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Jürg Willi: Das Wachstumspotential des Paares

 
       
     
       
     
       
   

Jürg Willi in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • Neu:
    LEBERT, Stephan & Tanja STELZER (2002): "Manchmal bin ich nudelfertig".
    Wie funktioniert eine glückliche Beziehung - und wie rettet man sie? Therapeut Jürg Willi lässt sich zuerst ein Wochenende schildern. Und warnt vor zu viel Harmonie,
    in: Tagesspiegel v. 02.06.
    • Kommentar:
      Der Schweizer Paartherapeut Jürg WILLI - einst ein Verfechter der Institution Ehe - sieht mittlerweile in der Ehe keinen Wert an sich mehr:
           
      "Man kann heute gleichwertig verheiratet sein oder unverheiratet, man kann in einer Wohnung leben oder in getrennten Wohnungen. Jede Form hat gewisse Vorteile, gewisse Nachteile. Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass es Menschen gibt, für die die Ehe keine geeignete Lebensform ist. Das ist ja nicht schlimm, wenn wir uns das eingestehen können."
           
      Der Gesinnungswandel ist jedoch nur ein strategischer, denn WILLI geht davon aus, dass heutzutage die Ehe als Lebensmodell - im Gegensatz zu den 70er Jahren - unangefochten ist.
           Beim Zusammenziehen von Paaren vertritt WILLI den Standpunkt, dass der Bezug einer neuen Wohnung dem Einzug eines Partners in eine vorhandene Wohnung vorzuziehen ist.
      Dieses wichtige Thema ist bisher in den Sozialwissenschaften vernachlässigt worden: Warum bzw. wie ziehen Paare zusammen? Ausnahmen sind u.a. Jean-Claude KAUFMANN, Günter BURKART und Karl LENZ. Dagegen ist Trennung und Scheidung ein Thema mit dem sich ganze Bibliotheken füllen lassen.
 
       
   

Jürg Willi: Porträts und Gespräche

 
   
  • BRÜCKENBAUER (1999): Unabhängigkeit ist auch Einsamkeit,
    in:
    Brückenbauer Nr.40 v. 05.10.
  • WELLERSHOFF, Marianne (2000): "Single-Frauen sind isoliert".
    Der Zürcher Psychotherapeut Jürg Willi über Liebesbeweise und vorschnelle Trennungen,
    in: Spiegel Nr.43 v. 23.10.
  • KÜBLER, Gunhild (2002): Den Rätseln der Liebe auf der Spur.
    Der Paartherapeut Jürg Willi vertritt die These, auch in der Liebe herrsche das Prinzip Eigennutz.
    in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 17.03.
 
   

Psychologie der Liebe (2002).
Persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehungen
Stuttgart: Klett-Cotta

 
   
 
 

Klappentext

"Man darf heute wieder zugeben, daß man einen anderen Menschen braucht und daß man gebraucht werden will. Es gibt eine neue Sehnsucht nach Bindung, nach Nähe und Zärtlichkeit, nach stabiler Zweisamkeit. Alleinsein wird nur als Übergangsform akzeptiert, nicht aber als Lebensform. Ehe und Familie gelten wieder als ein Hort der Geborgenheit; dauerhafte Zweisamkeit als ein begehrtes Luxusgut.
Der Mensch hat erkannt, daß er den anderen, den Liebespartner benötigt, denn die Liebesbeziehung ist für seine eigene persönliche Entwicklung und die Entfaltung seines Potentials von hoher und unersetzbarer Bedeutung. Eine Liebesbeziehung ist dabei niemals nur harmonisch und selbstlos, sondern immer eigennützig und spannungsgeladen. Die Liebespartner reiben sich aneinander, sind ihre kompetentesten Kritiker und unerbittlichsten Herausforderer, weil jeder von der Entfaltung und Weiterentwicklung des anderen direkt betroffen ist. Partner sind füreinander die Stimme des Unterbewußten, das heißt aber auch der verdrängten Aspekte ihrer eigenen persönlichen Entwicklung. Die Liebe der Partner bleibt ambivalent – gespannt in der Frage, wieweit die Beziehung zueinander die Entfaltung des eigenen Potentials begünstigt oder behindert. Eine Partnerschaft, in der es keine Reibungen und keine Entwicklungen mehr gibt, ist zum Stillstand gekommen. In einer lebendigen Beziehung sind Partner einander immer auch ein Geheimnis, sie bleiben ein lebenslang auf der Suche nacheinander."

 
 
       
   
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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 20. März 2002
Update: 03. Juli 2002
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