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News vom 12. -
18. April 2009
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Zitat
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Singlefrau, Mitte 30:
Lebenslust statt Partnerfrust
"Sie
wusste nur, dass sie zum ersten Mal in ihrem erwachsenen Leben
Lust hatte, sich treiben zu lassen, statt sich auf die Suche
nach der nächsten Langzeitbeziehung zu machen. Auch, wenn sie
damit Gefahr lief, in die Kategorie der »Verzweifelten« zu
fallen, die ihr Freund Daniel für Frauen ausgerufen hatte, die
sich mit Mitte dreißig immer noch in die Schlange vor dem
Berghain stellen.
»Nach nichts als Nähe« suchten diese Frauen, behauptete Daniel
(...). Warum sollte man sich bewusst um Dinge bringen, die man
mochte? Weil andere Leute im selben Alter jetzt Kinder bekamen
und man dazwischen nicht auffallen wollte? Und warum sollte
betrunkene Haltlosigkeit nur Männern Spaß machen, während man
als Frau besser zu Hause blieb, um den Makel der Bedürftigkeit
zu vermeiden?"
(Lorraine Haist in: Jörn Morisse & Stefan Rehberger (Hg.)
"Saturday
Night" 2009, S.65f.)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick April 2009 finden Sie
hier.
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KNIPPHALS, Dirk (2009): Dudweilers weite Horizonte.
Der Journalist Nils Minkmar macht sich auf, die veränderte
Normalität zu durchleuchten: "Mit dem Kopf durch die Welt",
in: TAZ v. 18.04.
- Inhalt:
"Was
zum Beispiel im Spiegel unter Essay steht, sind meist nur ums
Ichsagen literarisch aufgehübschte Leitartikel, stets um fünf vor
zwölf geschrieben. Und bei den Essays im Zeit-Feuilleton
wusste man zuletzt immer schon, was rauskommt - auf irgendeine Form
von Neoliberalismuskritik lief es immer heraus.
Es
fehlt also hier und da das Spielerische. Insofern freut man sich,
wenn sich mal wieder ein Autor aufmacht, die Form des Essays ein
bisschen zu erneuern - und damit in der Öffentlichkeit sogar
durchkommt. Bei Nils Minkmar ist das so.
(...).
»Personal
essays« nennt Nils Minkmar selbst diese Texte oder »ganz persönliche
Geschichten aus der Normalität«. In Wirklichkeit sind es genausogut
Versuche, den Essay mit den Mitteln des Features und der Reportage
zu erneuern", meint
Dirk KNIPPHALS zum Buch
"Mit dem Kopf durch die Wand" von Nils MINKMAR.
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STAUN, Harald (2009): Bärchenalarm.
Das Magazin "Nido" will junge Eltern ernst nehmen - und macht alles
noch schlimmer,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.05.
-
MIELKE, Ralf (2009): Wenn Neon-Leser Kinder kriegen.
Nido, ein Magazin für Eltern, die es sich leisten können,
in: Berliner Zeitung v. 21.04.
-
BRAKE, Michael (2009): Ohne Bärchenfressen.
Lebensgefühl statt Wickeltipps: Mit seinem neuen Hochglanzmagazin "Nido"
will Gruner+Jahr die Zielgruppe der jungen urbanen Eltern erobern,
in: TAZ v. 17.04.
- Inhalt:
Eltern sind arm und haben keine Zeit? Die neue
Yuppie-Zeitschrift NIDO, gewissermaßen NEON für Eltern, möchte -
trotz WIR - das Gegenteil beweisen:
"Junge
Eltern mit überdurchschnittlicher Bildung und entsprechendem
Einkommen. Sie leben in Vierteln wie Berlin-Prenzlauer Berg und sind
gerne bereit, ihren kleinen Kindern, die vermutlich Maximilian und
Lena-Karlinda heißen, nur das Allerbeste zu bieten. Es ist die Zeit
des Nestbaus - Nido ist das spanische Wort für Nest - also kauft man
eine große neue Küche, das gute Holzspielzeug, Biolammfleisch und
eben auch »wertige« Zeitschriften.
Erreichen will man diese neuen Eltern mit dem in der Neon sattsam
erprobten Prinzip des »Lebensgefühl-Journalismus«", meint BRAKE.
-
POHLMANN, Sonja (2009): Nahrung für Nestbauer.
"Nido“ ist das neue Magazin für Eltern, die mehr als Mami und Papi
sein wollen. Selten wurde der Start eines Magazins in der Branche mit
so viel Spannung erwartet,
in: Tagesspiegel v. 17.04.
-
TWICKEL, Christoph (2009): Wickeln im Wohnmobil,
in: Frankfurter Rundschau v. 16.04.
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DÖRTING, Thorsten (2009): Eine schrecklich adrette Familie.
Neues Elternmagazin "Nido",
in: Spiegel Online v. 16.04.
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Zeit-Thema:
Die Kraft des Zusammenlebens.
Partner, Freunde, Verein: Wer sein Leben mit anderen teilt,
bleibt eher gesund. Warum Gemeinschaft unser Wohlbefinden erhöht |
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SCHWARZER, Alice (2009): Im Inneren des Walfischs.
Die Mehrzahl der Opfer des Amokläufers waren weiblich. Warum
leugnen selbst die Ermittler den Faktor Geschlecht?
in: Die ZEIT Nr.17 v. 16.04.
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BETANCUR, Karin Ceballos (2009): In Scherben vom Balkon.
Die Platte, die mein Leben veränderte (49): Blumfeld - Old Nobody,
in: Die ZEIT Nr.17 v. 16.04.
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FRIEDRICHS, Julia (2009): Die 499-Euro-Frage.
Was ist Angehörigen eine Beerdigung heute noch wert? Die Branche
der Discount-Bestatter boomt. Unsere Autorin hat sich einen Monat
lang in die Welt des billigen Sterbens begeben,
in: ZEIT-Magazin Nr.17 v. 16.04.
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JANZ, Nicole (2009): "Wir sparten an Kleidung und Essen".
Michaela Huth, 45, ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Die
Kindergrundsicherung hätte der Familie einige Sorgen erspart, meint
sie. Dass mehr Geld den Kindern nichts nütze, wie Kritiker der
Grundsicherung meinen, hält sie für ein Vorurteil,
in: TAZ v. 16.04.
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KUHLMANN, Jan (2009): Pech für Ursula von der Leyen,
in: Rheinischer Merkur Nr.16 v. 16.04.
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SCHLAG, Beatrice (2009): Bis dass das Bett euch scheidet.
Die Zahl der Paare, die getrennte Schlafzimmer bevorzugen, nimmt
zu. Darüber zu reden, ist den meisten allerdings peinlich. Denn die
Umwelt wittert sofort erlahmte Triebe. Ganz falsch, sagen Psychologen
und Schlafforscher,
in: Weltwoche Nr.16 v. 16.04.
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GEHIRN
& GEIST-Dossier:
Liebe, Sex und Partnerschaft.
Die Erforschung eines Urbedürfnisses
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FIEDLER, Peter (2009): Jung, attraktiv - asexuell.
Nie war Sex so allgegenwärtig wie heute. Dennoch verzichten immer
mehr Menschen darauf - sogar in intakten Beziehungen. Warum uns in
einer Welt ohne Tabus die Lust vergeht,
in: Gehirn & Geist
Dossier, Nr.2
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EPSTEIN, Robert (2009): Im Netz der Eitelkeiten.
Die Zukunft virtueller Partnervermittlungen sehen Experten
rosarot. Dabei scheint die Aufgabe der Online-Börsen eigentlich
unlösbar,
in: Gehirn & Geist
Dossier, Nr.2
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WILHELM, Klaus (2009): Elixier der Nähe.
Es überschwemmt den Körper beim Orgasmus, verleiht einer
Berührung den Hauch von Magie und baut Stress sowie Misstrauen ab:
Oxytozin. Nun soll die Substanz sogar als Therapeutikum bei
Depression, Sozialphobie oder Autismus helfen,
in: Gehirn & Geist
Dossier, Nr.2
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FRITZEN, Florentine (2009): Dreißigjährige ohne Visionen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.04.
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GERMIS, Carsten & Inge KLOEPFER (2009): Wo kommen die Kinder her.
Das Elterngeld sollte einen Babyboom bei qualifizierten Frauen
auslösen. Das klappt nicht. Kinder kriegt vor allem die Unterschicht,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.04.
- Anmerkungen:
Kinder bekommen die Falschen ist das Lamento
konservativer Eliten seit Beginn des Geburtenrückgangs Anfang des
20. Jahrhunderts. In dieser Tradition stehen auch Carsten GERMIS &
Inge KLOEPFER als Anwälte des
Bildungsbürgertums.
Obwohl
mit der Einführung des Elterngeldes die Leistungen für
Geringverdiener gekürzt wurden, bleibt dieser Aspekt in den
Ausführungen vollkommen unberücksichtigt. Aus den vorgestellten
Zahlen geht nicht hervor wie sich die Geburtenzahl in Abhängigkeit
des Einkommens im Vergleich vor und nach Einführung des Elterngeldes
entwickelt hat. Die beklagte Entwicklung wird also nicht belegt,
sondern in der Art eines Dogmas verkündet.
Eine
Grafik, die mit "Die Unterschicht wächst" betitel ist, zeigt zudem,
dass vor allem die Reichen mit 200 % und mehr Einkommen des Medians
von 5,3 auf 9,2 % zugenommen haben.
Wer
Genaueres wissen möchte, der greift sowieso auf die Originalquelle
zurück: Die Bundestag-Drucksache 16/10770 vom 30. Oktober 2008, die
im Internet
als PDF-Datei verfügbar ist.
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SCHAAF, Julia (2009): Der Mann mit dem großen Herz.
Endlich gibt es den Fortsetzungsroman: Daniel Glattauer hat es
geschafft, die Liebe in E-Mails so herbeizuschreiben, dass
schmachtende Leser Flirt-Tips fordern,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.04.
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ADAM, Konrad (2009): Alle wollen Opfer sein.
Wohl denen, die sich als hilfsbedürftig und benachteiligt
darstellen. Ihnen winkt reiche Entschädigung. Und schuld sind die
anderen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.04.
- Inhalt:
Konrad ADAM stilisiert sich im Gestus
konservativer Eliten zum Opfer der Masse.
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Zu den News
vom 05. - 11. April 2009
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