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Johannes Kopp: Das Timing von Geburten

 
       
     
       
     
       
   

Johannes Kopp in seiner eigenen Schreibe

 
   
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Johannes Kopp in den Medien

 
   
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Neu:
Geburtenentwicklung und Fertilitätsverhalten (2002).
theoretische Modellierungen und empirische Erklärungsansätze
Konstanz:
UVK

 
   
 
 

Klappentext

"Ausgangspunkt der Arbeit ist eine Einführung in die demografischen Entwicklung Deutschlands. Dabei wird deutlich, dass der Geburtenrückgang bereits im 19. Jahrhundert eingesetzt hat und die wichtigsten Veränderungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem das »Timing« der Geburten betreffen. Im zweiten Abschnitt werden die verschiedenen theoretischen Ansätze zur Erklärung des Geburtenverhaltens vorgestellt, beginnend mit den Thesen Malthus’ und der sogenannten Wohlstandstheorie bis hin zu neueren Ansätzen, wie sie beispielsweise in der Familienökonomie entwickelt wurden. Es zeigt sich dabei, dass alle ernsthaften Erklärungsversuche einen mikrotheoretischen Erklärungsmechanismus formulieren und die historischen Entwicklungen auf typische Veränderungen in den jeweiligen Randbedingungen, auf sich systematisch wandelnde Opportunitäten und Beschränkungen zurückführen. Vor allem die veränderten Handlungsoptionen von Frauen, die höhere Bildungsbeteiligung und die besseren Arbeitsmarktchancen führen demnach zu einer Verringerung der Geburtenzahlen.

Dieses Erklärungsmodell wird an drei besonders auffälligen Entwicklungen empirisch überprüft: Zuerst an der Veränderung der Geburtenzahlen in der DDR bzw. in Ostdeutschland nach 1989, zweitens an den deutlich zu beobachtenden regionalen Besonderheiten innerhalb Deutschlands und drittens an den vollkommen unterschiedlichen Geburtenmustern einzelner ethnischer Gruppen in den Vereinigten Staaten, hier vor allem am Phänomen der »teenage pregnancies«. Hierzu werden neben amtlichen Daten verschiedene im Rahmen sozialwissenschaftlicher Studien erhobene Datensätze herangezogen und analysiert. Dabei zeigt sich, dass für alle drei Beispielen die gleichen theoretischen Erklärungen in der Lage sind, die Prozesse zu verstehen: Immer stellt die Entscheidung für oder gegen die Geburt eines (weiteren) Kindes sich als Ergebnis einer Abwägung der damit verbundenen Konsequenzen – vor allem für die Lebensumstände der Frauen – dar. Abweichungen von einem generellen Muster lassen sich empirisch auf Unterschiede in wichtigen Rahmenbedingungen zurückführen."

 
 
       
   
  • Das Timing von Geburten in der Debatte:

  • LEVINE, Tom: Praktizierte Gleichberechtigung - größere Kinderzahl,
    Familienpolitik - Kinder oder Inder oder was? Deutschland ist angesichts der sinkenden Geburtenzahlen aus jahrzehntelanger Lethargie erwacht. Manche Staaten sind längst munterer,
    in: Berliner Zeitung v. 14.04.
    • Kommentar:
      Der Bevölkerungsstatistiker Ron LESTHAEGHE kritisiert, dass die deutschen Statistiker dem Umstand, dass Frauen immer später in ihrem Leben Kinder kriegen, nicht genügend Beachtung schenken würden. "Betrachte man - anders als die deutsche Statistik - nicht nur die aktuelle Geburtenentwicklung pro Jahr, sondern das jeweilige Verhalten von Frauen-Altersgruppen (so genannten 'Kohorten'), so werde deutlich, dass der Geburtenrückgang langfristig weniger dramatisch sein dürfte. Die Frauen der Jahrgänge 1957 bis 1961 etwa hätten zwar viel später mit dem Kinderkriegen angefangen als ihre Vorgängerinnen, aber dann aufgeholt: Die Geburtenrate ihrer Altersgruppe liegt bei rund 1,6 Kindern pro Frau ; verglichen mit 1,8 für die Jahrgänge 1942-1946. Die heute 35- bis 40-Jährigen hätten bereits jetzt eine Rate von 1,5 erreicht - obwohl sie sich durchschnittlich noch länger Zeit gelassen hätten, bevor das erste Baby kam."
  • DORBRITZ, Jürgen (2001): Familienbildungsverläufe der Generationen.
    1950 und 1965 im Vergleich,
    in: BIB-Mitteilungen, Nr.1 v. 09.03., S.10-14
    • Kommentar:
      Der deutsche Bevölkerungswissenschaftler Jürgen DORBRITZ muss zugeben, dass "wir für den Geburtsjahrgang 1965 vor einigen Jahren noch Kinderlosenanteile von mehr als 30 % erwartet (haben). Die neueren Schätzungen zeigen, dass sich über späte Erstgeburten die Kinderlosenanteile auf 27 % verringert haben."
            
      Der Bevölkerungsstatistiker Ron LESTHAEGHE kritisiert diese Praxis deutscher Bevölkerungswissenschaftler.
 
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 15. Mai 2002
Update: 15. Mai 2002
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