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Herrad Schenk: Zusammen und nicht allein

 
       
     
       
     
       
   

Herrad Schenk in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Herrad Schenk im Gespräch

 
   
  • Neu:
    LAMBECK, Silke (2002): Das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.
    Wie wir mit unseren Ängsten umgehen. Herrad Schenk über den neuen Machbarkeitswahn,
    in: Berliner Zeitung v. 06.04.
 
   

Glück und Schicksal (2000).
Wie planbar ist unser Leben
München: C. H. Beck

 
   
 
 

Klappentext

"Dieses Buch lotet Umfang und Grenzen unserer Verantwortung für das eigene Leben aus; es zeigt, wie man offen bleibt für Glück (und Unglück) und dennoch den eigenen Weg nicht aus den Augen verliert. Viele Beispiele und Geschichten zeigen, wie man die Balance findet in den Wechselfällen des Lebens.Jeder ist seines Glückes Schmied – oder auch: jeder übernimmt die Verantwortung für das eigene Leben. Das ist das Glaubensbekenntnis der westlichen Welt. Aber können wir diese Verantwortung wirklich tragen, bürden wir uns nicht zu viel damit auf? Sind wir gefeit gegen Krankheiten, gegen Unfälle, die alles in Frage stellen, gegen Katastrophen und Todesfälle? Können wir unsere berufliche Entwicklung noch selber steuern? Müssen wir uns am Erreichten messen lassen?Die grandiosen Erfolge von Wissenschaft und Technik, der allgemeine Wohlstand und die gewachsene Sicherheit haben die Menschen hierzulande blind werden lassen für die schicksalhaften Unwägbarkeiten des Lebens. Der Wahn, alle Einflüsse auf das menschliche Leben steuern zu können, kennzeichnet nicht nur das wissenschaftlich-technische Weltbild, sondern er ist auch Bestandteil des psychologisierenden und esoterischen Alltagsdenkens geworden. Und wer davon spricht, Glück gehabt zu haben, dem Zufall vieles zu verdanken, der macht sich verdächtig. Aber liegt in eben dieser Offenheit für das Unberechenbare nicht ein Gutteil unseres Glücks?"

 
 
       
   
  • Rezensionen:

  • fehlen noch
 
       
   

Freie Liebe, wilde Ehe (1987).
Über die allmähliche Auflösung der Ehe durch die Liebe
München: C. H. Beck

 
   
 
 

Klappentext

fehlt noch
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  • Das Buch in der Debatte:

  • fehlen noch
 
       
   

Wir leben zusammen, nicht allein (1984).
Wohngemeinschaften heute
Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
 
 

Pressestimmen

"In einer Zeit, in der unsere Regierung den Wert der Kleinfamilie aufzupolieren versucht, nun also eine »Geschichten-Sammlung« über Wohngemeinschaften, die vor zehn, fünfzehn Jahren noch anrüchig als »Kommunen« bezeichnet wurden. Woher kommt das Engagement für dieses Thema?
»Mein Interesse an Wohngemeinschaften ist nicht nur akademisch. Nach jahrelangem Wohnen zu zweit bin ich vor vier Jahren mit meinem Lebensgefährten in eine Wohngemeinschaft (sieben Erwachsene und zwei Kinder) gezogen, in der ich mich sehr wohl fühle und für die ich mir ein langes Zusammenleben wünsche«"
(Gabi Specks in Psychologie Heute, Juli 1985)

 
 
       
   
  • Rezensionen:

  • SPECKS, Gabi (1985): Wohngemeinschaft oder Gemeinschaftswohnung,
    in:
    Psychologie Heute, Juli
 
   
  • Das Buch in der Debatte:

  • BASTIAN, Till (2000): Die Wiederentdeckung der Geschwisterlichkeit.
    "Allein machen sie dich ein!" Diese Erkenntnis ging schon immer dem Zusammenschluss von Gleichaltrigen voraus: In Wohngemeinschaften, Cliquen, Bruderschaften und anderen Gruppierungen ließ sich der Widerstand gegen eine feindliche Welt besser organisieren. Die geschwisterliche Beziehung zwischen Menschen ist eine Ressource, die in der heutigen Leistungs- und Singlegesellschaft wichtiger ist denn je,
    in: Psychologie Heute, Dezember
    • Kommentar:
      "Wir leben zusammen, nicht allein" hiess 1984 ein Buch von Herrad SCHENK über Wohngemeinschaften. BASTIAN hat die Argumente von SCHENK auf den neuesten Stand der Sprache und Debatte gebracht.
           
      Yettie-Kälteschock und Single-Gesellschaft lassen die WG wie eine warme Kuschelhöhle erscheinen - die Gegenwelt par Excellence wie es auf den ersten Blick scheint. Zum grossen Teil ein Scheingegensatz wie ich darlegen möchte.
           
      "Von aufgerundet 37 Millionen Haushalten sind etwas mehr als 13 Millionen solche mit Kindern - also eine klare Minderheit. Und in dieser Minderheit wiederum sind die Einkindfamilien mit fast 51 Prozent - Tendenz steigend - in der Mehrheit." BASTIAN malt ein Bild einer Gesellschaft, in der Singles und Einkind-Familien dominieren. Beides ist jedoch falsch.
           
      Die amtliche Statistik mit ihrem Haushaltsansatz sagt über die Anzahl von Partnerlosen und Familien nur sehr bedingt etwas aus. Wenn BASTIAN die Einkindfamilie im Zusammenhang mit der amtlichen Statistik erwähnt, dann muss er korrekterweise von einem Familienhaushalt sprechen, in dem ein Kind lebt. Das heisst jedoch nicht, dass dieses Kind keine Geschwister hat. Es heisst nur, dass die möglicherweise vorhandenen Geschwister aus der elterlichen Wohnung ausgezogen sind. Sie haben vielleicht eine Wohnung im gleichen Haus, in der gleichen Strasse, im gleichen Viertel oder sonstwo.
           
      "Die Singles und die Tücken der Haushaltsstatistik" hat Günter BURKART ein Kapitel in dem Buch "Lebensphasen - Liebesphasen. Vom Paar zur Ehe zum Single und zurück?" (1997) genannt. Dort setzt sich BURKART mit typischen Fehlerquellen und Fehldeutungen bezüglich der Anzahl von Singles und Familien auseinander. Dieses Kapitel sollte Herr BASTIAN unbedingt lesen, bevor er den nächsten Artikel zum Thema Single-Gesellschaft verfasst. Dort steht auch zu lesen, dass Wohngemeinschaften in der amtlichen Statistik vielfach als Einpersonenhaushalt gezählt werden. Eine 6köpfige WG wird also als 6 Single-Haushalte gezählt! Wenn BASTIAN also ein Plädoyer für die Wohngemeinschaft hält, dann plädiert er sozusagen für die Single-Gesellschaft. BASTIAN erzeugt quasi ein Teil des Problems, das er zu lösen vorgibt. Eine schöne Variante der Self-fullfilling prophecy...
           
      Meine Kritik an BASTIAN heisst jedoch nicht, dass ich Wohngemeinschaften als Lebensform ablehne. Es heisst nur, dass der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Einpersonenhaushalte und der Wohnform "Wohngemeinschaft" beachtet werden muss. Und hier macht es sich BASTIAN einfach viel zu leicht...
      • Im GLOSSAR werden die Begriffe "Alleinlebende (Einpersonenhaushalt)", "Wohngemeinschaft" und "Yettie" erklärt
  • RÜDENAUER, Ulrich (2002): Neben der Welt.
    Der lange Abschied von einem aus der WG,
    in: Frankfurter Rundschau v. 15.02.
    • Kommentar:
      Als die WGs noch Kommunen genannt wurden, da war wenigstens für die 68er die Welt noch in Ordnung.
            
      Im Jahr 1984 konnte Herrad SCHENK noch ein Buch auf den Markt bringen, das den programmatischen Titel hatte: "Wir leben zusammen, nicht allein: Wohngemeinschaften heute". RÜDENAUER erzählt nun davon, dass auch die Wohngemeinschaften die "Atomisierung" erreicht haben.
            
      Die Haushaltsstatistiker haben das schon immer gewusst: jeder wirtschaftet für sich allein, statt zusammen wie in der Familiengemeinschaft.
            
      "Es hätte Abmachungen gegeben, man ließ sich in Ruhe, wenn man es so wollte," sagt der Ich-Erzähler in der Story. Was bisher die Zeitungen nur über das anonyme Leben in grossstädtischen Wohneinheiten vermelden - den Fund von Toten, die bereits unangenehm riechen - das erzählt RÜDENAUER nun als WG-Story.
 
     
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 14. April 2002
Update: 14. April 2002
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