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Laszlo A. VASKOVICS
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Älter
werden als Single
Staatsinstitut für
Familienforschung an der Universität Bamberg
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Laslo A.
Vaskovics in seiner eigenen Schreibe:
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Laslo A.
Vaskovics im Gespräch:
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- BETTERMANN, Stella
(2000): Die große Single-Lüge.
In der Statistik tauchen sie
oft, in der Realität eher selten auf. Soziologe
Laszlo Vaskovics klärt das
Single-Missverständnis auf,
in: Focus
Nr.44 v. 30.10.
- Inhalt:
Interview mit dem
Familiensoziologen Vaskovics über das
Single-Dasein und die Ergebnisse der
Bamberger Studie. VASKOVICS kritisiert
die Unzulänglichkeiten der amtlichen
Statistik bei der Erfassung von
Partnerlosen und Kinderlosen und fordert
eine Lebenslaufperspektive zur
Beschreibung des Single-Daseins.
- Kommentar:
VASKOVICS
kritisiert zwar den
Familienbegriff der amtlichen
Statistik, bleibt aber selbst dem
Haushaltsbegriff verhaftet, der
nicht alle Familienformen
erfassen kann. So wendet er zwar
ein, dass auch Kinder, die nicht
mehr bei den Eltern leben zur
Familie gehören, aber der
Begriff
"Familienhaushalt"
schliesst diese Gruppe aus dem
Familienbegriff aus. Das Deutsche
Jugendinstitut hat bereits Mitte
der 90er Jahre im Rahmen des
Familiensurvey entsprechende
Daten erhoben, die jedoch von
VASKOVICS nicht erwähnt werden.
Im
FOCUS-Artikel wird zudem die Zahl
der Singles zu hoch angegeben.
In einer
Zwischenüberschrift heisst es:
"Unter den 55- bis
75-Jährigen gibt es nur 5-10%
echte Singles". Im Interview
selbst heisst es dagegen:
"Allein lebend, in den
letzten fünf Jahren keine feste
Partnerschaft, kein Kind
vorhanden. Wir mussten allerdings
20 000 Adressen Alleinlebender im
Alter von 55 bis 75 abchecken, um
auf tausend Personen zu kommen,
bei denen unsere Definition
gegeben war - so drastisch sind
die Relationen." VASKOVICS
spricht von 55-75jährigen
Alleinlebenden. Nicht alle
55-75jährigen leben jedoch im
Einpersonenhaushalt.
Aber
auch dies ist wohl noch nicht
richtig. In der Selbstdarstellung
wird von 1000 Singles im Alter
zwischen 45 und 75 Jahren
gesprochen. Auch in anderen
Meldungen wird diese Altersspanne
genannt. So z.B. in der
Zeitschrift Psychologie
Heute vom
Oktober. Dort wird der
Bevölkerungsanteil dieser
"Singles" mit 2,9 %
angegeben.
Der
Begriff "echte Singles"
ist zudem nicht definiert. Was
soll darunter verstanden werden?
Wenn man ein Kriterium wie
"Freiwilligkeit" von
Partnerlosigkeit und
Kinderlosigkeit einführen
möchte, dann muss man die Motive
der Bevölkerungsgruppe
erforschen, d.h. der Anteil der
"echten Singles" würde
dann noch geringer ausfallen.
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Die
Studie in den Medien:
- PFEIFFER, Gabi
(2000): Von wegen alt, allein und
kreuzunglücklich.
Institut für
Familienforschung in Bamberg stellt
Studie vor: Bedarf an professioneller
Hilfe wächst - Mit Lebensweg
ausgesöhnt,
in: Nürnberger
Nachrichten v.
19.07.
- KRUMPHOLZ-REICHEL,
Anja (2000): Singles. Im Alter allein?,
in: Psychologie
Heute, Oktober
- Bericht
über das Forschungsprojekt der
Bamberger Familienforscher
- BAUSCHMID,
Elisabeth (2001): Man arrangiert sich.
Eine
Studie belegt: Der Single ist nicht
einsam,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 24.02.
- Kommentar:
Man liest
und denkt, zu schön um wahr zu
sein. In der SZ ein kritischer
Artikel über die
familienpolitische Debatte? Man
liest erstaunt über statistische
Ungenauigkeiten bei der Erfassung
von Singles und davon, dass nur 3
% der Bevölkerung Singles sind,
aber dann kommt doch noch das
Übliche: das
"Single-Gespenst".
Der
"Nicht-Single" wird
glorifiziert: Für Krankheit oder
Pflegebedürftigkeit sind die
Ehefrau und die Tochter
zuständig! Wer das nicht hat -
also Singles - der liegt der
Allgemeinheit auf der Tasche.
DIE
wichtigste Botschaft aber fehlt:
Nicht-Singles und Singles sind
keine ausschliessende Kategorien,
sondern meist Phasen innerhalb
eines Lebenslaufs. Wer heute
Nicht-Single ist, der kann morgen
durch Tod des Partners oder der
einzigen Tochter zum Single
werden. Aber für diesen
Sachverhalt gibt es in unserer
Gesellschaft kein Bewußtsein.
Witwen sind die größte
Subgruppe der Alleinlebenden und
nicht die Yuppies, wie das die
Medien suggerieren...
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de |
Erstellt:
28. Februar 2001
Update: 19. Januar 2002 |
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Zugriffe
seit
dem 03.Juni 2000 |
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