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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 16. - 30. Juni 2009

 
 
     
 
   

Zitate des Monats:

Frauenfreundschaften - gestern & heute

"Freundschaft lebt (...) von der Distanz. Deshalb ist es nicht gut, wenn man seine Freunde zu Zeugen ehelicher Zerwürfnisse macht und immer wieder alle die kleinen Mißhelligkeiten, Ärgerlichkeiten und Zwistigkeiten vor ihnen auspackt, die in fast allen Ehen einmal vorkommen. Wie oft wird aber gerade das getan, und wie oft entstehen dadurch neue Konflikte zwischen Mann und Frau? Männer sind in diesen Dingen meistens wesentlich zurückhaltender als Frauen, die vor der besten Freundin gern ihr gesamtes Seelenleben ausbreiten. An solchen »besten Freundinnen« sind schon Ehen gescheitert. Denn diese Freundinnen pflegen ihren Einfluß nicht immer zur Milderung und Beseitigung der Konflikte zu verwenden."
(aus: Gertrud Oheim/Guido Möring/Theo Zimmermann: "Die gute Ehe" 1959, S.202)

"Der Alptraum ist wahr geworden. Vielleicht ist es doch besser, die beste Freundin anzurufen oder gleich zu ihr zu fahren und sich an ihrer Schulter auszuweinen. Ganz bestimmt: Das ist besser.
Untreue ist nichts Ungewöhnliches
."
(aus: Cordula Bachmann/Birgitta Kauffmann/Christiane Tewinkel: "Das kleine Schwarze" 2009, S.240)

 
 
 
Ab sofort finden Sie auf der Website www.single-luege.de einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.

Den aktuellen Rückblick Juni 2009 finden Sie hier.  

 
       
   
  • KLINGHOLZ, Reiner (2009): Herr Minister, wir schrumpfen!
    Im Grundgesetz ist die "Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse" angemahnt: das Konstrukt der alten Bundesrepublik, die nur Wachstum kannte. Das ist längst eine Illusion. Ein Plädoyer für eine neue Demographiepolitik,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.06.
    • Anmerkungen:
      Das Berlin-Institut soll das Demografiebewusstsein in der deutschen Bevölkerung verankern. Die Studien der Institution werden deshalb gerne mit großem publizistischem Getöse veröffentlicht. Wo gehobelt wird, fallen eben auch Späne - weswegen manche Kampagne zum Bumerang geworden ist.

                  Im letzten Jahr erklärte der Island-Fan KLINGHOLZ die Insel zum Primus in Sachen Nachhaltigkeit. Kurz danach versank das Eiland in einer nachhaltigen Finanzkrise.
                  In der FAZ ist KLINGHOLZ nun in Sachen Ostdeutschland unterwegs.
 
     
     
   
  • HARTWIG, Ina (2009): Auf der Strecke,
    in: Frankfurter Rundschau v. 30.06.
    • Anmerkungen:
      Ina HARTWIG hat Judith Hermanns Dankrede zur Verleihung des Hölderlinpreises gelesen und Eva ILLOUZ.

                  Herausgekommen ist eine Belehrung über das gerne - nicht nur von Küchenpsychologen 68er Provenienz, sondern auch von modernen Sachbuchautoren - verwendete Wörtchen "Unterbewusstsein" und den Begriff des Unbewussten bei Sigmund FREUD. Letzterer kennzeichnet den Connaisseur, ersteres fällt auf den Anwender selber zurück. Bei der taz dichten sich die Schlagzeilentexter bisweilen sogar ein "kollektives Unterbewusste" zusammen.
                  Reichlich historisch verspätet ist die Belehrung von HARTWIG schon, denn spätestens seit Mitte der 1970er Jahre wird immer wieder die Therapiegesellschaft beklagt. Sinnigerweise waren es die Soziologen, die die Psychologisierung  beklagten. Anfang der 1980er Jahre baute die Popsoziologie á la Ulrich BECK das Bedrohungsszenario Therapiegesellschaft in die Individualisierungsthese ein. BECK sieht sich ja gerne in der Tradition der Frankfurter Schule, genauso wie Eva ILLOUZ, womit sich der Kreis wieder geschlossen hätte. 
 
     
     
   
  • Jan Fleischhauer - Unter Linken

    • RÜTHER, Tobias (2009): Ich bin ein Liebhaber von gebratenen Pfifferlingen.
      Deutschland ist links beherrscht, meint der Journalist Jan Fleischhauer. Was passiert, wenn man sich mit seinem Buch in der Hand auf die Suche nach Linken macht?
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.06.
      • Inhalt:
        Tobias RÜTHER geht der FAZ-Lieblingsfrage nach: Was ist heute noch links?

                    "Fleischhauer würde sagen: eine Diskursmacht, die sich für besser hält und die Menschen zum Besseren bekehren will, überall Opfer erkennt und sie verteidigt, die darüber aber vor allem die eigene Machtposition zu stärken versucht".
                    Dazu befragt er u.a. Kurt KISTER:
        "Ach Gott (...) dann muss es sich beim Buch Fleischhauers um das Buch eines Linken handeln, der aber von sich selbst trojanisch sagt, er sei ein Rechter, weil er als Opfer der Linken, seiner Eltern zum Beispiel, über die Linke missionarisch endlich die Wahrheit verbreiten will. Wenn das alles so ist, dann bin ich weder links noch rechts, sondern ein gelegentlicher Liebhaber von gebratenen Pfifferlingen."

                    Ansonsten hat RÜTHER noch Heribert PRANTL, Rolf HOCHHUTH, Albrecht MÜLLER und Eva MENASSE befragt.
 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
   
  • SZ-Tagesthema: Rente mit 67

    • BEISE, Marc (2009): Und raus bist du.
      Wer Alte früh in Rente schickt, schafft nicht zwangsläufig Arbeit für Junge. Eine dynamische Volkswirtschaft hat genug Arbeit für Alle. Doch in Wahljahren tut sich die Politik schwer mit Sozialreformen,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.06.
    • BARTENS, Werner (2009): Mit voller Kraft im Leerlauf?
      Aus "unwürdigen Greisen" sind rüstige Rentner geworden - doch altert jeder individuell. Aus biologischer Sicht ist das Rentenalter ein willkürlicher Trennungsstrich,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.06.
 
     
     
     
     
     
   
  • RAETHER, Elisabeth (2009): Eine angeblich klare Geschichte.
    Lebensläufe: "Große Erwartungen" heißt Dickens' klassischer Aufsteigerroman. "Falsche Erwartungen" könnte ein Roman heißen, der das Leben der Politikerin Rachida Dati nacherzählt, die von Nicolas Sarkozy zuerst gefördert und dann gefeuert wurde. Ein Porträt,
    in: TAZ v. 22.06.
 
   
Profil-Titelgeschichte: Die hohe Kunst des Smalltalks
 
     
     
     
     
     
   
  • RÜHLE, Alex (2009): Hörst du die Stille?
    Früher, da muss es noch stille Zimmer gegeben haben. Heute hilft es nicht mal, sich irgendwo einzusperren. Wie wir verlernen, mit uns selbst alleine zu sein,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 20.06.
    • Grundsätzliche Anmerkungen zur Internetkritik in den Print-Medien:
      Nicht erst seit die Piratenpartei bei der Europawahl die angebliche Generationenkluft zwischen "digital Natives" und der älteren Restgesellschaft zum Vorschein gebracht hat, outet sich eine schwere narzisstische Kränkung der Print-Journalisten in Hunderten von Artikeln, in denen sich die Print-Journalisten ihrer bedrohten Besonderheit vergewissern müssen.

                  Dazu ist das Sujet völlig irrelevant. Es tut nichts zur Sache, dass RÜHLE hier ein Loblied auf die Einsamkeit der Vorinternetzeit singt. Man könnte genauso gut die Intellektuellenfeindlichkeit des Netzes beklagen. Man könnte auch in einem ganzen Buch die digitale Verdummung anprangern und es z.B. Klick nennen. Am Ende des Artikels oder des Buches ist man immer genauso schlau wie am Anfang. Schön, dass wir uns unserer Standpunkte wieder einmal vergewissert haben!
                  Man kann dem Autor nach dem Durchlesen höchstens seine bildungsbürgerliche Belesenheit bescheinigen. Die Autoren haben ihren überlebenswichtigen Kulturpessismus bewundernswert internalisiert. Und manche  beherrschen sogar die postmodernen Distanzierungstechniken wie z.B. Selbstironie.
                  Dumm nur: Zu Beginn des Medien-Zeitalters musste die Presse die gleichen Argumente über sich ergehen lassen wie heutzutage die neuen Medien. Die Presse gibt es immer noch trotz Radio, trotz Fernsehen und trotz Internet!
                  Auf dieser Website haben wir jedoch besseres zu tun als tagtäglich diese Artikel zu sichten und zu verlinken, auch wenn sie sich mit Begriffen wie Einsamkeit schmücken - ein Thema, das eigentlich hierher gehört - sofern es irgendwie Substanz hätte. Also: In Zukunft werden solche Artikel einfach ignoriert - genauso wie sie in den letzten Wochen ignoriert wurden!
 
   
  • STEIN, Hannes (2009): Junot Diaz findet das Leben furchtbar.
    Der amerikanische Schriftsteller ist ein Nerd und hat elf Jahre an einem Roman über einen Nerd geschrieben. Von Diktatoren handelt der Roman, Amerika, der Dominikanischen Republik und Diktator Trujillo. Und natürlich von der Liebe. Junot Díaz fand die Arbeit daran trotzdem "A pain in the ass",
    in: Welt v. 20.06.
    • Anmerkungen:
      Hannes STEIN hat im Internet nachgeschaut, aber keine befriedigende deutsche Übersetzung für den Begriff "Nerd" gefunden. Beim Schriftsteller Junot DIAZ wurde er jedoch fündig. Dessen Protagonist Oscar Wao sei der Inbegriff eines Nerds:

                  "Der Held ist ein »nerd«, wie er im Buche steht. Fett, brilletragend, hat noch nie ein echtes Mädchen nackt gesehen, verliebt sich aber schüchtern und zitternd in jede Zweite, die seinen Weg kreuzt, verschlingt Science-Fiction-Bücher und träumt sich in die Rolle eines Helden hinein, der das Universum rettet und am Ende – logo! – die galaktische Prinzessin im Arm hält."
 
     
     
     
   
  • RÁSONYI, Peter (2009): Die Quadratur der "sozialen Gerechtigkeit".
    Deutschlands Fixierung auf das Verteilen statt das Vermehren von Wohlstand,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 20.06.
 
   
  • KAPPERT, Ines (2009): Konfrontation, Leute!
    Superwahljahr: Das konservative Lager bringt sich skrupellos in Stellung. Die Linken haben bislang nicht mal eine Idee von sich selbst,
    in: TAZ v. 20.06.
    • Anmerkungen:
      Die dritte Variante der Poplinken verkörpert Ines KAPPERT ("Der Mann in der Krise"). Frau besitzt einen irgendwie gearteten Machtanspruch. Es existiert eine Multitude. Und jetzt fehlt nur noch eine Idee, wie jene vom eigenen Machtanspruch überzeugt werden könnte. Dumm gelaufen, dass unter Poplinken solche Ideenlosigkeit herrscht!
 
     
     
     
     
     
   
  • AMENDT, Gerhard (2009): Der Mythos von der braven Frau.
    Vertreterinnen des vermeintlich schwachen Geschlechts sind ebenso gewalttätig wie Männer. Das ist einer der Gründe, warum Frauenhäuser abgeschafft werden sollten. Sie sind ein Hort des Männerhasses,
    in: Welt v. 17.06.
 
     
     
   
  • MONATH, Hans (2009): Es bleibt in der Familie.
    Wenige Monate vor der Bundestagswahl entdecken die Sozialdemokraten plötzlich, dass Familienpolitik wichtig ist und die populäre Familienministerin nicht der SPD angehört. Ursula von der Leyen ist tatsächlich aus dem Tritt geraten – das zeigt sich zum Beispiel beim Gesetz gegen Kinderpornografie,
    in: Tagesspiegel v. 16.06.
 
     
     
     
   

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