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Gerhard Bäcker: Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland

 
       
     
       
     
       
   

Gerhard Bäcker in seiner eigenen Schreibe

 
   
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Gerhard Bäcker im Gespräch

 
   
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Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland (2000)
2 Bände, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage
(zusammen mit Reinhard BISPINCK, Klaus HOFEMANN & Gerhard NAEGELE)
Wiesbaden:
Westdeutscher Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Das völlig überarbeitete Handbuch liefert in zwei Bänden eine grundlegende und umfassende Darstellung der aktuellen Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik und der sozialpolitischen Maßnahmen und Leistungen in den Bereichen Sozialpolitik und ökonomischer Prozeß, Einkommen, Beschäftigung, Qualifikation, Gesundheit, Kinder und Familie, Alter sowie soziale Dienste. Grundlagen der Darstellung sind jeweils die sozialen Probleme und Gefährdungsbereiche. Darauf aufbauend werden für jeden Bereich die Grundprinzipien, Leistungen, Institutionen und Auswirkungen der Sozialpolitik dargestellt und bewertet. Dabei steht nicht allein die Sozialversicherung im Mittelpunkt. Auch Tarifpolitik, Arbeitsschutz, Arbeitsmarktpolitik, berufliche Aus- und Weiterbildung, Steuerpolitik und kommunale Sozialpolitik werden behandelt. In jedem Kapitel werden die aktuellen sozialpolitischen Diskussionen und Konflikte sowie die grundlegenden Mängel und Fehlentwicklungen analysiert. Darüber hinaus stellen die Autoren Ansätze einer alternativen Sozialpolitik vor. "

Zitate aus Kapitel VII: Familie und Kinder, Band 2

"die Aussage, die hohe und wachsende Zahl von Einpersonenhaushalten sowie von kinderlosen Zweipersonenhaushalten signalisiere, dass die Lebensform Kernfamilie in eine gesellschaftliche Minderheitenposition geraten sei, ist zu relativieren. Denn sie gilt nur für die Stichtags- bzw. Querschnittsbetrachtung. Verfolgt man die Lebensform der Menschen im Verlauf der gesamten Lebensbiographie, zeigt sich, dass der Anteil der Kinderlosen sehr viel geringer ist. Viele Jüngere werden noch Kinder bekommen, viele Ältere haben Kinder gehabt. Infolge der Verringerung der durchschnittlichen Kinderzahl pro Paar verkürzt sich die Phase der Kernfamilie auf einen begrenzten Zeitraum. Und angesichts der gleichzeitigen Verlängerung der Lebenserwartung dehnt sich die Phase des Zusammenlebens ohne Kinder (nachelterliche Gefährtenschaft) deutlich aus. Diese Nachkinderphase ist oftmals gleichzeitig die 'Pflegephase' für die Großelterngeneration."
(Band 2, S.158f.)

"Zu verteilungspolitischen Fehlschlüssen kommt es (...), wenn die Wirtschaftsleistungen der jetzigen Kinder- und späteren Erwerbstätigengeneration den Eltern zugerechnet werden. (...) Kinder sind (...). kein 'Deckungskapital' für die Zukunft, durch die Geburt und Betreuung von Kindern leisten die Eltern keinen 'generativen Beitrag'. Zwar gilt, dass das Sozialprodukt in der nächsten Periode durch Menschen erwirtschaftet werden muss. Aber die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft, der materielle Reichtum der Gesellschaft und damit die Finanzierbarkeit der öffentlichen Aufgaben auch in der Zukunft hängen weder allein noch hauptsächlich von der Zahl der nachwachsenden Bevölkerung ab, sondern vorrangig von ökonomischen Größen, ausdrückbar in den Kennziffern 'technischer Fortschritt und Produktivitätsentwicklung', 'Realkapitalbildung', 'Produktions- und Einkommensniveau'. Die sozial- und verteilungspolitische Frage lautet deshalb allein, wie in der aktuellen Phase Lohneinbußen und die finanziellen Belastungen der Eltern infolge der Kindererziehung durch den Familienlastenausgleich ausgeglichen werden, welche Sozialversicherungsansprüche auch denjenigen zuerkannt werden, die wegen der Kindererziehung ein nur niedriges oder kein Erwerbseinkommen hatten, und wer, ebenfalls in der aktuellen Periode, die Finanzierungslasten für diese Ausgleichsleistungen trägt."
(Band 2, S.170f.)

"Ein ausschließlich an den Durchschnittseinkommen festgemachter horizontaler Vergleich der Einkommensposition von Familienhaushalten und Nicht-Familienhaushalten kann zu ungenauen, verteilungspolitisch womöglich irreführenden Ergebnissen führen, wenn übersehen wird, dass hinter den Durchschnittswerten Einkommensschichtungen stehen. So finden sich in Paarhaushalten mit Kindern im Ganzen gut, ja sogar sehr gut versorgte Familien mit einem Pro-Kopf-Einkommen, das von vielen Alleinstehenden oder kinderlosen Paarhaushalten deutlich übertrifft. (...). Der ausgeprägte Markt für kinder- und jugendorientierte Produkte und Dienste (Kleidung, Medien, Freizeit) ist ein Ausdruck für die wachsende Kaufkraft dieser Zielgruppe"
(Band 2, S. 176)

 
 
 
       
     
     
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 22. Mai 2002
Update: 22. Mai 2002
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