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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 14. - 24. August 2012

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Urbane Lebensstile sind für die Wohnungs- und Wohnstandortwahl (z. B. Wohnen im Loft in einem Szeneviertel) weniger entscheidend als das  Einkommen und die Lebensform  

"In der Lebensstilforschung und verschiedenen Disziplinen der Raumforschung wird die These vertreten, dass Lebensstile relevant für Entscheidungen in unterschiedlichen Verhaltensbereichen, insbesondere aber im Feld der Auswahl von Wohnungen und Wohnstandorten sind. Die empirische Befundlage zu dieser Behauptung ist allerdings ausgesprochen uneinheitlich. Um die Bedingungen für die Relevanz von lebensstilbasierten Präferenzen für die Wohnungs- und Wohnstandortwahl zu präzisieren, knüpft dieser Aufsatz an ein einfaches entscheidungstheoretisches Modell an, das sowohl in der Stadtsoziologie wie auch in der Lebensstilforschung Verwendung gefunden hat. Darauf aufbauend wird eine empirische Studie auf der Basis einer Quartiersbefragung in Leipzig präsentiert, die den Einfluss von Lebensstilen auf die Wohnungs- und Wohnstandortwahl unter Bedingungen und in einem Kontext prüft, die eine besonders große Relevanz von Lebensstilen erwarten lassen. Insgesamt zeigen aber die Ergebnisse, dass lebensstilbasierte Präferenzen selbst unter diesen Bedingungen nur eine beschränkte Erklärungskraft aufweisen, während die Ressourcenausstattung von Personen und ihre Lebensform für Wohnentscheidungen von deutlicher größerer Relevanz sind."
(aus: Jörg Rössel & Michael Hoelscher "Lebensstile und Wohnstandortwahl" in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 2, 2012, S.303)

 
 
       
   

STATISTISCHES LANDESAMT BADEN-WÜRTTEMBERG (2012): Geburtenrate in Baden-Württemberg stagniert auf niedrigem Niveau – Zahl der Neugeborenen sinkt auf Tiefststand.
Durchschnittliche Kinderzahl je Frau war 2011 in den Landkreisen Biberach und Rottweil am höchsten, im Stadtkreis Heidelberg am niedrigsten,
in: Pressemitteilung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg v. 24.08.

 
   

REICHERT, Martin (2012): Der Klimaretter.
Körper: Peter Altmaier will im "Stern" über Essen sprechen - stattdessen geht es um Sex. Denn bei dem Thema interessiert nicht die Norm, sondern die Abweichung,
in: TAZ v. 24.08.

Was ist schlimmer als das Bekenntnis zur Homosexualität? Das Bekenntnis zum Alleinleben!

"»Die gleichen Leute, die sagen, ihr müsst uns Schwule akzeptieren, haben ein Riesenproblem zu akzeptieren, dass jemand allein leben möchte.« Gleiches unterstellt er auch den Zwangsmatrix-Heteros, die annähmen, dass »jemand, der alleine lebt«, kein Mensch sein könne",

zitiert Martin REICHERT den CDU-Politiker aus einem Stern-Interview, um hinzuzufügen:

"Jeder Mensch, der sich öffentlich zu seiner abweichenden sexuellen Orientierung »bekennt« (...), bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung des gesellschaftlichen Fortschritts."

 
   

Gentrifizierung: Von Yuppies, Yetties, Bobos, digitaler Bohème, Nerds, Hipstern und Latte macchiato-Müttern - Eine Bibliografie der neueren Gentrifizierungsdebatte

KAISER, Lena (2012): Künstler als Entwickler.
Hamburg: Vor drei Jahren haben 200 Kreative das Gängeviertel im Zentrum der Hansestadt besetzt - und damit eine Erfolgsgeschichte gegen die Gentrifizierung geschrieben,
in: TAZ v. 24.08.

 
   

Debatte: frühe statt späte Elternschaft?

PANY, Thomas (2012): Die biologische Uhr der Männer.
Eine Studie in Nature zeigt, dass das Sperma exponentiell mit dem Alter des Vaters zunehmend genetische Mutationen produziert,
in: Telepolis v. 23.08.

 
   

OPITZ, Barbara (2012): Die Kussmaschine.
Liebe: Endlich ist die Menschheit einen Schritt näher an der Entfleischlichung. Der "Kissenger" macht den Austausch fast realer Zärtlichkeiten über das Internet möglich. Problem: Noch braucht man einen Partner dazu,
in: TAZ v. 23.08.

 
   

OESTREICH, Heide (2012): "Latzhosen stehen mir nicht".
Feminismus: Heute ist nach 40 Jahren der letzte Arbeitstag von Magdalena Kemper in der Frauenredaktion des RBB. Ein Gespräch über Schminkverbote, bornierte Postfeministinnen und Differenzen mit Alice Schwarzer,
in: TAZ Berlin v. 23.08.

 
   

SZOPA, Lukasz (2012): Ich - Gentrifizierer.
Gentrifizierung: Die Schuld der Wohnungsbaupolitik und Immobilienhaie hin oder her – auch ich bin ein Gentrifizierer,
in: Freitag v. 23.08.

"Zwar wurde auch ich, seit ich 2001 nach Berlin gekommen war, innerhalb der Stadt mehr als einmal »verdrängt«: Indem eine bisherige Wohnung zu teuer / zu schlecht / zu klein wurde, und ich nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft eine Alternative fand. So – wenn ich mir die Einwohnerstruktur unseres ganzen Hauses hier ansehe – ging es der Mehrheit der »Neuzugänge«. Nach dem Muster: irgendwann als junger Single nach Berlin, danach Beziehung (ergo: man sucht sich was Größeres, muss umziehen), danach Kinder (man muss erneut umziehen). Viele meiner Nachbarn hätten auch gerne (weiterhin) im nahen Kreuzberg gewohnt – doch als die Familie größer wurde, fand man dort keine bezahlbare und geeignete Wohnung. Auch wenn sich die Einkommensverhältnisse dieser Menschen nicht verschlechtert hatten. Und so wurde man in bisher »unentdeckte«, weniger bekannte und »hippe« Bezirke und Kieze »verdrängt« – wie in unser Alt-Treptow. Gleichzeitig hat man zum Teil die hiesigen »Ureinwohner« nolens volens »verdrängt«. Man war immer bereit, eine höhere Miete zu zahlen als sie.

Klar, man kann die Schuld der verfehlten Wohnungsbaupolitik der Stadt und/oder den Immobilienhaien wie den Finanzinvestoren in die Schuhe schieben,"

meint Lukasz SZOPA politisch korrekt. SZOPA nennt Lebenszykluseffekte als Ursache für Gentrifizierung:

"irgendwann als junger Single nach Berlin, danach Beziehung (ergo: man sucht sich was Größeres, muss umziehen), danach Kinder (man muss erneut umziehen)."

Lebenszykluseffekte sind jedoch weitreichender: Man trennt sich und der eine Partner bleibt in der zu großen Wohnung, weil sie billig ist im Vergleich zu anderen Wohnungen in der gleichen Lage. Die Kinder ziehen aus oder der Partner stirbt, und man bleibt in der zu großen Wohnung. Ökonomen wie Tobias JUST nennen das Remanenzeffekt und er trägt in besonderem Maße zur Wohnraumnachfrage bei:

"In späteren Jahren innerhalb des Lebenszyklus eines Haushalts kommt es (...) kaum noch zu einer Reduktion des Flächenkonsums, selbst wenn die Kinder den Haushalt verlassen und das Haushaltseinkommen durch den Renteneintritt sinkt (Remanenzeffekt). (...). Diese Gründe haben dazu geführt, dass z.B. Haushalte des Jahrgangs 1928 bei der letzten vorliegenden Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1998 mit 70 Jahren auf nahezu derselben Wohnfläche lebten wie zwanzig Jahre zuvor mit 50 Jahren." (2003, S.9)

Diese Effekte der Verknappung von Wohnraum werden politisch korrekt ausgeblendet. In der stadtpolitischen Gentrifizierungsdebatte kommen sie nur in einer ganz bestimmten Weise in den Blick, denn solange Menschen in zu großen Wohnungen bleiben, ist die Welt politisch in Ordnung. Sobald diese Menschen aber ausziehen, können sie als Opfer der Gentrifizierung ("Verdrängte") in den Blick kommen.  

 
   

Eric Klinenberg - Going solo

ECONOMIST (2012): The attraction of solitude.
Living alone is on the rise all over the world. Is this bad news?
in: Economist v. 23.08.

"The term »single« lumps all unmarrieds into one basket, making it hard to distinguish between true loners and those who cohabit out of wedlock or live with friends or family. Even those who live alone are not necessarily solitary",

werfen Kritiker wie Eric KLINENBERG oder Bella DePAULO jenen vor, die Unverheiratete und Alleinlebende mit Einsamen, sozial Isolierten oder Partnerlosen gleichsetzen. 

 
   

MIKA, Bascha (2012): Rettung des Lebens zu zweit.
In Deutschland leben immer mehr Singles, es gibt weniger Ehen, und die Scheidungen nehmen zu. Was liegt da näher als eine Kampagne für das verheiratete Leben zu zweit - auch das homosexuelle?
in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.

 
   

Gentrifizierung: Von Yuppies, Yetties, Bobos, digitaler Bohème, Nerds, Hipstern und Latte macchiato-Müttern - Eine Bibliografie der neueren Gentrifizierungsdebatte

LITSCHKO, Konrad (2012): "Wir werden überschwemmt".
Berlin: Kann man wirklich auch hinterm MacBook am Kommunismus basteln? Oder sind die Soja-Latte-Hipster einfach nur Spekulantenfutter? Ein Streitgespräch mit Matthias Merkle und Jannek Korsky über die richtige Art des Widerstands in Zeiten explodierender Mieten und Immobilienpreise,
in: TAZ v. 22.08.

 
   

THISSEN, Torstenn (2012): Führung der einsamen Herzen.
Ein Spaziergang durch die Altstadt. Es geht um Altbier, Jan Wellem, Killepitsch und den Hoppeditz. Und es geht darum, sich kennenzulernen, Spaß zu haben. Das Besondere: Alle Teilnehmer sind Singles. Vom Suchen und Nicht-Finden der Liebe,
in: Rheinische Post v. 21.08.

 
   
Spiegel-Titelgeschichte: Triumph der Unauffälligen.
Warum Introvertierte zu oft unterschätzt werden

KULLMANN, Kerstin (2012): Die Kraft der Stillen.
Die Welt gehört den Lauten, Extrovertierte haben es leichter im Leben. Schon Kinder werden auf Selbstdarstellung getrimmt. Ein Irrweg, sagen Psychologen und Ökonomen. Sie raten: Nutzt das Potential der Leisen,
in: Spiegel Nr.34 v. 20.08.

Eine typische Sommerloch-Titelgeschichte präsentiert uns heute der Spiegel. Anlass ist das Buch Still von Susan CAIN, das bereits vor einem Jahr auf Deutsch erschienen ist.

"2007 brach erst der amerikanische Immobilienmarkt zusammen, dann gerieten weltweit die Finanzinstitute und Großbanken ins Straucheln. In dieser Zeit hätten sich viele gewünscht, dass nicht die Schnellsten, Lautesten, Risikobereitesten die Richtung vorgegeben hätten, sondern die Vorsichtigen; jene, die einen Kühlen Blick auf die Finanzen werfen. Und darin sind Introvertierte wahrscheinlich besser."

Den Plot kennt man zu Genüge. Setzt man für den Begriff "Introvertierte" den Begriff "Frauen" ein, dann ist der Titel lediglich der Abklatsch breit geführter Debatten der letzten Jahre. Nur dass das Wörtchen "wahrscheinlich" dann nicht vorgekommen wäre. Ein Triumph der Introvertierten sähe jedenfalls anders aus!         

 
   

VOIGT, Claudia (2012): Frauen können alles haben.
Sie sollten nur viel früher Kinder bekommen,
in: Spiegel Nr.34 v. 20.08.

Claudia VOIGT, Angehörige der Generation Golf/Ally, will die in den 1990er Jahren geborenen Frauen zum frühen Gebären während des Studiums überreden. Anlass bietet ihr u. a. ein Artikel von Anne Marie SLAUTHGER:

"Ihr Fazit: Frauen können nicht alles haben.
Doch ist Rückzug die Lösung? Im Fall von Anne-Marie Slaughter mag es eine richtige Entscheidung gewesen sein. Wie sie wie viele Frauen ihrer Generation früh in ihrem Leben eine falsche Entscheidung getroffen hat: Sie hat ihre Kinder zu spät bekommen."

Zum anderen werden die Ostfrauen als Vorbild präsentiert:

"Aber wie wäre es, nur mal angenommen, man würde seinen 40. Geburtstag feiern und die Kinder würden demnächst zu Hause ausziehen? Da wäre plötzlich eine Menge überschüssiger Kraft, und es blieben noch über zwanzige Jahre Berufstätigkeit um sie einzusetzen. Zeit, um Führungspositionen zu übernehmen (...). Viele Frauen, die in der DDR groß geworden sind, haben solche Biografien. Bei ihnen gibt es ein freundlich kaschiertes Unverständnis den ehemaligen West-Frauen gegenüber und ihren endlosen Diskussionen über Karriere und Kinder."

Und nicht zuletzt müssen die Frauen, die in den 1960er und 1970er Jahren geboren wurden, abgewertet werden:

"Heute sitzen manche dieser Frauen von Mitte vierzig auf Spielplätzen herum und gucken ihrem einzigen Sohn, ihrer einzigen Tochter beim Schaukeln zu. Für ein Geschwisterkind sind sie mittlerweile zu alt. Andere Frauen der Generation sind kinderlos geblieben, die Traurigkeit darüber gehört zu ihrem Leben."

Den Plot dazu lieferte der Ökonom Detlef GÜRTLER bereits im August 2003. Und wer sich gegen solche Zuschreibungen wehrt, wie z.B. Bettina WÜNDRICH ("Einsame Spitze"), dem kann  vorgehalten werden:

"Niemand, der heute vierzig, fünfzig ist, gibt gern zu, dass er sein Leben rückblickend besser anders gelebt hätte. Da ist es leichter allein den Umständen die Schuld zu geben".

Die Angriffe auf Spätgebärende werden weiter zunehmen, das ist angesichts der gegenwärtigen bevölkerungspolitischen Stossrichtung sicher. 

 
   

GRÜNDINGER, Wolfgang (2012): Steht auf, ihr Jungen!
Der Nachwuchs muss ausbaden, was die Alten ihnen eingebrockt haben. Das ist unfair. Deutschland braucht einen neuen Generationenvertrag,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.08.

 
   

GERMIS, Carsten (2012): Glückliche Jugend im Land der Hoffnungslosigkeit
Immer weniger junge Japaner finden feste Jobs. Ein Soziologe konstatiert dennoch eine zufriedene Generation,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.08.

 
   

HAGELÜKEN, Alexander (2012): Betonköpfe.
Der Immobilienboom verändert die deutschen Städte. Für Makler und Baufirmen ist er ein Glück, für Käufer ein Risiko, und für Mieter bedeutet er Vertreibung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.08.

 
   

SETZ, Clemens (2012): Elementarteilchen.
Kanon: Michel Houellebecq spendet Trost in völlig auswegloser Lage,
in: Die ZEIT Nr.34 v. 16.08.

Clemens SETZ identifiziert sich mit beim ersten und erneuten Lesen mit Michel und Bruno aus dem Roman Elementarteilchen von Michel HOUELLEBECQ:

"Der siebzehnjährige Clemens Setz dachte sich, als er das las: Das bin ich. Alle beide. Und er hatte recht. Ich war ein unendlich schüchterner, vom mysteriösen Spiel erotischer Vereinigung weitgehend ausgeschlossener, unattraktiver Mann. Sexualität fand ausschließlich in meinem Kopf statt. (...). Und wenn ich Elementarteilchen heute, da ich beinahe dreißig bin, noch einmal lese, verwandle ich mich wieder in den lebensabgewandten Jugendlichen von damals. (...). Ich empfinde sogar eine dumpfe Freude darüber, dass die Zeit, die seither vergangen ist, keine großartigen Verwandlungen mit sich gebracht hat, keinen plötzlich gewährten Zugang in eine Welt aus Sinnlichkeit und Intimität."

 
   

ROSA, Hartmut (2012): Das neue Lebensgefühl.
Der neue Streit um die Moderne: Armin Nassehi hört in aktuellen Zeitdiagnosen nur "Gejammer". Doch was leistet eigentlich die Soziologie? Eine Entgegnung,
in: Die ZEIT Nr.34 v. 16.08.

Vor zwei Wochen hat der Soziologe Armin NASSEHI seinem Kollegen Hartmut ROSA einen

"kleinbürgerlichen Wunsch nach einer Welt (...), in der die Differenzen zwischen Ich und Welt nicht gar so wehtun"

bescheinigt. Nun rechnet Hartmut ROSA mit dem "Nachlassverwalter" der LUHMANNschen Systemtheorie ab, die sich in einem "leeren Überlegenheitsgestus erschöpft" und lediglich auf Distinktionsgewinne aus sei. An diesen wenigen Zitaten wird bereits klar: Erkenntnisgewinne darf man auf keiner von beiden Seiten erwarten, sondern es geht lediglich um intellektuelle Muskelspiele. Was soll man z.B. von dieser Aussage ROSAs halten?

"Zum ersten Mal seit 250 Jahren werden in den westlichen Gesellschaften Menschen nicht mehr von der Hoffnung angetrieben, ihre Kinder sollten es besser haben als sie selbst. Vielmehr werden sie von der Furcht getrieben, es könnte ihnen schlechter gehen, der Status quo könne nicht zu halten sein."

Als ob die Vergangenheit von einem linearen Fortschrittsglaube, statt von zyklisch wiederkehrenden Untergangsängsten geprägt gewesen wäre. Als ob es nie Krisenzeiten gegeben hätte.

Auf solche zeitdiagnostische Popsoziologie können wir gerne verzichten!   

 
   

TAZ-Tagesthema: Arbeitslosigkeit.
Knapp 40 Prozent der Alleinerziehenden beziehen Hartz IV - obwohl die Jobcenter sich verstärkt um sie kümmern sollten

SCHMOLLACK, Simone (2012): Wer interessiert sich schon für Single-Mütter?
Kommentar zu arbeitslosen Alleinerziehenden,
in: TAZ v. 16.08.

VÖLPEL, Eva (2012): Weiblich, alleinerziehend, arm.
Arbeitsmarkt: Mit speziellen Programmen soll Alleinerziehenden geholfen werden, einen Job zu finden. Das funktioniert nur schleppend. Das Armutsrisiko ist sogar angestiegen,
in: TAZ v. 16.08.

SCHMOLLACK, Simone (2012): Das Jobcenter als zweites Zuhause.
Eigeninitiative: Sechs Jahre ist Marion R. arbeitslos - einen Job findet sie schließlich selbst,
in: TAZ v. 16.08.

 
   
JUNGLE WORLD-Thema: Der Feind in meiner Stadt.
Tourismus und Gentrifizierung
in Berlin

HOLM, Andrej (2011): Gut gemeint statt gut gemacht.
Die Kritik am Hass auf Touristen in Berlin, wie er sich in linken Gruppen seit einiger Zeit artikuliert, ist richtig. Doch die linken Kampagnen gegen das Touristen-Bashing folgen in ihrer Argumentation oft einer verkürzten Analyse der Stadtentwicklung und versäumen es, sich mit den Initiativen gegen Gentrifizierung in der Stadt zu solidarisieren,
in: Jungle World Nr.34 v. 16.08.

 
   

KURZ, Lea-Patricia (2012): Single sein kann teuer werden!
So blöd es sein mag, allein und einsam und auf der ewigen Suche nach der oder dem "Richtigen" zu sein - eines muss man Singles lassen: Finanziell erleben sie die pure Freiheit. Aber wer genauer hinsieht, erkennt den Trugschluss,
in: ZEIT Online v. 15.08.

Durchsucht man das Inhaltsverzeichnis der ZEIT Nr.33 v. 09.08.2012, dann werden PR-Artikel von parship.de-Mitarbeiterin Lea-Patricia KURZ angezeigt. Seit April versucht die ZEIT mit allen möglichen Tricks den ZEIT-Lesern parship-Texte unterzujubeln. Für wie blöd hält die ZEIT eigentlich ihre Online-Leser?   

 
   

FACIUS, Gernot (2012): Ein neuer Kulturkampf.
Leitartikel: Die Debatte über Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare drängt die katholische Kirche in die Defensive. Sie fürchtet den programmierten Abschied vom Vorrang der Ehe,
in: Welt kompakt v. 15.08.

SCHMOLLACK, Simone (2012): Mehr Geld durch neues Steuersystem.
Familien: Mit der Individualbesteuerung würde der Staat kräftig kassieren. Das Modell hat derzeit keine Chance,
in: TAZ v. 15.08.

Simone SCHMOLLACK berichtet über eine Simulationsberechnung des DIW (Wochenbericht vom 12. Oktober 2011) zur Individualbesteuerung und die Programmatik der SPD zum Ehegattensplitting. 

 
   

KREKELER, Elmar (2012): Autor überflüssig.
Der Fall Johansson ist nur ein Symptom: Mit erfundenen Schriftstellern gefährden die Verlage ihre Glaubwürdigkeit,
in: Welt v. 15.08.

 
   

SCHMOLLACK, Simone (2012): Eine Frage der Ehe.
Familie: Was ist gerechter: Ehegattensplitting oder Familiensplitting? Nichts von beidem, sagen Familienverbände. Und fordern Individualbesteuerung und mehr Kindergeld,
in: TAZ v. 14.08.

OESTREICH, Heide (2012): Das Ziel: Armut verhindern.
Über die Union und das Familiensplitting,
in: TAZ v. 14.08.

 
   

KÄMMERLINGS, Richard (2012): Vergeltung – Der grausige Tod eines Großjournalisten.
Rufmord: In einem neuen Schweden-Krimi stirbt eine Person, die dem "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher sehr ähnelt. Den Autor, Per Johansson, gibt es nicht. Die Spurensuche führt zur "Süddeutschen Zeitung",
in: Welt v. 14.08.

Der ehemalige FAZ-Journalist Richard KÄMMERLINGS spekuliert, dass sich hinter dem Pseudonym Per Johansson, der ehemalige Kollege Thomas STEINFELD verbirgt. Der Krimi Der Sturm ist noch nicht erschienen. Eine Figur, die ermordet wird, soll dem FAZ-Herausgeber Frank SCHIRRMACHER ähneln.

Literaturskandal? Oder grandioser Marketingtrick? Auf alle Fälle ein Aufreger für den dahinsiechenden Feuilletonbetrieb. Erst kürzlich erklang passend dazu der Ruf nach seiner Abschaffung.     

 
       
 

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Bernds@single-dasein.de Stand: 22. September 2012