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News vom
27. - 31. August 2011
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Zitat
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Raus aus der Hölle!
"Stellen
wir uns vor, ein Mann begegnet eines Abends einer jungen Frau,
verliebt sich und schwebt wie auf Wolken. Drei Monate später
zieht das frischgebackene Paar zusammen. Das ist der Anfang
vom Ende. Von nun an verengt sich der Horizont des Mannes
rapide. Er vernachlässigt seine Freunde, wird jähzornig,
pedantisch, empfindlich und verändert sich stark. Mit
ausdruckslosem Blick schleppt er sich in Filzpantoffeln vom
Sessel zum Sofa. Er setzt Hüftspeck an, wird blass und
schlaff. Er erträgt kaum noch den eigenen Anblick im Spiegel;
er schämt sich. Er ist nicht mehr Herr über sein Leben, seine
Sexualität und seine Freizeit. Er verdrängt und grollt. Die
Erinnerung an das Leben davor schnürt ihm die Kehle zu. Er
fragt sich, ob er eine neue Brille braucht. Die Haare fallen
ihm aus. Binnen drei Monaten ist er um ein Jahr gealtert."
(aus: Robert Macia & Julien Péluchon
"Endlich
Single!" 2011, S.13)
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MESSMER,
Susanne (2011): Annas Träume.
Arbeit finden, klar. Aber was die alleinerziehende
Hartz-IV-Empfängerin Anna vor allem vermisst, ist Würde,
in: TAZ v. 31.08.
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LEHMANN, Armin (2011): Mutters Arbeit.
Heute sind zwar mehr Mütter als früher berufstätig, dafür arbeiten
aber deutlich weniger in Vollzeit. Das hat der jüngste Mikrozensus
des Statistischen Bundesamts ergeben. Was bedeutet diese
Entwicklung?
in: Tagesspiegel v. 31.08.
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Heinz Bude - Bildungspanik
SCHRÖDER,
Christian (2011): Geschlossene
Gesellschaft.
Vor zehn Jahren schockte die erste Pisa-Studie Eltern und Eliten.
Heute herrscht eine regelrechte Bildungspanik,
in: Tagesspiegel v. 30.08.
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Nina Pauer - Wir haben keine Angst &
Meredith Haaf - heult doch
LAUENSTEIN, Mercedes (2011): Kein Mut, nirgends.
Im September erscheinen zwei Generationenbücher, die sich erneut
mit dem selbstbezogenen, ängstlichen und unentschlossenen Wesen
der heute 25- bis 35-Jährigen befassen. Statt Mut machen sie
leider nur schlechte Laune,
in: jetzt.sueddeutsche.de v. 30.08.
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Melanie Mühl - Die Patchwork-Lüge
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ROSENDORFF, Kathrin (2011): Traummann gesucht.
Single-Frauen hoffen beim Speed-Dating auf die große Liebe. Aber
keinem Kandidaten möchte man nach dem Abend seine Nummer geben,
in: Frankfurter Rundschau
v. 29.08.
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KERBEL, Barbara (2011): Das Glück der späten Jahre.
In Berlin ist inzwischen jede vierte Frau bei der Geburt älter als
35. Früher galt das als problematisch Doch Studien zeigen: Wenn Mütter
in etwas reiferem Alter sind, kann das sogar von Vorteil sein,
in: Tagesspiegel v.
29.08.
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SPRINGER, Astrid (2011): Drei Jahre und nicht mehr?
Betreuungsunterhalt für Alleinerziehende,
in: DeutschlandRadio v.
28.08.
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LEHMANN, Armin (2011): Was ist ein guter Vater? Papa außer Betrieb.
Die neuen Papas gehen in Elternzeit, zeigen mehr Gefühl und sind
viel öfter zu Hause als früher. Die Frage ist, ob das stimmt. Eine
Spurensuche bei Männern, Forschern, Philosophen und in Statistiken
Familienfreundlichkeit wird zur Pflicht – wenn Firmen konkurrenzfähig
bleiben wollen,
in: Tagesspiegel v.
28.08.
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Douglas Coupland - Generation X
ROSENFELDER, Andreas (2011): Neunzehnhunderteinundneunzig (Douglas
Coupland).
Vor zwanzig Jahren erschien "Generation X": Eine Begegnung mit dem
Schriftsteller Douglas Coupland, seinem Doppelgänger und zwei iPhones,
in: Welt am Sonntag v.
28.08.
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EWERT,
Laura (2011): Neunzehnhunderteinundneunzig (Nirvana).
Vor zwanzig Jahren erschien Nirvanas "Nevermind". Eine Begegnung mit
der eigenen Kindheit, die zu Ende ging, als Kurt Cobain starb,
in: Welt am Sonntag v.
28.08.
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SZ-Thema: Liebe in Zeiten des Internets
FRANK,
Charlotte (2011): Suche Liebe, aber schnell.
Die Partnerwahl im Netz ist salonfähig geworden - bereits jede
dritte Beziehung kommt über Singlebörsen zustande,
in: Süddeutsche Zeitung v.
27.08.
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Ist das noch Journalismus
oder PR in eigener Sache? Penetrant kommt die
Online-Partnervermittlung Parship vor,
mit der die SZ zusammenarbeitet. Damit es nicht
nach reiner PR aussieht, wird noch der Soziologe Hans-Peter
BLOSSFELD und der Sozialpsychologe Manfred HASSEBRAUCK
zitiert. Während andere Medien neuerdings über einen harten
Verdrängungswettbewerb im Bereich des Online-Datings berichten
(z.B. hier und
hier),
herrscht bei der SZ darüber Schweigen.
"Mehr als sieben Millionen
Menschen sind in Online-Kontaktbörsen registriert, mit 2,7
Millionen neuen Paaren hat sich im vergangenen Jahr jede
dritte Beziehung über das Internet angebahnt",
behauptet FRANK. Woher die
Zahlen stammen bleibt unerwähnt. Zahlen werden regelmäßig vom
Branchenverband BITCOM veröffentlicht.
Dieser meldete am 5. Juni:
"Jeder vierte
Internetnutzer hat schon einmal Erfahrungen mit Online-Dating
gemacht, bei den Unter-30-Jährigen ist es sogar jeder zweite.
Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im
Auftrag des Hightechverbands BITKOM. Jeder achte hat sich
bereits mit jemandem zum Rendezvous verabredet, den er über
das Internet kennenlernte. Und jeder Vierzehnte (7 Prozent)
lernte sogar seinen jetzigen Lebenspartner im Internet
kennen."
Diese Zahlen sind viel
bescheidener, denn befragt wurden nur Internetnutzer, die ja
nur einen Teil der deutschen Bevölkerung sind. Eine weitere
Quelle ist singlebörsen-vergleich.de. Das Webportal
erforscht jährlich den Online-Dating-Markt, wobei die
Herangehensweise nicht offen gelegt wird. In der aktuellen
Studie vom Juli 2011 heißt es dort zu den registrierten
Nutzern:
"Mitglied
eines Online-Dating-Portals wird man mit wenigen Mausklicks
sowie in aller Regel kostenlos. Die wenigsten denken daran,
sich wieder abzumelden.
Daher schnellte die
Zahl der
Online-Dating-Mitgliedschaften
in den letzten
Jahren in astronomische Höhen: Von 6,9 Millionen im Dezember
2002 auf 70,2 Millionen im Dezember 2009.
Die
Zahl der Nutzer,
also
der „Personen“, die sich tatsächlich bei
Online-Dating-Portalen einloggen, hat sich mittlerweile auf
einem relativ konstanten Maß eingependelt und liegt bei
ungefähr sieben Millionen pro Monat".
(hier
als PDF-Datei downloadbar)
Und nicht
zuletzt gibt es Daten aus dem Forschungsprojekt
Prozesse der Partnerwahl bei Online-Kontaktbörsen.
Zahlen,
deren Herkunft von Journalisten nicht genannt werden, sollten
misstrauisch machen. Qualitätsjournalismus ist das nicht!
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KUHN,
Johannes (2011): Auf Kosten der Verzweifelten.
Wie Betrüger die romantischen Gefühle von Heiratswilligen im
Internet ausnutzen,
in: Süddeutsche Zeitung v.
27.08.
HEIDENFELDER,
Eva (2011): Flirten gegen Entgelt.
Online-Partnervermittlung ist ein gutes Geschäft,
in: Süddeutsche Zeitung v.
27.08.
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HORDYCH,
Harald (2011): Das junge Glück.
Frühe Schwangerschaften: Frauen schieben das Kinderkriegen oft
hinaus - bis es zu spät ist. In Sachen Lebensplanung können sie viel
von Müttern unter 20 lernen. Zwei Geschichten von jungen Frauen, die
eine frühe Mutterschaft stark gemacht hat,
in: Süddeutsche Zeitung v.
27.08.
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Späte Mutterschaft gilt in Zeiten des
Bevölkerungsrückgangs als bevölkerungspolitisches Problem.
Tatsächlich ist es jedoch die Konsequenz eines unsicheren
Arbeitsmarktes und einer Politik für die Baby-Boomer, die der
Jugend eine jahrelange Warteschleifeexistenz im Bildungssystem
(euphemistisch als Postadoleszenz bezeichnet) bescherte.
"Wenn deutsche Frauen
heutzutage ihr erstes Kind bekommen, sind sie im Durchschnitt
30 Jahre alt. Fast jede fünfte Frau ist älter als 35. Und
selbst diejenigen, die gar zum ersten Mal mit über 40
Mutterfreuden entgegensehen, sind keine Minderheit mehr",
behauptet HORDYCH. Fakt ist
jedoch: Mütter, die ihr erstes Kind mit über 40 bekommen,
finden sich hauptsächlich unter
Frauen, die im Wissenschaftsbetrieb unterhalb einer sicheren
Existenz als Professorin arbeiten. Dies ist - entgegen
HORDYCHs Behauptung - eine klitzekleine Minderheit.
Aufgrund der
normativen amtlichen Geburtenstatistik konnte bis zum
Mikrozensus 2009 das Alter bei der Erstgeburt lediglich
geschätzt werden, weil nur die
Geburtenreihenfolge in einer Ehe erfasst wurde. Angesichts
einer hohen Zahl lediger und geschiedener Mütter in
Deutschland war das ein skandalöser Zustand. Gemäß einer
Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 2.
Dezember 2010 wurde das inzwischen geändert:
"Durch eine Anpassung des
Bevölkerungsstatistikgesetzes ist für das Jahr 2009 erstmals
die Nachweisung der sogenannten biologischen Geburtenfolge
unabhängig vom Familienstand der Mutter möglich. Bis zum Jahr
2008 lagen Angaben über das Alter der Frau bei der ersten
Geburt nur in der aktuell bestehenden Ehe vor."
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Melanie Mühl - Die Patchwork-Lüge
KREKELER, Elmar (2011):
Auf dem Flickenteppich namens Familie.
Fällt unsere Gesellschaft auf die große "Patchwork-Lüge" herein? Das
behauptet die Journalistin Melanie Mühl in einer Streitschrift. Mit
der Realität hat das wenig zu tun,
in: Welt v.
27.08.
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Zu den News vom 18. -
26. August 2011
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