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Lebensformen in der Debatte:

 
   

Jürgen LINK

 
   

Versuch über den Normalismus
Wie Normalität produziert wird
Forschung an der Universität Dortmund

 
       
   

Jürgen Link in seiner eigenen Schreibe:

 
   
  • LINK, Jürgen (1997): Versuch über den Normalismus.
    Wie Normalität produziert wird, Opladen: Westdeutscher Verlag (2. Auflage: 1999)
  • LINK, Jürgen (1997): Von Karl Kraus zu Rainald Goetz: Zwei Stadien der Medienkritik - zwei Stadien des Normalismus?
    In: Vom Nutzen und Nachteil historischer Vergleiche. Der Fall Bonn-Weimar. Hg. von Friedrich Balke und Benno Wagner. Frankfurt/M., New York, S. 235-255.
  • LINK, Jürgen (1997): Vom Loch zum Sozialen Netz und wieder zurück: Zur Diskursfunktion und Diskursgeschichte eines dominanten Kollektivsymbols der›Sozialen Marktwirtschaft‹.
    In: Wissenschaft Macht Politik. Interventionen in aktuelle gesellschaftliche Diskurse. Hg. von Gabriele Cleve, Ina Ruth, Ernst Schulte-Holtey und Frank Wichert. Münster , S. 194-207.
  • LINK, Jürgen & Rolf PARR (1997): Normalität oder: Wie Zustimmung zur 2/3-Gesellschaft im Mediendiskurs organisiert wird,
    in: Erledigt Nr.9, November
  • LINK, Jürgen (1998): Die Angst des Kügelchens beim Fall durch die Siebe: Zum Anteil des Normalismus an der Kontingenzbewältigung in der Moderne.
    In: Eigentlich könnte alles auch anders sein. Hg. von Peter Zimmermann und Natalie Binczek. Köln, S. 92-105.
  • LINK, Jürgen (1999): Wie das Kügelchen fällt und das Auto rollt. Zum Anteil des Normalismus an der Identitätsproblematik in der Moderne.
    In: Herbert Willems/ Alois Hahn (Hg.): Identität und Moderne. Frankfurt/Main, S. 164-179.
  • LINK, Jürgen (1999): Wie kommen "Normalitäten" zustande? Zwischenbilanz der Dortmunder DFG-Forschungsgruppe "Leben in Kurvenlandschaften - Flexibler Normalismus". In: UniReport. Forschungberichte aus der Universität Dortmund, H. 29, S. 46-48.
  • LINK, Jürgen/PARR, Rolf/THIELE, Matthias (1999): Was ist normal?
    Eine Bibliographie der Dokumente und Forschungsliteratur seit 1945, Oberhausen: Athena
  • LINK, Jürgen (2001): Wieso ist die Norm nicht enorm in Form?
    Was Normen sagen, ist noch lange nicht die Norm: Zur gesellschaftlichen Funktion des guten Gewissens in der biopolitischen Debatte,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.08.
    • Kommentar:
      LINKs Beitrag weist weit über die Biopolitische Debatte hinaus.
            
      LINK geht von zwei kulturellen Regelungssystemen in modernen Gesellschaften aus: zum einen existiert der historisch ältere "Normativismus", den LINK in der christlichen Ethik und im demokratischen Humanismus verortet sieht, und zum anderen existiert ein Normalismus, der sich aus dem wissenschaftlichen Denken in Normalverteilungen speist. Beide Regelungsmechanismen können kollidieren. Zu den gesellschaftlichen Instanzen, durch die "Normalität" produziert und reproduziert werden, gehören nach LINK Umfragen und natürlich ist das Statistische Bundesamt in Wiesbaden eine zentrale Instanz der Normalitätsproduktion.
            
      Die Kontroverse Familien versus Singles liesse sich im LINKschen Sinne ebenfalls als ein Konflikt zwischen "Normativismus" und "Normalismus" analysieren. Dabei wird jedoch übersehen, dass der Normalismus selber auf normativen Grundlagen beruht, die sich aus den Begrifflichkeiten ergeben. Wenn es um die Definition von Lebensformen geht, dann ist das bereits eine zentrale Vorentscheidung, die statistische Normalverteilungen vorstrukturiert. LINKs Ansatz ist für den Bereich der Kontroverse Familien versus Singles also viel zu oberflächlich.
 
       
   

Die Normalismus-Forschung im WWW:

 
     
       
   

Versuch über den Normalismus.
Wie Normalität produziert wird (1999)
Opladen: Westdeutscher Verlag

 
   
 
 

Pressestimmen zum Buch

"Eindrucksvoll charakterisiert Link den Kölner forensischen Psychiater Paul Bresser, der sich 1965 mit einer Arbeit über die Begutachtung jugendlicher Rechtsbrecher habilitierte. Bresser ist ein Vertreter jener »Geistes- und Charaktertypologie«, die »psychosomatische Persönlichkeiten« nach Art einer Industrienorm klassifiziert. Anhand Bressers erläutert Link die für seine Untersuchung zentrale Differenz zwischen »Protonormalismus« und »Flexibilitätsnormalismus«: Der Protonormalismus orientiert sich an präexistenten Normen. So vertritt Bresser noch 1965 die Auffassung, daß Homosexualität wesenhaft abnorm und die »natürliche« Sexualität auf Zeugung ausgerichtet sei. Es ist klar, daß Bresser die Erkenntnisse der Statistik ablehnen muß, die ergeben haben, daß sich zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung homosexuell verhalten. Mit diesem statistischen Wissen arbeitet aber der flexible Normalismus, indem er aus den erhobenen Zahlen die Normen »errechnet« und es den »Individuen« überläßt, »ihr Verhalten aufgrund ihres Wissens über die Statistik selbst zu adjustieren«."
(Lutz Hagestedt in Literaturkritik.de, 1999)

"Arbeit, die verschiedene Modelle der Normalität (von Georges Canguilhem über François Ewald und Jacques Donzelot bis hin zu Marc Guillaume, Ulrich Beck und Niklas Luhmann) beschreibt"
(Lutz Hagestedt in Literaturkritik.de, 1999)

 
 
 
       
     
     
   

weiterführende Links:

 
     
       
   
 
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 23. November 2001
Update: 23. November 2001
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