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News vom
16. - 21. Juni 2010
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Zitate
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Ganztagskinderbetreuung
wünschen sich in den alten Bundesländern vor allem Frauen mit
Universitätsabschluss
"Fehlende
Kinderbetreuung wird in Widerspiegelung der tatsächlichen
Situation insgesamt in den alten Bundesländern immer wieder
als Manko angesprochen. Interessant ist jedoch, dass im Westen
überhaupt nur bei den Frauen mit Universitätsabschluss
Kinderbetreuung, die über die altbekannte und als unzureichend
charakterisierte Halbtagsbetreuung hinausgeht, nämlich
Ganztagsbetreuung für unter Dreijährige, möglicherweise in
Frage kommt. Frauen mit Haupt- oder Realschulabschluss und
Ausbildung sprechen sich explizit gegen außerfamiliale
Betreuung in den ersten drei Jahren aus. Hier wirkt in
massiver Weise das westdeutsche Mutterideal fort."
(aus: Mandy Boehnke
"Gut gebildet = kinderlos?", BIOS, Heft 1, 2009, S.28)
Der typische Alltag eines erfolgreichen Techno-DJs
"Eine
typische DJ-Arbeitswoche beginnt freitags mit der Reise in
eine Stadt in Deutschland oder Europa, um dort in einem Club
aufzulegen. Der Auftritt, ein DJ-Set, ist häufig für sehr spät
in der Nacht angesetzt und dauert durchschnittlich ungefähr
zwei Stunden. Die anschließende Nachtruhe ist meist kurz, und
fast immer schließt sich die Weiterreise in eine andere Stadt,
zu einem anderen Club an. Auftritte in anderen Kontinenten
werden in Form kleiner Tourneen gebucht. Der Montag ist der
Sonntag des DJs und dient auch der Entlastung des Gehörs. Die
Zeit zwischen den Gigs wird für die Studioarbeit, Interviews
und Promotions-Termine, für die Arbeit im eigenen
Plattenlabel, Club oder sonstigen mit der Musik
zusammenhängenden Aktivitäten genutzt. Der Lebens- und
Arbeitsrhythmus der DJs ist dem Ablauf einer konventionellen
Arbeitswoche entgegengesetzt. (...). Eine zentrale Bedeutung
im DJ-Arbeitsrhythmus hat das Studio."
(aus: Maren Brandt
"Techno-Biographien", BIOS, Heft 1, 2009,
S.80)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick Juni 2010 finden Sie
hier. |
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KLOEPFER, Inge (2010): Polit-Yuppie.
Im Porträt - Kristina Schröder: Die Familienministerin ist das
Spiegelbild ihrer Generation: Smart, ehrgeizig und ein bisschen blass.
Jetzt ist sie auch für eine Frauenquote,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.06.
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KAESLER, Dirk (2010): Mit Fleiß die Ordnung lieben.
Die Sekundärtugenden mögen nicht hoch im Kurs stehen, für das
Zusammenleben in der Gesellschaft sind sie unbedingt notwendig,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.06.
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SIEMS, Dorothea (2010): Die Wahrheit über Deutschlands Mitte.
Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Und die
Mittelschicht schrumpft. Das ist die vorherrschende, von manchen
Studien bestätigte Einschätzung. Und doch stimmt das gar nicht,
in: Welt am Sonntag v. 20.06.
- Anmerkungen:
Auf zwei Seiten versucht Dorothea SIEMS die
DIW-Studie zu widerlegen. Dabei wird beim - aus 8 Fotos und
Kurzporträts bestehenden - "Deutschlandbild" an Klischees und
konservativen Wunschvorstellungen nicht gespart.
Der
Alleinlebende ist - zur Abwechslung zwar nicht weiblich, sondern
männlich - aber dennoch ein besserverdienender Yuppie, was im
Gegensatz zur Realität steht, da
männliche Alleinlebende sowohl
bei den Geringverdienern als auch bei den Besserverdienern zu
finden sind. Obwohl Studieren mit Kind eher die Ausnahme und nicht
die Regel ist, wird die typische Studentin als zweifache Mutter
präsentiert. Doppelverdiener sind typischerweise kinderlos, was
wohl eher dem konservativen Mutterideal der WamS
zuzuschreiben ist. Im Gegensatz zum
Homogamie-Trend, d.h.
Mittelschichtler heiraten Mittelschichtler, gelten bei der WamS
die althergebrachte Regeln, wonach der Arzt (hier ein IT-Berater)
seine Krankenschwester heiratet. Im Beitrag wird deshalb auch der
Homogamie-Trend kritisiert ("Die Mitte schottet sich ab und
braucht doch frisches Blut"). Die Migrantin ist nicht Türkin,
sondern Deutsch-Amerikanerin. Dies hat gleich zwei Vorteile:
Erstens kann die USA als Folie für Deutschland herhalten und
zweitens entspricht sie dem Ideal der "gesteuerten Zuwanderung".
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GRIMM, Fred (2010): Das Geheimnis der Jugend.
Was heißt jung sein? Der Autor Fred Grimm hat sich auf die Suche
nach Antworten gemacht. Und zwar bei denjenigen, die es wissen müssen:
Bei Jugendlichen aus elf Jahrzehnten, dort, wo sie selbst sprechen, in
Tagebüchern, Briefen, Blogs,
in: Welt am Sonntag v. 20.06.
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DERNBACH, Andrea (2010): Die Umgezogenen.
Ein lange unterschätztes Phänomen rückt in den Fokus der
Ausländerpolitik: Habitus als Schranke. Auftreten, Kleidung und
Familiengeschichte können Aufstiegschancen von Unterschichts- und
Migrantenkindern verhindern,
in: Tagesspiegel v. 20.06.
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ZEPTER, Nicole (2010): Lieben und leiden lassen.
Die "kreative Klasse" produziert den wichtigsten Rohstoff des 21.
Jahrhunderts: Ideen. Seltsam nur, dass niemand dafür Geld ausgeben
will,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
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SCHIMMANG, Jochen (2010): Alte Werte.
Was geschieht, wenn man einfach aussteigt? An einem Bahnhof, wo man
gar nicht aussteigen wollte? Um nun Menschen zu folgen, die man gar
nicht kennt? Eine Erzählung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.06.
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DAS
MAGAZIN-Titelgeschichte:
Wenn Frauen keinen Sex wollen |
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CADENBACH, Christoph (2010): Der Beat, das Glück, der Tod.
In der Welt der Clubnächte und Technoparties ist das
Erwachsenwerden nicht vorgesehen. Der Berliner DJ Gianni Vitiello
machte einfach weiter, solang er konnte. Bis er eines Tages tot in
seiner Wohnung lag. Warum musste er sterben?
in: SZ-Magazin Nr.24 v. 18.06.
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STEINMAIER, Daniel (2010): Streicht es allen!
Familienministerin Christina Schröder will Hartz-IV-Empfängern das
Elterngeld streichen. Das hört sich ungerecht an, geht aber in die
richtige Richtung,
in: Jungle World Nr.24 v. 17.06.
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LINNEWEBER, Silke (2010): "Das ist doch wunderbar".
Bevölkerungsrückgang: Auf dem Zukunftsgipfel in Meseberg sucht die
Regierung nach Auswegen aus dem Dilemma. Warum der Ökonom Axel
Börsch-Supan dem Leben in der Altenrepublik gelassen entgegenblickt,
in: Rheinischer Merkur Nr.24 v. 17.06.
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RUPPS, Martin (2010): Der Kampf wird kommen.
Generationengerechtigkeit: Wer Rentner beim Sparplan verschont, hat
sie als Wähler sicher. Gerade dieses Denken taugt nicht für eine
alternde Gesellschaft,
in: Rheinischer Merkur Nr.24 v. 17.06.
- Anmerkungen:
Martin RUPPS wäre gerne ein Florian
ILLIES der 1959 bis 1964 Geborenen, die sog. Babyboomer. Das Thema
Babyboomer hatte bereits Martin SCHACHT mit
"Die ewige Zielgruppe" (2004)
aufgegriffen. RUPPS mixt sich seine Generation aus Generation Reform
(Paul NOLTE), Single-Generation ("Wir sind die Generation der
Geschiedenen, Alleinerziehenden und Singles"), Generation Psychoboom
u. a. zusammen. Die Abgrenzungen zu Generation Golf, Umhängetasche
und Praktikum sind vorhersehbar, genauso wie das Thema Rente und
damit der Generationenkrieg.
RUPPS gehört zu den Zuspätgekommenen, denn das
Generationenthema ist derzeit megaout.
Versuche der Medien
das Thema auf die Agenda zu setzen, blieben bislang ohne große
Resonanz.
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DINKLAGE, Meike (2010): Warum wir keine Kinder wollen.
Bei Frauen, die mit Ende 30 keine Kinder haben, steht die Frage im
Raum: Können sie nicht, oder wollen sie nicht? Dass sie sich
freiwillig dagegen entschieden haben, ist für die meisten völlig
undenkbar. Drei Frauen über ihr Leben ohne Kinder,
in: Brigitte Nr.14 v. 16.06.
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HANSEN, Anne (2010): Bachelor mit Baby.
Wer während des Studiums ein Kind bekommt, muss sich auf eine
anstrengende Zeit gefasst machen – wie eine Berliner Studentin der
Erziehungswissenschaften,
in: Tagesspiegel v. 16.06.
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Zu den News
vom 05. - 15. Juni 2010
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