Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern) Greifswald, Waren, Rostock sowie Schwerin vor. Güstrow, Hagenow, Neubrandenburg, Ribnitz-Damgarten, Stralsund und Wismar sollen Außenstellen werden. Die bisherigen Außenstellen in Pasewalk und Malchin blieben erhalten", heißt es in der Agenturmeldung.

 
       
   

KREUZFELDT, Malte (2017): Der smarte Mister X.
Mal ist er konziliant, mal redet er über Neuwahlen. Christian Lindner ist die unbekannte Größe bei den Jamaika-Verhandlungen. Wenn jemand das Bündnis platzen lässt, dann er,
in:
TAZ v. 08.11.

Die Grünen wollen unbedingt mitregieren im Bund, weswegen die FDP als Partei, die am wenigsten zu verlieren hat, das Problem für Malte KREUZFELDT darstellt. Die FDP hat mit dem Argument einer Gefährdung des Industriestandorts die besten Trümpfe in der Hand (egal wie realistisch das ist). Die restlichen Parteien müssen sich verbiegen. Es geht darum, welche Partei ihre Forderungen am besten durchsetzen kann, ohne die geplante Koalition platzen zu lassen. Wer am wenigsten zu verlieren hat, der hat die besten Karten in diesem Aushandlungsprozess.

 
       
   

ECKERT, Daniel (2017): Wirtschaftswunderland im Glück?
Ost und West gleichen sich in der Lebenszufriedenheit an. Schleswig-Holsteiner sind am glücklichsten. Und: Eine intakte Umwelt ist den Deutschen wichtig - wenn es sie nicht mehr kostet,
in:
Welt v. 08.11.

 
       
   

BREYTON, Ricarda & Thorsten JUNGHOLT (2017): Das fragwürdige Geschäftsgebaren des jüngsten Abgeordneten.
Der 24-jährige Roman Müller-Böhm wirbt für Transparenz im Bundestag. Doch als Funktionär der FDP-Parteijugend vergab er Aufträge an die eigene Firma,
in:
Welt v. 08.11.

 
       
   

07.11.2017

 
       
   

ZUCMAN, Gabriel (2017): Motor der Ungleichheit.
Wer von den Steuertricks profitiert? Konzerne und Superreiche. Wer verliert? Zum Beispiel Deutschland,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 07.11.

Haben die Panama-Papers den Normalos in Deutschland etwas gebracht? Nein. Auch die Paradise-Papers werden den Normalos nichts bringen, denn es geht dabei um die Interessen der oberen Mittelschicht, wie man bei Gabriel ZUCMAN nachlesen kann:

"Viele Menschen glauben, dass Steuervermeidung mit der Zeit »demokratischer« geworden sei. (...).
Offshore-Firmen (...) halten es für profitabler, sich um eine exklusive, extrem reiche Kundschaft zu kümmern als um Tausende gut situierte Anleger, die Steuern sparen wollen. Schweizer Banken haben sich daher unlängst von vielen dieser Kunden getrennt. Die Ungleichheit wächst also auch, weil Steuervermeidung mehr und mehr zum Elitensport wird."

Wenn man "gut situierte Anleger" mit obere Mittelschicht übersetzt, dann wird klar, warum die Mainstreamzeitungen jetzt plötzlich das Problem der Steueroasen entdeckt haben. Die obere Mittelschicht fühlt sich mehr und mehr ausgeschlossen von den Privilegien der Oberschicht - der Rest der Gesellschaft interessiert sich dagegen nicht. Die obere Mittelschicht will wie die Oberschicht nur eines: (möglichst) keine Steuern zahlen. Der Sozialstaat soll als aktivierender Sozialstaat als Jobmaschine für AkademikerInnen und als Zähmung der Ansprüche der Arbeitnehmer dienen. Was aber bleibt dabei für die Normalos übrig?

ÖCHSNER, Thomas (2017): Bauen allein ist nicht genug.
Acht Fragen und Antworten zu einem der drängenden Themen der Zeit: dem Wohnungsmarkt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 07.11.

Ein Artikel von TERBER/WIEGAND/WORMER beschäftigt sich mit dem Unternehmen Phoenix Spree, das in Berlin Häuser aufkauft. In der Unterzeile heißt es "Hollywoodstars und Spitzensportler verdienen davon". Das Feinbild sind also FilmschauspielerInnen und SportlerInnen, Tätigkeiten für die man keinen Universitätsabschluss braucht, aber dennoch viel Geld einbringen können. Außerdem sind solche Promis auch gleichzeitig oftmals Idole der gleichfalls angefeindeten Unterklasse. Bildung soll also die einzige redliche Quelle sein, die zum Vermögen führt. Auch das ist eine unterschwellige Botschaft dieser Art von "investigativem Journalismus".

"Der Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) verlangte (...) bereits vor einem Jahr, für ausländische Investoren die Immobiliensteuern drastisch zu erhöhen und gegen legale Tricks bei der Umgehung der Grunderwerbsteuer vorzugehen. Die Grünen haben dies auch in ihrem Wohnungsprogramm festgehalten. Ob sie sich damit in einer möglichen Jamaika-Koalition durchsetzen können, ist jedoch fraglich",

erklärt uns Thomas ÖCHSNER. Wahrscheinlicher ist dagegen, dass eine Bodenwertsteuer eingeführt wird, die in erster Linie die Normalos treffen wird und dadurch weiterer Boden den Renditebedürfnissen der Investoren unterworfen wird. 

 
       
   

SCHWENN, Kerstin (2017): Rentenbeitragssatz kann auf 18,6 Prozent sinken.
Die Arbeitgeber dringen auf eine Entlastung der Beitragszahler. Und die gute Konjunkturlage erlaubt, dass die Beiträge sinken. Wie viel Geld das für die Unternehmen ausmacht, steht im neuen Rentenbericht,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.11.

Kerstin SCHWENN macht sich zum Durchlauferhitzer der Arbeitgeberlobby aus deren Stellungnahme zum Entwurf des Rentenversicherungsberichts sie zitiert. Der unveröffentlichte BMAS-Bericht befindet sich noch in der Ressortabstimmung. Der letzte Rentenversicherung 2016 wurde erst Ende November letzten Jahres veröffentlicht. Nicht selten ändern sich die Daten noch. Bei SCHWENN heißt es, dass

"jetzt noch die Ergebnisse der aktuellen Steuerschätzung eingearbeitet werden müssen".

Der Artikel zielt deshalb in erster Linie auf die Sondierungsgespräche, denn eine Beitragssenkung ist nicht die einzige Option, sondern es könnten mit den Mehreinnahmen auch weitere rentenpolitische Maßnahmen finanziert werden. 2014 verhinderte die Große Koalition eine Beitragssenkung, indem sie die Mütterrente statt durch Steuermittel - wie das richtig gewesen wäre - durch Beiträge finanzierte. Auch die Ost-West-Angleichung schultern in erster Linie die Beitragszahler statt der Steuerzahler. Die BDA spielt sich mit ihrem Einsatz für die Beitragssenkung als Anwalt der Rentner auf:

"Schließlich hätten auch die Rentner Vorteile von einer Senkung des Beitragssatzes um 0,1 Prozent: Im Sommer 2019 würde dadurch die Rentenanpassung um 0,13 Punkte höher ausfallen."

Die Rentner hätten bedeutend mehr davon, wenn die Unternehmen endlich angemessene Löhne zahlen würden, statt mit dem Argument des Fachkräftemangels von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken.

Fazit: Entscheidend ist, was am Ende im Rentenversicherungsbericht 2017 steht. Dann wird man vergleichen können, was von den Angaben, die SCHWENN öffentlich gemacht wird, tatsächlich übrig bleibt.  

 
       
   

STRATMANN, Klaus (2017): Ein Investitionsplan für Jamaika.
Eine Bertelsmann-Studie berechnet die volkswirtschaftlichen Effekte von Investitionen. In Ganztagsschulen und Kitas ist das Geld besonders gut angelegt,
in:
Handelsblatt v. 07.11.

 
       
   

SMOLKA, Klaus Max & Michael ASHELM (2017): Finanzinvestoren für Pfarrers Pension.
Geld in Private Equity investieren? Geht gar nicht, sagen Bischöfe. Dabei stecken krichliche Pensionskassen Hunderte Millionen Euro in die Fonds,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.11.

SMOLKA & ASHEIM beschäftigen sich mit der Scheinheiligkeit der beiden Amtskirchen in Deutschland und ihrem Gebaren bei ihren großen Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge: zum einen die Katholische Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands (KZVK) in Köln mit 1,2 Millionen Versicherten und zum anderen die Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland Westfalen (KZKV) und die Versorgungskasse für Pfarrer und Kirchenbeamte (VKPB) der Evangelischen Kirche, der Versichertenzahlen nicht genannt werden. 

 
       
   

SZALAY, Claudia Aebersold (2017): Schulden sind gut, zu hohe Schulden sind schlecht.
Die moderne Wirtschaft kommt ohne Kreditwesen nicht aus - der Hand zu immer grösserer Vrschuldung macht das System aber instabil,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 07.11.

"Darüber, wann Staatsschulden »zu hoch« sind und deshalb zur Gefahr für ein Land werden, streiten sich die Ökonomen ganz vorzüglich. Spätestens seit den Arbeiten von Reinhart/Reinhart/Rogoff wird die Schwelle von 90% als kritisch gesehen, also eine Staatsverschuldung von mindestens 90% des Bruttoinlandprodukts. Unter diesen Bedingungen, so die drei Ökonomen, ist das Wirtschaftswachstum in einer Volkswirtschaft besonders tief. Gegenwärtig wird diese Schwelle in etlichen Regionen der Welt überschritten, und globale »Wachhunde« wie die BIZ oder der IMF sind deswegen besorgt",

erklärt uns die scheidende NZZ-Redakteurin zum Thema hohe Staatsschulden und verweist dabei auf den erst 2012 erschienenen Zeitschriftenaufsatz Public Debt Overhangs: Advanced-Economy Episodes since 1800.

 
       
   

Das Single-Dasein in den USA

FUSTER, Thomas (2017): Die Amerikaner wollen nicht sparen.
Die Rücklagen der privaten Haushalte liegen auf dem tiefsten Stand seit Krisenausbruch - das weckt ungute Erinnerungen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 07.11.

"Internationale Vergleiche sind (...) heikel, da in einigen Ländern die Rücklagenbildung durch ein System des Zwangssparens erhöht wird. Dies ist – anders als in den USA – etwa in der Schweiz der Fall, und zwar über die obligatorische berufliche Vorsorge. Entsprechend zählt die Schweiz laut den halbwegs vergleichbaren Daten der OECD zu den Ländern mit der höchsten Sparneigung der Haushalte. Mit 18,7% liegt sie zusammen mit Schweden (16,5%) weit vor Ländern wie Deutschland (9,7%), Österreich (8,2%) oder eben den USA (5,7%)", erklärt uns Thomas FUSTER.

 
       
   

06.11.2017

 
       
   

POLLMER, Cornelius (2017): Im Land der toten Augen.
Probleme durch Landflucht und eine immer ältere Bevölkerung plagen gerade ostdeutsche Kommunen schon länger - in Sachsen keimt nun mancherorts aber auch Hoffnung,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.11.

"Das Landesprogramm Demografie läuft seit zehn Jahren, 171 Projekte wurden seitdem mit 7,3 Millionen Euro gefördert, vom Bürgerbus über Kleingartenprojekte bis zur »Analyse von Bleibefaktoren junger Frauen in der Oberlausitz«.
Sachsen hat als erstes Bundesland ein solches Förderprogramm ermöglicht, auch weil es bis 2006 den höchsten Altersdurchschnitt im bundesweiten Vergleich aufgewiesen hatte",

berichtet Cornelius POLLMER. Das soll offenbar beeindrucken, bedeutet aber das Gegenteil: 730.000 Euro pro Jahr, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Das kann man nur als Witz bezeichnen und zeigt höchstens, dass Demografie vor allem eines ist: Rhetorik!

Anlass ist ein Treffen von Delegierten aus 12 sächsischen Kommunen, bei dem es vor allem um Selbstbeweihräucherung in Sachen Demografie ging - zumindest wenn man den Artikel liest. POLLMER nennt nur 8 der 12 Kommunen: Stollberg (AfD-Zweitstimmenanteil bei der Bundestagswahl 2017: 26,5 %),  Pulsnitz (AfD-Zweitstimmenanteil: 30,9 %), Hirschstein (AfD-Zweitstimmenanteil: 35,3 %), Meerane (AfD-Zweitstimmenanteil: 26,3 %),, Neukirch, Rothenburg (AfD-Zweitstimmenanteil: 26,3 %), Johanngeorgenstadt (AfD-Zweitstimmenanteil: 33,6 %) und Weißwasser. Im Landesdurchschnitt erhielt die AfD in Sachsen bei den Zweitstimmen 27,0 Prozent.

"So sehr sich die Bürgermeister darauf eingerichtet zu haben scheinen, Schrumpfungsprozesse zu moderieren und auszuhalten, so sehr keimt mancherorts auch Hoffnung. Auf die eher allgemeine Aussage der Moderatorin in Limbach, jedem Trend folge irgendwann einen Gegentrend und sei es bei der Globalisierung, folgt die Beobachtung einer Umkehr von Bürgermeister Conrad Seifert aus Hirschstein. Man habe es »seit ein paar Jahren mit der Enkel-Generation zu tun und die wollen wieder in der Heimat leben«."

berichtet POLLMER, um dieser optimistischen Sicht das Modell Weißwasser entgegenzuhalten, obwohl dies ein Extrembeispiel ist. Solche Extrembeispiele haben in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Chancen des demografischen Wandels nicht genutzt wurden. In den Nuller Jahren bereitete sich Deutschland bekanntlich auf ein endloses Schrumpfen vor. Wer sich dem widersetzte, wurde von den Mainstreamzeitungen an den Pranger gestellt. Besonders drastisch argumentierte Reiner KLINGHOLZ, der noch 2011 die Zukunft der Dörfer in Deutschlands Peripherie im Ausbluten lassen sah. DIE SZ hofierte KLINGHOLZ besonders gerne. Die AfD kann sich bei solchen Ideologen bedanken. Ihr Erfolg ist auch das Versagen unserer linksliberalen Eliten.   

 
       
   

SZECH, Nora (2017): Im Zweifel für die Benachteiligten.
Forum: Vergabe von Job oder Studienplatz: Bei gleicher Qualifikation sollte der Schwächere bevorzugt werden. So steigt das Leistungsniveau,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.11.

 
       
   

Der DIW-Wochenbericht "Jugendarbeitslosigkeit" in den Medien

ASTHEIMER, Sven (2017): EU-Jugendarbeitslosigkeit sinkt - nicht wegen Brüssel.
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen geht inzwischen in Europa zurück. Das hat viele Gründe. Die diskutierten Brüsseler Förderprogramme zählen aber nicht dazu,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.11.

Sven ASTHEIMER erwähnt zum einen die Pressemitteilung von EUROSTAT über die Jugendarbeitslosigkeit im September 2017 und zum anderen eine Analyse von Karl BRENKE, der nicht die Septemberzahlen, sondern die Zahlen des 2. Quartals analysiert hat.

Es ist interessant, dass die FAZ zwar bei der Jungendarbeitslosenquote die demografische Entwicklung verantwortlich macht, während der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den Nuller Jahren der Agenda 2010 zugeschrieben wird, obgleich auch hier die Zuschreibung demografischer Wandel vertreten wird.

 
       
   

MÜNKLER, Herfried (2017): Die Grenzen sind wieder spürbar.
Ein staatenübergreifendes Europa, die Welt als globales Dorf? Das war einmal,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.11.

Der umstrittene Politikwissenschaftler Herfried MÜNKLER phantasiert sich sein Elitenprojekt einer "soziopolitischen Großräumigkeit" zurecht, das aufgrund des Volkeswillen undurchführbar sei. Demokratie und Freihandel (so wie ihn unsere Eliten verstehen) sei eher die Ausnahme als die Regel. Selbstkritik der Eliten? Vollkommene Fehlanzeige. Schuld ist immer das dumme Volk (oder die Masse).

 
       
   

NEFF, Benedict (2017): Björn Höckes Bullerbü.
Auf der Suche nach dem Kern des wohl meistgehassten Politikers von Deutschland,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.11.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

SCHÖCHLI, Hansueli (2017): Renten, Steuern und der Plan B.
Der Vergleich der Debatten um die Reformen der Altersvorsorge und der Firmensteuern lässt tief blicken,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.11.

Nichts Neues hat Hansueli zu vermelden, stattdessen zeigt der Artikel nur die expertokratische Position von Neoliberalen, denen Demokratie und Kompromisse ein Graus sind. Sie möchten mittels Sachzwangargumenten durchregieren. Die Wissenssoziologie lehrt dagegen, dass Nichtwissen gerade in Zukunftsfragen die Regel ist (vgl. z.B. Christian MARSCHALLEK). Politikwissenschaftler wie Christian RADEMACHER sehen in der Demografie vor allem eines: Ideologie, weshalb sie von Demographismus sprechen.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

CARLINI, Roberta (2017): Armes Italien.
Am 1. Dezember tritt in Italien ein neues Sozialgesetz in Kraft. Die Leistungen für Arbeitslose sind bescheiden und an einige Bedingungen geknüpft. Doch wer kann entscheiden, was Arme brauchen und was nicht?
in:
TAZ v. 06.11.

 
       
   

Wie die Wahlkampfberichterstattung in der deutschsprachigen Presse im Jahr 2017 unser Frankreichbild geprägt hat

MEISTER, Martina (2017): Der unglaubliche Absturz der alten Politik-Elite.
Frankreich hat kurzen Prozess gemacht mit einem als ausgedient empfundenen System und etablierter Politiker wie Ex-Premier Valls gnadenlos aussortiert. Die sind jetzt auf Entzug - denn die Macht ist eine harte Droge,
in:
Welt v. 06.11.

Martina MEISTER widmet sich drei Verlierern der Sozialistischen Partei (PS) in Frankreich: dem ehemaligen Parteichef Jean-Christoph CAMBADÉLIS, der nach 4 Legislaturperioden gegen MACRONs Nobody aus dem Parlament flog und seinen Frust in Buchform ("Chronique d'une débâcle") niederschrieb. Desgleichen der Kurzzeit-Innenminister Bernard CAZENEUVE ("Chaque jour compte"). Zuletzt wird der Ex-Premierminister Manuel VALLS als deklassierter Parteihinterbänkler von MACRONs Gnaden als Aussätziger beschrieben.

 
       
 

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Zu den News vom 01. - 05. November 2017
 

   
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Bernds@single-dasein.de Stand: 14. November 2017