| |
|
[
News-Hauptseite
]
[ Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom
10. - 16. Oktober 2011
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Michael Mary - Wo bist Du und wenn nicht, wieso?
ERDMANN,
Nicole (2011): Plötzlich Pärchen.
Viele Singles träumen von einem Leben zu zweit - ein
Glück, das überschätzt wird. Die Reise vom Single-Planeten zum
Pärchen-Stern kann äußerst verwirrend sein. Auch, weil das
Verhältnis zu alten Freunden sich ändert. Ein Erfahrungsbericht,
in: Welt am Sonntag v.
16.10.
|
Nicole ERDMANN umreißt
ihren Single-Typ folgendermaßen:
"Es gibt rund 17 Millionen
Singles in Deutschland. Auch wenn es ihnen häufig unterstellt
wird: Längst nicht alle sind verzweifelt oder auf der Suche.
Manche Singles sind gern alleine, definieren sich über andere
Dinge als eine Partnerschaft. So einer war ich."
Die Zahl 17 Millionen steht
in Deutschland für die Zahl der Alleinlebenden und nicht für
Partnerlose, denn darunter fallen auch Menschen, die keinen
gemeinsamen Haushalt mit ihrem Partner führen. ERDMANN ist
also eine überzeugte, alleinlebende Partnerlose gewesen (was
Affären nicht ausschließt).
Zudem bezeichnet sich
ERDMANN als Langzeit-Single, was in der postadoleszenten Phase
oftmals bedeutet: noch nie mit einem Partner zusammen gewohnt
zu haben. Spätestens seit der Studie
Schmutzige Wäsche des französischen Soziologen
Jean-Claude KAUFMANN gelten Langzeit-Singles als
Problemfiguren, wenn es um die Paarbildung geht.
Während jedoch KAUFMANN in
seiner Studie die alltägliche Paarpraxis des Zusammenwohnens
unter die Lupe nahm, beschreibt ERDMANN die Probleme im
Vorfeld des Zusammenziehens, die sich nach dem
Morgen danach (KAUFMANN) ergeben. Im Anschluss an
Michael MARY betrachtet sie das Nähe-Distanz-Problem als
Paarbildungsprozess in Abgrenzung zum traditionellen
Paarideal:
"Paarberater Michael Mary
erkennt in dieser Phase einer Beziehung ein Problem als
zentral: »Wenn man lange Single war, konnte man sich ungestört
als Individuum ausleben und will darauf auch in einer
Partnerschaft nicht verzichten. Das soll man aber auch gar
nicht. Wenn ich für einen Partner plötzlich auf vieles
verzichte, dann nehme ich ihm das irgendwann übel - obwohl
eigentlich ich den Fehler der Selbstverleugnung gemacht habe.«
Daher solle man sich von Anfang an so zeigen, wie man ist,
sagen, was man will und was nicht. Also sage ich dem neuen
Mann, dass ich immer noch fernsehen, ausgehen, stundenlang
telefonieren oder einfach nur ganz alleine meine
Froschkönig-Sammlung (wie gesagt, ich war länger Single)
bewundern will. Verständnis ist hier wichtig, und dass der
andere es nicht als Zurückweisung versteht, wenn man sich
Rituale oder Freiheiten aus der Single-Zeit bewahren will. "
|
|
|
| |
|
POSCHARDT, Ulf (2011): Nieder mit der Trillerpfeifendemokratie.
Bestseller-Autor Gerhard Matzig bringt die Wutbürger
gegen sich auf - weil er sie irgendwo zwischen Wellness, Wahnsinn
und Wohlleben verortet,
in: Welt am Sonntag v.
16.10.
|
Gerhard MATZIG sieht im Phänomen des
"Wutbürgers" den Ausdruck für eine "zunehmend überalterte
Gesellschaft, in der die Rechte und die Mittel der Jüngeren
immer mehr in den Hintergrund treten". Damit bekommt der
Begriff eine fragwürdige Bedeutung. Wut wird zum Synonym für
Fortschrittsfeindlichkeit und Besitzstandwahrung. Statt um die
Sache, geht es um den Versuch jegliche andere Meinung in eine
bestimmte Ecke zu stellen. Sie sind alt? Dann sind Sie gegen
die Interessen der Jugend und gegen Fortschritt! MATZIG stellt
sich damit auf die gleiche Ebene wie diejenigen, die er
bekämpft.
"Am Anfang Ihres Buches
stand eine Abrechnung mit dem Wutbürger in der Zeitung, für
die Sie dann eine Flut von Leserbriefen bekamen: fast
ausschließlich negative. Was hat Sie daran motiviert?"
MATZIG schrieb erst im März
dieses Jahres über den Wutbürger. Das Buch ist also entweder
ein unausgegorener Schnellschuss oder der neue Konsens-Begriff
der Medienelite (ein funktionales Äquivalent zum inzwischen
abgenutzten Begriff "Gutmensch") wurde im Nachhinein für die
eigene Argumentation genutzt, um sie so gegen Kritik zu
immunisieren. Beides sollte zu denken geben.
|
|
|
| |
|
Federico Moccia & der Kult um die Liebesschlösser
HEIMPEL, Daniela (2011): Auf ewige Liebe.
Immer mehr Paare hängen Vorhängeschlösser an Brücken –
auf der ganzen Welt. Berlin und Venedig haben den Brauch verboten,
in: Tagesspiegel v.
16.10.
|
|
| |
|
Nerds - die kommunikationsunfähigen, unfreiwilligen Singles der
Informationsgesellschaft
MÜLLER, Pit (2011): Beziehungsratgeber über, für und von Nerds.
Wenn sich Thilo Sarrazin mit Alice Schwarzer paart: Der
moderne Geschlechterkampf - wissenschaftlich aufgepeppt und auf
Radau gebürstet,
in: Telepolis v.
15.10.
|
|
| |
|
Haruki Murakami - 1Q84 Buch 3
PLATTHAUS, Andreas (2011): Unser Schicksal lauert im Untergrund.
Von der einen Realität in die andere nehmen Sie am besten
die Autobahn: Haruki Murakamis vorläufiger Abschluss seines
gewaltigen Romanprojekts "1Q84",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
15.10.
|
|
| |
|
DOTZAUER, Gregor (2011): Liebe Krise.
Das "Kursbuch" ersteht von den Toten auf,
in: Tagesspiegel v.
15.10.
|
Gregor DOTZAUER berichtet
über den nächsten Reanimationsversuch des Kursbuchs:
"Herausgeber des neuen
Kursbuchs ist der Münchner Soziologe
Armin Nassehi, ein brillanter, weithin anerkannter
Wissenschaftler, der als Verfechter eines systemtheoretischen
Ansatzes in der Tradition von Niklas Luhmann für das Gegenteil
eines eingreifenden, linken Traditionen verhafteten Denkens
steht. Als systemtheoretisch geschulter Autor übt er sich in
der Beschreibung und Analyse des Bestehenden. Wenn es im
Begriff des alten Kursbuchs lag, zu dekretieren, wo es
langgeht, scheinen alle Bemühungen jetzt darauf gerichtet zu
sein, Rezepte zu entwickeln, wie man sich unter gegebenen
Bedingungen am klügsten verhält. Denn der Fahrplan steht immer
schon fest: Der Mensch denkt, aber das System lenkt."
|
|
|
| |
|
TASCH (2011): Wann wir wirklich sieben Milliarden werden.
Wiener Demografen stellen den 31. Oktober als Stichdatum
infrage - es könnte sogar sein, dass diese Grenze erst im Jahr 2020
erreicht wird,
in: Der Standard v.
15.10.
|
|
| |
|
Partnersuche - Die neuen Trends auf dem
Partnermarkt und ein kleiner Streifzug durch die aktuelle Ratgeber-
und Sachbuchliteratur
PICHLER, Juliane (2011): Trockentraining für Partnersuche.
Neben traditionellen Kennenlern-Veranstaltungen, wie
Junggesellenmessen und Heiratsmärkten, boomen seit Jahren
Online-Partnerschaftsbörsen, die zwar die Kontaktaufnahme
erleichtern, andererseits für ein Überangebot sorgen. Ein
Erfahrungsbericht,
in: Wiener Zeitung Online v.
14.10.
JORDAN, Anders (2011): Verkupplung per Software.
"Juristin, 32, sehr attraktiv, hat Ihnen geschrieben":
Erfahrungen auf einer Internet-Plattform für sogenannte bessere
Kreise,
in: Wiener Zeitung Online v.
14.10.
|
|
| |
|
Christina Bylow - Familienstand: Alleinerziehend
HIRSCH, Ingeborg (2011): Weder Heldin noch Leidensfrau.
Alleinerziehung - in Österreich zu mehr als 93 Prozent
Frauensache - steht noch immer im Schatten eines traditionellen
Familienbildes. Dabei kann es eine durchaus starke Lebensform,
in: Wiener Zeitung Online v.
14.10.
|
|
| |
|
UIrich Beck & Elisabeth Beck-Gernsheim - Fernliebe
VILLACHICA, Jeannette (2011): "Man kann auch ein bisschen
Weltfamilie sein".
Das deutsche Soziologen-Ehepaar Elisabeth Beck-Gernsheim
und Ulrich Beck spricht über "Fernliebe" und über den radikalen
Wandel von Paarbeziehungen und Familienbanden in Zeiten der
Globalisierung,
in: Wiener Zeitung Online v.
14.10.
|
|
| |
|
Michael Mary - Wo bist Du und wenn nicht, wieso?
MARY, Michael (2011): Alles mit einem für immer?
Vereinzelung versus Verbundenheit: Beziehungen sind
heutzutage von dem Paradoxon bestimmt, dass Individualität und Liebe
sich gegenseitig bedingen und einander gleichzeitig ausschließen.
Ein Befund,
in: Wiener Zeitung Online v.
14.10.
|
|
| |
|
HEIDTMANN, Jan (2011): Spül mit dem Feuer.
Wenn Sie Ihre Spülmaschine für praktisch halten und sich
weiter keine Gedanken machen, riskieren Sie Ihre Beziehung: Nirgends
lauert so viel Konfliktpotenzial wie beim Einräumen des Geschirrs,
in: SZ-Magazin Nr.41 v.
14.10.
|
|
| |
|
PAQUÉ, Karl-Heinz (2011): Das Wesen des Wachstums.
Die Politik ist unzufrieden mit dem "alten" Maß der
Wirtschaftsleistung, dem Bruttoinlandsprodukt. Es sagt zu wenig über
Wohlstand und Glück der Bürger. Deswegen lässt der Bundestag eine
Kommission nach besseren Indikatoren suchen. Zu viel sollte man sich
davon nicht versprechen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
14.10.
|
|
| |
|
Melanie Mühl - Die Patchwork-Lüge
KINDERMANN, Kim (2011): Was tun, wenn Eltern sich trennen.
Ratgeber sollen das Leben in einer Patchworkfamilie
erleichtern,
in: DeutschlandRadio v.
13.10.
|
|
| |
|
Eva Illouz - Warum Liebe wehtut
SCHIRACH, Ariadne von (2011): Ewiges Leid der Emotionen.
Die Soziologin Eva Illouz analysiert in "Warum Liebe weh
tut", warum das moderne Subjekt zum emotionalen Scheitern verurteilt
ist. Dass Männer mit diesem Schicksal besser zurechtzukommen
scheinen als Frauen, ist eine der Pointen ihres meisterhaften
Sachbuches,
in: DeutschlandRadio v.
13.10.
|
|
| |
|
Heinz Bude - Bildungspanik
ROEDIG, Andrea (2011): Cool sein wie die Oberschicht.
Der Soziologe Heinz Bude verschreibt den Mittelschichten
eine simple Medizin: Macht euch mal locker, heißt die Botschaft von
"Bildungspanik" ,
in: Freitag Nr.41 Literaturbeilage v.
13.10.
|
|
| |
|
KÄMMERLINGS, Richard (2011): Die Familie ist kein Ponyhof,
in: Welt v.
13.10.
|
Richard KÄMMERLINGS wendet
gegen Iris RADISCH und
Christopher SCHMIDT ein, dass der
Familienroman spätestens seit dem Erfolg von Jonathan FRANZEN
seinen Siegeszug durch die deutschsprachige Literatur
angetreten hat. Außerdem wundert sich KÄMMERLINGS über das
Etikett "Enkelgeneration" für die in den 1950er geborenen
Autoren, denn Enkel seien wohl doch die in den 1980er
geborenen Autoren.
|
|
|
| |
|
BACH, Stefan/GEYER, Johannes/HAAN, Peter/WROHLICH, Katharina (2011):
Reform des Ehegattensplittings.
Nur eine reine Individualbesteuerung erhöht die
Erwerbsanreize deutlich,
in: DIW-Wochenbericht Nr.41 v.
12.10.
BJERRE, Liv/PETER, Frauke/SPIEß, C. Katharina (2011): Wahl der
Kinderbetreuung hängt in Westdeutschland auch mit der Persönlichkeit
der Mütter zusammen,
in: DIW-Wochenbericht Nr.41 v.
12.10.
|
|
| |
|
ORZESSEK, Arno (2011): Für jede Generation ein Buch.
Immer wieder erscheinen Bücher, die den Zeitgeist einer
jeweils anderen Generation beschwören,
in: DeutschlandRadio v.
12.10.
|
"Deutschland mag es an
Kindern mangeln, an Generationen mangelt es nicht.
Mittlerweile gibt es mehr »Generationen«-Bücher, als die
Bundesrepublik nach Jahren zählt. Eines der ersten war Florian
Illies' 200-seitige Absatz-Sammlung »Generation Golf« - viele
weitere sind seitdem gefolgt", heißt es. Das stimmt natürlich
nur, wenn man geschichtsblind ist. Die Generationenforschung
spricht dagegen lediglich von einem
"neuen Aufmerksamkeitsschub für ein traditionsreiches Konzept".
|
|
|
| |
|
Drei Bücher sind ein Trend
KNIPPHALS, Dirk (2011): Die krassen Geschichten unserer Herkunft.
Josef Bierbichler, Oskar Roehler,
Eugen Ruge: Die mittlere Autorengeneration erzählt, welch schwierige
Verhältnisse sie hinter sich lassen musste. Eine Einladung zur
gesellschaftlichen Selbstvergewisserung,
in: TAZ v.
12.10.
|
Von Iris RADISCH über
Christopher SCHMIDT bis Dirk KNIPPHALS
- das Feuilleton der neuen Mitte ist sich einig: 3 Bücher sind
ein Trend: Oskar ROEHLERs
Herkunft, Josef BIERBICHLERs Mittelreich und
Eugen RUGEs In Zeiten des abnehmenden Lichts.
Die Rezensenten und Autoren
der
Single-Generation sind nun endlich zur tonangebenden
Stimme geworden. Und
was lange verleugnet wurde in diesem individualisierten Milieu,
das bricht sich nun umso stärker Bahn:
"Herkunft soll keine Rolle
spielen. Das ist eine der Verheißungen der modernen
bürgerlich-liberalen Gesellschaft. Dass sie es aber natürlich
dennoch tut, erfährt man in diesen Romanen",
schreibt KNIPPHALS. Neben
die Familienidylle und die Abrechnung mit den Eltern ist für
KNIPPHALS die Familienaufstellung getreten. Es geht dabei um
gesellschaftliche Selbstvergewisserung:
"Wenn man sich die
Entwicklungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland in den
vergangenen zwei Generationen im Abstrakten ansieht, dann ist
die Generallinie klar: Aufstiegsgesellschaft,
Individualisierung, Fundamentalliberalisierung, Verdampfung
aller unhinterfragten Traditionen. Von da aus gibt es nun aber
auch das Interesse zu erfahren, wie das im Konkreten und im
Einzelfall so gelaufen ist".
Christopher SCHMIDT merkt
dagegen in der SZ an:
"Beim Blick auf die neuen
Familienromane könnte man den Eindruck gewinnen, als liefere
kein belletristischer, sondern ein Sachbuchtitel den Schlüssel
zum Phänomen. Die Autorin Melanie Mühl warnt in ihrer
Streitschrift
»Die Patchwork-Lüge« vor dem Verfall der Familienwerte und
der Anything-goes Mentalität moderner Eltern (...). Die
individualistische Lebensplanung gleiche zu oft dem
Konsumverhalten (...).
Angesichts der Dauerüberforderung, die unsere verflüssigten
Lebensverhältnisse für jeden Einzelnen darstellen, ist es kaum
verwunderlich, dass sich die Literatur wieder verstärkt für
die Prägungen durch Heimat und Herkunft (...) interessiert."
Dieser Deutung
"Rückwärtsgewandt" erteilt KNIPPHALS eine deutliche Absage.
Aber ist es nicht rückwärtsgewandt, wenn Herkunft genealogisch
-
statt z.B. als Habitus - gedeutet wird? SCHMIDT sieht
dagegen in der Frage nach der biologischen Identität die wahre
Herausforderung unserer Zeit.
|
|
|
| |
|
UIrich Beck & Elisabeth Beck-Gernsheim - Fernliebe
GUTMAIR, Ulrich (2011): "Im Bett mit den Anderen".
Globalisierung: Wie Liebe und
Familie die Grenzen von Sprache, Kultur und Nationalität sprengen,
zeigen Elisabeth Beck-Gernsheim und Ulrich Beck in ihrem Buch
"Fernliebe",
in: TAZ v.
12.10.
KREMLA, Andreas (2011): Wenn Liebe die ganze Welt umspannt.
Soziologie: Ulrich Beck und
Elisabeth Beck-Gernsheim singen ein Lied für die globalisierte Liebe,
in: Falter Nr.41 Buchbeilage v.
12.10.
|
|
| |
|
Haruki Murakami - 1Q84 Buch 3
LIEDER, Marianna (2011): Nadel im Nacken.
Haruki Murakami setzt seinen Mammutroman "1Q84" fort. Was als
verzögerte Liebesgeschichte begann, wird nun zur Hymne auf die
Einsamkeit,
in: Tagesspiegel v. 12.10.
|
|
| |
|
Eva Illouz - Warum Liebe wehtut
HÖGE, Helmut (2011): Die Liebe erforschen.
Von der Quelle der Gleichberechtigung der Geschlechter
bis zur Aufrechterhaltung einer "intensiven Leidenschaft": Die
Soziologin Eva Illouz prüft die Bedingungen moderner
Partnerschaften,
in: Literaturbeilage der jungen Welt v.
12.10.
|
Helmut HÖGE referiert die
Sicht von ILLOUZ auf die historische Herausbildung der
romantischen Liebe aus der religiösen Liebe. Nebenbei zeigt
HÖGE Parallelen zur Sicht von Islamgelehrten und ihrer Kritik
am westlichen Lebensstil auf:
"Alles in allem fällt es
Eva Illouz (...) nicht leicht, sich uneingeschränkt auf die
Seite der Moderne zu schlagen, »weil diese in ihrer westlichen
kulturellen Ausprägung noch nie dagewesene Formen enotionalen
Elends und der Zerstörung traditioneller Lebenswelten
herbeigeführt und ontologische Verunsicherung zu einem
dauerhaften Merkmal des modernen Lebens gemacht hat«. Auch
dies ist ein Grund, warum die Islamgelehrten die westlichen
Lebensformen vehement ablehnen."
HÖGE hebt 5 Punkte hervor,
die nach ILLOUZ etwas Neuartiges in die Erfahrung von
Liebeskummer bringen, um am Schluss ILLOUZ selbst zu Wort
kommen zu lassen. Was ist die Lehre des Buches? Soziologische
Aufklärung:
"Viele Menschen sind davon
überzeugt, daß es bei ihnen in der Liebe nicht klappt, weil in
ihrer Kindheit irgendetwas schief gelaufen ist. Ich denke, das
ist of falsch. Mindestens soviel Anteil haben die Moderne und
der zeitgenössische Kapitalismus".
|
DUSINI, Matthias (2011): Liebe unter dem Regime der Authentizität.
Soziologie: Eva Illouz unternimmt einen erneuten Versuch,
das Thema Liebe der Psychologie zu entreißen,
in: Falter Nr.41 Buchbeilage v.
12.10.
BISKY, Jens (2011): Verflucht das Herz, das sich noch mäßigen kann.
In der Liebe gilt heute das Gesetz des Eigeninteresses:
Wir müssen nur auf einem unbegrenzten Markt mit ausgefeilten
Techniken den richtigen Partnerfinden. Leid ist nicht vorgesehen.
Die Soziologin Eva Illouz weiß, dass Liebe darum weh tut,
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v.
11.10.
|
Die Schwäche des Buches
sieht Jens BISKY in einer fehlenden sozialwissenschaftlichen
Analyse:
"Die Rolle der
Einkommensdifferenzen wie der feinen Unterschiede auf den
Heiratsmärkten bleibt in diesem Buch unterbelichtet. Es fehlt
ein (...) eine Analyse von Lebensläufen und sozialer
Mobilität. Wie genau verhalten sich ökonomisches, kulturelles
und sexuelles Kapital zueinander? Und sind sexuelles Feld und
Heiratsmarkt nicht tendenziell entkoppelt?"
Stattdessen konfrontiert
ILLOUZ Befragungsergebnisse, Auskünfte aus Selbsthilfeforen
und Ratgeberweisheiten mit der Literatur von Jane AUSTEN. Die
Stärke des Buches liegt deshalb für BISKY in der Kritik des
"neoliberal verfassten Ich".
|
KRUSE, Katrin (2011): "Macht euren Kinderwunsch nicht von Liebe
abhängig!"
Wer ist schuld, wenn die Beziehung scheitert? In ihrem
neuen Buch "Warum Liebe weh tut" zeigt Forscherin Eva Illouz, warum
Männer emotionale Kapitalisten sind und Frauen sich an Homosexuellen
orientieren sollten. Im Interview erklärt sie ihr radikales
neues Beziehungsmodell,
in: Spiegel Online v.
11.10.
|
|
| |
|
GROSSSCHÄDL, Nathalie & Barbara SCHNELLNER (2011): Zusammen ist man
weniger allein.
Von wegen abgefuckt: Die Wohngemeinschaft gibt es immer
noch, inzwischen sogar auch ein bisschen anders,
in: Falter Nr.41 v.
12.10.
|
|
| |
|
Oskar Roehler - Herkunft
SCHMIDT, Christopher (2011): Im Schoße der
Familie.
Die neuen deutschen Romane erzählen von der Sehnsucht
nach Herkunft und Heimat,
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v.
11.10.
WESTPHAL, Anke (2011): Die Sprache der Erfahrung.
Drei Generationen, drei Familien und eine Geschichte der
Bundesrepublik: Der Regisseur Oskar Roehler erforscht in seinem
Roman "Herkunft", wie er wurde, was er heute ist,
in: Literaturmagazin der Berliner Zeitung v.
11.10.
|
|
| |
|
LINTZEL, Aram (2011):
Endlich kastriert: das Mängelwesen Mann.
Die Dauerproblematisierung von Männern, Vätern und Jungs,
in: TAZ v. 11.10.
|
|
| |
|
LEHMANN, Anna (2011):
Schröder will Teilzeitprämie.
Betreuungsgeld: Die Familienministerin legt einen neuen Vorschlag
vor. Auch in Teilzeit arbeitende Mütter sollen profitieren - aber
nur ein Jahr,
in: TAZ v. 10.10.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 03. -
09. Oktober 2011
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-dasein.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[Suche] [ Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|