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News vom 24. - 31. August 2015

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

 

Die Bevölkerungsentwicklung in Japan im Vergleich zu Deutschland

"In Japan verläuft der Alterungsprozess (...) schneller als in Deutschland und ist weiter vorangeschritten (...). Das liegt daran, dass erstens die japanischen Babyboomer früher geboren wurden, daher älter als die deutschen sind und damit früher in das Rentenalter eintreten. Zweitens verzeichnet Japan eine höhere Lebenserwartung als Deutschland, wodurch der Alterungsprozess beschleunigt wird. Drittens verfügt Japan nicht über eine Zuwanderung, die Alterungseffekte mildern könnte. (...).
Japan ist aufgrund eines nicht funktionierenden Heiratsmarktes durch eine niedrige Verheiratungsquote gekennzeichnet, was quasi automatisch eine hohe Kinderlosigkeit bedeutet. In Deutschland besteht dieser Zusammenhang auch, ist aber deutlich entkoppelter. Alleinerziehende und nichteheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern sind gesellschaftliche Normalität, in Japan kommen diese Lebensformen kaum vor. Daher erscheint in Deutschland ein Geburtenanstieg leichter realisierbar zu sein als in Japan. Versuche der japanischen Regierung, pronatalistisch zu agieren, sind bislang fehlgeschlagen."
(Jürgen Dorbritz & Gabriele Vogt "Rasanter demografischer Wandel – Deutschland und Japan im Vergleich" in Bevölkerungsforschung aktuell Nr.4 vom 28.07.2015, S.6f.)

 
       
       
   
AUS POLITIK UND ZEITGESCHICHTE-Thema: Kapitalismus und Alternativen

HERRMANN, Ulrike (2015): Vom Anfang und Ende des Kapitalismus,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.35-37 v. 31.08.

 
   
WELT AM SONNTAG-Titelgeschichte: Das Geheimnis des neuen Kindersegens.
Die Deutschen kriegen plötzlich wieder mehr Kinder. Familienpolitiker sehen den kleinen Babyboom schon als ihren Verdienst. Doch das ist nur die halbe Wahrheit - höchstens

GASCHKE, Susanne (2015): 33000 Babys mehr und kein Gedöns.
In Deutschland werden so viele Kinder geboren wie seit zehn Jahren nicht mehr. Ein Erfolg engagierter Familienpolitik? Susanne Gaschke hat noch ein paar andere Gründe ausgemacht,
in: Welt am Sonntag v. 30.08.

"Die düsteren Untergangsszenarien der Jahrtausendwende – alle Frauen seien im Gebärstreik, das Land vergreise – sind der weit optimistischeren Wahrnehmung gewichen, dass sich mit dem richtigen Politikmix zumindest viel daran verbessern lässt, wie Eltern und Kinder in Deutschland leben",

erklärt Susanne GASCHKE den WamS-Lesern. Sie muss es ja wissen, denn an den düsteren Untergangsszenarien hat sie als ehemalige ZEIT-Redakteurin erheblichen Anteil gehabt. Mit weit überhöhten Kinderlosenzahlen hat GASCHKE ihr Lieblingsprojekt Elterngeld gerechtfertigt und Kinderlosen mit Rentenkürzung gedroht und gleichzeitig die 68er mit falschen Argumenten entlastet. Ihre Zielgruppe, für die GASCHKE Politik für die Mütterelite betrieben hat, beschreibt sie nun folgendermaßen:

"idealtypische Zielgruppe moderner deutscher Familienpolitik. Beide haben studiert, beide arbeiten in Führungspositionen in Unternehmen, beide dachten relativ lange über Kinder nach – und beide wollen zurück in den Beruf, sobald sie ihren Sohn für alt genug halten, um ihn in eine Krippe zu geben".

Nicht die Geburtenförderung, sondern die Förderung von Geburten erfolgreicher Eliten war das Ziel, für das GASCHKE die Menschen in Deutschland gegeneinander aufhetzte.

"Über Jahrzehnte wuchs die Zahl der Akademikerinnen, die kinderlos blieben. »Dieser Trend ist eindeutig gestoppt«, sagt die Soziologin Michaela Kreyenfeld, »und das ist eine echte Nachricht. Nach neuesten Schätzungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung geht die Kinderlosigkeit bei jüngeren Frauen in Westdeutschland sogar zurück.«"

interpretiert GASCHKE angeblich neue Meldungen (mehr zur Kinderlosigkeit und die Sicht des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung hier; sowie zum Anstieg der Ein-Kind-Familie in Deutschland hier). Zum einen war die Kinderlosigkeit in Deutschland nie so hoch wie sie von GASCHKE und ihren Kollegen noch bis nach dem ersten bevölkerungspolitischen Wahlkampf 2005 verbreitet worden waren. Über die Höhe der Kinderlosigkeit gab es damals nur Schätzungen, weil die Politik die Erhebung der biologischen Geburtenfolge verhinderte. Das war angeblich Tabu. Erst nachdem das Elterngeld beschlossen war, war es plötzlich kein Thema mehr. Deshalb darf erst seit 2008 und auch nur alle 4 Jahre die Kinderlosigkeit in Deutschland erhoben werden. Zwischenzeitlich kann sie nur geschätzt werden.

Man muss die Sätze von GASCHKE schon genau nehmen. Zum einen spricht sie von der angeblich über Jahrzehnte gestiegenen Akademikerinnenkinderlosigkeit und zum anderen von der zurückgehenden Kinderlosigkeit in Westdeutschland. Hier werden zwei Dinge zusammengeworfen: zum einen die Milieuzugehörigkeit und zum anderen die Unterscheidung zwischen Ost und West. Beides müsste unabhängig voneinander betrachtet werden.

Im Osten war die Akademikerinnenkinderlosigkeit nie so hoch wie im Westen, zum anderen lässt sich über die Entwicklung der Kinderlosigkeit bislang nur etwas für die Jahre 2008 und 2012 sagen. Innerhalb der vier Jahre ist die Kinderlosigkeit in Deutschland kaum gestiegen, was an gegenläufigen Trends in Ost und West lag. Bereits in der Publikation Geburtentrends und Familiensituation in Deutschland aus dem Jahr 2013 hieß es:

"Die Kinderlosenquote bei den 40- bis 44-jährigen Frauen betrug im Jahr 2012 22 %. Im früheren Bundesgebiet war sie mit 23 % deutlich höher als in den neuen Ländern (15 %). Im Vergleich zu 2008 ist die Kinderlosenquote vor allem in den neuen Ländern gestiegen (15 % gegenüber 10 %). Im früheren Bundesgebiet betrug die Zunahme dagegen lediglich ein Prozentpunkt.
(...).
Drei von zehn westdeutschen Akademikerinnen im Alter zwischen 45 und 49 Jahren haben kein Kind geboren. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung ist allerdings zu erwarten, dass Akademikerinnen der etwas jüngeren Jahrgänge (1968 bis 1972) zu weniger als 30 % kinderlos bleiben werden. Sie hatten die 30 %-Marke bereits im Jahr 2012 erreicht. Bei gleichem Geburtenverhalten wie bei den fünf Jahre älteren Frauen würde ihre Kinderlosenquote in den nächsten Jahren voraussichtlich noch um weitere zwei Prozentpunkte sinken." (S.8f.)

Was uns GASCHKE nun also als angeblich neuen Trend verkündet, ist bereits seit November 2013 bekannt bzw. muss wesentlich differenzierter gesehen werden! Außerdem lässt sich erkennen, dass in der Publikation die Kinderlosigkeit für zwei unterschiedliche Altersgruppen (zum einen 40-44-jährige Frauen und zum anderen 45-49-jährige Frauen) genannt werden, d.h. die allgemeine Kinderlosigkeit wird im Vergleich zur Akademikerinnenkinderlosigkeit zu hoch angegeben.

"Die Zuwächse in absoluten Zahlen sieht Bonin vor allem der Tatsache geschuldet, dass es die Töchter der Babyboomer sind, die heute Kinder bekommen – es gibt derzeit einfach viele potenzielle Mütter",

zitiert GASCHKE einen Ökonomen. Aber stimmt das überhaupt? Wenn das durchschnittliche Erstgebäralter bei ca. 30 Jahren liegt, dann müssten die um 1984 Geborenen die angeblichen Töchter der Babyboomer sein. In Westdeutschland gab es 1984 das absolute Geburtenminimum: 584.157. Erst danach stieg die Anzahl der in Westdeutschland geborenen potenziellen Mütter. Bis 1990 stieg die Anzahl auf 727.199 (Die Entwicklung für Deutschland weicht davon nur unwesentlich ab). Die 1990 Geborenen waren im Jahr 2014 gerade einmal 24 Jahre alt.

Es gibt also drei mögliche Erklärungen für die aktuellen Geburtenzahlen: entweder es handelt sich bei den 2014 Geborenen vermehrt um die Kinder von Einwanderern oder das durchschnittliche Erstgebäralter wäre erstmalig nicht gestiegen, sondern gefallen und nicht zuletzt könnte die Geburtenrate, d.h. die Anzahl der Kinder pro gebärfähiger Frau gestiegen sein. Davon schweigt GASCHKE jedoch, um u.a. Bert RÜRUP zu loben:

"Von Anfang an bezog Renate Schmidt Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter in ihre Politik ein. Mit dem Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, fand sie einen renommierten Befürworter ihres Elterngeldes."

Im Jahr 2010 erklärt Bert RÜRUP im Handelsblatt: Deutschlands Familienpolitik ist gescheitert. Bessere Bildung ist der einzige Ausweg. Der Spiegel fordert daraufhin: Das Elterngeld kostet Milliarden, verfehlt aber alle von der Bundesregierung gesteckten Ziele. Experten raten: Weg damit! Ursache für diese Sichtweise waren die damals aktuellen Geburtenzahlen! Man kann daraus sehen wie kurzsichtig Medienberichterstattung ist.

Mehr als Selbstbeweihräucherung einer zwischendurch in der Politik gescheiterten, ehemaligen ZEIT-Redakteurin und jetzigen Welt-Reporterin, bleibt bei dieser aufgebauschten Titelgeschichte leider nicht übrig. Geheimnisse werden nicht aufgedeckt. Wir warten lieber auf wirklich neue Erkenntnisse, die uns das Statistische Bundesamt im Laufe des Jahres liefern wird: das durchschnittliche Erstgebäralter und die Geburtenrate (TFR) für das Jahr 2014. Alles andere ist lediglich Spekulation.      

 
   

VAHABZADEH, Susan (2015): Aufschrei.
Frau, alleinerziehend, arm: Das hat der Feminismus nicht gewollt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.08.

"Als die Frauenrechtlerinnen gegen die Unterjochung in der Ehe ins Feld zogen, war der Gedanke natürlich nicht, dass Frauen in Zukunft ihre Kinder allein aufziehen sollten.
Die Entwicklung geht aber in diese Richtung: 1,6 Millionen Haushalte mit nur einem Elternteil gibt es in Deutschland, 300.000 mehr als 1996. Zu neunzig Prozent ist dieser eine Elternteil eine Mutter",

erläutert Susan VAHABZADEH. Anhand der Künstlerin Sonja ALHÄUSER, die zwei Kinder als Alleinerziehende großgezogen hat, beschreibt VAHABZADEH die prekäre Situation von Alleinerziehenden. Außer Daten der neoliberalen Bertelsmann-Stiftung kommt der Politikwissenschaftler Christoph BUTTERWEGGE ("Hartz IV und die Folgen") zu Wort.

 
   

SCHLAFFER, Hannelore (2015): Die Frau im Spiegel.
Perspektive: Wenn wir ihm gegenüberstehen, hat unser Selbstbild keine Chance, denn das Sichtbare überzeugt stets mehr als Entwurf und Gedanke. Dabei wäre dies doch die Utopie weiblichen Daseins, die glückliche Begegnung mit dem eigenen Körper,
in: Stuttgarter Zeitung v. 29.08.

 
   

VEIL, Susanne (2015): Die Alleinreisende.
Porträt: Schon mit zwölf Jahren wusste Carmen Rohrbach, dass sie einmal Expeditionen in fremde Länder machen wollte. Heute ist sie die wohl erfolgreichste deutsche Reiseschriftstellerin. Im Gespräch erzählt sie, wie sie ihren Traum wahrgemacht hat,
in: Stuttgarter Zeitung v. 29.08.

 
   

HAGELÜKEN, Alexander (2015): Die Tücken des Booms.
Kommentar: Arbeite hat, dann geht es dir besser - das gilt nicht mehr ,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.08.

HAGELÜKEN, Alexander (2015): Die Mittelschicht schrumpft.
Seit 1993 gibt es immer weniger Haushalte mit Durchschnittseinkommen - auch der gute Arbeitsmarkt verhindert das nicht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.08.

"Immer weniger Haushalte der unteren Mittelschicht und der Unterschicht, darunter vermehrt Singles, könnten vom Lohn ihrer Arbeit leben - und das gleiche oft der Staat durch Transferzahlungen aus",

zitiert Alexander HAGELÜKEN den Beitrag Die Mittelschicht unter Druck von Gerhard BOSCH & Thorsten KALINA. Im IAQ-Report Nr.4/2015 heißt es dazu:

"Singlehaushalte und Haushalte mit nur geringer Erwerbstätigkeit sind vor allem in den unteren Einkommensschichten sehr verbreitet. Je weiter man die Einkommensschichten hinaufgeht, desto häufiger trifft man auf Haushalte mit mehr als einem Erwerbseinkommen". (S.7)

Die Autoren vergleichen jedoch keine Haushaltsformen wie HAGELÜKEN suggeriert, sondern Erwerbsmuster, die sie folgendermaßen unterscheiden:

"Mehrfachverdiener: >=2 Vollzeitstellen; Hinzuverdiener: 1 Vollzeitstelle + >=1 Teilzeitstelle; Alleinernährer: 1 Vollzeitstelle; Duale Teilzeit: >=2 Teilzeitstellen; geringe bzw. keine Erwerbstätigkeit: maximal eine Teilzeitstelle; Single: nur eine Person im Haushalt, Erwerbsumfang egal."
(Fußnote 4, S.7)

Während der Boomzeit der New Economy galten Singles als Yuppies, die angeblich besser verdienten als Familienväter, nun dagegen gelten Singles als Sozialfall. Weder das eine, noch das andere war zw. ist richtig, denn Einpersonenhaushalte sind keine homogene soziale Gruppe, sondern eine heterogene Restkategorie, die man je nach Mode missbrauchen kann.

 
   

KOPPETSCH, Cornelia (2015): Die Zurückgebliebenen.
Soziologie: Warum wütet die rassistische Gewalt besonders im Osten? Weil die Menschen dort als Rassisten geboren werden? Nein, bestimmt nicht,
in: Freitag Nr.35 v. 27.08.

"Fast eine Million Menschen haben das Land seit 1990 verlassen. Schulen, Läden und Arztpraxen müssen schließen. Häuserzüge verwaisen und Dörfer werden zu Geisterstätten. Zurück bleiben oft nur die Alten, die Sozialhilfeempfänger und diejenigen, die sich im Westen keine Zukunft erhoffen. Die Rückkehr der Wölfe ist nur ein Symbol des Prozesses, der im Amtsdeutsch treffenderweise auch als Renaturalisierung bezeichnet wird",

beschreibt die Soziologin Cornelia KOPPETSCH die Situation im Freistaat Sachsen, das als Hochburg der rassistischen Gewalt gilt.

 
   

Philipp Catterfeld & Alban Knecht (Hrsg.) - Flaschensammeln

BRAIG, Maria (2015): A bisserl was geht immer.
Soziologie: Münchner Studierende haben nach dem Menschen hinter dem Pfandflaschensammler geforscht,
in: Freitag Nr.35 v. 27.08.

 
   

STALA BW (2015): Anteil der Zwillingsgeburten verdoppelt.
2014 kamen in Baden-Württemberg 1 750 Zwillingspaare zur Welt - Bei älteren Müttern ist eine Zwillingsgeburt wahrscheinlicher - auch 38 Drillingsgeburten,
in: Pressemitteilung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg v. 27.08.

"Von den 94 091 baden‑württembergischen Frauen, die im Jahr 2014 Kinder zur Welt brachten, gebaren 1 750 Zwillinge. Damit hat sich der Anteil der Zwillingsgeburten an allen Geburten seit dem Jahr 1980 auf zuletzt knapp 2 Prozent annähernd verdoppelt. 1 Bei etwa jeder 54sten Geburt sind somit im vergangenen Jahr Zwillinge geboren worden, so das Statistische Landesamt. Im Jahr 1980 waren es 1001 Zwillingsgeburten.
38 Frauen mit Wohnsitz in Baden‑Württemberg bekamen 2014 sogar Drillinge. Das heißt, dass bei etwa jeder 2 500sten Geburt Drillinge geboren wurden. Erstmals wurden seit dem Jahr 2010 auch wieder Vierlinge geboren, nämlich zweimal. Die höchste Zahl an Vierlingen gab es seit 1980 in Baden‑Württemberg in den Jahren 1987 und 1989 (jeweils fünf). Fünflinge wurden seit 1980 in sechs Jahren geboren, zuletzt 1999.
Im Jahr 2014 gab es mehr Geburten mit Zwillingsbrüdern als mit Zwillingsschwestern (578 gegenüber 520). Die größte Gruppe bei Zwillingsgeburten waren allerdings die Geburten mit einem Jungen und einem Mädchen (652). Die Geburt von »Pärchen« war bereits in allen Jahren seit 2001 am häufigsten. Ganz anders dagegen noch in den 1980er-Jahren. Damals waren Zwillingsgeburten mit einem Jungen und einem Mädchen jeweils am seltensten. 2 Im vergangenen Jahr waren 567 der Frauen, die Zwillinge gebaren, 35 Jahre oder älter. Das bedeutet, dass bei den »späten Müttern« immerhin 2,5 Prozent der Geburten und damit jede 40. Geburt Zwillingsgeburten waren. Bei den Frauen im Alter von unter 35 Jahren lag dieser Anteil lediglich bei 1,6 Prozent. Der Anstieg der Mehrlingsgeburten in den letzten Jahrzehnten erklärt sich somit auch damit, dass ältere Mütter überdurchschnittlich oft Zwillinge bekommen und der Anteil der Kinder, die von Müttern im Alter von 35 Jahren oder später geboren wurden, stetig angestiegen ist. So hat sich der Anteil »später Mütter« seit dem Jahr 2000 von 17 Prozent auf zuletzt immerhin 24 Prozent erhöht.
Der Hauptgrund für den Anstieg der Zwillingsgeburten dürfte allerdings sein, dass bis zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts immer öfter Frauen mit Hilfe der künstlichen Befruchtung schwanger wurden. Weil sich Paare zunehmend später für ein Kind entscheiden, sind sie häufiger auf die Reproduktionsmedizin angewiesen. Etwa jede fünfte Reagenzglasbefruchtung führt hierbei zu Zwillingsgeburten", meldet das Statistische Landesamt Baden-Württemberg.

 
   

HAMMERSCHMITT, Marcus (2015): Zutritt verboten.
Wie die Asylbürokratie authentische Berichterstattung über die Situation der Flüchtlinge sabotiert,
in: Telepolis v. 27.08.

 
   

GESTERKAMP, Thomas (2015): "Papa-Bashing sorgt für Lacher".
Feministin über Väter: Väter sind keine Mütter zweiter Klasse, sagt die Autorin Barbara Streidl. Das heutige Vaterbild gleiche oft einer Karikatur,
in: TAZ v. 24.08.

 
   

KRAUS, Wolfhard & Rabea MUNDIL-SCHWARZ (2015): Die Ermittlung der Einwohnerzahlen und der demografischen Strukturen nach dem Zensus 2011,
in: Wirtschaft und Statistik Nr.4

 
       
 

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Bernds@single-dasein.de Stand: 29. November 2015