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News vom
03. - 09. Oktober 2011
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WÜNSCH-SCHAUR, Teresa (2011):
Suche nach der Liebesformel.
Internet: Immer mehr Menschen gehen im Internet auf
Partnersuche. Aber wissen sie eigentlich selbst, was sie wollen? Und
siegt am Ende der Algorithmus – oder doch die Intuition?
in: Die Presse v.
09.10.
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Eva Illouz - Warum Liebe wehtut
WAAK, Anne (2011):
"Liebe darf wehtun".
Internet-Dating, Wahlfreiheit, Unverbindlichkeit: Gerade
weil wir so modern lieben, leiden wir. Ein Gespräch mit der
Soziologin Eva Illouz,
in: Welt am Sonntag v.
09.10.
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LOHSE, Eckart &
Markus WEHNER (2011):
"In der Pflege ist zuerst die Familie gefordert".
Gesundheitsminister Daniel Bahr über den Kampf gegen die
Demenz, das Geld für eine Reform und das Selbstbewusstsein der FDP,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
09.10.
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Jean-Claude Kaufmann - Sex@amour
THIEL, Thomas (2011):
Ein aufgeregtes Getuschel.
Wie sich das große Gefühl verläppert: Der französische
Soziologe Jean-Claude Kaufmann sieht im Internet eine Revolution des
Liebesleben heraufdämmern,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage v.
08.10.
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Hallgrimur Helgason - Eine Frau bei 1000 °
HELGASON,
Hallgrimur (2011): Die Saga-Maschine.
Mit dem Auftritt als Gastland der Frankfurter Buchmesse
beginnt für die isländische Literatur eine neue Zeitrechnung,
glaubt unser Autor,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
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Gerhard Matzig - Einfach nur dagegen
MATZIG, Gerhard (2011):
Der große Stillstand.
In Deutschland regiert seit kurzem ein neuer politischer
Typus: der
Wutbürger. In Stuttgart 21 hat er einen Gegenstand
gefunden, der allen seinen Vorurteilen entspricht. Aber die
Faszination fürs Protest-Event ist längst nicht mehr auf eine
Stadt beschränkt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
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DICK, Stanislaw (2011):
Schatz, mach mich nicht krank.
Verheiratete Männer leben länger. Sie sind froh, wenn überhaupt
jemand an ihrer Seite ist. Bei Frauen entscheidet die Qualität der
Partnerschaft über ihre Gesundheit,
in: Berliner Zeitung v. 08.10.
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David Wagner - Welche Farbe hat Berlin?
WAGNER, David (2011):
Besuch in der eigenen Stadt.
Flanieren: Die Hauptstadt wird jetzt also doch nicht rot-grün
regiert. Auch sonst kann einem Berlin seltsam vorkommen - immer
noch, immer wieder. Ein Spaziergang am Rosenthaler Platz, wo nur die
Veränderung bleibt,
in: TAZ v. 08.10.
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Anja Maier - Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter
MAIER, Anja (2011):
Die Tirade der
Tanja D. oder Was die Kaffeehauschefin wirklich denkt.
Prenzlauer Berg: taz-Redakteurin Anja Maier hat sich in ihre alte
Heimat begeben, den Osten von Berlin. Hier lesen Sie eines der
Protokolle aus ihrem Buch "Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter"
über die neuen Bewohner von Prenzlauer Berg,
in: TAZ Berlin v. 08.10.
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BINDE, Nico (2011):
"Das Klima für Frauen stimmt in Hamburg".
Mehr Geburten je 1000 Einwohner als anderswo in
Deutschland: die Soziologin Birgit Pfau-Effinger über
objektive Fakten und subjektive Stimmung,
in: Hamburger Abendblatt v. 08.10.
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Eva Illouz - Warum Liebe wehtut
HABERL, Tobias (2011): Freiheit als Schicksal.
Männer haben Angst, sich zu binden,
Frauen haben Angst, allein zu bleiben. Die Soziologin Eva Illouz
erklärt, warum wir in der Liebe so unsicher und verletzlich sind wie
nie zuvor,
in: SZ-Magazin Nr.40 v. 07.10.
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Gerhard Matzig - Einfach nur dagegen
MATZIG, Gerhard (2011): Schluss mit dem Gemaule!
Seit einem Jahr beherrscht der
»Wutbürger« die öffentliche Debatte. Viele feiern ihn als
vorbildlichen Demokraten – dabei ist er einfach nur ein jämmerlicher
Egoist,
in: SZ-Magazin Nr.40 v. 07.10.
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ZIMMER, Undine (2011): Meine Hartz-IV-Familie.
Ihre Eltern haben sich Mühe gegeben,
aber nie einen Platz in der Gesellschaft gefunden. Unsere Autorin
erzählt, wie schwer es für sie war, sich eine Zukunft aufzubauen - und
Mutter und Vater zu respektieren,
in: ZEITmagazin Nr.41 v. 06.10.
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FRIEDRICHS, Julia (2011): Hartz I.
Ein Besuch bei Peter Hartz, der die
Arbeitslosigkeit besiegen wollte und grandios scheiterte. Er hat nun
Mitleid mit sich selbst – aber nicht mit jenen, die mit seiner Reform
leben müssen,
in: Die ZEITmagazin Nr.41 v. 06.10.
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Das Ende der Aufstiegsgesellschaft und ihre Literatur
RADISCH, Iris (2011): Die elementare Struktur der Verwandtschaft.
Seine Majestät, das Ich, hatte viele
Jahre die Alleinherrschaft über den deutschen Roman. Nicht nur zu
seinem Vorteil. Jetzt kehrt mit aller Macht die Familie zurück. Und
der Abschied vom Ich muss niemanden leidtun,
in: Die ZEIT Nr.41
Literaturbeilage v. 06.10.
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Iris RADISCH sieht in der deutschen Literatur einen
Paradigmenwechsel von der "Single-Gesellschaft" und ihrer
Abrechnung mit den Eltern zur Familienchronik mit ihrer
Betonung der Herkunft:
"Der Selbstentwurf der
ersten Nachkriegsgeneration als eine abstammungslose
Ansammlung von Monaden ist einer der erfolgreichsten
Gründungsmythen der Bundesrepublik. Der nomadisierende
Einzelgänger war der literarische Lieblingsheld der
aufstrebenden bundesdeutschen Angestelltengesellschaft",
behauptet RADISCH und zieht
eine Linie von Peter WEISS'
Abschied von den Eltern über den
jungen Peter HANDKE und
Botho STRAUß zu Fritz ZORNs
Mars und Bernward (und nicht Guntram wie RADISCH
schreibt) VESPERs
Die Reise.
Am 20. Oktober 1978 titelte
das ZEIT-Feuilleton Kontaktsperre. Es folgte
eine Charakterisierung der modernen Literatur als
Bestandsaufnahme der Beziehungslosigkeit von Fritz J. RADDATZ.
Zu dieser Zeit geriet in Deutschland die
Single-Gesellschaft als Bedrohung in den Focus der deutschen
Medien. Es war kein Zufall, dass damals die
zweite Generation Kinderlos in 100 Jahren und das
Aussterben der Bundesdeutschen entdeckt wurde.
Den Paradigmenwechsel macht
RADISCH an 3 Autoren der
Single-Generation fest: Oskar ROEHLERs
Herkunft, Josef BIERBICHLERs Mittelreich und
Eugen RUGEs In Zeiten des abnehmenden Lichts:
"Jetzt sind die Enkel am
Zug. Und machen einen Salto rückwärts. Drei der aufregendsten
Romane dieses Literaturherbstes sind Generationenromane alter
Schule. Sie sind geschrieben von drei männlichen
Romandebütanten jenseits der 50 (...) (Sie) haben
autobiografische Familienromane geschrieben, in denen sie ihre
Vorfahren nicht zur Rechenschaft ziehen, sondern sich
einreihen in die patrilineare Dreieinigkeit aus Großvater,
Vater und Sohn. Die stolze Vaterlosigkeit, aus der die Autoren
der alten Bundesrepublik ihr Kapital machten, ist einer
Sehnsucht nach genealogischer Kontinuität gewichen. Das
einsame Ich (...) ist seiner überlegenen Einsamkeit müde
geworden und sucht nach seinem verlorenen Schatten: seiner
Herkunft."
Der Paradigmenwechsel in
der Literatur begann 1999 mit Michel HOUELLEBECQs Doppelschlag
Elementarteilchen und
Ausweitung der Kampfzone, mit denen er zur
Leitfigur einer Debatte um die sexuelle Revolution wurde.
Seitdem sucht man in Deutschland den deutschen HOUELLEBECQ.
"Wenn in diesen Büchern vom
Familienleben erzählt wird, so geschieht dies kaum zu
Propagandazwecken, sondern nur, um uns daran zu erinnern, dass
man den elementaren Strukturen der Verwandtschaft genauso
wenig entkommt wie dem Atemholen",
schreibt RADISCH. Die
Sehnsucht nach Genealogie bei unseren individualisierten
Eliten ist eng verknüpft mit dem
Ende der Aufstiegsgesellschaft und der erhofften (jene,
die sich als Gewinner sehen) bzw. befürchteten (jene, die
sich als Verlierer sehen)
Polarisierung,
die durch den Umbau des Sozialstaats beschleunigt wurde.
Angesichts der
diversen Szenarien vom Wegbrechen der breiten Mittelschicht
gerät der
Single als Pionier der Aufstiegsgesellschaft ins Abseits.
In einer Gesellschaft, in der Doppel-Karriere-Familien das
neue Leitbild sind, wird es für alle anderen Lebensformen
enger.
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Eva Illouz - Warum Liebe wehtut
MAYER, Susanne (2011): Liebe und solche Sachen.
Eva Illouz blickt uns ins Herz und
entdeckt darin so manches Schmerzliche. Ihre Analyse ist gnadenlos die
Aussichten sind mau,
in: Die ZEIT Nr.41
Literaturbeilage v. 06.10.
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BOTT, Eugénie (2011): Werdet doch Erwachsen!.
Melanie Mühl rechnet ab mit dem
Patchwork-Glück,
in: Die ZEIT Nr.41
Literaturbeilage v. 06.10.
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MANGOLD, Ijoma (2011): Wenn die Aktienkurse in den Keller rauschen,
steigt der Wert der Literatur.
Island ist Ehrengast der Frankfurter
Buchmesse. Das Land zwischen Vulkanen und Nachleben ist die perfekte
Projektionsfläche für unsere Sehnsüchte nach dem Ausgeflippten und dem
Naturschönen. Die Literatur, von den Sagas bis zum zeitgenössischen
Roman hat daran ihren großen Anteil,
in: Die ZEIT Nr.41
Literaturbeilage v. 06.10.
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HENSEL,
Jana (2011): Die Wütenden.
Facebook, Liebe per SMS und tägliche
Horrorszenarien – ergibt das noch Sinn? Die jungen wütenden Autoren
finden sich mit den bekannten Antworten nicht ab,
in: Freitag Nr.40 v. 06.10.
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst
MEYN,
Jörn & Anne REMY (2011): "Eigentlich ist alles gut...".
Nina Pauer zeichnet in ihrem Buch "Wir
haben keine Angst" das Bild einer Generation von Überforderten,
in: Welt Kompakt v. 05.10.
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KAMMERMANN, Martina (2011): Singles suchen auf dem Land die Liebe.
Romantik auf dem Lande: Studenten der
Hochschule für Landwirtschaft organisieren Speeddatings auf dem
Bauernhof,
in: Berner Zeitung v. 04.10.
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RÖTZER, Florian (2011): Es gibt nicht mehr nur Frauen und Männer oder
Mütter und Väter.
Australien hat als Alternative zum
Geschlecht ein x eingeführt, Großbritannien will die Möglichkeit
anbieten, im Pass nur noch erstes und zweites Elternteil anzugeben,
in: Telepolis v. 04.10.
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GERMIS, Carsten (2011): Junge Japaner scheuen Ehe und Kinder.
Abschreckendes Beispiel für die
anderen entwickelten Industriestaaten,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.10.
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WINDLIN, Sabine (2011): Alleinerziehend, aber nicht arm.
Frustriert, überarbeitet und kein Geld
– das Stereotyp der armen Alleinerziehenden trifft nicht in allen
Fällen zu,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.10.
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MILLER, Lisa (2011): Parents of a Certain Age.
Is there anything wrong with being 53
and pregnant?
in: New York Magazine v. 03.10.
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Zu den News vom 01. -
02. Oktober 2011
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