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Michael Hartmann: Die geschlossene Gesellschaft des Topmanagements

 
       
     
       
     
       
   

Michael Hartmann in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • HARTMANN, Michael (2000): Die deutschen Spitzenmanager,
    in: Kursbuch Nr.139, Die deutschen Eliten, S.97-109
  • HARTMANN, Michael (2002): Bildung und andere Privilegien,
    in: Kursbuch Nr.143, Neidgesellschaft, März, S.39-53
  • Neu:
    HARTMANN, Michael (2002): Bürgerkind sucht Bürgerkind.
    Nicht Leistung allein bestimmt beruflichen Erfolg, sondern viel wichtiger ist die soziale Herkunft,
    in: Welt v. 13.04.
    • Inhalt:
      Der Soziologe Michael HARTMANN hat die "Optionsgesellschaft" (Peter GROSS) unter die Lupe genommen und den Kern der Leistungsideologie auf seinen Wirklichkeitsgehalt überprüft. Sein ernüchterndes Ergebnis:
           "Besonders benachteiligt sind (...) Arbeiterkinder, die es mit viel Mühe und Anstrengung bis zum Doktortitel geschafft haben. In den 400 Spitzenunternehmen hat gerade einmal jeder 200ste von ihnen eine Topposition erreicht. In den anderen großen Firmen war es insgesamt auch nur jeder siebzehnte. Während der letzten vier Jahrzehnte hat sich dieser Unterschied nicht etwa verringert, wie man angesichts der Bildungsexpansion und der von früheren SPD-Regierungen verkündeten Formel von der Chancengleichheit hätte annehmen können, sondern vertieft. Die Aussichten auf eine Topposition sind für die Sprösslinge des gehobenen Bürgertums bis auf das Zweieinhalbfache gestiegen, für die des Großbürgertums sogar bis auf das Fünffache."
           HARTMANN erklärt dieses Ergebnis folgendermassen:
           "Die erheblich besseren Karriereaussichten für Bürgerkinder (...) resultieren im Kern aus der Tatsache, dass die Personen, die an der Spitze der Unternehmen stehen und damit über die Besetzung der Toppositionen entscheiden, für diese Positionen jemanden suchen, der ihnen im Habitus gleicht oder zumindest ähnelt: Bürgerkinder suchen Bürgerkinder. Die entscheidenden Besetzungskriterien: intime Kenntnis der Benimmcodes, breite Allgemeinbildung, unternehmerisches Denken sowie vor allem persönliche Souveränität begünstigen".
 
       
   

Michael Hartmann im Gespräch

 
   
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Der Mythos der Leistungselite (voraussichtlich Sommer 2002)
Frankfurt: Campus

 
   
 
 

Klappentext

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  • Rezensionen:

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  • Die Studie in der Debatte:

  • FRISCHEN, Konstanze (2001): "Nicht Bildung zählt, sondern Herkunft".
    Studie: Keine Chancengleichheit in der Wirtschaft,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 15.04.
  • REITER, Markus (2001): Geschlossene Gesellschaft.
    Die Leistungsgesellschaft als geschlossene Veranstaltung,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.06.
    • Kommentar:
      Der Darmstädter Soziologe Michael HARTMANN hat die Leistungsgesellschaft an ihren Ansprüchen gemessen und festgestellt, dass nicht allein die Leistung zählt, sondern die Herkunft ausschlaggebend ist (der Franzose Pierre BOURDIEU verwendet dafür den Begriff "Habitus"). Gehobenes Bürgertum und Großbürgertum dominieren die Führungsetagen der Wirtschaft - auch der New Economy. Also nichts mit Yetties! Einen Trost gibt es dann doch noch: "Die politischen Eliten, vor allem in den Volksparteien, sind, was ihre soziale Herkunft angeht, deutlich heterogener. Dies liegt an den unterschiedlichen Rekrutierungsmechanismen von Politik und Wirtschaft. Schließlich muß sich ein Minister auch im Bierzelt wohl fühlen."
  • KÜHNE, Anja (2002): Man erkennt sich.
    In Deutschland läuft Karriere wie in der englischen Klassengesellschaft: Die soziale Herkunft entscheidet
    in: Tagesspiegel v. 30.01.
  • SCHRÖTER, Barbara (2002): Habitus statt Leistung.
    Eine Studie über die Karrieren deutscher Topmanager unterstreicht den Einfluss der sozialen Herkunft,
    in: Welt v. 02.02.
 
       
   

Topmanager (1996)
Die Rekrutierung einer Elite
Frankfurt: Campus

 
   
 
 

Klappentext

"Nach wie vor sind die Bosse der Großunternehmen die unbekannteste aller Eliten. Welchen Eigenschaften verdanken sie ihren Aufstieg? Diese Studie gibt klare Antworten: Die deutschen Topmanager stammen ganz überwiegend aus den oberen Klassen und Schichten und können zu vier Fünfteln einen Hochschulabschluß vorweisen. Ausschlaggebend für ihre Karriere ist aber weniger der formale Bildungsabschluß als vielmehr persönliche Eigenschaften wie Souveränität, Allgemeinbildung oder unternehmerisches Denken - also der herkunftsspezifische Habitus der Kandidaten. Hartmann trägt mit seinen Ergebnissen, die er sowohl statistischem Material als auch qualitativen Intensivbefragungen verdankt, zu einer erheblichen Relativierung der derzeit gängigen Individualisierungs- und Pluralisierungstheorien bei."

 
 
       
   
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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 19. März 2002
Update: 16. April 2002
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